Vodafone bucht zu hohen Basispreis ab

17. Oktober 2013 Thema abonnieren
 Von 
creon
Status:
Schüler
(154 Beiträge, 51x hilfreich)
Vodafone bucht zu hohen Basispreis ab

Ich habe einen Vodafone-Vertrag über einen Vermittler abgeschlossen, der mir eine reduzierte Grundgebühr verspracht, zusätzlich zu einer einmaligen Auszahlung.

Vodafone bucht jedoch seit gut 3 Monaten einen falschen Basispreis ab.

Der Vermittler sagt dazu, er habe den Vertrag in einem Aktionszeitraum abgeschlossen, aus der zugehörigen Preisliste ergeben sich die Konditionen. Das könne er mir nicht schriftlich geben. Schuld sei, dass ich dem Vertrag einen Selbstständigenrabatt zugebucht habe.

Vodafone sagt, sie möchten den Vertrag sehen, man spreche nicht mit dem Vermittler. Dass der Selbstständigenrabatt andere Rabatte überschreibe, das sei nicht möglich. Ich habe jedoch keinen Vertrag, sondern nur ein Screenshot des eBay Angebotes, das reiche nicht.


Eine Einigung wurde nun in 5 Anläufen versucht und scheint nicht möglich. Für mich ist der Vertrag nichtig, ich würde nun die Rufnummer zu einem anderen Anbieter portieren und die Zahlungen rückabwickeln (Vermittler bekommt Geld zurück, Vodafone bekommt Rücklastschrift).


Vodafone wird hiermit vermutlich vor das Gericht gehen. Wem muss ich also wieviel Geld für bereits erbrachte Leistungen zahlen, damit ich sauber aus der Nummer herauskomme? Zahle ich einfach gar nichts, habe ich ja Leistungen umsonst erhalten. Das kann ja auch nicht rechtens sein.


Sonderfrage: Wer kommt für die Portierungebühr auf, die mir entsteht, um die Nummer von dort wegzubekommen?

Mein Vorschlag:
-Ich zahle Vodafone den reduzierten Basispreis + geführte Gesprächsgebühren
-Ich zahle dem Vermittler anteilig seine Provision zurück für die Dauer, die ich eine Leistung der Vodafone bezogen habe
-Portierungsgebühren + Mehrkosten des Basispreises zahlt der Vermittler an Vodafone

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-- Editiert creon am 17.10.2013 14:57

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13 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
mepeisen
Status:
Unsterblich
(24959 Beiträge, 16172x hilfreich)

quote:
Vermittler bekommt Geld zurück

Welches Geld soll er zurückbekommen? Hat er dir Geld gegeben?

quote:
Sonderfrage: Wer kommt für die Portierungebühr auf, die mir entsteht, um die Nummer von dort wegzubekommen?

Das müsste einen Schadensersatzanspruch auslösen gegen den Vermittler.


Ich würde hierbei folgendes an Vodafone schicken (vom Wortlaut her): "Hallo. Ich fechte den Vertrag wegen arglistiger Täuschung an. Ich werde jede weitere Zahlung verweigern. Hinsichtlich Schadensersatzansprüche wenden Sie sich an ihren Vertragspartner, also den Vermittler."

An den Vermittler würde ich schicken "Ich mache Ihnen gegenüber Schadensersatzansprüche geltend. Zum einen aus der Postierungsgebühr zu einem neuen neuem Anbieter und zum anderen in Höhe der Differenz des versprochenen Grundpreises zum tatsächlichen Grundpreis. Ich behalte mir weitere Schritte vor, insbesondere Strafanzeige wegen Betrugs."

Hat sich noch nicht rumgesprochen, dass solche "Vermittler" ohne Ende betrügen? Wir hatten das hier im Forum dieses Jahr gefühlt 10 mal schon als Thema. Wieso sollten die günstigere Tarife anbieten können als Vodafone selbst UND dabei auch noch selbst Geld verdienen. Selbst in den lizenzierten Shops wird man nach Strich und Faden belogen. Heb dir die Ausdrucke von den eBay-Angeboten gut auf. Ich würde sogar eBay benachrichtigen, dass hier ein Betrüger unterwegs ist.

