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Vertragsverlängerung nicht zu ausgehandelten Konditionen.

17.4.2018 Thema abonnieren Zum Thema: Handy O2 Vertrag nie
 Von 
Donbransk
Status:
Frischling
(7 Beiträge, 0x hilfreich)
Vertragsverlängerung nicht zu ausgehandelten Konditionen.

Moin,

ich bin jetzt jetzt 6 Jahre o2 Kunde und habe neulich meinen Vertrag verlängert mit einem Kombipake.

Tarif plus Handy für insgesamt 35,99 €. (inklusive Junge Leute Rabatt 5€ und Smartphonerabatt von 15 € ;) .

Der Vertrag wurde freigeschaltet und das Handy losgeschickt. Wie jedes mal konnte DHL mich nicht finden, dazu muss ich sagen, dass die DHL mich nie findet und vor 2 Jahren führte das schon dazu, dass ich mein Handy woanders gekauft habe. Also sagte mir vor einigen Tagen die Kollegin, ich könne das Handy dann einfach nochmal losschicken lassen, alles kein Problem.

Nun rufe ich heute an und die absolute Härte. Das Handy gebe es nicht mehr zum genannten Preis (673 Euro, 49 euro einmalig plus 26 euro im Monat, so habe ich es bestellt) und den Tarif müsse ich jetzt auch 24,99€ im Monat bezahlen, die 15 euro Smartphonerabatt fallen weg. Ich kann doch nichts dafür, wenn die DHL mich nicht findet. Überhaupt von den Kollegan am Telefon, kein bisschen Hilfsbereitschaft, ich bin sowas von enttäuscht nach 6 Jahren, ich habe keinen Fehler gemacht und werde hinterrücks benachteiligt von o2.

Was kann ich da machen, ich möchte doch nur meinen Vertrag zu den ausgehandelten Konditionen behalten.

Ich bitte um Hilfe,

Liebe Grüße

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Handy O2 Vertrag nie


15 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(71271 Beiträge, 32410x hilfreich)

Zitat (von Donbransk):
Was kann ich da machen

1. überlegen wie man die ausgehandelten Konditionen nachweisen könnte
2. prüfen ob der Vertragspartner noch verpflichtet wäre diese Konditionen weiter zu gewähren. Angebote gelten nämlich nicht unbegrenzt.



Zitat (von Donbransk):
ich habe keinen Fehler gemacht und werde hinterrücks benachteiligt von o2.

Doch hat man, in dem man die Zustellung versemmelt hat.
Da kann dann auch tatsächlich ausnahmsweise O² nichts für.



Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
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#2
 Von 
mepeisen
Status:
Unsterblich
(22833 Beiträge, 15032x hilfreich)

Zitat:
Angebote gelten nämlich nicht unbegrenzt.

Aber es handelt sich ja nicht um einen zweiten Neuvertrag, wo dann die Konditionen plötzlich nicht mehr gelten würden ;-)

Zitat:
Da kann dann auch tatsächlich ausnahmsweise O² nichts für.

Aber Zustellprobleme fallen nun mal dem gewerblichen Händler zur Last. Wieso kann der Kunde etwas dafür? Wie der Händler das mit dem Zusteller klärt, ist deren Problem. Das auf den Rücken der Kunden abzuwälzen, mag oftmals einfacher für den Händler sein. Richtiger wird es dadurch nicht.

Ich sehe das recht einfach: Der Händler hat den Vertrag zu erfüllen. Punkt aus. Es handelt sich hier nicht um Zustellungsvereitelung.

Der Kunde tut aber gut daran, sich mal nachhaltig beim Bezirksleiter des Zustellers zu beschweren. Denn unabhängig von diesem Problem kann es ja auch mal ganz wichtige Dinge betreffen (Mahnbescheide etc.), die nicht ankommen... Dann ist der Ärger um so größer.

