Telekomrechnung Hausanschluss

10. August 2013 Thema abonnieren
 Von 
fb320808-62
Status:
Beginner
(50 Beiträge, 37x hilfreich)
Telekomrechnung Hausanschluss

Hallo,

habe folgende Frage: Wir haben Haus gebaut und über die EON bei der Telekom einen Auftrag "für die Herstellung einer Telekommunikations Hauszuführung anlässlich der Stromversorgung" erteilt.

Der Auftrag wurde am 01.02.2012 von mir unterschrieben.

Die Eon hat die Kabel ca. Mitte März 2012 bei mir im Grundstück verlegt. Irgendwann im September oder Oktober 2012 war dann mal jemand für 5min von der Telekokm bei uns. Einen funktionstüchtigen Internetanschluss konnte mir die Telekom aber dann erst ab dem 20.12.12 zur Verfügung stellen!

Heute kam erst die Rechnung über 353€ für den Hausanschluss!
Kann man hier irgendwas machen? Denen auf rechtlicher Grundlage Geld abziehen?
Der Umzug meines Internetanschlusses wurde Ende April 2012 beantragt und musste somit über 7 Monate auf einen funktionsfähigen Internetanschluss warten!
Ich hab wohl jede Woche mit der Telekokm telefoniert, irgendwann haben Sie mir einen UMTS-Karte zur Verfügung gestellt, damit ich Internet habe. Ich habe hier eigentlich mit denen vereinbart, dass dies nur Vorübergehend, bis zu einem funktionsfähigen Internetanschluss bekomme. Nun lassen Sie mich auch aus diesem Vertrag auch nicht mehr raus (24 Monate).

Vielen Dank für eure Hilfe!



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18 Antworten
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#2
 Von 
Mr.Cool
Status:
Richter
(8429 Beiträge, 3449x hilfreich)

quote:
Nun lassen Sie mich auch aus diesem Vertrag auch nicht mehr raus (24 Monate).

Hat man Dir zusätzlich einen Datenvertrag angedreht? Was steht denn in dem Vertrag? Was wurde genau (nachweisbar) vereinbart?

Das man in einem Neubaugebiet evtl. einige Monate Wartezeit hat, führt vermutlich nicht zu einer Kürzungsmöglichkeit, wenn kein Bereitstellungstermin verbindlich genannt wurde.

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"Vernunft ist wichtiger als Paragraphen"

1x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(122702 Beiträge, 40167x hilfreich)

quote:
Ich habe hier eigentlich mit denen vereinbart, dass dies nur Vorübergehend, bis zu einem funktionsfähigen Internetanschluss bekomme.

Das könnte man wie genau beweisen?



quote:
Heute kam erst die Rechnung über 353€ für den Hausanschluss!
Kann man hier irgendwas machen? Denen auf rechtlicher Grundlage Geld abziehen?

Wo soll es denn da eine Grundlage geben? Die Leistung "Hausanschluss" wurde ja zweifelsfrei erbracht. Und einen fixen Termin gab es offenbar nicht.





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"Die Beiträge stellen ausschließlich meine persönliche Meinung/Interpretation dar !

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2x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
fb320808-62
Status:
Beginner
(50 Beiträge, 37x hilfreich)

ich habe eine CombiCard für meinen Handyvertrag bekommen. Die erste Karte war nur mit 1GB Datenvolumen ausgestattet, obwohl mir per Telefon 3GB zugesichert wurden. Nachdem ich ein bisschen Stress gemacht habe, wurden mit die 3GB zum gleichen Preis zur Verfügung gestellt. Leider gibt es hier aber nichts schriftliches, dass dies nur bis zur Herstellung meines Internetvertrages begrenzt ist. Das wurde nur mündlich per Telefon vereinbart.

Wegen dem Internetanschluss wurde mit Ende April telefonisch zugesichert, dass dies in 3-4Wochen erledigt ist. War es natürlich nicht. Ich hab hier wirklcih jeden zweiten Tag angerufen und wurde mehr oder weniger immer mit der Aussage abgespeist, dass Sie hier bei der Technik nachfragen und ich einen Rückruf bekomme. Habe ich natürlich nie bekommen! Irgendwann kam dann ein Brief, dass ich Mitte September den Anschluss bekomme. Mitte September war natürlich wieder kein Anschluss verfügbar. Also wieder zig mal angerufen und das gleiche Spiel....."Es wird sich schnellstmöglich gekümmert und ich erhalte einen Rückruf". Passiert ist nichts. Im November bin ich dann direkt zur Telekomzentrale gefahren und hab hier Stress gemacht. Dann erst habe ich eine Auftragsbestätigung bekommen und kurze Zeit später auch einen Termin Anfang Dezember. Anfang Dezember natürlich wieder nichts. Also wieder ein paar mal angerufen, dann wurde mit der 20. Dezember zugesichert, an dem ich dann auch endlich meinen Anschluss bekommen habe!


