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Vodafone Vertrag - Konto und Daten mit Passwort geändert

13. Oktober 2011 Thema abonnieren
 Von 
Ther
Status:
Frischling
(8 Beiträge, 1x hilfreich)
Vodafone Vertrag - Konto und Daten mit Passwort geändert

Hallo zusammen,

ich hab folgendes Problem:

Vor zehn Jahren habe ich einen Vertrag mit Vodafone abgeschlossen. Eine "Person" hat mein Passwort "geklaut" und dadurch die Rechnungsadresse sowie Bankverbindung geändert. Mir hat derjenige gesagt, er hätte den Vertrag auf sich überschrieben (und ich habs geglaubt).

Nun kam von Vodafone ein Inkassoschreiben mit Zahlungsaufforderung. Ich bin natürlich aus allen Wolken geflogen, da ich ja dachte, der Vertrag gehört nicht mehr mir. Meine Frage ist nun, ob ich tatsächlich noch Vertragsnehmer bin oder ist die andere Person nicht etwa doch unbewusst Vertragsnehmer geworden?

Ich wär euch für Hilfe und Anregungen sehr dankbar.

Ther

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11 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Mr.Cool
Status:
Richter
(8430 Beiträge, 3436x hilfreich)

Hört sich etwas merkwürdig an. Daraus kann Vadofone ein Verschulden wegen nicht sorgsamen Verwahren der Daten und Weitergabe der SIM ableiten. Vertragsübertragungen sollte man immer kontrollieren!
Hier könnte es helfen auf den Nutzer und Kontoinhaber zu verweisen und auf eine Täuschung durch diesen. Wieviel Jahre läuft denn das Spielchen schon?

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"Vernunft ist wichtiger als Paragraphen"

-- Editiert Mr.Cool am 13.10.2011 15:05

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#2
 Von 
Ther
Status:
Frischling
(8 Beiträge, 1x hilfreich)

Der Vertrag ist von 2001, 2003 wurde eine Zusatzkarte Online beantragt, von der lt. Vodafone keine Vertragsunterlagen vorliegen. Im August 2011 ist dann das Inkassoschreiben gekommen. Somit wurden 10 Jahre lang die Rechnungen von einem anderen Konto abgebucht und die Rechnungen an eine Adresse geschickt, bei der ich nie gemeldet war.

Da ich mit der Person vor zehn Jahren im gleichen Haus gewohnt habe, konnte er recht einfach meine Unterlagen durchsuchen. Naja und so ist er halt auch an das Passwort gekommen.

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0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
Mr.Cool
Status:
Richter
(8430 Beiträge, 3436x hilfreich)

quote:
10 Jahre lang die Rechnungen von einem anderen Konto abgebucht und die Rechnungen an eine Adresse geschickt, bei der ich nie gemeldet war.

Au Backe! Das kann Vodafone dann ja sehen ...
Erklärt aber nicht den "Verlust" der SIM-Karte. Möglicherweise wird Vodafone dich zur Kasse bitten wollen und du darfst dir das Geld beim Täter holen. Ist der Täter namensgleich oder warum konnte das klapen?

Versuch es mit einem erklärenden Brief(vorgetäuschte Übernahme) an die Geschäftsleitung. Das erhalten dann die wenigen verständigen Mitarbeiter in Essen.


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"Vernunft ist wichtiger als Paragraphen"

0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
Ther
Status:
Frischling
(8 Beiträge, 1x hilfreich)

Nein wir sind nicht namensgleich. Vodafone verweist immer nur auf die Angabe des Passworts das völlig ausreicht um sämtliche Daten zu ändern. Auch bei der Partnerkarte verweist Vodafone an das Passwort und ist der Ansicht, dass dann egal ist wer die Karte erhält. Da es ein Onlineabschluss war gibt es wohl auch keine Unterlagen, so dass ich nicht mal eine Unterschrift überprüfen kann.

Wie gesagt, seit zehn Jahren nix gehört und nun soll ich zahlen.

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0x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
Mr.Cool
Status:
Richter
(8430 Beiträge, 3436x hilfreich)

Online ohne Unterschrift - das kann sich jetzt aber auch Bumerang für Vodafone werden. Vodafone muss doch den Vertrag, SIM-Aushändigung etc. nachweisen um dann Gebühren zu erhalten.

