Erste Hilfe in Rechtsfragen seit 2000.
525.056
Registrierte
Nutzer

Schulrecht: Inklusion funktioniert nicht - nach welchem Fachanwalt muss ich suchen

17.3.2018 Thema abonnieren
 Von 
Iliane
Status:
Beginner
(81 Beiträge, 7x hilfreich)
Schulrecht: Inklusion funktioniert nicht - nach welchem Fachanwalt muss ich suchen

Hallo Zusammen,
Wie sucht man nach einem guten Anwalt am Besten
...das scheint aber nicht so einfach, weil Schulrecht kein Fachgebiet zu sein scheint.
Kann man irgendwo detaillierter suchen als auf den Anwalt-Suchseiten die einem bei Google gleich entgegen springen?
..also z.B. wenn man jemand finden möchte der sich richtig gut mit Inklusion auskennt.

Das Problem kurz umrissen:
Ein Kind mit einer schweren Hörbehinderung (AVWS) wechselt zum 4. Schuljahr von einer Sonderschule an eine Regelschule des gemeinsamen Lernens, weil die Förderschule wegen Umstrukturierung nicht mehr geeignet ist.
Die Grundschule wird schon im Vorgespräch über das AOSF Sprache und die AVWS (Hörbehinderung) aufgeklärt. Ebenso über die FM Anlage, die das Kind mitbringt und benötigt. Die FM Anlage besteht aus einem Hörgerät und einem Sender, den die Lehrperson per Bändchen umhängt.
Atteste werden vorgelegt. Ein Antrag auf einen Nachteilsausgleich wird gestellt.
Auf Wunsch der Schule wird eine I-Kraft beantragt und ab dem 2. Halbjahr eingestellt.
Es mehren sich immer mehr Vorfälle, in denen das Kind von seiner Klassenlehrerin aufgrund seiner Hörbehinderung gemobbt wird. Diese weigert sich auch durchgängig mit immer neuen Gründen den Sender der FM Anlage zu tragen, wodurch das Kind dem Unterricht nicht folgen kann.
Bei bisherigen Vornoten von 1 bis 2, fällt dadurch das Halbjahreszeugnis im 4er Bereich aus. Die Schulempfehlung liest sich wie für ein Lernbehindertes Kind und ist auf Hauptschule runter gestuft.
Das Schulamt, das Referat für Behinderung, die Inklusionsbeauftrage, das Gesundheitsamt werden eingeschaltet. .. d.h. alles, was offiziell zur Verfügung steht, wird ausgeschöpft. Ohne Erfolg.
Die Schule zweifelt alle Diagnosen an, alle müssen neu erstellt werden. Das Resultat von allen ist das gleiche, wie vorher: Kidn hat einen normalen IQ, ist kein Autist und hat AVWS.

Die Fragestellungen sind nun u.a.:
Wie kann man das Kind rechtlich vor der Lehrperson noch schützen?
Kann man der Schule die überflüssigen Kosten für die neuen Diagnosen auferlegen?
Gibt es Möglichkeiten gegen das Zeugnis und die Schulempfehlung vorzugehen? (außer der normalen Beschwerde)
Was braucht man, um gegen Diskriminierung/Mobbing durch die Lehrerin vorzugehen? Bzw. ist das ein Rechtsweg oder eine Strafanzeige.. (Dienstaufsichtsbeschwerde beim Schulamt ausgenommen)

...also um auf die Eingangsfragestellung zurück zu kommen,
ist das alles Verwaltungsrecht?
..oder weil die AVWS (zählt als Körperbehinderung) mit rein spielt ein anderes Rechtsgebiet?

Viele liebe Grüße







Verstoß melden



23 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
altona01
Status:
Weiser
(17201 Beiträge, 7575x hilfreich)

Begleitet die Inklusionskraft Ihr Kind in den Unterricht? Hat sie mitbekommen, wie die Lehrerin das Tragen des Senders verweigert hat?
Ist dokumentiert, wann genau die Lehrerin sich so verhalten hat?
Es ist einfach wichtig, Ross und Reiter zu nennen, zu sagen, sie will das Ding nicht tragen hat keinerlei Beweiskraft.Da müssen konkrete Angaben her. Was sagt denn die I-Kraft zu der Situation?