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"Meine Beiträge stellen keine Rechtsberatung dar. Sicherheit gibts nur beim Anwalt."

-- Editiert mepeisen am 17.10.2013 15:45

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#2
 Von 
Mr.Cool
Status:
Richter
(8429 Beiträge, 3449x hilfreich)

quote:
Ich habe jedoch keinen Vertrag,

? Kann ja gar nicht sein - fragt sich nur wie der zustandekam. Wie wurden denn die Daten an Vodafone geleitet?
Welche Belege liegen denn sonst vor?
Üblicherweise gibt es eine Bestellbestätigung oder ich schreibe gerne die Konditionen auf den späteren Vertrag.

Über Händler - echter Fernabsatzvertrag oder Shopvertrag? Wenn es keinen "Vertrag" gibt, gibt es vielleicht auch keine Widerrufsbelehrung und das ist die einfachste Ausstiegsmöglichkeit. Dabei ist die Sache als Selbstständiger vielleicht ein Eigentor.

Da läuft derzeit so viel Mist. Ich kenne ein halbes dutzend Fälle , in denen man wegen Formfehlern bei Vodoofone kostenlos rauskam

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"Vernunft ist wichtiger als Paragraphen"

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#3
 Von 
creon
Status:
Schüler
(154 Beiträge, 51x hilfreich)

Vermittler hat mir (erst auf Nachfrage hin) Geld gezahlt, ja.
Ich habe einen Vertrag unterschrieben, in dem lediglich der Tarifname erwähnt wurde. Keine Beiträge o.ä.

Da ich das ganze über einen anderen Vermittler schon einmal erfolgreich [!] durchgezogen hatte, habe ich nichts Böses erwartet.

Dem Vermittler gebe ich jetzt noch einmal eine Woche. Ich hab ihn per E-Mail kontaktiert (nach Telefonat).
Sollte sich dann nichts tun, kommen die obligatorischen Faxe zur Beweissicherung mit weiteren zwei Wochen, dann portiere ich dort weg.

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#4
 Von 
Mr.Cool
Status:
Richter
(8429 Beiträge, 3449x hilfreich)

quote:
Ich habe einen Vertrag unterschrieben, in dem lediglich der Tarifname erwähnt wurde. Keine Beiträge
Das ist aber übel. Der Händler dürfte aber bereits nach Reaktion von Vodafone bekannt sein. VF löst das natürlich selbst durch das Provisionsmodell aus.

Bevor es über die schwierige Schiene der nicht übereinstimmenden Willenserklärungen geht, würde ich den Vertrag genau prüfen. Original-Vodafone-Vertrag? Widerrufsbelehrung korrekt oder gar nicht vorhanden und zwar gegenüber E... und Vf!!!

Meine Empfehlung: den Vertrag aushebeln. Nur wenn das nicht geht den Vertrag gegenüber VF bestehen lassen und die Erfüllung gegenüber Händler erzwingen. VF selbst kann nur indirekt was für windige Händler.

Warum machst Du denn nicht hier weiter? :augenroll: Dann hätte man die komplette Historie.


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"Vernunft ist wichtiger als Paragraphen"

-- Editiert Mr.Cool am 17.10.2013 21:39

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#5
 Von 
mepeisen
Status:
Unsterblich
(24959 Beiträge, 16172x hilfreich)

quote:
Vermittler hat mir (erst auf Nachfrage hin) Geld gezahlt, ja.

Was genau hat er dir gezahlt? Also wie viel? Und wie hoch wäre die monatliche Differenz zwischen deiner Grundgebühr und der versprochenen Grundgebühr?