-- Editiert von mepeisen am 17.04.2018 18:08

Signatur:Mitglied im AK Inkassowatch. Anfragen per PM. Meine Beiträge stellen keine Rechtsberatung dar. Siche
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#3
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(71271 Beiträge, 32410x hilfreich)

Zitat (von mepeisen):
Aber Zustellprobleme fallen nun mal dem gewerblichen Händler zur Last. Wieso kann der Kunde etwas dafür?

Genau deswegen:
Zitat (von Donbransk):
dazu muss ich sagen, dass die DHL mich nie findet und vor 2 Jahren führte das schon dazu, dass ich mein Handy woanders gekauft habe.

Wenn man weis das nicht zugestellt werden kann, seit 2 Jahren nichts dagegen macht und dann immer noch auf eine Adresse bestellt die nicht zustellfähig ist - das wird man dem Händler nicht anlasten können.
Bei allem Verständnis, aber irgendwo sind da auch Grenze gesetzt was sich ein Händler alles gefallen lassen muss.



Zitat (von mepeisen):
Aber es handelt sich ja nicht um einen zweiten Neuvertrag, wo dann die Konditionen plötzlich nicht mehr gelten würden ;-)

Stimmt, er hat für den bestehenden Vertrag bessere Konditionen ausgehandelt das der Standard das vorsieht.
Er wird es bei dem Chaoten-Laden aber beweisen müssen, kennt man doch.



Zitat (von mepeisen):
Ich sehe das recht einfach: Der Händler hat den Vertrag zu erfüllen. Punkt aus.

Ich rate mal wie das abläuft:
1. Vertrag? Welcher Vertrag? Da gab es keinen - man beweise das Gegenteil.
- Also schauen was kann man wie beweisen.
- Wann kommt der Vertrag überhaupt zustande? Erst bei erfolgreicher Lieferung oder vorher? Auch wichtig. Denn dann ist die Zustellproblematik unter Umständen ganz schnell vom Tisch...

2. Der Kunde hat die Erfüllung verhindert.
- Könnte sogar erfolgreich sein, siehe oben. Stichworte Zustellverhinderung bzw. Vertrag kommt erst mit Lieferung zustande.




Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
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#4
 Von 
Donbransk
Status:
Frischling
(7 Beiträge, 0x hilfreich)

Also, ich bin kein Rechtsexperte, aber ich habe einen neuen Vertrag mit o2 abgeschlossen, in dem Glauben, dass ich die zugesicherten Konditionen bekomme.
Als ich bemerkt habe, dass es wieder Probleme bei der Zustellung gibt, habe ich o2 angerufen und die sagten mir, dass ich nach der Rücksendung das Handy problemlos navh estellen könne. In diesem Glauben habe ich bis zur Rücksendung abgewartet.

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#5
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(71271 Beiträge, 32410x hilfreich)

Zitat (von Donbransk):
in dem Glauben, dass ich die zugesicherten Konditionen bekomme.

Glauben ist gut bei der Anbetung des bevorzugten höhren Wesens.

Aber wenn der Gegenpart sich wie hier quer stellt, wird es auf die Beweise ankommen.



Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
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#6
 Von 
Donbransk
Status:
Frischling
(7 Beiträge, 0x hilfreich)

Die gibt es. Vertragliche Dokumente, die mir zugeschickt wurden.

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#7
 Von 
Sir Berry
Status:
Schlichter
(7291 Beiträge, 2564x hilfreich)

ich finde, dass Harry v.S. einen sehr interessanten Gedankengang vorstellt, denn der Gedanke der Zustellvereitelung ist nicht so einfach aus der Welt zu schaffen. Man bedenke die fast unzähligen Paketshops die sich als Alternative bei so einem Sachverhalt anbieten.


Andererseits gibt es einen Vertrag, der auch von Telefonica nicht so einfach nach gutdünken abgeändert werden kann; und erst Recht nicht, wenn sie selbst für den nicht erfüllten Teil (nicht geliefertes Handy) verantwortlich sind.