Signatur:Nur wer sich bewegt, hört seine Ketten rasseln.
0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#2
 Von 
Iliane
Status:
Beginner
(81 Beiträge, 7x hilfreich)

Hallo,
Es gibt Mails von der Schule, wo sie schreiben, das die Lehrerin aus hygienischen Gründen den Sender nicht umhängen möchte. ..und wir haben die Rechnung für die drei Ersatzbänder, die wir dann sofort bestellt haben .... und die jetzt OVP jeden Tag beim Sender dabei liegen. ...dann haben wir jetzt Einträge im Hausaufgabeneft, wo sie schreibt, das sie den Sender nicht umhängen kann, weil sie hustet. Es gab auch schon eine Unterrichthospitation (von Schulamt?), da hat sie den Sender genauso verweigert.
Das wären aber halt genau die Fragen, die wir gerne mit einem besonders pfiffigen Anwalt besprechen würden.
also wo kann man ansetzen und haben wir dafür genug Material gesammelt. Die Verweigerung FM-Anlage ist wahrscheinlich am greifbarsten, .. die ganzen subtilen Mobbing Situationen im Unterricht sind schwer nachzuweisen.
Da gerade alle Diagnosen neu erstellt werden mussten, kennt auch die Kinder-und Jugendpsychologin die deutliche Belastungssituation des Kindes.
Es gibt auch noch weitere Mails, die das Mobbing belegen. Z.b. eine in der gesagt wird, das das Kind nicht an einem Schulausflug teilnehmen kann, wenn nicht eine zweite erwachsene Person (zusätzlich zur I -Kraft) an dem Schulausflug teilnimmt. Die gesetzte Frist, das zu Organisieren, ist genau eine Stunde. Allerdings ist, da sich jemand von Kreis eingemischt hat, das Kind doch mitgefahren ... mit dem Resultat, das die I Kraft auf dem Hinweg im Bus erbrochen hat und das Kind ganz ohne zusätzliche Begleitung am Ausflug teilgenommen hat. ... auch ohne Probleme, weil er hat ja nur einen Hörschaden. Das war nur am Anfang das Problem, das er Anweisungen nicht verstanden hat und die anderen Kinder noch nicht so gut kannte. Da hat er auf einem Sportfest die Orientierung verlohren und hat sich im Schulgebäude verzweifelt vor seine Klasse gesetzt. Seitdem unterstellt die Schule (auch schriftlich) das das Kind weg läuft.
ein weitere Punkt ist auch, das die Schulleitung sich in die Theorie verrannt hat, das das Kind Autist ist. Gefällt ihr wohl besser, als die Fakten, das sie ihre Lehrerin nicht im Griff hat. Es gibt aber eine Autismus Ausschluß Diagnose. Es schadet dem Kind, das sie in allen Gutachten auf autistische Züge hinweist. Außer die Punkte, wo sich Hörgeschädigte Kinder und Autisten ähnlich sind, sieht auch sonst niemand in dem Kind einen Autisten.
..und es steht eine Klassenfahrt an, von der das Kind wahrscheinlich auch ausgeschlossen werden soll.

Die I Kraft hat sich bisher leider als wenig hifreich erwiesen. Sie hat wohl eine Stimmlage, die das Kind schlecht versteht. Dadurch hört er sie nicht und folgt ihren Anweisungen nicht, so wie sie das gerne hätte. Die I Kraft verweigert alle Gespräche mit den Eltern (evtl. eine Ansage der Schule oder der Lehrerin)... das Problem ist aber ja lösbar, weil die Eltern die I Kraft aussuchen und auch wechseln können.

...ich könnte jetzt noch seitenlang weiter schreiben.. ist halt recht komplex..

