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Stromliefervertrag, Probleme mit der Kündigung

4.4.2013 Thema abonnieren

#31
 Von 
mepeisen
Status:
Unsterblich
(23667 Beiträge, 15473x hilfreich)

Schreibe denen doch folgendes:

quote:
Hallo.

Ich habe NIE ein Sonderkündigungsrecht ausgesprochen. Der Kündigungstermin vom 22.4.2013 ist schlichtweg falsch. Der korrekte Kündigungstermin ist vertragskonform und fristgerecht (!) der 30.6.2013.

Ich fordere Sie auf, die Stromlieferung bis zu diesem Termin aufrecht zu erhalten und meinem angestrebten Wechsel hiernach nicht zu blockieren. Alle Boni sind auszuzahlen. Der Trick, durch die dreiste und gelogene Behauptung, ich hätte eine Sonderkündigung zum 22.4.2013 ausgesprochen, die Bonuszahlungen zu vermeiden, funktioniert nicht.

Sie können sich gerne an ein Gericht wenden um feststellen zu lassen, ob sie im Recht sind. Bis dahin erwarte ich die Lieferung des Stroms bis 30.6.2013.

Weitere Schreiben oder die Einstellung der Stromlieferung werden einem Anwalt vorgelegt und ggf. zur Anzeige gebracht (Nötigung/Betrug). Guten Tag. Weitere Antworten von mri persönlich wird es nicht mehr geben. Weitere Schreiben gibt es wie gesagt nur noch von anwaltlicher Seite, wenn sie es darauf anlegen wollen.


Also nach dem, was du geschildert hast fällt mir auch nur das eine Wort ein: Zirkus.

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"Meine Beiträge stellen keine Rechtsberatung dar. Sicherheit gibts nur beim Anwalt."

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#33
 Von 
akbor
Status:
Beginner
(137 Beiträge, 28x hilfreich)

quote:
9. Bonusanspruch/ Frei kWh
(1) Ein von ENERGY gewährter Bonus wird gewährt,
wenn keine wesentlichen Verstöße gegen diesen Vertrag
durch den Kunden vorliegen. Wesentliche Verstöße sind
insbesondere die wissentlich falsche Angabe von
wesentlichen Vertragsdaten. Ein von ENERGY gewährter
Bonus wird gewährt nach zwölf Monaten
ununterbrochener Belieferung im selben Tarif an
derselben Abnahmestelle.
Ein Anspruch auf Gewährung
eines Bonus oder von frei-kWh besteht nicht, wenn das
Vertragsverhältnis vor Ablauf eines Belieferungsjahres
durch den Kunden oder aus vom Kunden zu vertretenden
Gründen beendet wurde oder der Kunde bzw. ein
Haushaltsangehöriger innerhalb der letzten 6 Monate an
der gleichen Abnahmestelle bereits durch ENERGY
beliefert wurde oder der Kunde bzw. ein
Haushaltsangehöriger innerhalb der letzten 6 Monaten
bereits einem Vertragsschluss widersprochen hat oder
der Kunde aus einem anderen Tarif von ENERGY
gewechselt ist.

Also ich interpretiere das so, als stünden mir nach einem Jahr Belieferung 25% Neukundenbonus?

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#34
 Von 
akbor
Status:
Beginner
(137 Beiträge, 28x hilfreich)

meine letzte Antwort war:

quote:

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe niemals von irgendeinem Sonderkündigungsrecht Gebrauch gemacht, sondern fristgerecht zum Ablauf der einjährigen Vertragslaufzeit, zum 30.06.2013 gekündigt.

Bei Ihnen geht es wie im Zirkus zu. Sie schicken mir nacheinander widersprüchliche Bestätigungen mit widersprüchlichen Kündigungsterminen und können sich selber nicht einmal entscheiden, ob ich zu spät gekündigt hätte und für ein zweites Jahr Kunde bleiben solle, oder ob ich von irgendeinem Sonderkündigungsrecht Gebrauch gemacht hätte. Sie setzen offensichtlich alles darauf, um den Vertrag nicht zu erfüllen und sich der vertraglich vereinbarten Bonuszahlung zu entziehen.