Gab es aber Ende 2012/Anfang 2013 nicht ein Gerichtsurteil von jemanden, der ca. 6 Monate auf seinen Anschluss gewartet hat und ihm hier Schadensersatz zugesprochen wurde!? Weis hier jemand was darüber?


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1x Hilfreiche Antwort


#6
 Von 
fb320808-62
Status:
Beginner
(50 Beiträge, 37x hilfreich)

http://www.sueddeutsche.de/digital/bgh-urteil-schadenersatz-bei-internetausfall-1.1582415

Leider finde ich aber nichts über die Höhe, die vom OLG Kobelenz festgesetzt wurde!?

Im Prinzip ist es hier das gleiche wie bei mir. Die Technik war schon seit Mitte März bei mir im Keller vorhanden, aber es konnte kein Internetanschluss hergestellt werden. In einem der zahllosen Telefongespräche hat mir ein Techniker gesagt, dass es daran liegt, dass am Verteilerkaste kein Anschluss mehr frei sei und dies erst erweitert werden muss. Das soll ja aber nicht mein Problem sein, Wenn Sie die Technik nicht zur Verfügung stellen können!


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1x Hilfreiche Antwort

#7
 Von 
fb320808-62
Status:
Beginner
(50 Beiträge, 37x hilfreich)

@florian3011
Mir ist bewusst, dass das ganze über mehrer Sparten geht und nicht ganz leicht darzustellen ist! Doch hängt alles irgendwo zusammen!

Gilt eine Schreiben, dass es vorraussichtlich am Tag X zur Verfügung steht, nicht als Verbindlich genug!?

In dem Urteil steht doch "Die Rolle der digitalen Kommunikation wird damit höchstrichterlich auf eine Stufe mit der Bedeutung der Mobilität gestellt: ". also hatte ich praktisch über 7 Monate kein Auto zur Verfügung. Ich denke, dass man hier doch was machen könnte!?

Auch wenn der Anschluss nicht geschaltet war, sehe ich hier die Telekom in der Pflicht, einen neuen Anschluss schnellstmöglich zur Verfügung zu stellen. Vor allem, wenn von meiner Seite alle Vorraussetzungen seit Monaten erfüllt sind!?


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1x Hilfreiche Antwort


#9
 Von 
hiphappy
Status:
Junior-Partner
(5593 Beiträge, 2507x hilfreich)

quote:
Gilt eine Schreiben, dass es vorraussichtlich am Tag X zur Verfügung steht, nicht als Verbindlich genug!?


Nein, denn dann ständ da verbindlich, und nicht vorraussichtlich

quote:
Im Prinzip ist es hier das gleiche wie bei mir. Die Technik war schon seit Mitte März bei mir im Keller vorhanden, aber es konnte kein Internetanschluss hergestellt werden. In einem der zahllosen Telefongespräche hat mir ein Techniker gesagt, dass es daran liegt, dass am Verteilerkaste kein Anschluss mehr frei sei und dies erst erweitert werden muss. Das soll ja aber nicht mein Problem sein, Wenn Sie die Technik nicht zur Verfügung stellen können!


Doch, das ist dein Problem: der Anschluß war einfach noch nicht hergestellt. Da ist es völlig egal, ob bei dir im Keller schon ein Kabel liegt, er war einfach noch nicht fertig. Du weißt ja sogar den Grund dafür.

Und solange dir kein fester Termin verbindlich zugesagt wurde, wirst du keinerlei Schadenersatz geltend machen können.

Selbst das Überlassen der UMTS-Card zum günstigen Tarif ist schon Kulanz und keinesfalls selbstverständlich.