Viele Grüße





0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#3
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(28380 Beiträge, 11764x hilfreich)

Da haben wir das Problem, welches alle paar Jahrzehnte zumindest in meinem Land (Schulrecht ist ja Landesrecht) immer wieder auftaucht. Die angepeilte Inklusion scheitert immer wieder grandios. Nur, das Gedächtnis ist so kurz, dass das vorherige Scheitern immer wieder vergessen wird. In einer Förderschule stehen immer 2 ausgebildete Sonderschullehrer vor der Klasse, gleichzeitig. Zusätzlich stehen für verschiedene Behinderungen Spezialkräfte zur Verfügung, die Klassen sind überschaubar und angenehm klein. In den Regelschulen steht nur ein Lehrer vorne. Und der ist für alle zuständig. Die Klassen sind groß, und der Lehrer ist nicht speziell ausgebildet. Das ist die Ausgangssituation, die alles andere als befriedigend ist. Opfer sind die Kinder und man lügt sich selbst in die Tasche, wenn man glaubt, dass Inklusion für alle Fälle das Gelbe vom Ei sei.

Wir haben jetzt hier ein Riesenpaket von Problemen. Einen Schulwechsel, immer problematisch. Eine unvorbereitete Schule mit unvorbereitetem Personal. Große Klassen und zu wenig Personal. So, das ist die Ausgangssituation. Jetzt muss die Schule diese Situation irgendwie managen. Du merkst schon, die Vokabel "irgendwie," die ich zwar mit Bedacht gewählt habe, aber eben auch die die hilflose Situation der Schule aufzeigt. Auf der Klassenfahrt müssen z.B. die Betreuungspersonen die Sicherheit der Kids garantieren. Wenn sie das nicht können, dann können sie so ein Kind nicht mitnehmen. Es gibt da das Zauberwort "Grantenstellung," d.h. die Lehrer haften auch strafrechtlich, wenn sie es nicht schaffen, die Kids zu beaufsichtigen.

Ich weiss aus meinem Land, dass die Schulbegleiter/innen für so Kinder Mangelware sind. Für ein autistisches Kind mussten die Eltern fast 8 Monate suchen, ehe es passte. Und es ist völlig wurscht, ob es ein Hörschaden ist oder Autismus. Es muss die richtige Begleitperson gefunden werden, und der Rest in so einer Schule muss auch passen. Das tut es im Augenblick in der Regel aber nicht. Und bei Euch so ganz und gar nicht. Und, bitte nicht vergessen. So ein Schulwechsel ist immer ein gewaltiger Einschnitt. Ich z.B. bin in der Grundschulzeit mit den Eltern 3x umgezogen, also 3 Grundschulen. Ich hab immer bei allen Fächern mangelhaft bis ausreichend angefangen, und wenn ich dann auf einer guten Note stand, stand der Umszug an (seufz).

Zunächst würde ich dem Kind mehr Zeit geben zum eingewöhnen. Es hat alle Zeit der Welt. Ich würde schauen, dass der richtige Schulbetreuer gefunden wird (schwierig) und nicht gleich mit Vorwürfen kommen. Ich würde allerdings eruieren, über Anwalt oder selbst, ob es nicht möglich ist, eine 2. Lehrkraft dazu zu stellen, so wie es eben in den Schulen mit besonderem Förderbedarf möglich ist.

