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über 20 Monate Abbuchung durch VODAFONE trotz bestätigterWiderruf beim Drittanbieter "SPARHANDY"

 Von 
negresso
Status:
Beginner
(69 Beiträge, 17x hilfreich)
über 20 Monate Abbuchung durch VODAFONE trotz bestätigterWiderruf beim Drittanbieter "SPARHANDY"

Sehr geehrte Damen und Herren,
wir haben heute vor einigen Tagen auf unserem Kontoauszug eine Abbuchung in Höhe von 39,98€ festgestellt, und daraufhin die Vodafone-Hotline „1212" angerufen um dieser Abbuchung auf den Grund zu gehen.

Bei der Vodafone-Hotline „1212" erfuhren ich, es handle sich ...
- um eine nicht genutzte Mobilnummer ist (keine Telefonate, kein Datenverbrauch etc.)
- um ein Mobilfunkvertrag auf meine Namen läuft und aktiviert ist


Aus meinen Unterlagen geht hervor, dass ...
- ich hatte am 31.Jan. 2017 beim Dritt-Anbieter „Sparhandy" fristgerecht per Email zum 31.01.17 widerrufen
- der Dritt-Anbieter „Sparhandy" hatte mir den Widerruf bestätigt (Emailbestätigung liegt vor)

Die Lastschrift für November 2018 habe ich zurückgeben zu lassen und schrieb VODAFONE per Einschreiben mit Rückschein, Sie sollen mir umgehend die zu Unrecht abgebuchten Beträge seit 01.02.2017 von insgesamt 839,58€ erstatten und umgehend dafür sorgen, dass dieser laufenden Mobilfunkvertrag gelöscht wird.

Daraufhin antwortet Vodafone mir Sie verstünden meine Verärgerung aber sie können nichts für mich tun weil Zitat:"....in Ihrem Fall über 20Monate gehen wir davon aus, dass in unserem Vertragsverhältnis aus Ihrer Sicht alles in Ordnung ist ...". Dies habe ich in einem zweiten Schreiben per Einschreiben mit Rückschein entschieden als sinnfrei und haltlos zurückgewiesen und erneut um Erstattung meiner gesamten zu Unrecht abgebuchten abgebuchten Beträge in Höhe von 39,98€ die sich bis Oktober 2018 auf die Summe von 839,58€ anhäuften.

Daher wünsche ich die umgehende Stornierung dieses noch aktiven und von mir niemals unterschriebenen und somit rechtsunwirksamen Kaufvertrages, wie auch die Rückerstattung der seit Feb. 2017 unrechtmäßigen monatlich abgebuchten Beträge in Höhe von 39,98€ die sich bis Oktober 2018 auf die Summe von 839,58€ anhäuften.


Frage 1: die Verjährungsfrist von drei Jahren ist nicht abgelaufen, ist doch richtig?

Frage 2: wie kann VF von meiner stillschweigender Zustimmung ausgehen, wenn doch dieser Vertrag widerrufen wurde und zu keiner Zeit genutzt worden ist? Somit kein gültiger Kaufvertrag vorliegt der diese Abbuchungen rechtfertigen würden, oder?

Frage 3: laut dem Drittanbieter SPARHANDY seit SPARHANDY nur eine Art Makler und Vodafone der eigentlich Vertragspartner, ist das so? Wo mach ich meine Forderung geltend, doch bei Vodafone oder nicht?

Frage 4: für den Fall SPARHANDY hat es verschlampt den Widerruf weiterzuleiten (erst gestern hat mir SPARHANDY-Hotline am Telefon vergewissert, Sie habe meinen bestätigten Widerruf zum 1. Februar 2017 an VF weitergeleitet), wer haftet für diese ungerechtfertigten Abbuchungen, Vodafone oder SPARHANDY? Ich will mich zwischen den beiden Unternehmen ewig hin und her schicken lassen.

Frage 5: wie ist in so einem Fall nun die weitere Vorgehensweise? verklagen?