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#10
 Von 
Tinnitus
Status:
Lehrling
(1417 Beiträge, 649x hilfreich)

quote:
Heute kam erst die Rechnung über 353€ für den Hausanschluss!
Kann man hier irgendwas machen? Denen auf rechtlicher Grundlage Geld abziehen?

Und weil heute die Rechnung kam fällt dir plötzlich ein in den Krümeln zu suchen um etwas zu kürzen? Die berechneten Arbeiten wurden doch sicher korrekt ausgeführt und haben mit irgendwelchen Sachen, die dich ärgern, nun rein gar nichts zu tun. Man kann nur kürzen, wenn die Leistung schlecht oder gar nicht erbracht wurde. Willst du wegen zu kaltem Leitungswasser auch die Stromrechnung kürzen?

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"Die Qualität einer Antwort verhält sich proportional zu einer Fragestellung."

1x Hilfreiche Antwort

#11
 Von 
Mr.Cool
Status:
Richter
(8429 Beiträge, 3449x hilfreich)

Ich versteh auch noch nicht worum es dem TE eigentlich geht ...

quote:
Leider gibt es hier aber nichts schriftliches, dass dies nur bis zur Herstellung meines Internetvertrages begrenzt ist. Das wurde nur mündlich per Telefon vereinbart.
Wenn die Teledoof keinen schriftlichen Vertrag mit dir hat, können die Dich auch nicht 24 Monate halten. Hast du aber irgendeinen Vertrag mit denen, dann gilt das was Du unterschrieben hast. Das mündliche (unbeweisbare) Nebenabsprachen und Wunschdenken immer zu Lasten des Kunden gehen, das lernt man im Laufe der Jahre. Ein DSL-/UMTS-Vertrag hat aber keinen Bezug zu Kabelverlegearbeiten. Daher ist eine Kürzung der Kabelarbeiten wegen Portproblemen sehr weit hergeholt und rechtlich kaum durchsetzbar.






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"Vernunft ist wichtiger als Paragraphen"

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#12
 Von 
polluxHH
Status:
Frischling
(25 Beiträge, 14x hilfreich)

Hallo Mr.Cool,

einerseits werden Telefongespräche regelmäßig (bei Zustimmung, die selten entzogen wird) aufgezeichnet, so daß hier ggf. eine Nachweismöglichkeit seitens der Telekom nicht ausgeschlossen werden kann. Zum zweiten wird der UMTS-Vertrag vom vermeintlichen Vertragsnehmer genutzt, wodurch der Vertrag als konkludent zustandegekommen zu sehen wäre, was als hinreichend zur Nachweisführung seitens der Telekom zu werten ist, wobei, solange keine Nebenabreden als direkter Bestandteil des Vertrages nachweisbar sind, die Standardkonditionen des Vertrages zulässig eingesetzt werden können, also auch die vertragsübliche Mindestlaufzeit von 24 Monaten.

Nun aber zum Hausanschluß. Die entscheidende Frage ist, was denn hier Vertragsbestandteil war. Gegenstand des Vertrages zur Erstellung eines Hausanschlusses ist die Einrichtung eines Übergabepunktes IM Haus des Bauherren (AM Haus wäre kostenlos gewesen)und die Herstellung einer physischen Verbindung zum [letzten] Verteiler. Damit aber erwächst daraus keinesfalls ein Anspruch auf sofortige Anbindung an das Netz, denn das erforderte mindestens einen freien Port im Verteiler, was gerade aber nicht mehr Vertragsbestandteil wäre. Hier geht es nur um die physische Anbindung an den Verteiler, nicht mehr (der Elektriker, welcher die Stromkabel im Haus verlegt und den "Übergabepunkt" vorbereitet, haftet ja auch nicht dafür, daß ab dem Moment der Fertigstellung seiner Arbeiten auch gleich Strom verfügbar zu sein habe).

Der Hausanschluß wurde damit vertragsgemäß hergestellt und deshalb ist eine Kürzung auch nicht angebracht oder zulässig und sollte deshalb auch tunlichst unterbleiben.

Schadenersatz könnte nur dann gefordert werden, wenn ein DSL-Vertrag zu einem bestimmten Termin wirksam zustandegekommen wäre, aber ab diesem Termin für einen gewissen Zeitraum die geschuldete Leistung aus Grüden, welche der Anbieter zu vertreten hätte, nicht erbracht wurde. Allerdings wäre der entstandene Schaden glaubhaft nachzuweisen und es bestünde die Pflicht, den Schaden so gering wie möglich zu halten. Das aber ist hier rein fakultativ, da ab dem wirksamen Zustandekommen des DSL-Vertrages ja die geschuldete Leistung offensichtlich ordnungsgemäß erbracht wurde.