Die Frist, die ich Ihnen setzte, um den richtigen Kündigungstermin, den 30.06.2013 zu bestätigen, läuft heute, am 12.04.2013 ab. Danach geht die Sache zu meinem Anwalt und zu der Regulierungsbehörde. Die Kosten, die sich durch Ihre Willkür, Starrköpfigkeit und vielleicht auch Inkompetenz verursachen, werden Sie selber tragen.

Mit freundlichen Grüßen


Nächste Woche suche ich mir einen Anwalt, der sich auf Vertragsrecht spezialisiert.

Gruß


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#36
 Von 
akbor
Status:
Beginner
(137 Beiträge, 28x hilfreich)

Hi,

die letzte Reaktion der Anbieters B war so zu tun, als hätte ich per Sonderkündigungsrecht zum 22.04.2013 gekündigt. Über den Grund hat sich der Anbieter nicht ausgelassen und auf meine Widersprüche (ich habe zweimal widersprochen und auf einer regulären Kündigung zum 30.06.2013 bestanden) hat er zweimal mit dem gleichen Textbaustein geantwortet, dass ich vom Sonderkündigungsrecht Gebrauch gemacht hätte und der Vertrag daher zum 22.04.2013 ende. Wenn Anbieter B nicht blufft, sondern tatsächlich diesen Termin an meinen Grundversorger weitergegeben hat, dann müsste ich demnächst eine Nachricht von Grundversorger bekommen. Wenn er blufft, dann passiert nichts. Deswegen wollte ich das Ergebnis noch abwarten.

Wenn der Anbieter B so tut, als würde der Vertrag zum 22.04.2013 beendet sein, dann stünde mir quasi kein Bonus zu. Aber die Sonderkündigung ist ja ein Fake, es hat sie so nie gegeben. Also müsste ich mein Bonus vermutlich (anteilig, oder wie auch immer) einklagen?

Ich muss jetzt wieder Klarheit in die Sache bekommen und genau wissen, weswegen ich eigentlich zum Anwalt gehe. Sonst gebe ich nur unnötig Geld dafür aus.

Gruß


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#37
 Von 
mepeisen
Status:
Unsterblich
(23667 Beiträge, 15473x hilfreich)

Du gehst zum Anwalt wegen dem augenscheinlichen Versuch, dich um den Bonus zu prellen. Hinweise von RrKOrtmann nicht vergessen bzw. mitnehmen. Du gehst zum Anwalt wegen eventuell durch höheren Preis des Grundversorgers entstehender Schaden aus der unzulässigen Ableitung, du hättest ein Sonderkündigungsrecht ausgeübt.
Du beauftragst den Anwalt, den Schaden abzuwenden bzw. bei Entstehen des Schadens vom Zirkus-Veranstalter den Schaden ersetzt zu bekommen.

So würde ich es sagen.

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"Meine Beiträge stellen keine Rechtsberatung dar. Sicherheit gibts nur beim Anwalt."

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#38
 Von 
akbor
Status:
Beginner
(137 Beiträge, 28x hilfreich)

Schon schon, aber ich wollte -wie gesagt- nur abwarten, ob der "Sonderkündigungstrick" nur ein Bluff war. Wenn ich tatsächlich eine Nachricht vom Grundversorger erhalte, dass ich ab dem 23.04.2013 quasi zwangsweise bei ihm Kunde bin, dann ist es eine klare eindeutige Sache.

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#39
 Von 
fb478717-64
Status:
Frischling
(1 Beiträge, 0x hilfreich)

aktuell fährt Plusstrom/fuxxenergie mit dieser Masche; Kunden werden im 1.Jahr mit Billigtarifen geködert, im 2.Jahr wird um 30 % erhöht und dann Kündigung verschleppt, weil bei denen auch Vertragsbeginn gleich Zustellung der Vertragsbestätigung ist und nicht der eigentliche Lieferbeginn; wer sich nicht auskennt und protestiert wird abgezockt, weil ja alle Kündigungen zu spät kommen; warum kann man solche Vereine nicht aus dem Verkehr ziehen?