Freundliche Grüße
J.

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Nicht genau ihre Frage? Wir haben weitere Antworten zum Thema
Vodafone Kaufvertrag Vertrag Forderung


22 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
fb367463-2
Status:
Senior-Partner
(6215 Beiträge, 2652x hilfreich)

Zitat (von negresso):
Frage 2: wie kann VF von meiner stillschweigender Zustimmung ausgehen, wenn doch dieser Vertrag widerrufen wurde und zu keiner Zeit genutzt worden ist?

Schlicht und ergreifend, indem bald 2 Jahre(!!) die monatlichen Grundkosten widerspruchslos bezahlt wurden! Mal ganz ehrlich, es kann einem vielleicht einen, zwei, drei Monate was durchgehen, in ganz besonderen Härtefällen (Krankenhausaufenthalt, schwere Erkrankung) auch mal ein halbes Jahr... Aber zwei Jahre?! Das geht Vodafone natürlich von einem stillschweigenden neuerlichen Vertragsschluss aus, oder dass Ihnen die Kündigung wohl nicht so wichtig war bzw doch nicht recht. Sie werden es sehr, schwer haben, dieses zu widerlegen.

Ich persönlich weiß nicht, ob ich mich hier in einen Rechtsstreit hineinbegeben würde. Höchstwahrscheinlich nicht, denn die Gefahr, zu unterliegen, ist sehr hoch!

Zitat (von negresso):
Frage 5: wie ist in so einem Fall nun die weitere Vorgehensweise? verklagen?

Den Vertrag ordentlich kündigen und dieses Mal dann darauf achten, dass nicht weiter abgebucht wird bzw in diesem Falle dann direkt widersprechen!

Zitat (von negresso):
Frage 1: die Verjährungsfrist von drei Jahren ist nicht abgelaufen, ist doch richtig?
Wieviel ist denn bei Ihnen Kündigungsdatum + 3 Jahre? Aber die Verjährungsfrist spielt hier meiner Meinung nach auch keine Rolle.

Signatur:Wenn mein Beitrag hilfreich ist, freue ich mich über einen Klick auf "hilfreich" unten. Danke :)
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#2
 Von 
fb367463-2
Status:
Senior-Partner
(6215 Beiträge, 2652x hilfreich)

Zitat (von negresso):
Frage 3: laut dem Drittanbieter SPARHANDY seit SPARHANDY nur eine Art Makler und Vodafone der eigentlich Vertragspartner, ist das so? Wo mach ich meine Forderung geltend, doch bei Vodafone oder nicht?
Wer steht denn oben auf dem Vertrag? Es muss doch aus dem Vertrag hervorgehen, mit wem sie diesen geschlossen haben....

Signatur:Wenn mein Beitrag hilfreich ist, freue ich mich über einen Klick auf "hilfreich" unten. Danke :)
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#3
 Von 
mepeisen
Status:
Unsterblich
(22637 Beiträge, 14912x hilfreich)

Schicke eine Mahnung mit 40€ Mahngebühr. Dazu bist du berechtigt, da Vodafone kein Verbraucher ist.
Dann gehst du zu einem Anwalt und lässt ihn direkt Klage einreichen. Das dürfte auch für den Anwalt schnell verdientes Geld sein.

Es ist furzegal, was Vodafone da denkt oder nicht denkt. Du hast widerrufen, du hast eine Bestätigung des Widerrufs. Solange du nicht irgendwann schriftlich der Weiterführung des Vertrages zugestimmt hast, schulden sie dir das zu Unrecht abgebuchte Geld. Punkt. Verjährt ist da ebenfalls nichts.

Übrigens hat das Vodafone mit ihrem autorisierten Makler zu klären und nicht mit dir, wenn es ein Problem gab, den Widerruf weiterzureichen. Auf die Diskussion würde ich mich nicht einlassen.

Zitat:
Sie werden es sehr, schwer haben, dieses zu widerlegen.

