Zulässig? Verweigern des Widrrufs bei Fernabsatzgeschäften?

8. September 2008 Thema abonnieren
 Von 
red-baron1
Status:
Frischling
(1 Beiträge, 0x hilfreich)
Zulässig? Verweigern des Widrrufs bei Fernabsatzgeschäften?

Hallo erstmal.

Vor einigen Wochen habe ich über einen Handyshop einen Vertrag abgeschlossen. Die Unterlagen wurden mir per Mail zugesandt; ich habe Sie darauf hin unterschrieben zurückgeschickt.

Auf meine Nachfrage beim Handyshop, ob man nicht kulanzhalber die Widerrufsfrist verlängern könnte(wird vom gleichen Anbieter als Möglichkeit auf einer Auktionsplattform angeboten)wurde mir geantwortet, dass ich die Vertragsbedingungen genauer durchlesen solle und das ich diese als solche akzeptiert habe.

Nach diesem „freundlichen“ Hinweis tat ich das dann auch. :zoff:

Ich habe mal auszugsweise aufgeführt, was da so als AGB steht:

Ich kann/wir können den Mobilfunkvertrag innerhalb von 1. Monat (bei Kauf über Ebay) bzw. 14 Tagen (bei Kauf über Online Shop) widerrufen. Die Frist beginnt mit Erhalt dieser Belehrung, jedoch nicht vor Eingang der Warenlieferung.

Jetzt kommt der wichtige Teil:

Die Widerrufsfrist bezüglich der Dienstleistung erlischt vorzeitig,wenn die Fa. ................. mit den Ausführungen der Dienstleistung durch die ausdrückliche Zustimmung des Kunden vor Ende der Widerrufsfrist begonnen hat oder der Kunde diese selbst veranlasst hat (z.B. durch Beantragung der sofortigen Freischaltung, Nutzung der SIM Karte, etc.)

Darauf hin schrieb ich Folgendes zurück: :fight:

Sehr geehrte Damen und Herren,
vielen Dank für Ihre Nachricht.
In der Aktionsbeschreibung wird mir lt. den AGBs ein nach § 355/BGB 14-tägiges Widerrufsrecht gewährt. Dieses beginnt frühestens mit dem Eintreffen der Warenlieferung(SIM Karte). Enden Kann es bei regulärem Ablauf, bei Freischaltung durch den Anbieter und gleichzeitiger Nutzung durch mich.
Bei diesen 14 Tagen liegt mein Problem. Da ich nicht weiss, wann genau dass Handy eintrifft und ich es somit evtl. nicht begutachten kann, ist ein 14 tägiges Widerrufsrecht leider zu knapp bemessen.
Darum möchte ich gerne wissen, ob Sie mir bei dieser Frist kulanzhalber entgegenkommen könnten?

Als Rückmeldung bekam ich(jetzt `türlich mit §-deutsch):
besondere Hinweise zu §312d BGB
Das Widerrufsrecht erlischt vorzeitig, wenn der Vertragspartner mit der Durchführung der Ausführung der Dienstleistung mit ausdrücklicher Zustimmung vor Ende der Widerrufsfrist begonnen hat oder der Kunde diese selbst veranlasst hat. Hier z.B. durch den Wunsch der sofortigen
Anschlussaktivierung / Prüfung.
Mit freundlichen Grüßen
Ihr Team der Auftragsbearbeitung von


Tja jetzt würde ich gerne mal wissen was hier als Dienstleistung verstanden wird. Die Freischaltung? Die erfolgt meines Wissens nach doch erst mit Aktivierung der SIM – Karte durch den Kunden?

Abgesehen davon steht im Vertrag lediglich, dass ich „Debitel“ nur mit der Freischaltung beauftrage, aber nicht zu welchem Zeitpunkt. In der Aktionsbeschreibung wird lediglich der Vertragsbeginn als 31.08.08 erwähnt. Die Option einer sofortigen Freischaltung steht auf dem Vertrag zwar zur Verfügung,wurde aber von mir nicht in Anspruch genommen.

Übrigens traf die SIM – Karte erst am 06.09.08 ein. Vertragsbeginn war am 31.08.08. Von einer „sofortigen“ Anschlussaktivierung kann da doch keine Rede mehr sein? :???:


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1 Antwort
Sortierung:
#1
 Von 
Mr.Cool
Status:
Richter
(8429 Beiträge, 3449x hilfreich)

das sollte man nicht mit einem provisionsorientierten Zwischenhändler klären, sondern mit dem Vertragspartner Debitel!

Üblich ist Begutachtung und max. 1 Telefonat
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"#Vernunft ist wichtiger als Paragraphen#"

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