Stromanbieter erhöht Abschlag ohne Zustimmung

28. August 2018 Thema abonnieren
 Von 
fb430679-75
Status:
Beginner
(87 Beiträge, 5x hilfreich)
Stromanbieter erhöht Abschlag ohne Zustimmung

Hallo. ich weiß nicht ob ich bei Vertragsrecht richtig bin.

Im März kam zum zweiten Mal für diese Wohnung die Stromrechnung. Wir sollten 160€ nachzahlen und der Energieversorger hat entschieden, den Abschlag um 30€ pro Monat anzuheben. Da ich finde, dass die 30€ völlig unverhältnismäßig zu der Nachzahlung steht, habe ich Widerspruch eingelegt. Mit 30€ im Monat mehr zahlen wir ja immerhin 360€ mehr im Jahr. Der Stromversorger ignoriert aber jegliche Widersprüche und behauptet nun, wir sind im Rückstand und droht mit der Abstellung des Stroms. Darf er wirklich einfach den Abschlag festlegen, wie er will und ich kann nix machen? Als Vertragspartner sollte ich doch auch ein Mitspracherecht haben oder nicht?

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10 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
mepeisen
Status:
Unsterblich
(24966 Beiträge, 16088x hilfreich)

Nein, darf er nicht.

EnBW hat hier mal kräftig von Gerichten die Ohren lang gezogen bekommen, weil es sich völlig unverhältnismäßig "kostenlose Darlehen" von den Verbrauchern erschlichen hat. Mit völlig überhöhten Abschlägen.

Wenn man es also ausfechten will, hat man meiner Meinung nach relativ gute Chancen. Ich würde hier zeitnah via Anwalt eine einstweilige Verfügung bei Gericht beantragen, die dem Stromanbieter die Stromabschaltung verbietet und die dem Stromanbieter die Erhebung eines angemessenen Abschlags auferlegt.

Signatur:

Mitglied im AK Inkassowatch. Anfragen per PM. Meine Beiträge stellen keine Rechtsberatung dar. Siche

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#2
 Von 
fb430679-75
Status:
Beginner
(87 Beiträge, 5x hilfreich)

danke für deine Antwort. ich versuche es erstmal ohne Anwalt zu klären. morgen will ich dort mal hingehen und das mit denen persönlich klären. aber mit dem Hintergrundwissen kann ich ja zumindest mit nem Anwalt drohen

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#3
 Von 
hiphappy
Status:
Junior-Partner
(5308 Beiträge, 2427x hilfreich)

Zitat (von fb430679-75):
morgen will ich dort mal hingehen und das mit denen persönlich klären.


Wozu? Im Zweifel erinnert sich eh niemand mehr an deinen Besuch.

Per Einschreiben dem Abschlag widersprechen, gleichzeitig eine angepasste Erhöhung vorschlagen (also 10-12 EUR im Monat) und gleichzeitig darauf hinweisen, dass man das Ganze ansonsten gerne gerichtlich klären lässt.

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#4
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(107709 Beiträge, 38057x hilfreich)

Nur nicht einschüchtern lassen.

Man kann ja mal nach der Rechtsgrundlage fragen.
Und erwähnen, das man das dann nötigenfalls gerne auf deren Kosten mit Anwalt vor Gericht klären wird.

Eventuell bekommt man dann auch direkt eine neue Abschlagsberechnung mit-


Und immer schön freundlich und sachlich bleiben.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

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#5
 Von 
fb430679-75
Status:
Beginner
(87 Beiträge, 5x hilfreich)

Zitat (von hiphappy):
Zitat (von fb430679-75):
morgen will ich dort mal hingehen und das mit denen persönlich klären.



Per Einschreiben dem Abschlag widersprechen, gleichzeitig eine angepasste Erhöhung vorschlagen (also 10-12 EUR im Monat) und gleichzeitig darauf hinweisen, dass man das Ganze ansonsten gerne gerichtlich klären lässt.


hab ich doch schon. wie gesagt, wird alles ignoriert. persönlich bringt meist mehr. die wollen nicht, dass es öffentlich wird und wenn ich dort in der Filiale einen Aufstand mache, kriegen es ja noch andere Kunden mit

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#6
 Von 
mepeisen
Status:
Unsterblich
(24966 Beiträge, 16088x hilfreich)

P.S.: Man sollte für sich einen angemessenen Abschlag natürlich weiterhin bezahlen. Einen, der auch der letzten Stromabrechnung inhaltlich entspricht.

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#7
 Von 
fb430679-75
Status:
Beginner
(87 Beiträge, 5x hilfreich)

da sie mir keinen angemessenen Beitrag geschrieben haben, habe ich den alten weiter bezahlt. ich habe nun auf der Stromanbieterseite nachgeschaut. bei meinem Verbrauch wollen die laut ihrem Rechner 70€ pro Monat, verlangen aber 93€ von mir. also noch eindeutiger geht es doch nicht, dass die mich be*******n wollen

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#8
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(107709 Beiträge, 38057x hilfreich)

Zitat (von fb430679-75):
da sie mir keinen angemessenen Beitrag geschrieben haben

Den könnte man ja auch selbst errechnen?


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Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

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#9
 Von 
fb430679-75
Status:
Beginner
(87 Beiträge, 5x hilfreich)

na klar. auf den Seiten der Stromanbieter muss man doch immer den Verbrauch und die PLZ eingeben, und dann zeigt das an, wie viel man bezahlen soll.

also ich war heute beim Stromanbieter. der Stromanbieter ist bereit, ab sofort den Abschlag niedriger zu gestalten (statt 93 € 73€) . für die vergangenen Monate, wo sie nicht auf meine Widersprüche reagiert haben, wollen sie trotzdem den zu hohen Abschlag nachgezahlt kriegen. Ich denke aber, das ist nicht rechtens. Ich habe ja sofort nach der Abschlagserhöhung Widerspruch eingelegt und die wollen ja jetzt von mir 140€ nachgezahlt haben. Das ist ja dann in dem Sinne auch so ein kostenloser Kredit. Kann ich denen nun Schreiben, dass ich ab der Stromnachzahlung (also seit März) die 8€ mehr im Monat nachzahle, aber nicht die 28€ mehr? also dass ich praktisch 48€ nachzahle für die Monate April bis September. ich hoffe ihr versteht, was ich meine

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#10
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(107709 Beiträge, 38057x hilfreich)

Zitat (von fb430679-75):
Kann ich denen nun Schreiben,

Das würde ich so machen.



Zitat (von fb430679-75):
der Stromanbieter ist bereit, ab sofort den Abschlag niedriger zu gestalten

Das hat man schriftlich?


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Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

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