Man hat doch hier alles schriftlich!
Vodafone ist diejenige, die hier einen Beweis antreten muss. Eine konkluente Handlung liegt gerade nicht vor, wenn man den Vertrag auch nie genutzt hatte. Problematisch wäre es erst, wenn man immer fleißig telefoniert hätte u.ä..

-- Editiert von mepeisen am 22.12.2018 07:06

Signatur:Mitglied im AK Inkassowatch. Anfragen per PM. Meine Beiträge stellen keine Rechtsberatung dar. Siche
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#4
 Von 
vundaal76
Status:
Student
(2482 Beiträge, 1419x hilfreich)

Tip:
Lastschriften lassen sich 13 Monate züruckbuchen. 8 Wochen geht normal über Online-Banking.
Die Zeit davor beantragt man bei der Bank. Dabei würde ich die Kopie des Widerrufs und den Zugang beifügen.

Sparhandy hat natürlich kein Interesse, einen Widerruf weiterzuleiten, da dadurch die eigene Provision flöten geht.

Warum sind die Abbuchungen vorher Ihnen nicht aufgefallen?

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#5
 Von 
Mr.Cool
Status:
Schlichter
(7870 Beiträge, 3287x hilfreich)

Wenn es keine SIM-Karte und kein Handy gab, somit der Vertrag nie genutzt wurde (Kann Vodafone auch sehen), dann halte ich die Erfolgsaussichten für hoch einen Rechtsstreit zu gewinnen. Wegen dieser ewigen Probleme bei provisionsorientierten Händlern sollte man immer eine Kopie des Widerrufs an seinen Netzanbieter senden!

Signatur:Vernunft ist wichtiger als Paragraphen
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#6
 Von 
Droitteur
Status:
Lehrling
(1091 Beiträge, 317x hilfreich)

Schicke eine Mahnung mit 40€ Mahngebühr. Dazu bist du berechtigt, da Vodafone kein Verbraucher ist.
Dann gehst du zu einem Anwalt und lässt ihn direkt Klage einreichen. Das dürfte auch für den Anwalt schnell verdientes Geld sein.

Eine Chance besteht ja, dass Vodafone bereits auf die Mahnung reagiert. Wer will, kann das also probieren. Wer aber nicht daran glaubt, dass Vodafone bereits auf die Mahnung reagieren wird, und lieber Zeit sparen will, der kann auch gleich zum Anwalt; die 40 Euro werden dann nämlich sowieso mit dessen Kosten verrechnet.

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#7
 Von 
Mr.Cool
Status:
Schlichter
(7870 Beiträge, 3287x hilfreich)

Das Vodafone freiwillig Geld rausrückt glaube ich nicht. Es ist jetzt einfach eine Überlegung ob man 12 Monate über die Bank zurückbucht oder per Anwalt sofort auf die volle Rückzahlung setzt. Bei Rückbuchung wird ohnehin VF aktiv!
Nach 20 Rechnungsmonaten bist Du ohnehin kurz vor der 12-monatigen Verlängerung, wenn es nicht schon passiert ist. Daher auch an eine nachweisbare "hilfsweise Kündigung" denken in Ergänzung zur Vertragsabstreitung.

-- Editiert von Mr.Cool am 22.12.2018 14:26

Signatur:Vernunft ist wichtiger als Paragraphen
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#8
 Von 
Droitteur
Status:
Lehrling
(1091 Beiträge, 317x hilfreich)

Ich persönlich halte das genausowenig für wahrscheinlich.

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#9
 Von 
vundaal76
Status:
Student
(2482 Beiträge, 1419x hilfreich)

Wurden für den Vertrag überhaupt SIM-Karte, ggf. Handy an Sie zugestellt.
Falls nicht -> dann hat Vodafone keine Chance!

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#10
 Von 
Sir Berry
Status:
Senior-Partner
(6982 Beiträge, 2495x hilfreich)

Ich würde als erstes mal durch Blick in die eigenen Unterlagen klären, wer Vertragspartner ist.
Die Überlegung in Richtung zwei Vertragspartner ist hier nicht gänzlich außen vor.