Mehr juristische Ansatzpunkte sehe ich leider nicht. Diese Schnapsidee der Inklusion um jeden Preis, um letztlich die Schließung bzw. Reduzierung der teuren Förderschulen zu forcieren......An die Opfer hat da keiner gedacht. Es klingt ja so toll, gelle?

wirdwerden

2x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#4
 Von 
Iliane
Status:
Beginner
(81 Beiträge, 7x hilfreich)

Ja, das System ist nicht optimal.
Auf der anderen Seite war das Kind 1 und 2 Schuljahr ohne AOSF als normales Kind an einer normalen Grundschule. Da sich dort alle sehr viel Mühe gegeben haben, hat sich das Kind dort sehr wohl gefühlt. Seine Hörprobleme waren da noch nicht bekannt, deswegen ist er sprachlich immer weiter zurück gefallen.
Dann hat er das 2 Schuljahr in einer 12 Kinder Klasse an der Sprachheilschule verbracht, was schulisch sehr gut lief. Aber niemand bedenkt, das die Förderschulen durch die weiten Anfahrtswege es den Kindern kaum erlauben Freundschaften zu knüpfen. Vor allem im Schulbus fand täglich Mobbing bis hin zu körperlichen Verletzungen durch andere Kinder statt. Im dritten Schuljahr wurden dann Klassen zusammen gelegt und es waren 18 Kinder in der Klasse ... viele mit erheblichen Verhaltensproblemen. Ein normaler Unterricht konnte nicht mehr statt finden. Selbst die Lehrer haben empfohlen ein Kind, mit einem so angepassten Verhalten und "nur" einem Hörproblem, besser auf die Regelschule als Inklusionskind zurück zu schulen. Es gab nie die Illusion, das es eine rundherum gute Lösung gibt.
Nur die Wahl des kleineren Übels.
Immerhin hat das Kind, obwohl die aktuelle Lehrerin alles getan hat, das zu verhindern, in der aktuellen Regelschul-Klasse Freunde gefunden.
Da viel von der persönlichen Bereitschaft der Lehrer abhängt, wurde mit der Schule auch vor der Umschulung Kontakt aufgenommen und die Behinderung erklärt. Leider aber nur mit der Schulleitung und nicht mit der Lehrerin. Die sagt gang offen, das sie nichts von Inklusion hält. Da sie nächstes Jahr in Pension geht, scheint ihr auch ziemlich egal zu sein, ob das Folgen hat.
Da das Kind schon psychische Probleme durch das Mobbing durch seine Lehrerin hat, ...und alle offiziellen Stellen (Gesundheitsamt, Schulamt, Referat für Behinderung, Inklusionsbeauftragte, Hörgeschädigtenschule, Therapeutin .. ) nichts erreicht haben, ist die Frage, was rechtlich für Züge möglich sind. Z.B. eine Befreiung von der Schulpflicht und Onlineschule für den Rest des 4. Schuljahres. Oder per Verfügung die Lehrerin dazu zwingen die FM Anlage zu nutzen. Oder zurück auf die Grundschule, wo das Kind die ersten zwei Jahre war. Oder Parrallelklasse. Oder krank schreiben und Hausunterricht beantragen. Beschwerde wegen dem Halbjahreszeugnis.
Und was darf man wo erzählen. Welche Details sind gut genug belegt, um sie weiter zu geben ohne wegen übler Nachrede am Ende selber da zu stehen. Weil es hat schon jemand, der politisch aktiv ist Interesse angemeldet. Da sich alle einig sind, das das ganze System verbesserungswürdig ist, macht es ja auch Sinn, etwas dazu beizutragen, das sich die Rahmenbedingungen verändern. Wobei das Umhängen eines Senders (hat die Größe von einem kleinen Handy) eigentlich kein Mehraufwand bedeutet. Auch ein Kind nach vorne zu setzen, damit es das Mundbild ablesen kann, ist kein besonderer Aufwand .. und den Mehraufwand, einige Sachen doppelt zu erklären bzw. langsamer übernimmt ja die I -Kraft .. ... anders sieht es aus, bei Kindern die Aufgrund ihrer Beeinträchtigung den Unterricht stören. Da stelle ich mir Inklusion schwer vor.
Und was die Ausflüge angeht, das Kind hat keinerlei Verhaltensprobleme. Ist auch schon mit anderen Schulen auf Klassenfahrt gewesen ... ohne Probleme. Es braucht nur ein bischen guten Willen und evtl. mus man wichtige Anweisungen mal aufschreiben, statt sie nur zu sagen. Das Kind hat gelernt zu schauen, was die anderen Kinder machen, wenn es etwas nicht verstanden hat.






