Erste Hilfe in Rechtsfragen seit 2000.
13.493 Ratgeber, 2.347.261 Forenbeiträge, 254.709 Rechtsberatungen
608.874
Registrierte
Nutzer

Vodafone-Vertrag anders als vereinbart

22.12.2021 Thema abonnieren
 Von 
Hausherr
Status:
Frischling
(26 Beiträge, 4x hilfreich)
Vodafone-Vertrag anders als vereinbart

RECHTherzliches Hallo! ;-)
Vodafone hat in Bitburg Vertreter eingesetzt, die an der Haustür Verträge verkauften. Eine Freundin hat einen abgeschlossen, nach dem sie 6 Monate keine Gebühren zahlen brauchte und danach für 18 Monate nur Internet.

Diese Vereinbarung hat sie auf einem Tablet geprüft und unterschrieben. Anders als von der Hotline als üblich bezeichnet, bekam sie nicht direkt eine Kopie des Vertrages. Später wurde ihr ein anderslautender zugeschickt, dem sie im Glauben, es sei alles klar, wohl keine größere Aufmerksamkeit schenkte.

Vodafone buchte dann aber viel mehr Geld unter anderem für Fernsehen ab, obwohl sie gar kein Gerät besitzt und das von daher z.B. auch nie bestellt hätte. Die 2. Abbuchung hat sie storniert und wollte kündigen. Von der Hotline wurde sie weiterverwiesen, weil die Widerrufsfrist abgelaufen war. Kündigungen wurden dort aber allesamt ignoriert.

Der Verkäufer ist der Freundin namentlich bekannt, hat über WhatsApp die Vereinbarung bestätigt, sich angeblich um das Problem kümmern wollen, dann aber nichts mehr von sich hören lassen. Mittlerweile hat Vodafone schon ein Inkasso-Unternehmen beauftragt...

Hat jemand Erfahrung damit und/oder einen Tipp zur Soforthilfe für sie?

Danke im Voraus und viele Grüße

Fragen zu einem Vertrag oder Klauseln?

Fragen zu einem Vertrag oder Klauseln?

Ein erfahrener Anwalt im Vertragsrecht gibt Ihnen eine vertrauliche kostenlose Einschätzung!
Ein erfahrener Anwalt im Vertragsrecht gibt Ihnen eine vertrauliche kostenlose Einschätzung!
Kostenlose Einschätzung starten Kostenlose Einschätzung starten



9 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
bostonxl
Status:
Lehrling
(1690 Beiträge, 242x hilfreich)

Zitat (von Hausherr):
Die 2. Abbuchung hat sie storniert und wollte kündigen.
Das ist schlecht. Nicht gezahlt trotz Vertrag ...

Zitat (von Hausherr):
Später wurde ihr ein anderslautender zugeschickt, dem sie im Glauben, es sei alles klar, wohl keine größere Aufmerksamkeit schenkte.
Und wie kann man das beweisen, dass dies ein anderer Vertrag war?

0x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
Hausherr
Status:
Frischling
(26 Beiträge, 4x hilfreich)

Zitat (von bostonxl):
Und wie kann man das beweisen, dass dies ein anderer Vertrag war?

Das hat der Vertreter ja nachweislich über WhatsApp noch mal bestätigt.

Ich habe gelernt, dass es schwer ist, Geld wiederzuholen, wenn es erst mal abgebucht ist, deswegen hätte ich diese völlig überhöhte Abbuchung ehrlich gesagt auch storniert.

0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
hiphappy
Status:
Junior-Partner
(5145 Beiträge, 2394x hilfreich)

Zitat (von Hausherr):
Mittlerweile hat Vodafone schon ein Inkasso-Unternehmen beauftragt...


Na bis dahin ist ja schon eine ganze Weile vergangen. Von daher ist "Soforthilfe" jetzt wohl nicht mehr möglich.

Zitat (von Hausherr):
Später wurde ihr ein anderslautender zugeschickt, dem sie im Glauben, es sei alles klar, wohl keine größere Aufmerksamkeit schenkte.


Schlecht

Zitat (von Hausherr):
Kündigungen wurden dort aber allesamt ignoriert.


Eine Kündigung sollte in der Regel schriftlich und nachweislich erfolgen. Dann kann der Empfänger zwar immer noch kommentarlos entgegen nehmen, aber ignorieren hilft dann nicht mehr viel.

Außerdem hat die Kündigung den Nachteil, dass man damit ja indirekt eingesteht, DAS ein Vertrag existiert.

Ziel muss es also sein, dass der Vertrag so nicht abgeschlossen wurde.

Wurde die Nutzung des Anschlusses beendet?
Wurden die ursprünglich vereinbarten Raten bezahlt?