Bei einem vergleichbaren Konstrukt mit allerdings anderem Anbieter kommt es nur zum Handykaufvertrag mit diesem Anbieter. Der Antrag auf Abschluss eines Mobilfunkvertrages wird lediglich vermittelt, also an den Mobilfunkanbieter weitergeleitet und kommt dann mit dem Mobilfunkanbieter zu Stande, wenn er ihn annimmt.

Berry

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#11
 Von 
mepeisen
Status:
Unsterblich
(22637 Beiträge, 14912x hilfreich)

Das Entscheidende ist ja immer, was man unterschreibt und abschließt. Selbst wenn es zwei getrennte Verträge gewesen wären, gibt es ja auch noch solche Optionen wie "verbundener Vertrag". Gerade dann, wenn man nur eine Unterschrift leistet.

Signatur:Mitglied im AK Inkassowatch. Anfragen per PM. Meine Beiträge stellen keine Rechtsberatung dar. Siche
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#12
 Von 
negresso
Status:
Beginner
(69 Beiträge, 17x hilfreich)

Danke allen Kommentierern/Beitragschreibern,


bzgl. Kommentar von " fb367463-2": danke für die sorgfältige Kommentierung,
Wie das 20Monaten nicht bemerkt werden konnte?

Na weil meine Frau getrennt von meinem hier erwähnten zufällig einen laufenden Vertrag mit VF und zufällig über einen ähnliche hohen monatlichen Betrag, Sodass es auf den Auszügen durch die unterschiedlich Valutas mal zum 15. d.M und mal zum Ende d. M. es immer den Anschein hatte es handle sich um den Vertrag meiner Frau wir haben ein gemeinsames Konto). Von daher weiss ich diesen Kommentar einzuordnen.

Mit freundlichen Grüßen





Zitat (von fb367463-2):
Zitat (von negresso):
Frage 2: wie kann VF von meiner stillschweigender Zustimmung ausgehen, wenn doch dieser Vertrag widerrufen wurde und zu keiner Zeit genutzt worden ist?


Schlicht und ergreifend, indem bald 2 Jahre(!!) die monatlichen Grundkosten widerspruchslos bezahlt wurden! Mal ganz ehrlich, es kann einem vielleicht einen, zwei, drei Monate was durchgehen, in ganz besonderen Härtefällen (Krankenhausaufenthalt, schwere Erkrankung) auch mal ein halbes Jahr... Aber zwei Jahre?! Das geht Vodafone natürlich von einem stillschweigenden neuerlichen Vertragsschluss aus, oder dass Ihnen die Kündigung wohl nicht so wichtig war bzw doch nicht recht. Sie werden es sehr, schwer haben, dieses zu widerlegen.

Ich persönlich weiß nicht, ob ich mich hier in einen Rechtsstreit hineinbegeben würde. Höchstwahrscheinlich nicht, denn die Gefahr, zu unterliegen, ist sehr hoch!

Zitat (von negresso):
Frage 5: wie ist in so einem Fall nun die weitere Vorgehensweise? verklagen?

Den Vertrag ordentlich kündigen und dieses Mal dann darauf achten, dass nicht weiter abgebucht wird bzw in diesem Falle dann direkt widersprechen!

Zitat (von negresso):
Frage 1: die Verjährungsfrist von drei Jahren ist nicht abgelaufen, ist doch richtig?
Wieviel ist denn bei Ihnen Kündigungsdatum + 3 Jahre? Aber die Verjährungsfrist spielt hier meiner Meinung nach auch keine Rolle.
Zitat (von fb367463-2):
Zitat (von negresso):
Frage 2: wie kann VF von meiner stillschweigender Zustimmung ausgehen, wenn doch dieser Vertrag widerrufen wurde und zu keiner Zeit genutzt worden ist?


