Erste Hilfe in Rechtsfragen seit 2000.
553.109
Registrierte
Nutzer

Fortführung des Studiums nach Hochschulwechsel

29.7.2020 Thema abonnieren
 Von 
HappyDolphin
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)
Fortführung des Studiums nach Hochschulwechsel

Hallo,

häufig liest man im Internet, dass man nach einem Hochschulwechsel unvermindert in das nächsthöhere Fachsemester vorrückt, wenn der Studiengang genauso lautet wie vorher. Normalerweise müsste sich doch aber die Einstufung anhand der anerkannten ECTS / 30 ergeben? So hatte ich es eigentlich auch schon gehört. Was gilt also nun?

Wie würdet Ihr das sehen?

Verstoß melden



7 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(30585 Beiträge, 12270x hilfreich)

Natürlich rutscht man in das nächsthöhere Fachsemester. "Sitzenbleiben" wie in der Schule gibt es ja nicht. Ob man die Punkte erworben hat, die in der neuen Hochschule in dem Semester schon da sein sollten, das ist eine ganz andere Frage. Wir haben die Freiheit von Forschung und Lehre, jede Hochschule kann ein Studium so aufbauen, wie sie es für sinnvoll hält. Der Unterschied zu den Zeiten vor Bologna ist halt, dass man den unterschiedlichen Aufbau eben überprüfen kann, vorher feststellen kann, ob ein Wechsel gleichzeitig ein Zeitverlust bedeutet oder nicht.

wirdwerden

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#2
 Von 
HappyDolphin
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)

In folgendem Dokument liest es sich etwas anders oder was ist damit gemeint?

Leitfaden zur Anerkennung von Qualifikationen, Studien- und Prüfungsleistungen auf der Grundlage von Kompetenzen.

In der Regel erfolgt ab einer Anerkennung von ca. 20 – 25 ECTS - Punkten, im Zweifachbachelorstudiengängen sowie im Lehramt von ca. 12 – 15 ECST-Punkten pro Fach,
eine Einstufung in das nächsthöhere Fachsemester. Die für die Anerkennung zuständigen Stellen können die Einstufung in das nächsthöhere Fachsemester auch unterhalb der genannten ECTS-Punktegrenzen befürworten, wenn der Studienerfolg dadurch nicht gefährdet wird.

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#3
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(30585 Beiträge, 12270x hilfreich)

Nö, die Einstufung bedeutet letztlich nur, wo weiter zu machen ist. Welche Voraussetzungen einfach vom Wissensstand/Bildungsstand da sind.

wirdwerden

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#4
 Von 
Zuckerberg
Status:
Schüler
(408 Beiträge, 570x hilfreich)

Zitat:
Normalerweise müsste sich doch aber die Einstufung anhand der anerkannten ECTS / 30 ergeben?
So sehe ich es grundsätzlich auch und so ist es meines Erachtens dann auch in der Praxis. Nur mit der Einschränkung, dass nicht zwingend 30 Punkte pro Semester benötigt werden.

Das kann dann dazu führen, dass Sie an Uni A im Studiengang X im 5. Fachsemester sind, an Uni B auch in Studiengang X aber nur noch im 3. Fachsemester. Klingt seltsam. Ist es wohl auch. Aber dennoch kann es so passieren. Je nach Zusammenhang kann es auch durchaus Sinn ergeben.

Um Missverständnisse zu vermeiden, sollten Sie uns vielleicht mitteilen, in welchem Zusammenhang Sie sich für diese Frage interessieren. Wieso soll es also wichtig sein, in welchem Fachsemester es dann weitergeht?

Grundsätzlich muss der wechselwillige Student sich an den Prüfungsausschuss der neuen Hochschule wenden (oder ein Prüfungsamt oder ähnliches) und sich dort eine Bescheinigung ausstellen lassen, in welches Fachsemester er eingestuft werden würde. Dazu benötigt er eine Leistungsübersicht der alten Hochschule. Alternativ dazu könnte der Student sich vielleicht auch einfach damit abfinden, das Studium (formal) wieder im 1. Fachsemester zu beginnen.

