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großes Problem mit Fitneßstudio

16.9.2004 Thema abonnieren
 Von 
Bake
Status:
Frischling
(1 Beiträge, 0x hilfreich)
großes Problem mit Fitneßstudio

Hallo,

seit mehreren Jahren bin ich Kunde einer Fitneßstudiokette und habe bis zum Mai dieses Jahres immer 45,50 € Monatsbeitrag bezahlt.
Für den Mai wurden plötzlich 53,49 € abgebucht. Daraufhin ging ich in das Studio und beschwerte mich. Der Mitarbeiter kontrollierte den Vorgang am Rechner und sicherte mir zu, dies sei ein Versehen und er werde mir den zuviel abgebuchten Beitrag meinem Konto gutschreiben.
Dies geschah jedoch nicht, stattdessen wurden für Juni wiederum 53,50 € abgebucht. Nun buchte ich diese beiden Monatsbeiträge zurück und überwies für den Mai und Juni jeweils die gewohnten 45,50 €.
Darauf folge ein Brief des Studios, in dem ich gefragt wurde, warum ich die Beitäge zurückgebucht hätte und ich solle mich doch an die Hotline (0,68 €/Min) wenden, um den Sachverhalt zu klären. Diese war jedoch weder von meinem Arcor-Anschluß, noch aus dem E-Plus Netz zu erreichen.
Also ging ich wieder ins Studio und und bat um eine Erklärung. Man verwies mich jedoch an die Verwaltung.
Mittlerweile wurden sogar 75,47 € von meinem Konto abgebucht. Die setzten sich zusammen aus dem höheren Monatsbeitrag für Juli, den Differenzbeträgen für Mai und Juni und 6 € Rückbuchungskosten. Diesen Betrag buchte ich natürlich umgehend zurück.
Daraufhin schrieb ich der Verwaltung einen Brief, in dem ich um eine Erklärung für den plötzlich höher gewordenen Monatsbeitrag bat. Außerdem entzog ich dem Studio die Einzugsermächtigung.
Als Antwort erhielt ich ein Schreiben, in dem man behauptete ich hätte in einem ca 20 km entfernten Studio dieser Kette eine Zusatzvereinbarung unterschrieben, die einen um 7,99 € höheren Monatsbeitrag rechtfertigt.
Immer noch an eine Verwechselung glaubend, bat ich Anfang August um eine Kopie des Schreibens, worauf ich bis heute noch keine Antwort erhalten habe.
Da ich die Sache für erledigt hielt, zahlte ich die gewohnten Beiträge für August und September.
Gestern flatterte mir überraschend eine "Ankündigung gerichtlicher Maßnahmen" ins Haus. Darin wird behauptet ich habe bis jetzt auf keine Mahnung reagiert und ein Betrag von 53,95 € gefordert. Weiterhin droht man mir mit der Einschaltung eines Inkassounternehmens und damit verbunden Schufa-Einträgen.
Ich rief dann bei der Verwaltung an (mittlerweile hab ich die normale Festnetznummer rausgekriegt), wo man mir sagte es handele sich bei dem eingeforderten Betrag um den Monatsbeitrag für September. Diesen habe ich aber schon am 2.9. überwiesen, was ich auch beweisen kann. Trotzdem sei kein Eingang festgestellt worden. Auch wurde weiterhin behauptet, ich hätte diese ominöse Zusatzvereinbarung unterschrieben. Man habe die Unterschriften verglichen und es sind dieselben. Natürlich habe ich nicht dergleichen unterschrieben. Komischerweise wollte man auch nicht, daß ich vorbei komme um mir diese Unterschrift anzusehen, also versprach man mir, mir eine Kopie der Vereinbarung zu schicken.
So, das ist bis jetzt passiert.

Was soll ich nun machen? Ich glaube zwar nicht, daß man mir etwas schickt, aber was wenn doch? Und was ist wenn da tatsächlich meine Unterschrift drauf ist? Da ich definitiv nichts unterschrieben habe, wäre das doch Urkundenfälschung, oder? Kann man sowas nachweisen?
Auch weiß ich nicht, was diese Zusatzvereinbarung besagt. Ich könnte mir gut vorstellen, daß die eine weitere Vertragsverlängerung beinhaltet. Da ich auf jedenfall nächste Woche fristgerecht kündigen will (3 Monatsfrist), wäre das ein weiteres Problem.
Auch ist es merkwürdig, daß der diesmal eingeforderte Betrag von den vorherigen um 54 Cent abweicht und daß über die Differenz der Vormonate kein Wort mehr verloren wird.

Ich hoffe ihr könnt mir einige Tips geben.
Danke
Bake

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1 Antwort
Sortierung:
#1
 Von 
Michael32
Status:
Schlichter
(7109 Beiträge, 1540x hilfreich)

Ich würde fristgerecht kündigen, wenn dein Studio mehr Geld will als ihm zusteht, dann muss es dies halt einklagen, sprich Mahnbescheid, wenn Du diesem widersprichst wird auch nix in der Schufa eingetragen, daß passiert erst, wenn der MB oder Vollstreckungsbescheid rechtskräftig wird.

Wenn Rechtsschutz vorhanden am besten gleich dem Anwalt übergeben.

Gruß

Michael

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