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Stromanbieter unterstellt Vertrag

24.11.2020 Thema abonnieren
 Von 
Vermillion
Status:
Beginner
(52 Beiträge, 5x hilfreich)
Stromanbieter unterstellt Vertrag

Hallo liebe 123recht.de-Community,

nachdem ich am 01.11.20 umgezogen bin und meinen bestehenden Stromvertrag mit in die neue Wohnung genommen habe, stellt sich nun ein ärgerlicher Sachverhalt wie folgt dar:

- am 02.11.20 wurde ich an der Gegensprechanlage von einem Mitarbeiter des hiesigen Strom-Grundversorgers (im weiteren Verlauf "S") gefragt, ob die Familie X (Name des Vormieters) noch hier wohnhaft sei. Dies verneinte ich.
- zwei Minuten später wurde durch diesen Mitarbeiter des Anbieters S der Strom in unserer Wohnung abgestellt.

- ich stellte diesen zur Rede und wies darauf hin, dass ich bereits bei Anbieter "P" den Umzug ordnungsgemäß gemeldet habe und dieser mir die Versorgung an der neuen Adresse/Zählernummer bestätigt hat.

- Mitarbeiter S erfragte noch kurz meinen Namen sowie den Namen des Anbieters.

- der Strom wurde wieder angestellt, womit der Sachverhalt für mich erledigt war.

Nun erhielt ich vor wenigen Tagen eine Auftragsbestätigung des Anbieters S.
Dort werde ich zum einen als "Frau" adressiert, zum anderen ist der Nachname auch falsch geschrieben.

Ich habe jetzt vorab folgende E-Mail an den Anbieter S geschrieben, welche zudem auch heute noch per Einschreiben an diesen rausgeht:

Zitat:
Sehr geehrte Damen und Herren,

mit großer Verwunderung erhielt ich vorgestern ein auf das Datum des 13.11.2020 datiertes Schreiben Ihrerseits, in welchem von der o.g. Kundennummer und einem neuen Vertrag für die Zählernummer XXX die Rede ist.

Es wurde durch mich zu keinem Zeitpunkt ein Auftrag an Sie erteilt. Ich bin Kunde der Firma P GmbH und dort mit der Zählernummer XXX unter der Kundennummer 123456789 unter Vertrag.

Sie habe mir daher darzulegen, wie es zu dem von Ihnen behaupteten Vertrag gekommen ist.

Ferner erwarte ich Ihre Mitteilung, dass der von Ihnen behauptete Vertrag hinfällig ist und zwischen Ihnen und mir keine vertragliche Beziehung besteht.

Als Frist habe ich mir hierzu den 08.12.2020 notiert.
Nach fruchtlosem Ablauf werde ich ohne weitere Kommunikation negative Feststellungsklage erheben sowie den Vorfall der zuständigen Aufsichtsbehörde melden.
Weitere zivilrechtliche Schritte behalte ich mir in diesem Falle ausdrücklich vor.

Mit freundlichen Grüßen


Wäre ansonsten in der Angelegenheit noch etwas zu tun?
Anregungen für das weitere Vorgehen?


Für eure Antworten bedanke ich mich bereits im Vorraus!

Grüße
Vermillion

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9 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
mepeisen
Status:
Unsterblich
(24966 Beiträge, 16034x hilfreich)

Zitat:
ass ich bereits bei Anbieter "P" den Umzug ordnungsgemäß gemeldet habe und dieser mir die Versorgung an der neuen Adresse/Zählernummer bestätigt hat.

Hast du das schriftlich und auch zum Termin 1.11.?

Ansonsten würde ich ggf. den alten Anbieter darauf hinweisen, dass der Grundversorger hier offenbar Unfug treibt. Nicht dass der alte Anbieter nun über Umwege eine Kündigung erhält bzw. da versucht wird, die Stromlieferung zu übernehmen und das Chaos perfekt ist.

Signatur:

Mitglied im AK Inkassowatch. Anfragen per PM. Meine Beiträge stellen keine Rechtsberatung dar. Siche

1x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
Vermillion
Status:
Beginner
(52 Beiträge, 5x hilfreich)

Zitat (von mepeisen):
Zitat:
ass ich bereits bei Anbieter "P" den Umzug ordnungsgemäß gemeldet habe und dieser mir die Versorgung an der neuen Adresse/Zählernummer bestätigt hat.

Hast du das schriftlich und auch zum Termin 1.11.?