Schlicht und ergreifend, indem bald 2 Jahre(!!) die monatlichen Grundkosten widerspruchslos bezahlt wurden! Mal ganz ehrlich, es kann einem vielleicht einen, zwei, drei Monate was durchgehen, in ganz besonderen Härtefällen (Krankenhausaufenthalt, schwere Erkrankung) auch mal ein halbes Jahr... Aber zwei Jahre?! Das geht Vodafone natürlich von einem stillschweigenden neuerlichen Vertragsschluss aus, oder dass Ihnen die Kündigung wohl nicht so wichtig war bzw doch nicht recht. Sie werden es sehr, schwer haben, dieses zu widerlegen.

Ich persönlich weiß nicht, ob ich mich hier in einen Rechtsstreit hineinbegeben würde. Höchstwahrscheinlich nicht, denn die Gefahr, zu unterliegen, ist sehr hoch!

Zitat (von negresso):
Frage 5: wie ist in so einem Fall nun die weitere Vorgehensweise? verklagen?

Den Vertrag ordentlich kündigen und dieses Mal dann darauf achten, dass nicht weiter abgebucht wird bzw in diesem Falle dann direkt widersprechen!

Zitat (von negresso):
Frage 1: die Verjährungsfrist von drei Jahren ist nicht abgelaufen, ist doch richtig?
Wieviel ist denn bei Ihnen Kündigungsdatum + 3 Jahre? Aber die Verjährungsfrist spielt hier meiner Meinung nach auch keine Rolle.


-- Editiert von negresso am 02.01.2019 23:45

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#13
 Von 
negresso
Status:
Beginner
(69 Beiträge, 17x hilfreich)

Zitat (von vundaal76):
Wurden für den Vertrag überhaupt SIM-Karte, ggf. Handy an Sie zugestellt.
Falls nicht -> dann hat Vodafone keine Chance!


Hi
nein ich habe zu diesem widerrufenen Vertrag weder eine SIM noch eine Handy (d.h. Lieferschwierigkeiten waren damals auch der Grund für meinen Widerruf gewesen) , der Drittanbieter hat mir erst neulich wieder bestätigt, VF gegenüber zum 1.2.2017 meinem Widerruf weitergeleitet zu haben, hab ich auch schriftlich bestätigt bekommen

Mit freundlichen Grüßen

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#14
 Von 
negresso
Status:
Beginner
(69 Beiträge, 17x hilfreich)

Hi
vielen Dank.

Die VF-Hotline hat mir ebenso schriftlich bestätigt dass es keinerlei Aktivität auf dem Mobilfunkvertrag zu ersehen ist wie aus Kulanz den laufenden Vertrag schon mal gekündigt, wollte mich mit dieser großzügig Geste abspeisen.

Mit freundlichen Grüßen



Zitat (von mepeisen):
Schicke eine Mahnung mit 40€ Mahngebühr. Dazu bist du berechtigt, da Vodafone kein Verbraucher ist.
Dann gehst du zu einem Anwalt und lässt ihn direkt Klage einreichen. Das dürfte auch für den Anwalt schnell verdientes Geld sein.

Es ist furzegal, was Vodafone da denkt oder nicht denkt. Du hast widerrufen, du hast eine Bestätigung des Widerrufs. Solange du nicht irgendwann schriftlich der Weiterführung des Vertrages zugestimmt hast, schulden sie dir das zu Unrecht abgebuchte Geld. Punkt. Verjährt ist da ebenfalls nichts.

Übrigens hat das Vodafone mit ihrem autorisierten Makler zu klären und nicht mit dir, wenn es ein Problem gab, den Widerruf weiterzureichen. Auf die Diskussion würde ich mich nicht einlassen.

Zitat:
Sie werden es sehr, schwer haben, dieses zu widerlegen.

Man hat doch hier alles schriftlich!
Vodafone ist diejenige, die hier einen Beweis antreten muss. Eine konkluente Handlung liegt gerade nicht vor, wenn man den Vertrag auch nie genutzt hatte. Problematisch wäre es erst, wenn man immer fleißig telefoniert hätte u.ä..

