Widerrufsrecht, wann zugestellt?

21. September 2013 Thema abonnieren
 Von 
chaos2oo2
Status:
Frischling
(33 Beiträge, 1x hilfreich)
Widerrufsrecht, wann zugestellt?

Hallo,

folgende Situation: ein Finanzberater hat mit uns eine Gebäudeversicherung und eine Haftpflichtversicherung abgeschlossen inkl. Finanzierung. Die Finanzierung wurde nun abgelehtn und wir werden nicht bauen. Soweit nur die Hintergründe - eigentlich für die Frage nicht relevant.

Wir waren nun 4 Wochen im Urlaub. In der Zwischenzeit ist der Versicherungsvertrag per Post gekommen. In den AGBs stehen die üblichen 14 Tage Widerrufsrecht für Verträge. Wir sind am 23.08. in Urlaub gefahren. Das Schreiben der Versicherung ist auf den 30.08. datiert. Zurückgekommen sind wir gestern, am 20.09. Das Ganze können wir anhand von Flugtickets nachweisen. Ab wann gelten die 14 Tage Widerrufsrecht?



Viele Grüße
Michael

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-- Editiert chaos2oo2 am 21.09.2013 14:43

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6 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
3,141592653
Status:
Lehrling
(1815 Beiträge, 1004x hilfreich)

Die Widerrufsfrist ist wohl abgelaufen, und das ist allein euere Schuld.

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"Meine Beiträge stellen nur meine Sicht der Dinge dar, keine Rechtsberatung. Alle Angaben ohne Gewähr"

1x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
chaos2oo2
Status:
Frischling
(33 Beiträge, 1x hilfreich)

Es kann ja wohl nicht sein, dass mir in der Zeit in der ich im Urlaub bin jeder x-beliebige Verträge schicken kann und ich die dann annehmen muss, nur weil ich nicht daheim bin. Es war ja nichtmal ein Einschreiben. Die 14 Tage gelten ab dann, wenn der Vertrag zugestellt wurde. Zugestellt wurde mir das Schriftstück allerdings erst gestern.

Ok, dann andersrum.

In dem Vertrag geht es um ein Haus in einer Straße XYZ Hausnummer N, die es gar nicht gibt und nicht uns gehören wird. Wie ist die Lage dann? Ich kann nicht einen Vertrag über etwas abschließen, was es nicht geben wird bzw. dann gar nicht mir gehören wird, oder?


Gruß
Michael

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-- Editiert chaos2oo2 am 21.09.2013 16:31

-- Editiert chaos2oo2 am 21.09.2013 16:37

1x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
Tinnitus
Status:
Lehrling
(1417 Beiträge, 649x hilfreich)

Ohne Versicherungsgegenstand gibt es keine Versicherung und keine Versicherungsprämie

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"Die Qualität einer Antwort verhält sich proportional zu einer Fragestellung."

1x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
radfahrer999
Status:
Unparteiischer
(9029 Beiträge, 4883x hilfreich)

quote:
von Tinnitus am 21.09.2013 19:00

Ohne Versicherungsgegenstand gibt es keine Versicherung und keine Versicherungsprämie

Das ist vollkommen korrekt. Bei der Widerspruchsfrist anzusetzen ist falsch.
Es wurde etwas versichert. Dieses etwas existiert nicht, also ist die Versicherung hinfällig.
Oder hast du, chaos2oo2 , schon mal Autoversicherung bezahlt ohne ein Auto gehabt zu haben :neck:

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""Das Problem ist nicht das Problem. Das Problem ist deine Einstellung zum Problem." CJS"

1x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
nasewe
Status:
Frischling
(48 Beiträge, 23x hilfreich)

Noch was für die Zukunft:

Ich glaube auch nicht, dass Du damit durch kommst, dass Du 4 Wo. in Urlaub warst. Das Ereignis (Urlaub) war vorhersehbar und Du hast die Versicherung abgeschlossen, dann hättest Du Dich auch darum kümmern müssen, dass Deine Post bearbeitet wird.

Ich kann doch nicht bei einem Internetshop was bestellen, fahre in Urlaub und sage das Widerrufsrecht fängt erst an zu laufen, wenn ich wieder da bin.

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1x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
GROC
Status:
Lehrling
(1024 Beiträge, 691x hilfreich)

quote:<hr size=1 noshade>Ich kann nicht einen Vertrag über etwas abschließen, was es nicht geben wird bzw. dann gar nicht mir gehören wird, oder? <hr size=1 noshade>


Grundsätzlich schon (so wie du auch den Eiffelturm rechtswirksam verkaufen kannst oder eine Versicherung für die Mona Lisa abschließen), im Einzelfall (wenn es das betreffende Objekt gar nicht gibt) evtl. nicht.

Allerdings ist hier natürlich der §133 BGB zu beachten - wenn du Pupsgasse 12 wohnst und im Vertrag steht "versichert wird Pupsgasse 13", dann hast du trotzdem einen gültigen Vertrag über Pupsgasse 12 abgeschlossen, da es sich ja offenbar nur um einen Schreibfehler handelt (den man berichtigen (lassen) kann) und nicht um eine echte Willenserklärung über eine ganz andere Sache.

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