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Telekom täuscht, um Vertragskündigung zu verhindern

21.3.2016 Thema abonnieren
 Von 
Shinoda94
Status:
Frischling
(7 Beiträge, 0x hilfreich)
Telekom täuscht, um Vertragskündigung zu verhindern

Mein derzeitiger Vertrag bei der Telekom läuft am 1. April 2016 aus. Aufgrund unserer langjährigen Kundschaft und eigentlich nicht vorhandenen Probleme, schrieb ich die Telekom bereits im Januar an. Ich wollte den Vertrag verlängern, allerdings zu einem Studententarif wechseln.
Im Lauf der Zeit hatte ich mit drei verschiedenen Mitarbeiter Kontakt, weil ich über das Onlineportal den Tarifwechsel nicht selbst vornehmen konnte und die ersten beiden sich dann zunächst nicht mehr meldeten. Ich habe alle erforderlichen Unterlagen übermittelt und alle drei bestätigten mir bereits Anfang Februar, dass ich die Anforderungen erfülle und man mir den Tarif in den kommenden Tagen umstellen würde. Ich solle mich gedulden.
Ende Februar war dann das vorerst letzte telefonische Gespräch. "Es geht auf jeden Fall", nachdem ich deutlich machte, den Vertrag ansonsten kündigen zu wollen, "die Änderung nehmen wir in den nächsten Tagen vor". Am 7. März erhalte ich dann nach über vier Wochen die Email der ersten Mitarbeiterin mit dem ungefähren Inhalt "sorry, war krank, den Tarif können wir doch nicht ändern, 2018 können Sie sich nochmal melden". Nun soll auch noch die Kündigungsfrist vorbei sein. Plötzlich weiß auch jeder Mitarbeiter am Telefon, dass der Tarif so nie gebucht werden hätte können. Wieso auch immer...

An wen kann ich mich wenden? Eine solche Unverschämtheit will ich mir definitiv nicht einfach so bieten lassen.

-- Editiert von Moderator am 21.03.2016 14:13

-- Thema wurde verschoben am 21.03.2016 14:13

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10 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(100099 Beiträge, 37024x hilfreich)

1. Ich vermisse den Bezug zum Thema "Arbeitsrecht"
2. Was davon (insbesondere das man die Anforderungen erfülle und man Dir den Tarif in den kommenden Tagen umstellen würde) könnte man im Falle des Falles gerichtsfest beweisen?



Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

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#2
 Von 
cruncc1
Status:
Senior-Partner
(6896 Beiträge, 4186x hilfreich)

Zitat:
Nun soll auch noch die Kündigungsfrist vorbei sein.

Wenn Du nicht gekündigt hast, gibt es auch keine Kündigsfrist.
Zitat:
Ich habe alle erforderlichen Unterlagen übermittelt und alle drei bestätigten mir bereits Anfang Februar, dass ich die Anforderungen erfülle und man mir den Tarif in den kommenden Tagen umstellen würde. Ich solle mich gedulden.

Hast Du das schriftlich?

Zitat:
2018 können Sie sich nochmal melden

Wenn der "alte" Vertrag weiterläuft, weshalb dann wieder 24 Monate?





0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(100099 Beiträge, 37024x hilfreich)

Zitat:
Wenn Du nicht gekündigt hast, gibt es auch keine Kündigsfrist.

Das ist ja nun schlicht falsch.
Jeder mir bekannte Teledumm Vertrag enthält eine Kündigungsfrist.



Zitat:
Wenn der "alte" Vertrag weiterläuft, weshalb dann wieder 24 Monate?

Kreative (und rechtswidrige) Interpretation der Teledumm zum Thema "Vertragsverlängerung".



Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

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#4
 Von 
cruncc1
Status:
Senior-Partner
(6896 Beiträge, 4186x hilfreich)

Zitat:
Das ist ja nun schlicht falsch.
Jeder mir bekannte Teledumm Vertrag enthält eine Kündigungsfrist.

:grins: Wenn (noch) nicht gekündigt wurde, läuft auch keine Frist.

0x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(100099 Beiträge, 37024x hilfreich)

;-)

Stimmt, sie läuft noch nicht obwohl sie existent ist.



Ich würde mir mal online den Vertragverlauf etc. ansehen, ob da was geändert wurde.



Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

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#6
 Von 
Mr.Cool
Status:
Richter
(8430 Beiträge, 3435x hilfreich)

Zitat (von Shinoda94):

An wen kann ich mich wenden?
Na, natürlich an die Telekom und diesmal schriftlich und mit Kündigung zu einer 12-monatigen automatischen Verlängerung, sofern Du nicht bereits einen NEU-Vertrag über 24 Monate abgeschlossen hast und lediglich der Studentenrabatt nicht gewährt wurde. Man kann natürlich auch den Neuvertrag a)widerrufen und b) hilfsweise abstreiten. Ändert aber auch nichts an der Verlängerung um 12 Monate wg. Nicht-Kündigung.

Signatur:

Vernunft ist wichtiger als Paragraphen

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#7
 Von 
Shinoda94
Status:
Frischling
(7 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
1. Ich vermisse den Bezug zum Thema "Arbeitsrecht"
2. Was davon (insbesondere das man die Anforderungen erfülle und man Dir den Tarif in den kommenden Tagen umstellen würde) könnte man im Falle des Falles gerichtsfest beweisen?

Ich habe den Reiter der Rubrik Kündigung Vertrag angeklickt.

Zitat (von cruncc1):
Zitat:
Hast Du das schriftlich?


Ja, habe ich. Ich habe es sogar schriftlich, dass die manuelle Umstellung durch mich erst im März möglich sei, was aber ebenso nicht stimmt. Chatverläufe ebenso.

Der überaus unfreundliche Mitarbeiter wies mich darauf hin, dass ich am 7. März informiert wurde, dass es nicht möglich sei. Sehr lustig, da bereits zu diesem Zeitpunkt die Kündigungfrist abgelaufen sei.
Der ganze Sachverhalt ist so unglaublich unverschämt. Als Firma muss man es erstmal hinbekommen, jemanden der zur Vertragsverlängerung gewillt ist, so dermaßen zu verprellen.

0x Hilfreiche Antwort

#8
 Von 
mepeisen
Status:
Unsterblich
(24966 Beiträge, 16034x hilfreich)

Zitat:
Ja, habe ich. Ich habe es sogar schriftlich, dass die manuelle Umstellung durch mich erst im März möglich sei, was aber ebenso nicht stimmt. Chatverläufe ebenso.

Wie genau war das denn formuliert?
Ist daraus zu erkennen, dass die dem Studententarif zugestimmt hatten, es nur an der technischen Umstellung haperte?
Wenn ja, kann man da eventuell doch noch zu seinem Recht kommen.

Signatur:

Mitglied im AK Inkassowatch. Anfragen per PM. Meine Beiträge stellen keine Rechtsberatung dar. Siche

0x Hilfreiche Antwort

#9
 Von 
Shinoda94
Status:
Frischling
(7 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von mepeisen):
Zitat:
Wie genau war das denn formuliert?
Ist daraus zu erkennen, dass die dem Studententarif zugestimmt hatten, es nur an der technischen Umstellung haperte?
Wenn ja, kann man da eventuell doch noch zu seinem Recht kommen.



- Sie erfüllen alle Voraussetzungen für den Tarifwechsel und gerne erledigen wir dies für Sie manuell, wenn Sie es über unser Portal nicht selbst vornehmen können.

- Also ich habe nochmals nachgesehen und wir können definitiv die Tarifänderung für sie vornehmen. Sie müssen sich nur noch ein paar Tage gedulden und in den nächsten Tagen erhalten Sie die Bestätigung per Post.

0x Hilfreiche Antwort

#10
 Von 
mepeisen
Status:
Unsterblich
(24966 Beiträge, 16034x hilfreich)

Das klingt für mich eindeutig. Ich würde einen Einschreibe-Brief an die Geschäftsführung formulieren, als Beschwerde und dort mit Verweis auf diese Sätze eine sofortige Tarifumstellung verlangen. Ich würde ankündigen, ausschließlich die Grundgebühren des neuen Tarifes bezahlen zu wollen (und dann auch exakt das tun).
Am Ende des Tages gibt es zwei Möglichkeiten: Sperre bzw. Rauswurf und/oder Klage auf das von dir verweigerte Geld. Beides ist angreifbar, wenn man die Sätze oben dazu zieht.

Signatur:

Mitglied im AK Inkassowatch. Anfragen per PM. Meine Beiträge stellen keine Rechtsberatung dar. Siche

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