Erste Hilfe in Rechtsfragen seit 2000.
13.493 Ratgeber, 2.347.261 Forenbeiträge, 254.709 Rechtsberatungen
611.467
Registrierte
Nutzer

Vertrag rechtskräftig?

14. Januar 2013 Thema abonnieren
 Von 
a.rauch
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)
Vertrag rechtskräftig?

Geehrtes Forum

30.Nov.2012 wurde von mir eine allnet-flat online bei Simyo über deren Internetauftritt über Simyo-Maske bestellt. AGB, Nutzungsbed. wurden akzeptiert (ist ja ein Mussfeld) Ich wählte das Lastschriftverfahren, zwecks Legitimierung meines Kontos, sollte ich einmalig den Betrag von € 19,90 überweisen, danach das gewählte Lastschriftverfahren. Am 04.12.12 wurde alles korrekt auf das Simyo-Kto. überwiesen.
07.12.12 1. Mahnung von Simyo, Fristsetzung 7 Tage
zwischenzeitlich wurde am
04.12.12 von Simyo der Betrag ohne Angabe von Gründen, auch ohne e-mail-Benachrichtigung auf mein Kto. zurückgebucht.
12.12 Antwort von mir an simyofolder Text geschickt: ja,Der Betrag wurde am 04.12.12 von meinem Konto abgebucht. Ich habe mich an die von Ihnen vorgegeben Anweisungen gehalten. Am 10.12.12 wurde der Betrag wieder meinem Konto ohne Angabe von Gründen gutgeschrieben.
Wenn eine so simple vorgegebene Sache wie Überweisung schon nicht klappt, wie soll denn ein Vertrag mit Ihrer Firma funktionieren. Nein danke.
Ein Vertrag ist nicht zustande gekommen und ich wünsche es nicht von Ihnen belästigt zu werden.

14.12. letzte Zahlungsaufforderung
u.anderem mit folgendem Text (Mit Ihrer Bestellung sind Sie einen verbindlichen Vertrag eingegangen. Bitte überweisen Sie innerhalb der nächsten zehn Tage den Betrag von 19,90 Euro auf untenstehende Kontoverbindung. Andernfalls müssen wir Ihnen leider mit der nächsten Zahlungserinnerung eine Mahngebühr von 3,00 Euro in Rechnung stellen)
10.01.13 AZ xxxxxxRealInkasso mit Überweisungsträger ausgefüllt über € 19,90.

Bin ich nun einen rechtskräftigen Fernabsatzkaufvertrag eingegangen oder nicht?

Wie verhalte ich mich jetzt? Es ist wirklich nicht angenehm Post vom einen Inkass0 zu bekommen.







-----------------
""

Fragen zu einem Vertrag oder Klauseln?

Fragen zu einem Vertrag oder Klauseln?

Ein erfahrener Anwalt im Vertragsrecht gibt Ihnen eine vertrauliche kostenlose Einschätzung!
Ein erfahrener Anwalt im Vertragsrecht gibt Ihnen eine vertrauliche kostenlose Einschätzung!
Kostenlose Einschätzung starten Kostenlose Einschätzung starten



5 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Tinnitus
Status:
Lehrling
(1415 Beiträge, 646x hilfreich)

Ein unspezifisches "Rutscht-mir-den Buckel-runter" ist etwas ungeschickt. Erkläre formal den Widerruf nach Fernabsatzrecht und ziehe Einzugsermächtigung und Nutzung der Daten zurück.

-----------------
""

0x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
mepeisen
Status:
Unsterblich
(24966 Beiträge, 16039x hilfreich)

Etwas spezifiziert: verweise darauf, dass du mit deiner eMail am 12.12. den Vertrag gemäß Fernabsatzgesetz widerrufen hast. Das liegt nämlich noch in der 14-Tages-Frist. Die hilft hier das BGB, wonach der wirklich Wille zu erforschen ist und nicht der Buchstäbliche. Auch ein unqualifiziertes "Ein Vertrag ist nicht zustande gekommen" kann und wird daher von Richtern meist als Widerruf ausgelegt.
Natürlich war ein Vertrag zustande gekommen, er hat nur nicht richtig geklappt und deswgen hast du ihn innerhalb von 14 Tagen wegen der schlechten Erfahrungen widerrufen.

