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Vodafone außerordentliche Kündigung ???

28. Januar 2010 Thema abonnieren
 Von 
banussu1
Status:
Frischling
(11 Beiträge, 1x hilfreich)
Vodafone außerordentliche Kündigung ???

Hallo, ich habe ein großes problem mit meinem neuen internetanbieter und hoffe hier hilfe zu finden. seit dezember 2009 bin ich nun neuer kunde von vodafon mit einem vertrag für 6000er bandbreite im dsl. umstellung hat auch problemlos geklappt. leider merkte ich schon nach wenigen minuten im internet das die angegebene bandbreite nicht stimmen konnte. nach kontaktaufnahme meinerseits kam dann die antwort, dass der hauptverteiler sehr weit entfernt wäre und man mir nur eine bandbreite von 2000 bereitstellen könnte. damit gab ich mich nicht zufrieden und berief mich auf mein außerordentliches kündigungsrecht. daraufhin sagte man mir ich habe einen vertrag unterschrieben wo doch im kleingedruckten agb stände "wenn nicht die gewünschte bandbreite zur verfügung gestellt werden könne, stimme ich auch einer geringeren bandbreite zu.! ich habe das ehrlich gesagt nicht gelesen, habe es warscheinlich übersehen, dennoch grenzt das für mich an betrug. ich fühle mich über den tisch gezogen. das ist ja wie russisches roulette. habe von einem gerichtsurteil in fürth gelesen wo ein richter einen ziemlich gleichen fall entschieden hat zugunsten des kunden. was meint ihr, wie komme ich da raus ???? bitte um rat. danke im voraus. LG

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13 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Mr.Cool
Status:
Richter
(8430 Beiträge, 3440x hilfreich)

Gegen physikalische Gesetzmäßigkeiten kann auch Vodafone nichts machen, schon gar nicht auf der letzten Telekom-Meile. Andere Anbieter können meist nicht besser liefern, jedenfalls nicht wenn es eine ADSL2+ Leitung ist.
Ein Betrug liegt sicher nicht vor, denn die Leistungswerte sind nicht vorhersehbar.
Ist es ein ISDN-, NGN-Vollanschluß oder Bitstream?


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"Vernunft ist wichtiger als Paragraphen"

0x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
Lifeguard
Status:
Student
(2906 Beiträge, 1310x hilfreich)

Vor allem steht ganz groß, "bis zu" in den Flyern.


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0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(105984 Beiträge, 37845x hilfreich)

quote:
habe von einem gerichtsurteil in fürth gelesen wo ein richter einen ziemlich gleichen fall entschieden hat zugunsten des kunden.

Zum einen sind Urteile immer nur für die Streitpateien bindend, zum anderen ist 'ziemlich gleich' nicht 'exakt gleich'.
Gibt es ein Aktenzeichen?


In dan Flyern und Tarifübersichten sind immer Angaben wie 'ca.', 'maximal', 'oder bis zu' vor den jeweiligen Bandbreiten.



quote:
ich habe das ehrlich gesagt nicht gelesen, habe es warscheinlich übersehen,

Ignoranz oder Schludrigkeit beim durchlesen der vertragsrelevanten Inhalte sind nicht geeignet eine Kündigung zu begründen.


Ich sehe keine große Möglichkeit vorzeitig zu kündigen, wenn der Anbieter an dem Vertrag festhalten will.




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"Die Beiträge stellen ausschließlich meine persönliche Meinung dar !"

0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
banussu1
Status:
Frischling
(11 Beiträge, 1x hilfreich)

hallo,
1. danke erstmal für die antworten. also hier das gerichtsurteil mit az was ich oben erwähnte (Az.: 340 C 3088/08 ).
2. habe ich einen isdn anschluss
3. habe ich schon verschiedene anbieter wie kabel bw und alice durch. bei allen hatte ich die angegebene bandbreite von 6000 problemlos erreicht. bei vodafone jedoch undenkbar. habe ich bis jetzt nicht verstanden.
4. kein Betrug ??? ich finde schon, das mindeste wäre ja gewesen mir im vorherein mitzuteilen, das die groß versprochene bandbeite, womit in der werbung gelockt wird, nicht zur verfügung gestellt werden kann und ob ich damit einverstanden bin, auch eine geringere zu akzeptieren. das ist doch das mindeste. das ist vorspiegelung falscher tatsachen um kunden zu gewinnen. es müsste doch möglich sein im vorherein zu testen welche bandbreite zur verfügung gestellt werden kann. ist doch bei anderen anbietern auch kein problem.

wenn ich bei vodafone mit meiner adresse einen auftrag erteilen will und meine daten eingebe steht groß und breit "an ihrer adresse ........ist eine bandbreite von 6000 verfügbar" und das soll kein betrug sein ?????