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#40
 Von 
akbor
Status:
Beginner
(137 Beiträge, 28x hilfreich)

Ups, ich habe ja das Ende meiner Geschichte gar nicht beschrieben. Ich habe es letztendlich mit einem Anwalt sein lassen, weil ich rein intuitiv ahnte, dass diese Lösung mehr Kosten verursacht, als sie nützt. Ich habe die Schlichtungsstelle Energie (https://www.schlichtungsstelle-energie.de/) und auch parallel die Bundesnetzagentur (https://www.bundesnetzagentur.de) angeschrieben und mein Anliegen chronologisch geschildert und Kopien der Kommunikation mit dem Stromversorger und der Verträge/AGBs beigefügt. Die erste Reaktion der Bundesnetzagentur war, dass sie nur für die Beziehungen der Stromversorger untereinander zuständig sei und nicht für die Beziehungen mit dem Endverbraucher (mir). Daraufhin habe ich geantwortet, dass es sich hier bei dieser Geschichte sehr wohl um eine Beziehung zwischen zwei Stromversorgern geht und dass konkret der Anbieter B den Anbieter C mit dieser Finte daran hindert, Kunden zu übernehmen, also doch eigentlich am Wettbewerb. Daraufhin hat sich die Bundesnetzagentur nie wieder gemeldet. Von der Schlichtungsstelle Energie habe ich nur eine Eingangsbestätigung bekommen und sonst nichts, zumindest glaube ich das, es ist schon vier Jahre her. Eine kurze Zeit darauf hat sich der Stromanbieter B bei mir gemeldet, hat "all die Missverständnisse" bedauert und hat mir ohne einen Rechtsanspruch 70 Euro als Entschädigung angeboten. Ich war von der ganzen Geschichte schon sehr müde und habe eingewilligt. Liber 70 Euro sofort, als noch der Sache hinterherrennen mit einem ungewissen Ausgang.

Meine tatsächlichen Verluste durch diese ganze Aktion habe ich nie richtig berechnet, weil ich:
a) mit der Endabrechnung des Anbieters B doch die Bonuszahlung anteilig berechnet bekommen habe
b) durch die Entschädigung von 70 Euro zumindest vom Gefühl her Recht bekommen habe und
c) den Rechtsweg wahrscheinlich sowieso nicht gehen würde

Aber der Anbieter B hat mich tatsächlich vorzeitig gekündigt und ich musste einen Monat lang Strom von meinem Grundversorger zum sauteuren Basistarif beziehen, bevor ich tatsächlich zum Anbieter C wechseln durfte.

Ob nun die Kontaktaufnahme mit der Bundesnetzagentur oder mit der Schlichtungsstelle Energie zum Erfolg geführt hat, kann ich letztendlich nicht mit Sicherheit sagen.

So, jetzt wisst Ihr wie das ausgegangen ist, eventuell hilft es einem.

Gruß

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#41
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(78686 Beiträge, 33571x hilfreich)

Zitat (von fb478717-64):
warum kann man solche Vereine nicht aus dem Verkehr ziehen?

Deswegen:
Zitat (von akbor):
ch habe es letztendlich mit einem Anwalt sein lassen,

Zitat (von akbor):
Ich war von der ganzen Geschichte schon sehr müde und habe eingewilligt. Liber 70 Euro sofort, als noch der Sache hinterherrennen mit einem ungewissen Ausgang.

DIe Zermübungstatik zeigt in fast alle Fällen erfolg.

Und wenn der Kunde tatsächllich mal klagt, das sirgen die durch Zahlung kurz bevor es ernst wird dafür das es nicht mit einem Urteik endet.



Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
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#42
 Von 
akbor
Status:
Beginner
(137 Beiträge, 28x hilfreich)

Ja, genau, ich bin daran schuld. Habe das Geld vom Stromanbieter genommen, statt meins den Anwälten zu geben. Passt scho, habe kein Problem damit.

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#43
 Von 
Kalanndok
Status:
Schüler
(394 Beiträge, 87x hilfreich)

@akbor: Ich denke jeder würde hier so reagieren. Und wenn ich sehe, dass es den Bonus trotzdem gab, dann könnten die 70 Euro ja durchaus die Mehrkosten beim Grundversorger aufgewogen haben.

Aber vielen Dank für die Rückmeldung über den Ausgang (wenn auch spät). Sowas findet man hier selten.

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