Einmalig per Einschreiben ans Inkasso klarstellen und danach alles was kommt ignorieren. Meist lesen die dein Schreiben nicht richtig und betteln noch mehrfach weiter. Sollte ein gerichtlicher Mahnbescheid kommen, dem widersprechen. Die Wahrscheinlichkeit, dass sie Klage einreichen tendiert gegen 0. Sollten Sie doch Klage einreichen, gehst zu einem Anwalt. Du hast im Grundprinzip nicht vielo verkehrt gemacht, denn die 14 Tage Widerrufsrecht stehen dir zu. Für den Widerruf brauchst du nicht mal einen Grund:
§355 BGB :

quote:<hr size=1 noshade>(1) Wird einem Verbraucher durch Gesetz ein Widerrufsrecht nach dieser Vorschrift eingeräumt, so ist er an seine auf den Abschluss des Vertrags gerichtete Willenserklärung nicht mehr gebunden, wenn er sie fristgerecht widerrufen hat. Der Widerruf muss keine Begründung enthalten und ist in Textform oder durch Rücksendung der Sache innerhalb der Widerrufsfrist gegenüber dem Unternehmer zu erklären; zur Fristwahrung genügt die rechtzeitige Absendung. <hr size=1 noshade>


-----------------
"Meine Beiträge stellen keine Rechtsberatung dar. Sicherheit gibts nur beim Anwalt."

0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
a.rauch
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)

Vielen Dank erstmal, d.h., da die angebliche Forderung ans Inkasso abgetreten wurden, ist jetzt die Inkassofirma mein Ansprechpartner?! Mal sehen wie die reagieren, langer Atem und viel "aussitzen" ist wohl angesagt (nicht gerade meine Stärken).

Danke

-----------------
""

0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
a.rauch
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)

Habe doch noch mal eine Nachfrage:
Das Widerrufsrecht greift doch erst wenn die Ware bereits im Besitz des "vermeintlichen" Käufers ist.
Die Ware, nämlich die SIM-Karte habe ich nicht erhalten.

Jetzt bin ich völlig verwirrt.

Bitte nochmal um Antwort(en) Bitte bald, wg. der Frist für das evtl. doch greifende Widerrufsrecht.
Danke

-----------------
""

0x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
Tinnitus
Status:
Lehrling
(1415 Beiträge, 646x hilfreich)

Du erklärst gegen Simyo den Rücktritt und teilst Inkasso mit, das es gar keine berechtigte Forderung gibt, da Widerruf! Alle weiteren Bettelbriefe von Inkasso ignorieren oder Annahme verweigern oder verbrennen.

-----------------
""

0x Hilfreiche Antwort

Und jetzt?

Für jeden die richtige Beratung, immer gleich gut.
Schon 230.658 Beratungen
Anwalt online fragen
Ab 30
Rechtssichere Antwort in durchschnittlich 2 Stunden
94.994 Bewertungen
  • Keine Terminabsprache
  • Antwort vom Anwalt
  • Rückfragen möglich
  • Serviceorientierter Support
Anwalt vor Ort
Persönlichen Anwalt kontaktieren. In der Nähe oder bundesweit.
  • Kompetenz und serviceoriente Anwaltsuche
  • mit Empfehlung
  • Direkt beauftragen oder unverbindlich anfragen
Alle Preise inkl. MwSt. Zzgl. 2€ Einstellgebühr pro Frage.

Jetzt Anwalt dazuholen.

Für 60€ beurteilt einer unserer Partneranwälte diese Sache.

  • Antwort vom Anwalt
  • Innerhalb 24 Stunden
  • Nicht zufrieden? Geld zurück!
  • Top Bewertungen
Ja, jetzt Anwalt dazuholen