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ware online gekauft mit bankeinzug * NICHT GELIEFERT!

19.6.2004 Thema abonnieren
 Von 
toyman
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 0x hilfreich)
ware online gekauft mit bankeinzug * NICHT GELIEFERT!

hallo, habe einen artikel online bei einer firma bestellt, für die bezahlung wurde bankeinzug gewählt! ich habe folgende fragen:

1) wenn am 01.06.2004 bestellt, ab welchem Zeitpunkt kann der Betrag vom meinem Konto abgebucht werden?

2) es ist immer noch keine Lieferung erfolgt, kann man dann den Bankeinzug rückgängig machen und wie?

3) wie lange (nach der bestellung) kann man den bankeinzug rückgängig machen und welche schritte sind erforderlich, wenn wie gesagt der artikel NICHT ausgeliefert wurde/wird?

gruss toyman
vielen dank


-- Editiert von toyman am 19.06.2004 22:40:21

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5 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Mareike123
Status:
Unparteiischer
(9585 Beiträge, 1691x hilfreich)

ad 1.
Jederzeit, sofern Vorkasse vereinbart war.

ad 2.
Eine Überweisung kann man in der Regel nicht zurückholen, solange kein Bankirrtum vorliegt.
Sie können aber noch Ihr Widerrufsrecht ausüben, dann muß der Händler das Geld zurückzahlen.

ad 3.
Widerruf erklären (am besten Einschreiben/Rückschein) und auf Rückzahlung des Kaufpreises bestellen.
Widerruf ist bis 14 Tage nach Erhalt der Ware möglich.

0x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
toyman
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 0x hilfreich)

danke für die antwort,

stimmt diese aussage:
"... innerhalb von sechs Wochen nach dem Bankeinzug können Sie die Überweisung kostenfrei wieder rückgäng machen lassen...".

nochmal zu ad 3.: wie formuliert man den Widerruf (wortlaut und form), damit man nichts falsch macht?

3a) Muß man den Widerruf bei der Bank abgeben? Ist eine Begründung oder ein Nachweis erforderlich.

3b) Muß man zuvor die Firma per Einwurfeinschreiben zur Lieferung (mit Frist) auffordern?

4) was, wenn der gelieferte Artikel nicht der bestellten Ware entspricht? z.B. regenschirm anstatt fußball und die firma behauptet, daß der bestellte artikel ausgeliefert wurde? kann man trotzdem den Widerruf machen und den Artikel dann zurückschicken? Haufig stellen sich dann die Firmen quer, wie sollte man diesen Fall angehen?

gruss
toyman

0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
Schnuffz
Status:
Schüler
(173 Beiträge, 20x hilfreich)

Man muss bei dem ganzen zwei Sachen unterscheiden :

Bankeinzug = Lastschrift, setzt Verkäufer in Gang
Überweisung = Überweisung, setzt hier Käufer in Gang.

Unterschiede für den Käufer :

Wenn die Überweisung getätigt ist, kann er den Betrag über seine Bank NICHT mehr zurückfordern lassen.

Im Gegensatz dazu kann er die Lastschrift zeitlich unbegrenzt (die "6-Wochen-Frist" wurde bezüglich des Bankkunden vom BGH verworfen...) jederzeit wegen Widerspruchs zurückgeben lassen.

In Ihrem Fall : Setzten Sie dem Verkäufer eine Frist mit Ablehnungsandrohung (2 Wochen würde ich sagen), wenn er bis dahin nicht geliefert hat, werden Sie aus dem Vertrag frei. Sollte er dann danach trotzdem abbuchen, genügt ein Anruf bei der Bank (sollte es sich um eine Lastschrift handeln).

Trotz allem, sollte er liefern, steht Ihnen nach §§312,355 BGB das Widerrufsrecht bei Fernabsatz zu, nur da müssten Sie sich dann das Geld vom Händler zurücküberweisen lassen.

Bezüglich falscher Lieferung : bei "dubios" erscheinenden Verkäufern sollte man zwar nicht kaufen, aber sollte man es doch gemacht haben, würde ich die Pakete nur mit Zeugen zusammen auspacken :)

Grüssle
S.



-- Editiert von Schnuffz am 20.06.2004 10:11:54

-- Editiert von Schnuffz am 20.06.2004 10:13:21

0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
toyman
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 0x hilfreich)


hallo, danke für die infos, tolles forum hier. ich hab noch fragen:

- haftet die firma, wenn sie den artikel unversichert versendet und die Sendung nie ankam? die Firmen schreiben immer sowas wie "wenn es einmal der post übergeben wurde, ist es nicht mehr unser Problem...". MUSS MAN FÜR SOLCHE FÄLLE VERSICHERTEN VERSAND FORDERN?

gruss und danke
toyman

0x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
Schnuffz
Status:
Schüler
(173 Beiträge, 20x hilfreich)

Für den Gefahrübergang bei Verbraucherkäufen regelt der § 474 II BGB , dass explizit der § 447 nicht zur Anwendung kommt. § 447 besagt :

"Versendet der Verkäufer auf Verlangen des Käufers die verkaufte Sache nach einem anderen Ort als dem Erfüllungsort, so geht die Gefahr auf den Käufer über, sobald der Verkäufer die Sache dem Spediteur, dem Frachtführer oder der sonst zur Ausführung der Versendung bestimmten Person oder Anstalt ausgeliefert hat."

Demnach gilt für den Gefahrübergang die Empfangnahme des Verbrauchers.

Grüssle
S.

0x Hilfreiche Antwort

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