0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#5
 Von 
Garfield73
Status:
Praktikant
(697 Beiträge, 237x hilfreich)

Zitat (von Iliane):
Das Schulamt, das Referat für Behinderung, die Inklusionsbeauftrage, das Gesundheitsamt werden eingeschaltet.

Was sagt denn der Klassenelternsprecher bzw. der Elternbeirat dazu?

Oder hast Du gleich die "großen Geschütze" aufgefahren?

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#6
 Von 
guest-12309.11.2018 09:43:45
Status:
Lehrling
(1616 Beiträge, 569x hilfreich)

Die Lehrerin wird niemand zwingen können, technische Hilfsmittel zu benutzen. Auch wenn es einfach wäre und das Problem lösen könnte. Wenn sie es nicht macht, sitzt sie es aus. Ob mit Dienstaufsichtsbeschwerde oder ohne.

Der Schulleitung würde ich genau einmal schriftlich geben, dass wenn weiterhin Zweifel egal welcher Art bestehen, sie einen Amtsarzt zu beauftragen hat. Durchschrift an das Schulamt. Ende der Diskussion.

Eine vernünftige Begleitperson muss her. Wenn die jetzige nicht taugt, austauschen.

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#7
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(28380 Beiträge, 11764x hilfreich)

@ Tasti: natürlich muss eine vernünftige Schulbegleitung her, nur die wachsen nicht auf Bäumen. Ich weiss es aus meinem Umfeld, dass da verzweifelt gesucht wurde über Monate. Und es lag nicht am Geld. Die Eltern waren bereit, zu dem Betrag, den das Jugendamt zahlte noch was erheblich zuzulegen. Es gibt diese Begleiter eben nur sehr eingeschränkt.

@ IIiane: nicht jedes pädagogische Konzept, was Euch nicht passt, ist gleich Mobbing. Fakt ist, dass die Masse der Schulen weder für Spezialfälle der Inklusion geeignet sind, schon aus räumlichen Gründen, noch personalmäßig entsprechend ausgestattet sind. Das fängt bei Hörgeschädigten ja häufig schon bei der falschen Fußbodenausstattung der Regelschulen an. Und solange die Ausstattung in Material und Fachkräften und kleinen Klassen u.s.w. nicht vorhanden sind, kann man eigentlich nur gegen die Inklusion sein, weil es den Kindern nur schadet. Es scheint ja in einer anderen Schule geklappt zu haben, wieso wurde dann umgeschult? Nochmals: m.E. führt jede Umschulung zunächst einmal zu einem Leistungsabfall. Das scheinst Du völlig wegzudrängen.

Nun zu den anderen Fragen: Nein, Zwischenzeugnis ist kein Verwaltungsakt, folglich kann man da nicht gegen vorgehen. Über die Schulpflicht entscheidet das Schulamt, man kann dort einen Antrag auf Befreiung stellen, ob der wegen der paar Monate durch kommt, keine Ahnung. Ob sich jetzt noch eine Umschulung (wieder Schulwechsel!) lohnt, ob die sinnvoll ist, auch darüber entscheidet das Schulamt, wenn in Eurem Land in den Schulgesetzen keine anderslautenede Regel da ist. Vielleicht auch mal da rein schauen. Das ist in jedem Land sehr speziell geregelt, und durchaus unterschiedlich.

Nur, die Frage ist doch, wieso alle um Euch herum irren, nur Ihr nicht? Das stimmt mich schon nachdenklich. Denn die Schule muss nur anbieten, was auch machbar ist. Und in dieser Schule scheint vieles nicht machbar zu sein, so traurig, wie das ist.

wirdwerden

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#8
 Von 
Iliane
Status:
Beginner
(81 Beiträge, 7x hilfreich)

Meine Frage war, wie finde ich den zu Schulrecht passenden Anwalt. Der Fall ist komplex und umfasst einen dicken Ordner.