Ich würde mit vorgetäuschter Übernahme und konkludenten Vertragsschluß mit dem Vertragsnachfolger begründen, nachgewiesen durch die Abbuchungen. Außerdem scheint es auch seitens Vodafone eine Verletzung der Sorgfaltspflichten gegeben zu haben.

Ein erhebliches Restrisiko und Ärgerpotential hat die Sache.

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"Vernunft ist wichtiger als Paragraphen"

0x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
Ther
Status:
Frischling
(8 Beiträge, 1x hilfreich)

Danke! Ich versuchs mal mit dem konkludenten Vertragsschluss! Schließlich konnte Vodafone erkennen, dass der Vertragspartner ein anderer ist!

Das Restrisiko ist mir trotzdem bewusst, aber irgendwas muss ich ja machen!

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0x Hilfreiche Antwort

#7
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(101103 Beiträge, 37185x hilfreich)

quote:
2003 wurde eine Zusatzkarte Online beantragt

Geht es jetzt um den gesamten Vertrag oder nur um die 2003 online beantragte Zusatzkarte?


Das ist alles noch etwas unklar ...


Bitte mal detaillierter schildern.





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"Die Beiträge stellen ausschließlich meine persönliche Meinung/Interpretation dar !

"

0x Hilfreiche Antwort

#8
 Von 
Ther
Status:
Frischling
(8 Beiträge, 1x hilfreich)

Es geht um den Hauptvertrag, mit dem jedoch Umsätze von der Zusatzkarte verrechnet wurden.

Den Hauptvertrag habe ich 2001 abgeschlossen. Ein paar Monate danach hat mir jene Person eben gesagt, er hätte den Vertrag auf sich überschrieben, weswegen ich ihm die SIM-Karte gegeben habe. Bei Vodafone wurde jedoch nur die Adresse, Kontonummer, etc. geändert, jedoch nicht der Vertrag überschrieben.

2003 wurde dann diese Zusatzkarte abgeschlossen. Lt. Vodafone gibt es hierzu keine Vertragsunterlagen, da es ein Onlineabschluss war. Ich bin mir absolut sicher, dass ich diesen Vertrag jedoch nicht geschlossen habe (weswegen ich eben auch die Vertragsunterlagen haben wollte).

Nun soll ich für die ausstehenden Rechnungen bezahlen, also fast 10 Jahre nach Vertragsschluss. Meiner Ansicht nach hätte Vodafone aber erkennen können, dass ich nicht mehr Vertragspartner bin, sondern die andere Person.

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#9
 Von 
Mr.Cool
Status:
Richter
(8430 Beiträge, 3436x hilfreich)

Und wenn die Person einen anderen Namen trägt, dann hat eine de-facto-Übernahme des Vertrages stattgefunden. Insbesondere interessant wie es mit Einzugsermächtigung und Zweitkartenaushändigung gelaufen sein soll.

Wie lange gehen denn die Kostenforderungen zurück? Dabei könnte zusätzlich eine Verjährung in Betracht kommen.

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"Vernunft ist wichtiger als Paragraphen"

0x Hilfreiche Antwort

#10
 Von 
Ther
Status:
Frischling
(8 Beiträge, 1x hilfreich)

Die erste Forderung ist von November 2010, das Inkassoschreiben von August 2011, eine Verjährung kommt somit nicht in Betracht.

Die Zweitkarte ist per Brief zugestellt worden. Eine Empfangsunterschrift o.ä. hat es nicht gegeben. Laut Vodafone reicht das Passwort aus und sie seien nicht dafür verantwortlich, dass die Karte auch dem Vertragsinhaber zugestellt wird.

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0x Hilfreiche Antwort

#11
 Von 
Mr.Cool
Status:
Richter
(8430 Beiträge, 3436x hilfreich)

Na dann wird der Betrag noch im Rahmen bleiben.

Noch eine interessante Überlegung in solch einem Fall:
Nehmen wir mal an die Übernahmeunterlagen hätten 2001/2002 vorgelegen (gefakt oder echt), dann wäre Ende 2006 spätestens 2007 die Aufbewahrungsfrist abgelaufen. Das man 10 Jahre auf namensfremden Konten abbucht, dort auch SIM-Karte hinsendet, na das sollen die mal vor dem Amtsgericht erläutern und sich über die Sorgfaltspflicht belehren lassen.

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"Vernunft ist wichtiger als Paragraphen"

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