-- Editiert von mepeisen am 22.12.2018 07:06

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#15
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(69799 Beiträge, 32121x hilfreich)

Zitat (von negresso):
aber mal ganz ehrlich, mehr sich selbst hier
aufzuspielen lese ich da nicht heraus. Wie das 20Monaten nicht bemerkt
werden konnte?

Diese Interpretation ist bedauerlich, denn solche Fragen dürfte wohl auch ein Gericht stellen.



Zitat (von negresso):
Sodass es auf den Auszügen durch die unterschiedlich Valutas mal zum 15. d.M und mal zum Ende d. M. es immer den Anschein hatte es handle sich um den Vertrag meiner Frau

Das man die Ordnung seiner Finanzen nicht hin bekämme sobald da nur 14 Tage dazwischen liegen, da dürfte man vor Gericht keinen Blumentopf gewinnen. Da die Gerichte immer gerne auf den berühmten "durchschnittlich verständigen Verbraucher" abstellen, dürfte diese Erklärung als "lebensfern" eingestuft werden.



Ansonsten: alles was zurückzubuchen geht zurückbuchen, von Inkasso und Anwälten nicht beeindrucken lassen und wenn der Mahnbescheid kommt, kommentarlos widersprechen.
Wenn das dann tatsächlich vor Gericht gehen sollte, da dürfte 3/4 bis 1 Jahr vergehen. Bis dahin kann man dann noch ein wenig an der Begründung / Verteidigung feilen.


Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
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#16
 Von 
vundaal76
Status:
Student
(2482 Beiträge, 1419x hilfreich)

Wie soll denn Vodafone jemals etwas erfolgreich einklagen können, wenn es keine Gegenleistung gab (keine Sim, kein Handy)? Weiterhin liegt der Nachweis für den Zugang eines Widerrufs vor.

Noch einmal: die letzten 13 Monaten bei der eigenen Bank zurückbuchen lassen!

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#17
 Von 
Mr.Cool
Status:
Schlichter
(7870 Beiträge, 3287x hilfreich)

Bei >800€ ist nur die Überlegung ob man das nicht selbst über den Rechtsweg zu 100% zurückholt. Über 600€ ist schon mal gut vor dem AG.
Holt man nur 12-13 Monate zurück, gibt man den restlichen Betrag(Lehrgeld) quasi auf. Dann kann man eigentlich nur hoffen am eigenen AG beklagt zu werden um dann im Wege der Gegenklage den Restbetrag zu erhalten.

Wenn die Bank mitspielt wegen nicht existentem SEPA, ist das Geld zurückzubuchen jedenfalls der schnellere und einfachere Weg. Ansonsten muss eine Klage am Ort des Beklagten (schriftliches Verfahren) erfolgen.

Signatur:Vernunft ist wichtiger als Paragraphen
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#18
 Von 
vundaal76
Status:
Student
(2482 Beiträge, 1419x hilfreich)

In meinen Augen sollte es möglich sein, glaubhaft zu machen, dass man sich wg. dem Gemeinschaftskonto und dem anderen Vodafone Vertrag geirrt hat.

Was lebensfremd ist: Wieso sollte ein Endverbraucher stillschweigend die Zustimmung/Einwilligung zu einem Vertrag geben, wenn die eigentliche Leistung technisch nicht genutzt werden kann, weil der Anbietet niemals eine SIM-Karte zugesandt hat?

Ich würde den Tip vom Vorredner annehmen: die 13 Monate zurückbuchen lassen; Mahnbescheid widersprechen; auf die Klagebegründung warten und dann per Anwalt eine Widerklage auf die restlichen 11 Monate einreichen;

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#19
 Von 
fb367463-2
Status:
Senior-Partner
(6215 Beiträge, 2652x hilfreich)

Herr Negresso, vielen Dank für die Mühe, die Sie sich mit Ihrer PN gemacht haben. Das wäre doch nicht nötig gewesen.