Ich würde Vertragserfüllung fordern und mir das Handy an einen Paketshop schicken lassen.

Berry

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#8
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(71271 Beiträge, 32410x hilfreich)

Zitat (von Donbransk):
Die gibt es. Vertragliche Dokumente, die mir zugeschickt wurden.

Sehr gut.

Dann als erstes mal prüfen was zum Thema "Zeitpunkt Vertragsabschluss" vereinbart wurde.


Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
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#9
 Von 
mepeisen
Status:
Unsterblich
(22833 Beiträge, 15032x hilfreich)

Zitat:
Bei allem Verständnis, aber irgendwo sind da auch Grenze gesetzt was sich ein Händler alles gefallen lassen muss.

Das mag ja auch sein. Aber dennoch liegt keine aktive Zustellungsvereitelung vor. Zumindest nicht, wenn ein Briefkasten vorhanden und erreichbar ist.

Das Problem, dass Aushilfs-Zusteller gerade bei Eckhäusern mit Eingang zur falschen Straßenseite ihre großen Probleme haben oder dass die Paketzusteller mit der Masse überfordert sind und dann die Pakete einfach regelrecht über den Zaun schmeißen auf irgendwelche Grundstücke, ist ein Problem des Zustellers und das geht bei gewerblichen Händlern zu Lasten des Händlers. Nur um mal praktische Beispiele zu nennen.

Aber selbst wenn man das Zustellungsproblem mal weglässt. Wieso genau befreit das den Anbieter davon, den Vertrag ordnungsgemäß zu den vertraglich vereinbarten Konditionen zu erfüllen?

Zitat:
Er wird es bei dem Chaoten-Laden aber beweisen müssen, kennt man doch.

Hinsichtlich des Beweisproblems gebe ich dir Recht ;-)
Ist aber natürlich ein anderer Diskussionsstrang. Wenn der Chaoten-Laden beispielsweise in einem Brief schreibt "Wir können das gerne nochmal zustellen, dann sind aber die Sonderkonditionen erloschen", ist das Beweisproblem aber keines mehr. Denn dann hat man eine schriftlicher Bestätigung, dass es Sonderkonditionen gab.

Gut, dass der TE nochmal klargestellt hat, die Sonderkonditionen problemlos beweisen zu können. Das führt mich zu der Frage, ob die Vertragsbedingungen per Post kamen. Denn dann wankt die Annahme einer Zustellungsvereitelung gewaltig. Denn wenn die Post den TE problemlos findet, der Päckchenzusteller aber nicht... Nun ja...

Zitat:
Ich würde Vertragserfüllung fordern und mir das Handy an einen Paketshop schicken lassen.

Als pragmatische Lösung zur Umgehung der Probleme ist der Tipp mit dem Paketshop bzw. Schließfach (was auch immer) durchaus hilfreich. Dennoch würde ich mich hier wie gesagt auch mal überdeutlich beim Zusteller beschweren an einer geeigneten Stelle.

Signatur:Mitglied im AK Inkassowatch. Anfragen per PM. Meine Beiträge stellen keine Rechtsberatung dar. Siche
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#10
 Von 
Donbransk
Status:
Frischling
(7 Beiträge, 0x hilfreich)

Der Punkt ist genau der den mepeisen genannt hat. Die Post findet mich, Vertragsunterlagen kamen bei mir an.
Nun will mir o2 die Sonderkonditionen wie ursprünglich ausgehandelt geben, aber das Handy nicht mehr zum alten Preis, sondern 150€ teurer verkaufen, da es das Gerät zum "alten" Preis nicht mehr gebe.
Erstens habe ich persönlich die Bestellung nie storniert, ich habe sogar bei o2 davor angerufen und meinte, dass ich nach Rücksendung, das Gerät wieder bestellen möchte.
Zweitens schaue ich auf die o2 Seite und sie bieten dieses Handy noch zum selben Preis an.