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0x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
Mr.Cool
Status:
Richter
(8430 Beiträge, 3440x hilfreich)

Dumm gelaufen ...
Fakt ist aber, das selbst der Anbieter den tatsächlichen Wert nie genau weiß und das es Annäherungswerte sind. Daher ist aus meiner Sicht nur ein ungefährer Bereich für die Geschwindigkeit angemessen. Manchmal kommt aus einem Kabelbündel für einen Kunden DSL 12000 und für den Nachbarn nur DSL3000. Das ist leider so und es wird immer schlechter je mehr Haushalte DSL haben!

Bei dem Urteil wurde von 1&1 16.000 suggeriert und nur 3000 geliefert. Das ist natürlich eine extreme Abweichung(Differenz 13000).
Wenn du meinst die eigenen Fehler bei der Beauftragung würden keine Rolle spielen, dann klage und berichte vom Ausgang. Bin gespannt!

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"Vernunft ist wichtiger als Paragraphen"

0x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
Mr.Cool
Status:
Richter
(8430 Beiträge, 3440x hilfreich)

Nachtrag: du hast wegen dem ISDN-Anschluß vermutlich noch ein ADSL1 mit der Arcor-Steinzeittechnik. Daher die vorhersehbar schlechten DSL-Werte. Ob die Umstände bei der Beauftragung für eine außerordentliche Kündigung reichen, wird dir dein Anwalt erklären.
Mein Rat - beschäftige dich zuerst mit der DSL-Technik und benutze bei der Argumentation gegenüber VF nicht Kabel-DSL, das nichts mit "Telefonkabel-DSL" zu tun hat! :augenroll:



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"Vernunft ist wichtiger als Paragraphen"

-- Editiert am 29.01.2010 10:45

0x Hilfreiche Antwort

#7
 Von 
banussu1
Status:
Frischling
(11 Beiträge, 1x hilfreich)

quote:
Nachtrag: du hast wegen dem ISDN-Anschluß vermutlich noch ein ADSL1 mit der Arcor-Steinzeittechnik. Daher die vorhersehbar schlechten DSL-Werte


stimmt, ich habe keine ahnung, wo finde ich heraus was für einen anschluss ich habe und mit welcher technik ??? danke im voraus.

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0x Hilfreiche Antwort

#8
 Von 
Mr.Cool
Status:
Richter
(8430 Beiträge, 3440x hilfreich)

kann man aus dem DSL-Modem auslesen - führt aber hier zu weit, insbesondere da du vermutlich aktuelle Hardware von VF hast, die ich nicht kenne. Das Arcor-User-Forum hilft bestimmt.
Solltest du ADSL1 statt ADSL2+ haben, dann wäre das einen bösen Brief an die VF-GL in Dü wert :grins: oder ein Fall für den Anwalt

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"Vernunft ist wichtiger als Paragraphen"

0x Hilfreiche Antwort

#9
 Von 
banussu1
Status:
Frischling
(11 Beiträge, 1x hilfreich)

danke für den tip, aber kann das wirklich der grund sein warum statt 6000 nur 2000 rum kommen ??? versteh ich das richtig ??? bin ja mal froh an jemanden geraten zu sein, der sich damit auskennt. LG

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0x Hilfreiche Antwort

#10
 Von 
Mr.Cool
Status:
Richter
(8430 Beiträge, 3440x hilfreich)

Eine Easybox müßte auf der Startseite Modus G.992.5 (ADSL2+) anzeigen oder halt nur ADSL nach altem Standard.
Und ja - das ist meist die Ursache für die Unterschiede.
ADSL1 - 3000 bei Telekom entspricht DSL2000 bei Arcor Vodafone (ohne Risikoschaltung) und würde bei ADSL2+ bei Vodafone normalerweise DSL6000 bringen und DSL10.000 bei Telefonica (Erfahrungswerte).

Aber jeder Anschluß ist anders und die Leistungswerte an einer einzigen Leitung schwanken zwischen schlechtem 2000 und guten 12.000 kBit/s.