Auch wenn Sie auf meinen Beitrag gerne hätten verzichten können, so sind das - wie Harry schon anmerkte - Fragen, denen Sie sich möglicherweise im Verfahren stellen müssen. Und dann müssen Sie Antworten parat haben. Es mag Sie erstaunen, aber ich würde vermuten, daß man schon voraussetzt, daß die Menschen alle 14 bis 21 Tage ihre Kontoauszüge kontrollieren und Unregelmäßigkeiten wie eine doppelte Zahlung für *einen* Handyvertrag (den Ihrer Frau, nach Ihrer Darstellung) bemerken und reklamieren. Das ist nicht geschehen - ganze zwei Jahre lang. Da ist mit

Dies ist kein Kuschelforum und wir haben uns nicht alle lieb - und kritische Fragen bereiten Sie durchaus auf das vor, was da möglicherweise noch kommen mag.

Aber sei's drum: ich wünsche Ihnen ja persönlich nichts Böses. Warum auch, ich kenne Sie ja nicht mal :) . Aber ich würde mich natürlich für Sie freuen, wenn die Geschichte ein gutes Ende finden würde.

In diesem Sinne, viele Grüße!

Signatur:Wenn mein Beitrag hilfreich ist, freue ich mich über einen Klick auf "hilfreich" unten. Danke :)
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#20
 Von 
negresso
Status:
Beginner
(69 Beiträge, 17x hilfreich)

Danke, nur nicht so pathetisch

Wenn sich so mancher Kommentar, auf das sachliche konzentrieren würde, wäre alles Ok. Diese Wichtigtuerei mit der manchmal, so auch ihr Kommentar, garniert werden sind überflüssig.

Ich hab lediglich um juristischen Rat in einem speziellen Fall gefragt.

Ich hab zwischenzeitlich genug an hilfreichen Infos erhalten, ihre Info war es leider nicht.


Allen anderen gilt mein besonderer und herzlicher Dank für eure/ihre Antworten

Mit freundlichen Grüßen



Zitat (von fb367463-2):
Herr Negresso, vielen Dank für die Mühe, die Sie sich mit Ihrer PN gemacht haben. Das wäre doch nicht nötig gewesen.

Auch wenn Sie auf meinen Beitrag gerne hätten verzichten können, so sind das - wie Harry schon anmerkte - Fragen, denen Sie sich möglicherweise im Verfahren stellen müssen. Und dann müssen Sie Antworten parat haben. Es mag Sie erstaunen, aber ich würde vermuten, daß man schon voraussetzt, daß die Menschen alle 14 bis 21 Tage ihre Kontoauszüge kontrollieren und Unregelmäßigkeiten wie eine doppelte Zahlung für *einen* Handyvertrag (den Ihrer Frau, nach Ihrer Darstellung) bemerken und reklamieren. Das ist nicht geschehen - ganze zwei Jahre lang. Da ist mit

Dies ist kein Kuschelforum und wir haben uns nicht alle lieb - und kritische Fragen bereiten Sie durchaus auf das vor, was da möglicherweise noch kommen mag.

Aber sei's drum: ich wünsche Ihnen ja persönlich nichts Böses. Warum auch, ich kenne Sie ja nicht mal :) . Aber ich würde mich natürlich für Sie freuen, wenn die Geschichte ein gutes Ende finden würde.

In diesem Sinne, viele Grüße!

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#21
 Von 
negresso
Status:
Beginner
(69 Beiträge, 17x hilfreich)

ich war beim Rechtsanwalt, er setzte ein Schreiben in Richtung Vodafone auf. Eine Woche später hatte ich alles wieder zurückbekommen

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#22
 Von 
fb367463-2
Status:
Senior-Partner
(6215 Beiträge, 2652x hilfreich)

Na, das ist doch perfekt! Besser geht's nicht.

Signatur:Wenn mein Beitrag hilfreich ist, freue ich mich über einen Klick auf "hilfreich" unten. Danke :)
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