Aber da wir schon dabei sind, weiß einer evtl. an welcher Stelle im Schulgesetz steht, das sich aus dem AOSF ein Nachteilsausgleichsanspruch ergibt (Land NRW)? .. möchte ich gerne zitieren.

Es sind viele auf der Seite des Kindes. Die anderen Eltern haben entscheidend dazu beigetragen, das es der Lehrerin nicht gelungen ist, die anderen Kinder von Freundschaften mit dem Kind abzuhalten. Da bereits von der Lehrerin ein anderes Kind aus der Klasse heraus gemobbt wurde (weil es ein Flüchtling war), waren die anderen Eltern nicht bereit, das ein zweites mal tatenlos mit anzusehen. Zwar wurde die Klassenliste einbehalten und keine Adressen genannt, es ist aber den Eltern gelungen über das Internet diese heraus zu finden und dadurch an einem Stammtisch teilzunehmen.
Die Lehrerin sagt offen, das sie weder etwas von Flüchtlingen noch von behinderten Kindern in ihrer Klasse hält.
Von den anderen Kindern, die sich für das Hörbehinderte Kind offen einsetzen, wurden die Gymnasialempfehlungen alle samt auf Realschulempfehlungen runter gesetzt.
Die Therapeutin, die einen systemischen Ansatz verfolgt, scheitert auch am Unwillen der Schule mit ihr zusammen zu arbeiten. Ebenso setzt sich das Amt für Behinderungen sehr für das Kind ein. Auch die zuständige Ärztin vom Gesundheitsamt hat bereits mit der Schule versucht zu reden, weil sie die Aussagen des Kindes bei ihr alarmierend fand. Genauso hat die Psychologin, bei der auf Wunsch der Schule nochmal Autismus ausgeschlossen werden musste, die Belastungssituation des Kindes bestätigt und als bedenklich eingestuft. Sie würde ihn auch krank schreiben.
Die Mitarbeiterin vom Schulamt hat auch schon Gespräche mit der Schule geführt, um u.a. die Nutzung der FM Anlage durch zu setzen.
...spätestens seitdem von der Schule schriftlich kam, das das Kind zwei erwachsene Begleitpersonen braucht, um an einem Schulausflug teilnehemn zu dürfen, glauben auch alle den Eltern, das es sich nicht um einen Fall von hysterischen Eltern handelt. Zumal immer noch eine Begründung aussteht, warum die Schule zwei erwachsenen Personen (I Kraft + weitere Person) für ein 11 jähriges Kind braucht. Am Telefon wurde den Eltern nur mitgeteilt, das er auf dem Ausflug davor auf dem Rückweg seine Jacke nicht anziehen wollte ( es hatte geregnet und die Jacke war nass). Das Kind hat kein Verhaltensproblem und ist eher ruhig. Wir reden also nicht über ein ADHS Kind oder einen Rüpel. Durch die monatelange ungerechte Behandlung ist das Kind nur gegenüber der Lehrerin völlig verunsichert und verliehrt in Stresssituationen eher mal die Fassung und weint.

Auf die Schule, wo das Kind zuerst war, durfte er nicht gehen, da diese Schule keinen Status des gemeinsamen Lernens hat.
Auf die Spachheilschule, wo er in der 3. Klasse war, konnte er nicht bleiben, weil die aufgelöst wurde und die Förderschwerpunkte zusammen gelegt wurden. Die Lehrer dort haben selbst empfohlen, das er nicht dort bleiben soll, weil sie durch die Zusammenlegung viele Kinder mit emotionalen Schwierigkeiten haben, die ihre volle Aufmerksamkeit benötigen und ein Kind mit "nur" einer Hörschädigung dabei untergehen würde.
Deswegen gab es auch keine Alternative.

..den Fall wollen wir schon genauer prüfen lassen, als durch ein paar Antworten im Forum. In der Schulempfehlung stehen z.B. diskrinierende Passagen in der Begründung. Die sich über den IQ Test auch als unwahr belegen lassen.


