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Vertragsverlängerung durch angeblichen "Bonusmonat" im Fitnessstudio

 Von 
Overdrive
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)
Vertragsverlängerung durch angeblichen "Bonusmonat" im Fitnessstudio

Hallo Community,

ich habe am 01.08.2014 einen Vertrag mit einer Laufzeit von 12 Monaten in einem Fitnessstudio abgeschlossen. Dieser Vertrag hat sich zwischenzeitlich automatisch immer wieder verlängert.

Jetzt habe ich diesen Vertrag fristgerecht mit Ablauf des 31.07.2018 gekündigt. Dies hat mir die Verwaltung grundsätzlich auch bestätigt. Allerdings mit Laufzeitende zum 30.09.2018!

Auf meine Anfrage teilte man mir mit, dass ich im Jahr 2015 an 2 Aktionen teilgenommen hätte, wobei mir für die Teilnahme jeweils ein "Bonusmonat" gewährt wurde, in denen ich auch keine Beiträge gezahlt habe. Allerdings hätte sich dadurch die Vertragslaufzeit um diese 2 Monate verlängert, womit ich die beiden Monate ja nun doch bezahle! Die Definition von "Bonus" erschließt sich mir hier nicht ganz. Angeblich habe diese "Klausel" auf den Aktionskärtchen gestanden.

Komme ich nun zum eigentlichen Kernpunkt! Diese Regelung ist weder Vertragsbestandteil, noch ist sie in den AGB's festgehalten. Begründet so ein Aktionskärtchen eine Vertragsänderung? Vor allem im Hinblick auf die Laufzeit und die Kündigungsfrist? Die Nachweise über diese angebliche Vertragsänderung liegen mir nicht für meine Unterlagen vor.

Vielen Dank.

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Kündigungsfrist Vertrag Vertragsänderung Laufzeit


6 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
mepeisen
Status:
Unsterblich
(22838 Beiträge, 15034x hilfreich)

Wer etwas für sich günstiges behauptet, der muss es auch am Ende des Tages beweisen. Also würde ich mal von denen eine Kopie dieses angeblichen Aktionskärtchens verlangen und zwar das mit deiner Unterschrift.

Parallel kannst du deinerseits ja schon mal die Kontoauszüge prüfen, ob es da wirklich zwei Monate Zahlungspause gab. Falls du durchgängig bezahlt hattest, lügen sie sich ja offenbar etwas zusammen ;-)

Signatur:Mitglied im AK Inkassowatch. Anfragen per PM. Meine Beiträge stellen keine Rechtsberatung dar. Siche
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#2
 Von 
Overdrive
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)

Hallo mepeisen,

um die Nachweise habe ich bereits gebeten! Ich erinnere mich wage, dass ich zumindest eins davon auch unterschrieben habe. Aber das dies auch zu derartigen Vertragsveränderung führt scheint mir unbegründet. Und ein Änderungsvertrag wurde meines Wissens nicht zugesendet.

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#3
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(71287 Beiträge, 32410x hilfreich)

Zitat (von Overdrive):
Aber das dies auch zu derartigen Vertragsveränderung führt scheint mir unbegründet.

Kommt ganz darauf an, was genau alles auf dem Kärtchen steht.


Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
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#4
 Von 
mepeisen
Status:
Unsterblich
(22838 Beiträge, 15034x hilfreich)

Deine Erinnerung kann dich auch trügen. Wenn der Nachweis nicht kommt, würde ich halt auch (ab Wirksamkeit der Kündigung) nichts bezahlen. Ganz einfach.
Selbst wenn dann geklagt würde und dann dieses Kärtchen vorgelegt wird, kann man immer noch entscheiden, die Forderung anzuerkennen und dem Studio sämtliche Anwalts-/Gerichtskosten auferlegen zu lassen. Mit Begründung "Klage unnötig, denn ich habe ja aufgefordert, mir das mal zur Prüfung vorab außergerichtlich vorzulegen."

Signatur:Mitglied im AK Inkassowatch. Anfragen per PM. Meine Beiträge stellen keine Rechtsberatung dar. Siche
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#5
 Von 
Overdrive
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)

Neuer Sachstand:

Das Studio hat die "Nachweise" übersandt. Wie von mir gedacht, ich habe beides nicht unterschrieben! Wenn ich mich recht entsinne, bedarf ein Änderungsvertrag der Schriftform und muss von beiden Parteien unterschrieben sein.

Der Hinweis der Verlängerung um den Bonusmonat steht jedoch tatsächlich auf den Kärtchen. Diese wurden aber noch nichtmal von mir selbst ausgefüllt, sondern scheinbar von einem der Mitarbeiter.

Man rudert nun mehr auch zurück und bietet ein Vertragsende zum 31.07.2018 an, allerdings nur wenn ich die 2 eingestellten Zahlungen entsprechend nachzahle.

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#6
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(71287 Beiträge, 32410x hilfreich)

Zitat (von Overdrive):
Wenn ich mich recht entsinne, bedarf ein Änderungsvertrag der Schriftform und muss von beiden Parteien unterschrieben sein.

Da erinnert man sich falsch.



Zitat (von Overdrive):
Man rudert nun mehr auch zurück und bietet ein Vertragsende zum 31.07.2018 an, allerdings nur wenn ich die 2 eingestellten Zahlungen entsprechend nachzahle.

Logisch.
Man will das Geschenk nicht, also soll Geld fließen. Mehr als fair.

Das Studio könnte auch auf die Erfüllung der Vereinabarung bestehen.

Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
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