0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(100016 Beiträge, 37011x hilfreich)

Zitat (von Hausherr):
Hat jemand Erfahrung damit und/oder einen Tipp zur Soforthilfe für sie?

Es gibt keine Soforthilfe mehr, dafür liegt das Kind schon viel zu lange und viel zu tief im Brunnen ...



Zitat (von Hausherr):
Kündigungen wurden dort aber allesamt ignoriert.

Kündigungen sind in dem Falle schon mal das schlechteste was man machen konnte, denn damit hat man ja konkluden erklärt, das der falsche Vertrag existiert.



Zitat (von Hausherr):
Das hat der Vertreter ja nachweislich über WhatsApp noch mal bestätigt.

Was für einen Nachweis hätte man denn da, das diese der Vertreter war?

Da wäre auch mal der Wortlaut relevant, was der Vertreter da schrieb.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
Hausherr
Status:
Frischling
(26 Beiträge, 4x hilfreich)

Zitat (von hiphappy):
Eine Kündigung sollte in der Regel schriftlich und nachweislich erfolgen. (...)
Ziel muss es also sein, dass der Vertrag so nicht abgeschlossen wurde.
Wurde die Nutzung des Anschlusses beendet?
Wurden die ursprünglich vereinbarten Raten bezahlt?


Danke. Meines Wissens hat sie wegen Nicht-Einhaltung der Vereinbarung unter anderem per E-Mail gekündigt und Leistungen weder weiter in Anspruch genommen noch gezahlt. Dass der Vertrag so nicht geschlossen wurde, bestätigte der Verkäufer nachweislich über WhatsApp.

0x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
Hausherr
Status:
Frischling
(26 Beiträge, 4x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Was für einen Nachweis hätte man denn da, das diese der Vertreter war?
Da wäre auch mal der Wortlaut relevant, was der Vertreter da schrieb.


Danke. Der Nachweis ergibt sich mit Sicherheit aus der Konversation in WhatsApp, wobei mir der Wortlaut der Bestätigung momentan leider nicht vorliegt. Er hat jedenfalls Name und Handynummer gegeben.

Gilt Kommunikation über WhatsApp grundsätzlich nicht als Beweis? Ist doch eigentlich alles nachvollziehbar...

0x Hilfreiche Antwort

#7
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(100016 Beiträge, 37011x hilfreich)

Zitat (von Hausherr):
Gilt Kommunikation über WhatsApp grundsätzlich nicht als Beweis?

Absolut nicht.



Zitat (von Hausherr):
Ist doch eigentlich alles nachvollziehbar...

Wie will an denn nachvollziehen, wer da was geschrieben hat wenn der Vertreter das bestreitet?


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#8
 Von 
Hausherr
Status:
Frischling
(26 Beiträge, 4x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Wie will an denn nachvollziehen, wer da was geschrieben hat wenn der Vertreter das bestreitet?


Gut, theoretisch könnte jemand sein Handy nehmen und unter seinem Namen/seiner Nummer zufällig passend zum Thema mit der Kundin schreiben/sprechen. Aber wäre es nicht extrem unglaubwürdig, das zu behaupten? Sein Stil dürfte auch wiedererkennbar sein...

-- Editiert von Hausherr am 22.12.2021 19:34

0x Hilfreiche Antwort

#9
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(100016 Beiträge, 37011x hilfreich)

Zitat (von Hausherr):
Aber wäre es nicht extrem unglaubwürdig, das zu behaupten?

Das kann man so pauschal nicht behaupten.

Es gibt sogar Gerichte welche WA komplett ablehnen, wieder andere welche das als selbstverständlich sehen.


Man wird also abwarten müssen, es ist je nur ein Teil des Puzzles ...


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

Und jetzt?

Für jeden die richtige Beratung, immer gleich gut.
Schon 229.133 Beratungen
Anwalt online fragen
Ab 30
Rechtssichere Antwort in durchschnittlich 2 Stunden
94.472 Bewertungen
  • Keine Terminabsprache
  • Antwort vom Anwalt
  • Rückfragen möglich
  • Serviceorientierter Support
Anwalt vor Ort
Persönlichen Anwalt kontaktieren. In der Nähe oder bundesweit.
  • Kompetenz und serviceoriente Anwaltsuche
  • mit Empfehlung
  • Direkt beauftragen oder unverbindlich anfragen
Alle Preise inkl. MwSt. Zzgl. 2€ Einstellgebühr pro Frage.

Jetzt Anwalt dazuholen.

Für 60€ beurteilt einer unserer Partneranwälte diese Sache.

  • Antwort vom Anwalt
  • Innerhalb 24 Stunden
  • Nicht zufrieden? Geld zurück!
  • Top Bewertungen
Ja, jetzt Anwalt dazuholen