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#11
 Von 
Mr.Cool
Status:
Schlichter
(7960 Beiträge, 3302x hilfreich)

Aufpassen, denn dann ist das 1. Handy systemisch noch gebucht und das "Zweithandy" logischerweise teurer.
Das liegt alles an den lausigen Systemen dort.
Andererseits ist es merkwürdig, das das Paket nicht in der nächsten Post zwischengelagert sein soll. Mit Anmeldung bei DHL (MeinPaket usw.) mit Ablageort etc. wäre das alles nicht passiert. Ein schweres Mitverschulden liegt in jedem Fall vor!

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#12
 Von 
mepeisen
Status:
Unsterblich
(22833 Beiträge, 15032x hilfreich)

Zitat:
Ein schweres Mitverschulden liegt in jedem Fall vor!

Mit der Wortwahl "schweres Mitverschulden" habe ich so meine Probleme. Dass einen die Post findet, aber der Paketzusteller nicht, wie von mir vermutet wurde, lässt diese Annahme gewaltig wackeln. Für Schlamperei der Zusteller ist der Kunde nicht verantwortlich.

Man kann vielleicht maximal eine Fahrlässigkeit herdichten, wenn einem das Problem schon länger bekannt ist. Aber bis zur "groben Fahrlässigkeit" oder gar dem "schweren Mitverschulden" ist es ein verdammt weiter Weg. Der TE hat doch nicht die Straße abgerissen und Bäume niedergerissen, so dass das Zustellfahrzeug nicht mehr zu ihm vordringen konnte... Ich würde hier mal die Kirche im Dorf lassen.

Denn eines ist trotzdem klar: Der Anbieter muss seinen Vertrag erfüllen und auch wenn es ein Zustellungsproblem gab, kann er nicht einfach finanziellen Nachschlag fordern dafür, dass er den Vertrag ordnungsgemäß erfüllt. Das ist Unsinn.

Maximal hätte der Anbieter bei aktiver bzw. schuldhafter Zustellungsvereitelung des TE einen Anspruch auf Schadensersatz in Form der Versandkosten für den zweiten Zustellversuch. Mehr geht aus meiner Sicht definitiv nicht. Ich weiß nicht, wo du hernimmst, dass der Anbieter hier einfach die Preise erhöhen darf. Es interessiert niemanden, ob das Handy nun teurer geworden ist oder nicht. Für Kursschwankungen ist der Kunde nicht verantwortlich. Zumal das sowieso Unsinn wäre, denn das Original-Handy geht ja an den Händler zurück. Das verschwindet ja normalerweise nicht in einem dunklen Waschmaschinen-Universum, wie es Socken normalerweise tun...

Signatur:Mitglied im AK Inkassowatch. Anfragen per PM. Meine Beiträge stellen keine Rechtsberatung dar. Siche
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#13
 Von 
Mr.Cool
Status:
Schlichter
(7960 Beiträge, 3302x hilfreich)

Zitat (von mepeisen):
Ich weiß nicht, wo du hernimmst, dass der Anbieter hier einfach die Preise erhöhen darf.
Ich habe nie geschrieben das o2 es darf - ich habe nur darauf hingewiesen warum o2 es systemisch jetzt anders anbietet. Das ist ein Unterschied! :grins:

Und die Mitschuld rührt von der Kenntnis her, das DHL es nicht hinbekommt. Ob man es mehr als moralische oder juristische Schuld sieht kann man auch noch lange diskutieren! ;)

Signatur:Vernunft ist wichtiger als Paragraphen
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#14
 Von 
mepeisen
Status:
Unsterblich
(22833 Beiträge, 15032x hilfreich)

:fight: :cheers:

Signatur:Mitglied im AK Inkassowatch. Anfragen per PM. Meine Beiträge stellen keine Rechtsberatung dar. Siche
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#15
 Von 
Mr.Cool
Status:
Schlichter
(7960 Beiträge, 3302x hilfreich)

Das ist aber die Signatur von Ex-Ritter ;)
:cheers: :cheers:

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