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Stromkosten. Nicht abgelesen. Vermieter gibt enorm hohen Zahlenstand durch.

15.11.2019 Thema abonnieren
 Von 
fb530966-80
Status:
Frischling
(1 Beiträge, 0x hilfreich)
Stromkosten. Nicht abgelesen. Vermieter gibt enorm hohen Zahlenstand durch.

Folgende Situation.


Zum 31.3 ist die Mieterin aus der Wohnung ausgezogen.
Der Stromzählerstand würde den Stadtwerken nicht mitgeteilt.
Auch hat sie dies nicht notiert.
Daraufhin wurde anhand ihres Verbrauches der letzten 2 Jahre eine Schätzung vorgenommen.
Verbrauch: 11.346/ Schätzung: 12.742
Am 20.9 selben Jahres teilt der Vermieter den Stadtwerken nun einen Zahlenstand mit welches eine Differenz von 2.581 kWh zu dem geschätzten Zahlenstand aufweist. Kundenablesung (durch Vermieter): 13.927
Am 14.11 bekomme die Mieterin durch Nachbarn, Zugang zu den Stromzählern und macht ein Foto davon.
Darauf zu sehen ist, dass die Zähler ausgetauscht wurden.
Aufkleber Wesernetz vom 2.10: 13.931
Sprich, 3 kWh sollen im Zeitraum von 31.3-2.10 verbraucht worden sein.
Eine Renovierung / Zugang zur Wohnung in diesem Zeitraum findet durch den Vermieter statt.
Am 14.11 beträgt der Zählerstand 1 kWh .


Mieterin lebt alleine+Kind.
Ohne TV, Föhn, Warmwasserboiler in Küche, keinen Backofen, lediglich einen 2 Plattenherd und Elektrobackofen.
So ein immenser Verbrauch ist nicht nachzuvollziehen.

Wie kann überprüft werden wo der Fehler stattgefunden hat ?
Ein Übergabeprotokoll liegt ihr nicht vor.
Die Angabe eines Zählerstandes durch Dritte, also den Vermieter ist rechtens?
Oder kann die Mieterin dies anfechten ?

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4 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
spatenklopper
Status:
Richter
(8283 Beiträge, 3642x hilfreich)

Zitat (von fb530966-80):
Verbrauch: 11.346/ Schätzung: 12.742

Für 1oder für 2 Jahre ?

Zitat (von fb530966-80):
So ein immenser Verbrauch ist nicht nachzuvollziehen.

Sehe ich auch so, ich hab einen solchen Verbrauch bei meiner Wärmepumpe, die versorgt allerdings 2 Zweifamilienhäuser mit Heizwärme und Warmwasser....

Zitat (von fb530966-80):
Ein Übergabeprotokoll liegt ihr nicht vor.

Liegt denn ein Zählerstand vom Einzug vor?

Zitat (von fb530966-80):
Wie kann überprüft werden wo der Fehler stattgefunden hat ?

Nach nun fast 8 Monaten und Zählerwechsel vermutlich gar nicht mehr.

Zitat (von fb530966-80):
Die Angabe eines Zählerstandes durch Dritte, also den Vermieter ist rechtens?

Natürlich.

Zitat (von fb530966-80):
Oder kann die Mieterin dies anfechten ?

Warum anfechten? Der Zählerstand scheint doch tatsächlich so gewesen zu sein, bestätigt ja auch die Notiz des Monteurs beim wechsel.
Ich würde als Mieter nur bestreiten, dass dieser Zählerstand bereits am 31.03. so war, wie er Ende September / Anfang Oktober abgelesen wurde.
Wer weiß, was der Vermieter im vergangenen halben Jahr in der Wohnung gemacht hat.

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#2
 Von 
kalledelhaie
Status:
Schüler
(478 Beiträge, 94x hilfreich)

Zur Einordnung ein paar Fragen:

Mit wem besteht der Streit, mit dem Vermieter oder dem Stromlieferanten?

Wie war die Stromversorgung bis zum Auszug geregelt, hatte die Mieterin einen eigenen Stromliefervertrag?
Falls ja, wurde der zum Auszug gekündigt?
Falls nein, wie wurde der Strom abgerechnet?

Grüße

Signatur:Die von mir vertretenen Meinungen sind rein private Einschätzungen und ersetzen keine professionelle
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#3
 Von 
Sir Berry
Status:
Unparteiischer
(9126 Beiträge, 2870x hilfreich)

Zitat (von spatenklopper):
Wer weiß, was der Vermieter im vergangenen halben Jahr in der Wohnung gemacht hat.

Und vor allem, was sagt der Vermieter dazu?

Er wurde sicherlich, weil das so üblich ist, aufgefordert den Zählerstand abzulesen und weiterzugeben. Das hat er gemacht. Ist aber nicht gleichbedeutend, dass er dann nicht auch die Kosten für die Verbrauchsdifferenz (was er verbraucht hat) übernimmt.
Womit die Beweisfrage aber immer noch nicht geklärt wäre.

Berry


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#4
 Von 
kalledelhaie
Status:
Schüler
(478 Beiträge, 94x hilfreich)

ne sehe das anders.
für die Schätzung gab es ja einen Grund. vermutlich und das war die Frage, weil ein Stromliefervertrag zum 31.3 beendet würde.
wenn keine Stilllegung beauftragt wurde, was extrem unwahrscheinlich ist
üblich ist dann das mit dem Vermieter ein Grundversorgung Vertrag zustande kommt, der automatisch eigentlich vom Netzbetreiber kommend dem Vermieter vom Grundversorger einseitig bestätigt wird und der im übrigen konkludent durch Entnahme zustande kommen kann. Beim Strom gelten andere Regeln - und es stehen auch andere wege offen.

soweit die kurze Theorie, die nicht viel hilft, wenn die Umstände nicht klar sind.

hier passt es m.e. noch nicht ganz bzw. es sind entscheidende Lücken.
Deswegen die Fragen

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