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Stromanbieter hat den Strom abgestellt, aber an falsche Adresse Briefe verschickt

21.5.2019 Thema abonnieren
 Von 
JulianeF
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)
Stromanbieter hat den Strom abgestellt, aber an falsche Adresse Briefe verschickt

Hallo,
Heute wurde mein Strom abgestellt.
Ich habe meine Lokalität seit Dezember 2018 auf Adresse A.
Zähler und Müllraum befinden sich im angrenzenden Haus mit Adresse B.
Ich habe bereits im Dezember über ein Vergleichsportal einen Stromanbieter rausgesucht und dort einen Vertrag abgeschlossen. Nachdem ich im Februar noch keinen Strom bezahlen musste und von dem Stromanbieter keine Post erhalten habe, habe ich mich an das Vergleichsportal gewendet, die sich mit dem Stromanbieter auseinander setzen wollten und sich bei mir melden wollten, sobald sie weitere Infos von diesem erhalten. Ich selber konnte mich dort nicht melden, weil ich bis heute keine Vertragsnummer erhalten habe.

Jedenfalls habe ich von dem Stromanbieter nichts gehört bisher und wollte mich damit nun langsam auseinander setzen, bis heute mein Strom gesperrt wurde und ich heute einen Brief von meiner Nachbarin erhalten habe, von den Stadtwerken, dass mein Strom abgestellt wird und ich den Strom an die Stadtwerke nachzahlen soll.

Ich habe dann bei den Stadtwerken angerufen, alle Briefe sind wohl bei Adresse B angekommen und angeblich auch nicht zurück gegangen, wovon ich aber nie erfahren habe, da ich dort nicht wohne/arbeite oder gemeldet bin. Mein Gewerbe habe ich im Dezember bei Adresse A angemeldet.
Lediglich der Stromzähler für mein Geschäft befindet sich wohl bei Adresse B.
Dass ich die Kosten für den bezogenen Strom nachzahlen soll, kann ich nachvollziehen und werde ich natürlich auch begleichen.
Ich soll zusätzlich über 150 Euro für Mahngebühren, Sperrkosten und anderes bezahlen, damit ich wieder Strom erhalte. Dafür soll ich persönlich zu den Stadtwerken fahren um die Rechnung abzuholen, was für mich 30 Minuten Weg bedeutet. Auf die Bitte mir den Betrag und die Kontodaten mitzuteilen, wurde mir gesagt, dass die Rechnung nur persönlich ausgehändigt wird, da es sich um einen Beleg handelt den ich nur bei Real oder DM einlösen kann und nur dort die Rechnung begleichen könne.

Wegen des fehlenden Stroms konnte ich heute nicht arbeiten, weil ich dafür den Strom benötige, somit habe ich einen finanziellen Verlust von 500 Euro zu verbuchen.
Wegen technischer Probleme bei den Stadtwerken, habe ich die Dame am Telefon kaum verstanden, sie sagte aber, dass ich, obwohl die Stadtwerke die Post an die falsche Adresse geschickt haben, und ich diese nie erhalten habe (konnte), ich trotzdem die Mahngebühren etc. zahlen muss und mir auch mein finanzieller Verlust, nicht erstattet wird.

Ist das alles Rechtens? Ich habe mich ja versucht darum zu kümmern, meinen eigentlichen Stromanbieter zu erreichen, und ich kann doch nichts dafür, dass ich die Mahnungen etc nicht erhalten habe, wenn sie an eine andere Adresse gesendet werden.

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5 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(100176 Beiträge, 37039x hilfreich)

Zitat (von JulianeF):
Ich selber konnte mich dort nicht melden,

Doch, hätte man können.
Name war bekannt, Anschrift kann man googlen. Brief / Mail senden wäre also möglich gewesen.

Also das Argument kann man vergessen.



Zitat (von JulianeF):
Auf die Bitte mir den Betrag und die Kontodaten mitzuteilen, wurde mir gesagt, dass die Rechnung nur persönlich ausgehändigt wird, da es sich um einen Beleg handelt den ich nur bei Real oder DM einlösen kann und nur dort die Rechnung begleichen könne.