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#13
 Von 
Mr.Cool
Status:
Richter
(8429 Beiträge, 3449x hilfreich)

quote:
der Vertrag als konkludent zustandegekommen zu sehen wäre, was als hinreichend zur Nachweisführung seitens der Telekom zu werten ist, wobei, solange keine Nebenabreden als direkter Bestandteil des Vertrages nachweisbar sind
Grundsätzlich stimme ich dem zu ..., aber:
Es gibt einen kausalen Zusammenhang zwischen DSL- und UMTS-Vertrag. Eine Übergangslösung ohne 24Monatsbindung ist bei den meisten anderen Anbietern üblich und gängige Praxis. Warum auch einen parallelen Teledoof-UMTS-Vertrag, der teurer ist als bei der Konkurrrenz? Vor dem Hintergrund und wegen vermutlich nicht übereinstimmender Willenserklärung also angreifbar. Dazu müßte die Telekom im Streitfall den Vertragsschluß und ihre eigene Pflichterfüllung nachweisen. Daher macht es Sinn den Vertragspartner in die Beweispflicht zu bringen "beweist mir den Vertrag über 24 Monate". Gibt es "nichts" schriftliches, wird es schwerfallen. Hat der TE jedoch eine Auftragsbestätigung über einen 2-Jahresvertrag erhalten und konnte er sich über die Vertragsinhalte informieren, dann hat er jetzt allerdings ein Problem. Trotzdem kann es sich lohnen zu kämpfen. Aber da kommt wohl nichts mehr ... wie so oft. Ich hab den Verdacht hier sollte über Schadensersatz Kasse gemacht werden und die Argumentation passt nun gar nicht.

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"Vernunft ist wichtiger als Paragraphen"

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#14
 Von 
polluxHH
Status:
Frischling
(25 Beiträge, 14x hilfreich)

Hallo Mr.Cool,

eigentlich ... ist es normal, daß spätestens mit Zustellung (bei telefonischer Vereinbarung ist dies zu erwarten) auch die Vertragsunterlagen inkl. Konditionen "mitgeliefert" werden und dann noch ein 14tägiges Widerrufsrecht besteht. Es wurde wahrscheinlich nicht gelesen, es wurde nicht widerrufen, es wurde kräftig genutzt bis daß es auffiel, daß man eigentlich etwas anderes wollte.

Nicht übereinstimmende Willenserklärungen wären, wenn es sich so verhielte, nach mehrmonatiger Nutzung nicht glaubhaft einzuwenden, wenn man nicht einen Beleg für die abweichend abgegebene Willenserklärung beibringen kann. Blieben Einigungsmängel, wobei hier nur ein offener Einigungsmangel m.E. Sinn machte, aber auch das ist um so schwerer zu konstruieren, je länger die Nutzung dauerte.

Plausibilitäts- und Analogiebetrachtungen mögen zwar anführbar sein und es dann auch menschlich verständlich machen, ob dieser menschliche Faktor aber wirklich gerichtlich durchsetzbar wäre, wage ich zu bezweifeln, denn da steht das nicht genutzte Widerrufsrecht als starkes Gegengewicht (und spätestens beim Zugang der Vertragsunterlagen - was immer erfolgt - hätte die Diskrepanz auffallen können, so daß die Unterlassung der Kenntnisnahme als auch des Widerrufs m.E. durch den Kunden zu vertreten wäre).

Aber - darauf, daß man jetzt (un)glücklicher Nutzer eines 24-Monats-Vertrags ist, stützen sich ja nicht die Schadenersatzforderungen, wenn ich das richtig verstanden habe, sondern auf den Hausanschluß ohne verfügbaren Port im Verteiler, obwohl, und da gebe ich Dir voll Recht, eigentlich eher die UMTS-Geschichte zuließe, Schadenersatz anzudenken, was aber auch wieder aus Mangel an Beweisen scheiterte (hier wäre mit § 823 BGB zu argumentieren, denn es ginge hier nicht um Schadenersatz aus Vertrag, dafür aber müßte zuerst der UMTS-Vertrag spätestens ab Verfügbarkeit des DSL-Anschlusses gerichtlich für ungültig erklärt werden ... und der UMTS-Vertrag dürfte danach seitens des Kunden auch nicht mehr genutzt worden sein, da ansonsten über die andauernde Nutzung selbst bei Anerkenntnis der grundsätzlichen Beschränkung der Vertragsdauer bis zum DSL-Anschluß durch die spätere Nutzung daraus wieder konkludent ein "normaler" Vertrag erwüchse und die Mindestlaufzeit von 24 Monaten wieder einsetzte).