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"Vernunft ist wichtiger als Paragraphen"

-- Editiert am 29.01.2010 15:45

0x Hilfreiche Antwort

#11
 Von 
banussu1
Status:
Frischling
(11 Beiträge, 1x hilfreich)

hallo, habe gerade nachgesehen und sie zeigt nur adsl an. und nun ?? was kann ich tun ??? auf was sollte ich in dem "bösen brief" an vf achten ???

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0x Hilfreiche Antwort

#12
 Von 
Mr.Cool
Status:
Richter
(8430 Beiträge, 3440x hilfreich)

Gebe bitte GENAU wieder was unter Startseite steht (statt Modus G.992.5 (ADSL2+) )

Was du von Vodafone willst, solltest du doch selber besser wissen ;)
Zur techn. Argumentation kann ich dir nach Angabe der Daten was empfehlen. Ansonsten ist das hier keine Rechtsberatung, sondern ein Diskussionsforum, das lediglich hilft zur eigenen Bewertung und solche Entgleisungen ala Betrug zu vermeiden :grins:

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"Vernunft ist wichtiger als Paragraphen"

0x Hilfreiche Antwort

#13
 Von 
ellmet
Status:
Frischling
(1 Beiträge, 1x hilfreich)

Hallo,

auch bei mir geht's um's o.g. Thema: am 08.10.09 habe ich einen DSL und Telefonvertrag unterschrieben, um von DTAG zu wechseln.

6 Wochen später, am 19.11.09, ist dann plötzlich Alles abgeschaltet, meine kleine Werkstatt von der modernen Aussenwelt abgeschnitten !

Der Anruf bei Vodafone ergibt, daß die Umstellung von DTAG auf VF mehrere Tage, "realistisch eine Woche" dauern würde, da dies für meinen Betrieb auch dem Vodafone Mitarbeiter ein unerträgliches Problem erschien, willigte er telefonisch in die sofortige Stornierung ein, die ich "der guten Ordnung halber" schriftlich bestätigen sollte, was ich auch tat.

Die DTAG hatte fast Alles am nächsten Morgen wieder in Betrieb, fast, da Vodafone die telefonisch vereinbarte Stornierung, d.h. Rückgängigmachung des Vertrages nun ignoriert und es zum Streit um die Nummern kommt !

Kunden, Lieferanten, Freunde, etc., die das Vodafone Netz benutzen, können uns seitdem nicht mehr anrufen oder Telefaxe senden, es erscheint keine sinnreiche Fehlermeldung.

1 Monat später bekomme ich eine Kündigungsbestätigung zum Ablaufdatum nach 2 Jahren. Nach meinem Anruf entschuldigt sich die Vodafone Mitarbeiterin mit dem Versprechen, dies im System zur sofortigen, kostenfreien Stornierung zu korrigieren.

Da das Problem weiterhin besteht, bestelle ich am 13.01.10 DTAG Techniker in's Haus und beantragte anschließend eine erneute Portierung, leider ohne Erfolg, da Vodafone die Nummern nicht "rausrückt".

Parallel teilen mir mehrere Vodafone Mitarbeiter telefonisch mit, daß man sich für die Verzögerung bei der Durchführung meiner Rückgängigmachung entschuldige, zum 20.01.10 solle es dann in höheren Etagen abgenickt werden. Aber Nichts passierte. Bei'm folgenden Telefonat versprach man dann den 29.01.10 als definitives Datum und Nichts passierte.

Letzte Woche entschuldigte sich eine weitere Vodafone Mitarbeiterin für die auch für sie nicht nachvollziehbare Zeit, die dieses Problem nun schon an meinen Nerven und Umsätzen zerrt, sagte mir für heute, den 10.02.10 die finale Lösung zu. Ich glaube nicht, daß sich kurz vor Mitternacht noch Etwas tut.

In dieser ohnehin schon zu langen Geschichte habe ich übrigens mindestens 10 Anrufe (mit Stunden in der Warteschleife) und 3 Telefaxe an Vodafone nicht erwähnt.

Neben meiner Zeit ist auch einiges Geld verloren gegangen, da meine 2 wichtigsten Kunden auch Vodafone Kunden sind.

Tipps ? Empfehlung spezialisierter Anwälte ?

Danke für jede Hilfe, Glückauf

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