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Vodafone schickt Mahnung und Kündigung per Email und beauftragt Inkasso

24.5.2019 Thema abonnieren
 Von 
NachtSchwärmer
Status:
Frischling
(24 Beiträge, 1x hilfreich)
Vodafone schickt Mahnung und Kündigung per Email und beauftragt Inkasso

Hallo geehrte 123recht Mitglieder,
mir geht seit einiger Zeit ein Fall durch den Kopf der an mich heran getragen wurde nach dem ich mich mit einem Freund über Handy verträge unterhielt.

Das ganze passiert im Moment der Familie des Freundes, ich frage wohl indirket für sie aber auch weil ich mir selbst durch recherchen nicht erklären kann ob das alles korrekt ablief.

Vertragsnehmer nenne ich: Markus
Vertragssteller: Vodafone (Otel)
Inkassobüro "Inforscore Forderungsmanagement" nenne ich: Inkassobüro

Der Vertrag _
Nach Meiner kenntnis hat Markus 2 Verträge mit Vodafone abgeschlossen. Diese Verträge beinhalten jeweils ein Tablet mit dazu gehöriger Simkarte zur Internet und Mobilfunk Nutzung. Die Zahlung wurde Monatlich vorgenommen (Raten zahlung) und in einem Vodafone shop eine Einzugsermächtigung abgegeben (das gibt es wohl nicht mehr hab ich gelesen bei wikipedia, ich schätze mal SEPA-Lastschrift).

Was ist passiert _
Markus erhielt nun eine Email von Vodafone in dem es hieß das der Vertrag mit Markus nun gekündigt sei da er der Monatlichen Zahlung nicht nachgekommen sei. Darauf reagierte Markus erst nachdem die erste Mahnung eines Inkassobüros hereinflatterte. Markus rief bei Vodafone an und fragte nach der richtigkeit (echtheit) der Kündigung und dies bestätigte Vodafone mit der gleichen begründung wie in der Email.

Nach meinem wissen ist der Vertrag so aufgebaut das jede Zahlung eine Vorrauszahlung ist damit die Leistung erfolgen kann (keine ahnung ob das stimmt oder ob das üblich ist). Markus bezahlte diese Inkassorechnung nicht, mit der begründung das der Vertrag gekündigt sei von seitens Vodafone und er ja bereits keine Leistung mehr bekäme.

Daraufhin fllatterte eine weitere Inkasso Mahnung herein mit nun bereits der 3 fachen Summe. Diese Summe bezahlte er aus angst.

Das klingt für mich unüblich und nicht fair, doch wie gesagt ich bin zu unerfahren mit dem Recht und weiß daher auch wenig begriffe um ernsthaft zu recherchieren nach referenz fällen etc.
Kann Vodafone tatsächlich seine Mahnungen per Email verschicken?
Ist die Zahlung des Inkasso betrages wirklich eine vollständige Schuldsanerkennung?

Die Email von Vodafone erwähnte auch einen Schadensersatz über den restlichen abzuzahlenden Betrages des Tablets + irgendeine Summe an die ich mich nicht erinnere.
Inwiefern ist diese Inkasso rechnung überhaupt gültig wenn Vodafone selbst zu verschulden hat das sie ihren Betrag nicht abgebucht haben?
Hat Vodafone das überhaupt zu Verschulden?

Ich weiß auch nicht jedes Detail, da die beiden Eltern Teile dieses Freundes ziehmlich Assi sind und ihre Schreiben nicht einmal Einsortieren und bei nachfrage kaum noch wissen wo sie was hingelegt haben, entschuldige ich weiß das nicht besser auszudrücken. Ich versuche halt zu helfen weil ich die Familie gut leiden kann. Obwohl es wohlmöglich eine Lektion sein könnte, aber die Summen sind zu hoch für beide Eltern teile.

Für alles das hier eintrudelt bin ich sehr dankbar. Echt für jedes Wort! Das könnte mir helfen Referenz fälle zu finden. Ich komme nur bisher nicht weiter.

-- Editiert von NachtSchwärmer am 24.05.2019 16:54

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4 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(99906 Beiträge, 36985x hilfreich)

Zitat (von NachtSchwärmer):
Nach meinem wissen ist der Vertrag so aufgebaut das jede Zahlung eine Vorrauszahlung ist damit die Leistung erfolgen kann

Kann sein oder auch nicht - müsste man mal in den vertraglichen Vereinbarungen nachlesen.



Zitat (von NachtSchwärmer):
Hat Vodafone das überhaupt zu Verschulden?

