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Ungerechtfertigte Rechnung eines Beraters.

11. November 2021 Thema abonnieren
 Von 
AndrewGoode
Status:
Frischling
(6 Beiträge, 1x hilfreich)
Ungerechtfertigte Rechnung eines Beraters.

Ich traf einen Berater auf einer Messe. Wir unterhielten uns ein wenig und ich erwähnte einige Themen, zu denen ich gerne eine Beratung hätte. Nicht einmal mit ihm, nur Themen, die mich interessieren.
Nun, der Berater nahm meinen Info-Flyer und schrieb einen Preisvorschlag mit dem, womit er meinem Unternehmen helfen kann.
Nun hat er sich mehrmals bei mir gemeldet. Und ich habe ihm geschrieben, dass ich kein Interesse habe.

Schließlich schickt er mir eine Rechnung für die bereits erbrachte Beratung. Er weist mich auch darauf hin, dass Geschäfte nicht auf diese Weise gemacht werden sollten.

Ich bin ehrlich gesagt sprachlos. Ist es rechtens was er macht? Und wie kann ich darauf reagieren.

Vielen Dank
AG

P.S. Er schrieb auch, dass er einen Anwalt einschalten wird. Gibt es eine Rechtsgrundlage für ein solches Verhalten?

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8 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
guest-12325.11.2022 10:42:04
Status:
Praktikant
(698 Beiträge, 108x hilfreich)

Welche Beratung haben sie denn genossen? Und wenn sie keine Beratung erhalten haben, dann widersprechen sie der Rechnung.



-- Editiert von TidoZett am 11.11.2021 17:33

0x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(105663 Beiträge, 37801x hilfreich)

Zitat (von AndrewGoode):
Ist es rechtens was er macht?

Ja. Jeder der glaubt eine Forderung haben, darf diese geltend machen.
Genau wie jeder der glaubt, das diese Forderung unberechtigt ist, das erfüllen verweigern darf.



Zitat (von AndrewGoode):
Und wie kann ich darauf reagieren.

A) zahlen
B) nicht zahlen
C) heraus finden ob die Gegenseite recht hat

C) wird vermutlich auch eintreten, wenn man B) macht, dann wird es aber recht teuer. Man sollte es also recht zeitig machen.



Zitat (von TidoZett):
Und wenn sie keine Beratung erhalten haben, dann widersprechen sie der Rechnung.

Tja, das könnte zum Bumerang werden, denn auch die aufgewendete Zeit kann und darf berechnet werden - egal ob nun beraten wurde oder nicht.



Zitat (von AndrewGoode):
Gibt es eine Rechtsgrundlage für ein solches Verhalten?

Klar.
Wer meint das er im Recht ist, darf einen Anwalt einschalten udn auch vor Gericht klagen, das ist nicht verboten - im Gegenteil.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

1x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
bertram-der-bärtige
Status:
Lehrling
(1183 Beiträge, 98x hilfreich)

Der Berater beschäftigt sich. Mit dir. Mit deinen Problemen.
Er investiert Zeit.
Warum soll die Zeit. Gratis sein?
Gibt es darüber einen Vertrag? Das es alles kostenlos ist?

Signatur:

Ich weiß, dass ich nicht alles weiß. Manchmal ist es schön, nicht alles zu wissen.

0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
AndrewGoode
Status:
Frischling
(6 Beiträge, 1x hilfreich)

Zitat (von TidoZett):
Welche Beratung haben sie denn genossen?


Die Beratung war, wozu er mich beraten kann. Danach schrieb er eine E-Mail mit einer kurzen Beschreibung der Probleme und wie er meiner Organisation helfen kann, diese zu lösen. Mit der Preisgestaltung.

0x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
AndrewGoode
Status:
Frischling
(6 Beiträge, 1x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Tja, das könnte zum Bumerang werden, denn auch die aufgewendete Zeit kann und darf berechnet werden - egal ob nun beraten wurde oder nicht.


Aber nach dieser Logik kann mir jede Person, mit der ich auf der Messe gesprochen habe, eine Rechnung ausstellen, nur weil ich mit ihr gesprochen habe.

Dieser Berater schickte mir nach unserem Gespräch eine E-Mail mit der Problemstellung und dem Preis, wie er sie lösen kann.

Ich habe ihn nicht darum gebeten. Und natürlich gab es keinen Beratungsvertrag, ich habe nichts unterschrieben oder zugestimmt.

0x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
AndrewGoode
Status:
Frischling
(6 Beiträge, 1x hilfreich)

Zitat (von bertram-der-bärtige):
Er investiert Zeit.
Warum soll die Zeit. Gratis sein?


Ich verstehe es. Und meine Firma bezahlt auch andere Berater. Aber es war ein Gespräch auf der Messe. Es gab keinen Beratungsauftrag und ich habe auch keine Beratung erhalten. Ich habe ein Problem geschildert, und er hat mich beraten, womit er mich beraten kann, und mir eine E-Mail mit einer Zusammenfassung und dem Preis geschickt.

0x Hilfreiche Antwort

#7
 Von 
Garfield73
Status:
Lehrling
(1785 Beiträge, 607x hilfreich)

Zitat (von AndrewGoode):
Nun, der Berater nahm meinen Info-Flyer und schrieb einen Preisvorschlag mit dem, womit er meinem Unternehmen helfen kann.
Nun hat er sich mehrmals bei mir gemeldet. Und ich habe ihm geschrieben, dass ich kein Interesse habe.


Ich kann hier keinen abgeschlossenen Vertrag erkennen.
Vielmehr sehe ich eine Angebotsunterbreitung, die vom TE nicht angenommen wurde.

Signatur:

Nachdenken ist wie googeln .... nur krasser!

1x Hilfreiche Antwort

#8
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(105663 Beiträge, 37801x hilfreich)

Zitat (von AndrewGoode):
Die Beratung war, wozu er mich beraten kann. Danach schrieb er eine E-Mail mit einer kurzen Beschreibung der Probleme und wie er meiner Organisation helfen kann, diese zu lösen. Mit der Preisgestaltung.

Das liest sich nach einem individuellen Angebot, das ist bereits eine Dienstleistung.
Jetzt ist die große Frage, ob die Vergütung solcher individuellen Angebote in dem Bereich nicht unüblich ist.

BGB § 612 - Vergütung
(1) Eine Vergütung gilt als stillschweigend vereinbart, wenn die Dienstleistung den Umständen nach nur gegen eine Vergütung zu erwarten ist.




Da wird es dann auch sehr darauf ankommen, wie weit, wie detailliert der Berater sich mit der Problemstellung und der Lösung befasst hat.



Zitat (von AndrewGoode):
ich habe nichts unterschrieben oder zugestimmt.

Mitunter reicht schon das konkludente handeln.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

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