Eine Rechnung die man nur bei real oder dm zahlen kann? Ist mir gänzlich neu.



Zitat (von JulianeF):
ich kann doch nichts dafür, dass ich die Mahnungen etc nicht erhalten habe, wenn sie an eine andere Adresse gesendet werden.

Wie kamen denn die Stadtwerke an die falsche Anschrift? Das müsste man doch mal als erstes prüfen.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
JulianeF
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)

Ich meine damit, dass ich den ersten Stromanbieter nicht kontaktieren konnte, warum weiss ich nicht mehr genau, weshalb ich mich über das Vergleichsportal an den Stromanbieter versucht habe zu wenden. Diese hat aber nichts mit den Stadtwerken zu tun, von denen ich nun die Forderung erhalten habe.
Die Stadtwerke sind hier als Grundversorger zuständig.

Diese Rechnungen sind mit einem Barcode versehen, den man bei REAL oder DM Vorzeigen muss. unten auf der rechnung steht www.barzahlen.de

Ich habe keine Ahnung wie die Stadtwerke an die Anschrift gekommen sind. Wie gesagt, in dem Haus befindet sich mein Stromzähler, ich habe dies aber nirgendwo angegeben, weil ich das selber nicht wusste und bin bei dieser Adresse auch nicht gemeldet.

0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
Mr.Cool
Status:
Richter
(8430 Beiträge, 3435x hilfreich)

Nicht verwunderlich - eher normal.
Man ist immer beim Grundversorger, solange man keinen anderen Vertrag hat. Da Du keinen anderen Vertrag vorweisen kannst, bist Du Kunde beim Grundversorger. Das mit dem Zähler ist zwar ungewöhnlich, aber aus der Historie bestimmt erklärlich. Kann Dir der Vermieter bestimmt erklären.

Zitat:
... ich heute einen Brief von meiner Nachbarin erhalten habe, von den Stadtwerken, ...

Woher hatte die den denn her und was hat sie mit den anderen Briefen gemacht?

Signatur:

Vernunft ist wichtiger als Paragraphen

0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
JulianeF
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)

Der Brief lag im Hausflur, In dem Haus leben 8 Parteien, wahrscheinlich sind die anderen im Altpapier gelandet? Ich weiss es nicht, ich wohne dort nicht.

Es geht mir ja auch darum, ob es rechtens ist, dass ich Mahnungen etc bezahlen soll, obwohl ich keine Briefe erhalten habe, weil sie an eine andere Adresse zugeschickt wurden.

0x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
Mr.Cool
Status:
Richter
(8430 Beiträge, 3435x hilfreich)

Dreh- und Angelpunkt ist das hier:

Zitat:
Ich habe bereits im Dezember über ein Vergleichsportal einen Stromanbieter rausgesucht und dort einen Vertrag abgeschlossen.
Den kannst Du scheinbar nicht nachweisen, hast nie bezahlt - dumm gelaufen. Das scheint der typische Fall von "nicht gekümmert" zu sein. Da haben sicher Angaben zum Vertrag gefehlt(Zählernr., Standort etc.) und somit kam der Vertrag nie zustande und Du schuldest den Verbrauch dem Grundversorger. Der hält den Zählerort für Deinen Verbrauchsort(=Adresse) und schon ist das Chaos perfekt. Den Schuldigen(Vermieter?) zu finden ist in solchen Fällen meist müssig. Eine erhebliche Mitschuld trägst Du selbst. Wenn Du Strom willst wirst Du versuchen müssen dich mit dem Grundversorger zu arrangieren. Ein Rechtsstreit um den korrekten Ablauf wird u.U. mehr Geld kosten als zuerst zu zahlen und anschließend über Brief an die Geschäftsleitung und Hoffnung auf Kulanz vorzugehen.

Signatur:

Vernunft ist wichtiger als Paragraphen

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