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Telefon/Internet bei 1&1

1. März 2013 Thema abonnieren
 Von 
Quaacki
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)
Telefon/Internet bei 1&1

Hallo,

ich bin (schändlicherweise) Kunde von 1&1 und habe dort einen Vertrag für Telefon/Internet. Die Verbindung des Telefons läuft mit "Voice over IP". Ich wohne auf einem Dorf und hänge am Ende des Knotenpunktes und bei mir kommt die Restleistung von rund 40 kb/s an. Diese Geschwindigkeit teilt sich also das Internet und das Telefon. Sobald ich also eine Internetseite aufrufe z.B.: telekom.de (Ladezeit ca. 15 Sekunden) und dabei telefoniere, kommt von meinem Gegenüber fast nichts mehr an, weil die Verbidung überlastet ist.

Meine Frage nun:

Kann ich aufgrund von Unzumutbarkeit der Verbindung den Anbieter kündigen und wechseln? 1&1 selbst sagt logischerweise nein wegen Vertragsbindung, aber vielleicht gibt es ja ein Urteil in dem solch ein Vorfall schonmal vorgekommen ist.

Mfg Quaacki

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4 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
mepeisen
Status:
Unsterblich
(24966 Beiträge, 16078x hilfreich)

1&1 sagt natürlich nein, weil die auf solchen Ohren taub sind und behaupten, nie eine Mindestleistung versprochen zu haben. Das ist so eine Grauzone, theoretisch hat 1und1 Recht: Du hast einen Vertrag unterzeichnet, du hast den zu erfüllen und versprochen war nie etwas. Aber: Auch 1und1 hat einen Vertrag unterzeichnet und hat diesen zu erfüllen und Gerichte nehmen Telekommunikationsanbieter in der heutigen Zeit gewiss nicht mehr ab, mit DSL bis zu 16MBit und mehr zu bewerben und am Ende jemandem zuzumuten mit weniger als 56Kbit Analog Modems zu surfen.

Genau auf diesem Weg kommt man in aller Regel raus. Auftragsbestätigung und Co durchgucken. War jemals die Rede davon, dass du nie die volle Bandbreite erhalten würdest? Wenn ja:
Fristsetzung, den Vertrag zu erfüllen und bei Nicht-erfüllen die fristlose Kündigung androhen.

Ggf. auch rückwirkend eine Minderung aussprechen auf 5€ Monatsgebühr pro Monat oder ähnlichem. Da kannst du dir eigentlich einen Betrag aussuchen, denn 1. steigen die da meist sowieso nicht drauf ein und 2. gehts dir denke ich weniger um die Gutschrift, sondern vielmehr um einen providerwechsel zu jemandem, der mehr bieten kann?


P.S.: Surfen übers Fernsehkabel sollte bei so Fällen das technisch bessere sein (swoeit euer Kabel-Anbieter das hinbekommt und ihr einen Kabelanschluss habt).


-----------------
"Meine Beiträge stellen keine Rechtsberatung dar. Sicherheit gibts nur beim Anwalt."

-- Editiert mepeisen am 01.03.2013 14:46

0x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
Mr.Cool
Status:
Richter
(8430 Beiträge, 3440x hilfreich)

quote:
Restleistung von rund 40 kb/s

Das ist eine für surfen und telefonieren eine völlig untaugliche Bandbreite. Auch die "bis zu" Angabe für die Bandbreite ist hier kein Alibi für 1-1 mehr. Daher Aufforderung zur Mängelbeseitigung, parallel Probleme + Störungen protokollieren (kein telefonieren während surfen, Webladezeiten, Speedtests). Frist von 14 Tagen setzen und dann fristlos kündigen.
Es gibt einzelne Urteile in solchen DSL-Fällen, grundsätzlich geht es aber um Nichterfüllung von Verträgen.

-----------------
"Vernunft ist wichtiger als Paragraphen"

0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
Quaacki
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)

Also ne Gutschrift wäre mir persönlich völlig egal. Ich will einfach nur raus da und zu Telekom. Die kann mir vom prinzip her auch nicht mehr an Geschw. bieten, aber dort ist wenigstens Telefon und Internet getrennt. D.h. ich habe meine volle Geschw. für das Internet und muss es nicht noch mit dem Telefon teilen.

Kabel gibt es hier in keinerlei variante. Das war die 1. Möglichkeit die ich versucht habe, als ich hier her gezogen bin. Fernser läuft nur über Schüssel oder DVBT. Das Dorf ist in der Beziehung leider tot. Als es im Gespräch war, haben fast alle geblockt und meinten das sie das nicht wollen.

Die Beratung von 1&1 hatte damals auch gesagt das ich naherzu ne 1000er DSL Geschw. habe, aber leider nichts schriftlich darüber bekommen. Die haben dann diesen Mistvertrag mit DSL bis 2000 gemacht.

Ich werde aber eure Tips oben mal anwenden und schauen wie weit ich damit komme :) Ich danke hier schonmal allen für die Mühe und die tollen Antworten.

Mfg Quaacks

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" "

0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
Roland-S
Status:
Student
(2460 Beiträge, 1173x hilfreich)

quote:
Die haben dann diesen Mistvertrag mit DSL bis 2000 gemacht.


Hast Du DSL oder einen Internetanschluss beauftragt. Wenn es DSL war, ist die eh inakzeptable Übertragungsrate auch mit fadenscheinigen Ausreden seitens 1und1 nicht haltbar.
Fordere 1und1 auf eine vertragskonforme Leistung zu erbringen, ersatzweise den Vertrag aufzulösen und den Port übergangsfrei frei zu geben. Setze hierfür eine Frist von 14 Tagen. Mach das nicht über die Hotline, sondern mit einem eingeschriebenen Brief.

VG
Roland

PS:
Noch ein technischer Tipp. Bei 1und1 hat man meistens eine Fritz.Box, die ich persönlich auch sehr schätze. Allerdings erreichen Nutzer in Deiner Situation oft mit einem Speedport bessere Ergebnisse - aber den gibt's bei der Telekom eh dazu ;-)

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"Das Problem bei Gerichtsbeschlüssen ist, dass regelmäßig nur eine Partei IHR Recht bekommt."

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