Das sollte man mit als erstes prüfen.



Zitat (von NachtSchwärmer):
Kann Vodafone tatsächlich seine Mahnungen per Email verschicken?

Offenbar ja - der Kollege hat ja welche erhalten:
Zitat (von NachtSchwärmer):
Markus erhielt nun eine Email von Vodafone in dem es hieß das der Vertrag mit Markus nun gekündigt sei da er der Monatlichen Zahlung nicht nachgekommen sei.


Meines Wissens nach aber nicht, wenn es nur ein Monat ist und keine lange Zeit überschritten wurde. Da sollte also schon mehr zusammen gekommen sein.



Zitat (von NachtSchwärmer):
Ist die Zahlung des Inkasso betrages wirklich eine vollständige Schuldsanerkennung?

Erst mal nur für die Inkassorechnung, nicht für alles was noch nachkommt.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

1x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
Mr.Cool
Status:
Richter
(8430 Beiträge, 3435x hilfreich)

Zitat (von NachtSchwärmer):
....

Markus erhielt nun eine Email von Vodafone in dem es hieß das der Vertrag mit Markus nun gekündigt sei da er der Monatlichen Zahlung nicht nachgekommen sei. Darauf reagierte Markus erst nachdem die erste Mahnung eines Inkassobüros hereinflatterte. Markus rief bei Vodafone an und fragte nach der richtigkeit (echtheit) der Kündigung und dies bestätigte Vodafone mit der gleichen begründung wie in der Email.
....

Die Email von Vodafone erwähnte auch einen Schadensersatz über den restlichen abzuzahlenden Betrages des Tablets + irgendeine Summe an die ich mich nicht erinnere.

Also hat der Vertragsnehmer nicht seine Verpflichtungen eingehalten. Somit Kündigungsgrund für den Anbieter.
Die Formvorschriften für die Sperrung der Mobilfunkleistungen wurden vielleicht (!!!) nicht eingehalten, da Schriftform verlangt wird. Nachzulesen bei der Bundesnetzagentur. Damit hat man wieder eine bessere Situation, da Einstellung der Leistung vermutlich nicht rechtskonform und damit eine Möglichkeit den Schadensersatz zu kippen. Das wäre anhand des Schriftverkehrs zu klären.
Der Schadensersatz für entgangenen Gewinn auf den Mobilfunkvertrag darf übrigens nur 20...50% der Monatskosten betragen.

-- Editiert von Mr.Cool am 24.05.2019 22:54

Signatur:

Vernunft ist wichtiger als Paragraphen

1x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
NachtSchwärmer
Status:
Frischling
(24 Beiträge, 1x hilfreich)

Zitat (von Mr.Cool):
Zitat (von NachtSchwärmer):
....
Also hat der Vertragsnehmer nicht seine Verpflichtungen eingehalten. Somit Kündigungsgrund für den Anbieter.
Die Formvorschriften für die Sperrung der Mobilfunkleistungen wurden vielleicht (!!!) nicht eingehalten, da Schriftform verlangt wird. Nachzulesen bei der Bundesnetzagentur. Damit hat man wieder eine bessere Situation, da Einstellung der Leistung vermutlich nicht rechtskonform und damit eine Möglichkeit den Schadensersatz zu kippen. Das wäre anhand des Schriftverkehrs zu klären.
Der Schadensersatz für entgangenen Gewinn auf den Mobilfunkvertrag darf übrigens nur 20...50% der Monatskosten betragen.

-- Editiert von Mr.Cool am 24.05.2019 22:54


Nun das gibt mir einiges zum recherchieren ich danke euch.
Was sich für mich nicht sinnig ergibt ist das es heißt das Markus nicht der Zahlung nachgekommen sei obwohl Vodafone via SEPA Lastschrift das Geld hätte abbuchen können/sollen. Ich frage mich inwiefern das eine Rolle spielen würde. Nun Gut ich danke euch beiden für euren Input!

0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
Mr.Cool
Status:
Richter
(8430 Beiträge, 3435x hilfreich)

Wenn es eine Rücklastschrift gab und Markus das verschlafen hat ...
was nützt es dann wenn Lastschriften ins Leere laufen und man sich nicht um seine Vertragserfüllung kümmert!?

Daher - jede Monats-Abbuchung, jede Mail, jeden Brief sichten und prüfen was gemacht oder versäumt wurde.
Die eigene Bank informiert in den Auszügen auch über fehlgeschlagene Lastschriften.

Signatur:

Vernunft ist wichtiger als Paragraphen

1x Hilfreiche Antwort

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