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#5
 Von 
HappyDolphin
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von wirdwerden):
Nö, die Einstufung bedeutet letztlich nur, wo weiter zu machen ist. Welche Voraussetzungen einfach vom Wissensstand/Bildungsstand da sind.

wirdwerden

Zitat (von Zuckerberg):

Um Missverständnisse zu vermeiden, sollten Sie uns vielleicht mitteilen, in welchem Zusammenhang Sie sich für diese Frage interessieren. Wieso soll es also wichtig sein, in welchem Fachsemester es dann weitergeht?


Wo wäre dann hinsichtlich der Höchststudiendauer von 9 Semestern auf einer anderen Uni weiter zu machen, wenn der Student vorher bereits die Regelstudienzeit hinter sich gelassen hatte und sich dann exmatrikulierte?

Die Beiträge hören sich eher nun so an, als wenn andere Unis frei entscheiden können, in welches Fachsemester ein Hochschulwechsler nach einem Wechsel eingestuft wird. Gibt es da keine eindeutige Rechtslage?



-- Editiert von HappyDolphin am 30.07.2020 02:40

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#6
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(30585 Beiträge, 12270x hilfreich)

Doch, die jeweiligen Studien- und Prüfungsordnungen. Bitte nicht vergessen, dass Hochschulrecht darüber hinaus auch Landesrecht ist, und trotz Bologna dem Himmel sei Dank immer noch die Freiheit von Forschung und Lehre nicht völlig abgeschafft ist.

wirdwerden

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#7
 Von 
HappyDolphin
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von wirdwerden):
Doch, die jeweiligen Studien- und Prüfungsordnungen. Bitte nicht vergessen, dass Hochschulrecht darüber hinaus auch Landesrecht ist, und trotz Bologna dem Himmel sei Dank immer noch die Freiheit von Forschung und Lehre nicht völlig abgeschafft ist.

wirdwerden

In der Tat liest sich das bayerische Hochschulgesetz für mich so, dass dort nur die Freiheit von Forschung und Lehre festgelegt wird und darin nichts zur Semestereinstufung steht. Aus der Studien- und Prüfungsordnung ergibt sich wohl der Text aus meinem Beitrag #2. Etwas anderes habe ich dazu nicht mehr gefunden. Gilt das evtl. nur bei einem Fachrichtungswechsel ohne sich in den selben Studiengang wieder einzuschreiben?
Ist er also in das 4., 7., oder in das 9. Fachsemester einzustufen, wenn man sich höchstens 90 ECTS anerkennen lassen kann? Ich kann aus dem was Ihr geschrieben habt noch keine klare Position herauslesen. Es wirkt alles so, als wenn keine Uni herabstufen muss und die anrechenbaren ECTS nur die Mindestzahl an Semestern vorgeben. Nach oben gäbe es nur das Anschlusssemester als Höchstgrenze. Und was dazwischen liegt ist im Ermessen der Hochschulen?

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

Jetzt Anwalt dazuholen.

Für 60€ beurteilt einer unserer Partneranwälte diese Sache.

  • Antwort vom Anwalt
  • Innerhalb 24 Stunden
  • Nicht zufrieden? Geld zurück!
  • Top Bewertungen
Ja, jetzt Anwalt dazuholen

Und jetzt?

Für jeden die richtige Beratung, immer gleich gut.
Schon 195.486 Beratungen
Anwalt online fragen
Ab 25
Rechtssichere Antwort in durchschnittlich 2 Stunden
82.126 Bewertungen
  • Keine Terminabsprache
  • Antwort vom Anwalt
  • Rückfragen möglich
  • Serviceorientierter Support
Anwalt vor Ort
Persönlichen Anwalt kontaktieren. In der Nähe oder bundesweit.
  • Kompetenz und serviceoriente Anwaltsuche
  • mit Empfehlung
  • Direkt beauftragen oder unverbindlich anfragen
Alle Preise inkl. MwSt. Zzgl. 2€ Einstellgebühr pro Frage.