Hallo mepeisen,

ich habe eine Umzugsbestätigung meines Anbieters vom 03.11.2020 in welchem eine voraussichtliche Belieferung ab dem 01.11.20 genannt wird.
Meinen Umzug selbst habe ich diesem am 10.09.20 über dessen eigenen Umzugsservice gemeldet.

Mein Verdacht geht in die Richtung, dass der Mitarbeiter der Firma S (welcher vor Ort war) wohl einfach einen Vertrag eingestellt hat um selbst etwaige Provision zu erhalten.

0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
Vermillion
Status:
Beginner
(52 Beiträge, 5x hilfreich)

Der zeitliche Ablauf stellt sich in etwa wie folgt dar:

- 10.09.20: Umzugsmeldung an bisherigen Anbieter P
- 01.11.20: Tatsächlicher Umzug
- 02.11.20: MA der Firma S stellt Strom ab (s.o.)
- 03.11.20: Umzugsbestätigung von Anbieter P in dessen Kundenportal erhalten
- 05.11.20: Schriftstück von Anbieter P, in dem der Lieferbeginn zum 01.11.20 bestätigt(!) wird
- 21.11.20 Erhalt der Auftragsbestätigung von Anbieter S (s.o.)

0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(100137 Beiträge, 37031x hilfreich)

Zitat (von Vermillion):
ich habe eine Umzugsbestätigung meines Anbieters vom 03.11.2020 in welchem eine voraussichtliche Belieferung ab dem 01.11.20 genannt wird.

Zitat (von Vermillion):
in dem der Lieferbeginn zum 01.11.20 bestätigt(!) wird

Was denn nun?


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
kalledelhaie
Status:
Lehrling
(1019 Beiträge, 169x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Was denn nun?


Im Strom ist das nicht ungewöhnlich, das man (eine gewisse Zeit) rückwirkend beliefern kann und es zunächst vorläufig und mit entsprechender mabis Meldung verbindlich bestätigt wird.
Das hängt im Kern damit zusammen "wie" der Strom tatsächlich "geliefert" wird.

Zur Sache:

Wenn es ein Grundversorgungsvertrag ist, kann man das Schreiben m.E. getrost vergessen. Wenn es ein Sondervertag ist, sollen die den Vertragsschluss nachweisen.

Nachtrag: Das muss keine böse Absicht sein, sondern kann sich zeitlich überschnitten haben: Der Grundversorger hat eine Nachforschungspflicht hinsichtlich der Nutzer des Stromzählers. Es kann sein, dass die Zuordnung des neuen noch nicht vermerkt war zum Zeitpunkt der Prüfung.

-- Editiert von kalledelhaie am 24.11.2020 21:46

Signatur:

Die von mir vertretenen Meinungen sind rein private Einschätzungen und ersetzen keine professionelle

0x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(100137 Beiträge, 37031x hilfreich)

Zitat (von kalledelhaie):
Im Strom ist das nicht ungewöhnlich, das man (eine gewisse Zeit) rückwirkend beliefern kann und es zunächst vorläufig und mit entsprechender mabis Meldung verbindlich bestätigt wird.

Das ist bekannt, nur sind die Schilderungen halt widersprüchlich.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#7
 Von 
Vermillion
Status:
Beginner
(52 Beiträge, 5x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Zitat (von Vermillion):
ich habe eine Umzugsbestätigung meines Anbieters vom 03.11.2020 in welchem eine voraussichtliche Belieferung ab dem 01.11.20 genannt wird.

Zitat (von Vermillion):
in dem der Lieferbeginn zum 01.11.20 bestätigt(!) wird

Was denn nun?


Es handelt sich um zwei verschiedene Schriftstücke.

Im Schreiben v. 3.11.20 ist von einer "voraussichtlichen Belieferung ab..." die Rede.

Am 5.11.20 hingegen wird mir der 01.11.20 bestätigt.

0x Hilfreiche Antwort

#8
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(100137 Beiträge, 37031x hilfreich)

Zitat (von Vermillion):
Am 5.11.20 hingegen wird mir der 01.11.20 bestätigt.

Dann das Schreiben in Kopie an den der einen Vertrag behauptet senden und mitteilen das man zum einen bereits einen Vertrag abgeschlossen hat und zum anderen keinen Vertrag mit denen abgeschlossen hat.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#9
 Von 
Vermillion
Status:
Beginner
(52 Beiträge, 5x hilfreich)

Habe jetzt gestern die schriftl. Antwort erhalten, dass die Anmeldung durch meinen alten Anbieter P bereits seit dem 01.10.20 vorlag.
Zudem bestätigt man mir die Stornierung des Vertrages und "bedauere den Vorfall sehr".

Nachtigall ick hör' dir trapsen...

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