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Vertragsverlängerung um 24 Monate, statt 12 Monaten (laut AGB)

 Von 
norrington
Status:
Frischling
(9 Beiträge, 0x hilfreich)
Vertragsverlängerung um 24 Monate, statt 12 Monaten (laut AGB)

Hallo,

Laut dem Vertrag bei Fitnessstudio X besteht folgende Regel:

Zitat:

Soweit auf dem „Mitgliedsvertrag" nichts anderes vereinbart ist, verlängern sich die Vertragslaufzeit der Mitgliedsverträge mit einer Mindestvertragslaufzeit von 12 oder 24 Monate jeweils um weitere 12 Monate, wenn der „Mitgliedsvertrag" nicht vom Mitglied oder dem Studio unter Einhaltung einer Kündigungsfrist von mindestens 3 Monate vor dem jeweiligen Vertragsende gekündigt wird.

In dem Vertrag mit Fitnessstudio X wurde nichts anderes vereinbart.

Nun hat das Fitnessstudio X den Vertrag um 24 Monate verlängert und auch den Betrag dafür bereits vom Konto von Vertragsnehmer Y abgebucht. Ist das rechtens? Ich denke nicht, oder?
Fitnessstudio X ist sich keiner Schuld bewusst und ist der Ansicht, dass das alles rechtens sei - ohne Begründung. Vertragsnehmer Y fühlt sich vom Vertragsbruch arglistig getäuscht und möchte nun keinerlei Geschäftsbeziehungen mehr mit Fitnessstudio X eingehen.
Kann Vertragsnehmer Y nun die Vertragsverlängerung anfechten und vielleicht sogar den Vertrag außerordentlich kündigen?

Vielen Dank im Voraus und Viele Grüße.

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Vertrag Fitnessstudio kündigen Vertragsverlängerung


4 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(71365 Beiträge, 32421x hilfreich)

Zitat (von norrington):
Fitnessstudio X ist sich keiner Schuld bewusst und ist der Ansicht, dass das alles rechtens sei - ohne Begründung.

Und diese Auffassung wurde mit welchem Wortlaut genau formuliert?

In Textform oder mündlich?


Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
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#2
 Von 
norrington
Status:
Frischling
(9 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Zitat (von norrington):
Fitnessstudio X ist sich keiner Schuld bewusst und ist der Ansicht, dass das alles rechtens sei - ohne Begründung.

Und diese Auffassung wurde mit welchem Wortlaut genau formuliert?

In Textform oder mündlich?

Wofür genau ist das wichtig? Der 24 Monatsbeiträge wurde auf einen Schlag vom Konto von Vertragsnehmer Y abgezogen. Wenn Fitnessstudio X nicht dieser Ansicht wäre, dann würde es natürlich nicht 24 Monatsbeiträge abziehen. Weiterhin wurde mündlich dies bestätigt, schriftlich wird es durch die Abbuchung vom Konto bestätigt.

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#3
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(71365 Beiträge, 32421x hilfreich)

Zitat (von norrington):
Wenn Fitnessstudio X nicht dieser Ansicht wäre, dann würde es natürlich nicht 24 Monatsbeiträge abziehen.

Angesichts dessen, dass es nur mehr als diese eine Möglichkeit gibt, ...

... würde ich ein Schreiben an deren Buchhaltung senden, mit
– Aufforderung zur unverzüglichen Überweisung des zu viel abgebuchten Betrages
– Fristsetzung für die Überweisung nach Datum (14 Tage)
- Entzug der Erlaubnis abzubuchen.
– das ganze mit Zustellnachweis
– Ankündigung das nach Fristablauf ohne Leistung das ganze als Verweigerung der Erfüllung der gesetzlichen und vertraglichen Pflichten ansieht, dass das ohne weitere Kommunikation an einen Anwalt geht und man das dann auf deren Kosten per Gericht klären lässt.
alternativ: den Betrag zurückbuchen und dann nur das überweisen was geschuldet ist.


Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
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#4
 Von 
norrington
Status:
Frischling
(9 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Zitat (von norrington):
Wenn Fitnessstudio X nicht dieser Ansicht wäre, dann würde es natürlich nicht 24 Monatsbeiträge abziehen.

Angesichts dessen, dass es nur mehr als diese eine Möglichkeit gibt, ...

... würde ich ein Schreiben an deren Buchhaltung senden, mit
– Aufforderung zur unverzüglichen Überweisung des zu viel abgebuchten Betrages
– Fristsetzung für die Überweisung nach Datum (14 Tage)
- Entzug der Erlaubnis abzubuchen.
– das ganze mit Zustellnachweis
– Ankündigung das nach Fristablauf ohne Leistung das ganze als Verweigerung der Erfüllung der gesetzlichen und vertraglichen Pflichten ansieht, dass das ohne weitere Kommunikation an einen Anwalt geht und man das dann auf deren Kosten per Gericht klären lässt.
alternativ: den Betrag zurückbuchen und dann nur das überweisen was geschuldet ist.

ok, das klingt gut. vielen dank.

wie gesagt, im vertrag Z steht ganz klar, nur das oben geschriebene zu den Vertragslaufzeiten. Es gibt überhaupt keine Grundlage den Vertrag 24 Monate zu verlängern.

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