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-- Editiert polluxHH am 21.08.2013 15:14

1x Hilfreiche Antwort

#15
 Von 
Mr.Cool
Status:
Richter
(8429 Beiträge, 3449x hilfreich)


In der Bewertung sind wir uns offenbar einig. Eigentlich sollten wir gar nicht so viel Hirnschmalz in Mutmassungen und viel Wenn und Aber stecken, wenn der TE selbst keine Lust mehr hat :cheers:

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"Vernunft ist wichtiger als Paragraphen"

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#16
 Von 
polluxHH
Status:
Frischling
(25 Beiträge, 14x hilfreich)

Hallo Mr.Cool,

hast ja Recht ... aber manchmal reizt es mich einfach aufzuzeigen, daß es doch zeitweise angebracht wäre, etwas komplexer zu denken und auch mal den definitorischen Bereich zu hinterfragen. Telekom als Netzbetreiber ist z.B. abzugrenzen von der Telekom als Telekommunikationsdienstleister, besonders in diesem Fall. Beides in einen Topf zu werfen, kann hier nur nach hinten losgehen (auch wenn es im Zeittrend liegt, Dinge soweit zu vereinfachen, daß letztlich eine verzerrte bis falsche Darstellung resultiert).

Na dann ... Prost :cheers:
Aber der kurze Gedankenaustausch mit Dir hat Spaß gemacht :fight:

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-- Editiert polluxHH am 21.08.2013 20:29

1x Hilfreiche Antwort

#17
 Von 
Mr.Cool
Status:
Richter
(8429 Beiträge, 3449x hilfreich)

Die Fälle, die wir hier in der Vergangenheit akribisch analysiert und teilweise auch kontrovers diskutiert haben, haben tatsächlich am meisten Spaß gemacht. Leider ist das vielen TE zu komplex, da man nur eine schnelle opportunistische Meinung hören möchte. Am schlimmsten sind die Fb-Freds. Hinwerfen von unstrukturierten Informationsbrocken und weg sind die wieder.
Ich persönlich versuche auch gegen alle anderen Strömungen logische und physikalische Aspekte einzubringen. Passt so gar nicht zu einem Rechtsforum, aber was soll´s :grins:

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"Vernunft ist wichtiger als Paragraphen"

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#18
 Von 
polluxHH
Status:
Frischling
(25 Beiträge, 14x hilfreich)


Hallo Mr.Cool,

na komm, mit der Unterscheidung "direkt kausal", "kausal" und "unabhängig" wäre man doch schon bei der Logik (und diese Unterscheidung ist in allen Rechtsbereichen von theoretischer und praktischer Relevanz).

Nehmen wir doch die Sache mit DLS und UMTS. Du hast richtig hier (einfache) Kausalität eingeführt, aber - es ist nicht direkt kausal, also nicht zwingend (es soll auch Leute mit DSL- und UMTS-Vertrag geben), was sich auf die rechtliche Beurteilung auswirkte.

Ebenso physikalische Aspekte, wobei die meist über Gutachten gerichtliche Relevanz erlangen, also durchaus zur Beleuchtung von Tatbeständen von Relevanz sind. Es sei hier an Gutachten zum Hergang von Verkehrsunfällen gedacht.

Nee, es ist alles andere als falsch, bei Jura auch mal logisch zu arbeiten, auch wenn gehässige Zungen teils etwas anderes behaupten, und wo Physik zur Beurteilung des Tatbestandes dazugehört, da gehört sie auch in den juristischen Kontext. Da liegst Du schon ganz richtig :rock: .

(Gerade die andere Strömung paßte eher nicht in ein Rechtsforum, da dann für die Beurteilung relevante Betrachtungen per definitionem aus der Betrachtung ausgeschlossen werden und damit das Ergebnis nur noch rein zufällig richtig sein könnte.)

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