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#7
 Von 
Mr.Cool
Status:
Richter
(8429 Beiträge, 3449x hilfreich)

Kann ich Dir genau sagen - es werden im Fernabsatz immer wieder Shopverträge ohne Widerrufsbelehrung verwendet. Also hat der Kunde eine wunderbare Möglichkeit da wieder rauszukommen. Hat allein in 4 von 6 mir bekannten Fällen dieses Jahr gewirkt. Fehler beim Widerrufsrecht akzeptieren die Anbieter als Ausstiegsgrund. Schwieriger wird es mit anderen Gründen. Gerade bei Trick-Händlern wird es schwierig. Hat man allerdings eine schriftliche Bestätigung für einen anderen Monatsgrundpreis, dann hat man wenigstens einen Hebeln zum Ansetzen.
Das Widerrufsrecht steht bei mir an Platz 1 der Checkliste. Daher kommt das immer gebetsmühlenartig. Sorry :grins:


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-- Editiert Mr.Cool am 17.10.2013 23:52

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#8
 Von 
creon
Status:
Schüler
(154 Beiträge, 51x hilfreich)

Der andere Thread lief nicht gut ;-)

Tarif: 40 Euro / Monat, kein Anschlusspreis (statt 60 Euro regulär). Dazu hab ich 15% Selbstständigenrabatt gebucht.

Einmalige Auszahlung: 529 Euro.

Ich habe gerade noch einmal nachgeschaut. Es ist ein original Vodafone Vertragsformular, dass das ganze über den Vermittler ging, kann ich ja notfalls darüber nachweisen, dass der Vermittler mir Geld bezahlt hat. Das, sowie die Ebay Bestätigung und der Screenshot dürften zumindest ein guter Anscheinsbeweis dafür sein, dass der Vertrag zu den Konditionen über den Vermittler ging.

Ich lerne aus meinen Fehlern und werde in Zukunft immer einen Preis auf den Vertrag draufschreiben.

Der Vermittler will angeblich versuchen, mir rückwirkend den Selbstständigenrabatt zu kündigen und die Vertragsbedingungen herzustellen.
Wenn das klappt, kann ich nach der nächsten Rechnung bei Vodafone anrufen und fragen, wo denn mein bereits schriftlich bestätigter Selbstständigenrabatt geblieben ist.

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#10
 Von 
mepeisen
Status:
Unsterblich
(24959 Beiträge, 16172x hilfreich)

Ich sehe ein ganz anderes Problem. Als Selbstständiger/ Gewerbetreibender hast du nicht den üblichen Verbraucher-Welpenschutz.

Das heißt, du hast vom Vermittler bereits 529€ ausgezahlt bekommen? Sorry, aber so langsam zweifele ich wirklich daran, dass du hier auf einen grünen Zweig kommst mit der Argumentationskette. Sicherlich: was vertraglich versprochen wird, muss eingehalten werden. Aber der Vermittler hat dir höchstwahrscheinlich mit keinem Wort garantiert, dass dort zusätzliche Rabatte buchbar wären. Insofern liegt bei dir durchaus eine Mitschuld, dass da was nicht geklappt hat. Zu viel Rabatte lösen meist Unfug aus und sind auch landläufig in den AGB meist ausgeschlossen...

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#12
 Von 
Mr.Cool
Status:
Richter
(8429 Beiträge, 3449x hilfreich)

Da sind wir uns ja einig. Daher schrieb ich:

quote:
Dabei ist die Sache als Selbstständiger vielleicht ein Eigentor.
Dabei stellt sich natürlich die Frage ob der Status Verbraucher zum Zeitpunkt des Vertragsabschlußes in Anspruch zu nehmen ist. Wenn das der Händler nicht geradebiegen kann, sehe ich es gegenüber VF schwierig an. Da ist der Rechtsweg gegen den VK u.U. einfacher.


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"Vernunft ist wichtiger als Paragraphen"

-- Editiert Mr.Cool am 18.10.2013 12:44

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#13
 Von 
Mr.Cool
Status:
Richter
(8429 Beiträge, 3449x hilfreich)

quote:
Der andere Thread lief nicht gut ;-)

Das ist ja auch ein Meinungsforum und kein Wunschkonzert :grins:

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