0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#9
 Von 
Garfield73
Status:
Praktikant
(697 Beiträge, 237x hilfreich)

Und ich wiederhole die Frage: Was sagt der Elternbeirat dazu?

Ich kenne es nur aus eigener Erfahrung (und Mitwirkung), dass normalerweise der Elternbeirat einen sehr großen Einfluss auf die Schulleitung und damit indirekt auch auf die jeweiligen Lehrer hat ...

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#10
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(28380 Beiträge, 11764x hilfreich)

Na da haben wir es doch. Inklusion als Sparpaket. Schrieb ich doch schon weiter oben. Das läuft halt nicht. Und, der Elternbeirat kann gar nichts ändern. Wenn das Land keine Mittel für den 2. Lehrer bereit stellt, um mal hier beim Thema zu bleiben, dann können weder Elternbeirat noch Schule irgendetwas tun.

Und ganz ehrlich, wieso soll ich jetzt das Schulgesetz in NRW studieren, nur weil Du es nicht willst? Lies selbst nach.

Ein verwaltungsrechtlich orientierter Anwalt ist der richtige. Nur ich weiss nicht, ob er hier die Zauberfee sein kann.

wirdwerden

1x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#11
 Von 
Garfield73
Status:
Praktikant
(697 Beiträge, 237x hilfreich)

Zitat (von wirdwerden):
der Elternbeirat kann gar nichts ändern

Einer der wenigen Momente, in dem ich Dir widersprechen möchte.
Zumindest der Elternbeirat, den ich kenne, hat große Einflussmöglichkeiten.
Eine Möglichkeit wäre ja, das Kind in eine Parallelklasse zu versetzen, in der die Lehrkraft eher geneigt ist die notwendigen technischen Mittel zu verwenden.

Zum Thema Inklusion gebe ich Dir aber uneingeschränkt Recht. Als Vater einer Tochter, in deren Klasse seit der 1. Klasse ein (tatsächlich) autistisches Kind mit unterrichtet wird, sah und sehe ich hier viele Probleme.
Und das obwohl eine sehr gute, ganztägig anwesende Begleitkraft, von Anfang an dabei war.

Die Lehrer werden hier mit den Problemen ziemlich allein gelassen. Nicht nur in Bezug auf Inklusion, sondern eben auch bei der Integration (weil die Sprache auch auf das "gemobbte" Flüchtlingskind gekommen ist). Da werden Kinder ohne jegliche Deutschkenntnisse in die Klasse gesteckt und der Lehrer soll "nebenbei" diesen noch die deutsche Sprache vermitteln.
Klappt in der Klasse meiner Tochter inzwischen ganz gut. Ich kenne aber auch Lehrer auf der Schule da wäre das von Anfang an zum Scheitern verurteilt.

Nicht jede Lehrkraft kann mit diesen Situationen umgehen. Und der TE möchte ich raten ein wenig kleinere Brötchen zu backen. MOBBING ist noch einmal eine ganz andere Hausnummer.

Nachtrag: Ob ein Anwalt hier weiterhelfen kann wage ich stark zu bezweifeln.

-- Editiert von Garfield73 am 20.03.2018 10:27

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#12
 Von 
Iliane
Status:
Beginner
(81 Beiträge, 7x hilfreich)

Da ist aber ein großer Unterschied, ob Lehrer nicht genug unterstützen können, weil Ihnen die Zeit fehlt, ... oder sie das Kind mit viel Aufwand diskriminieren.

...ein Anwalt arbeitet ja nicht umsonst. Klar kann man auch selber Texte verfassen und schreiben. Aber man hat ja noch einen eigenen Job, ...und da das Kind in der Schule gar keine Chance hat, dem Unterricht zu folgen, muß ja der Unterrichtsinhalt zu Hause Nachmittags auch noch komplett aufgearbeitet werden. Zum Glück ist das Kind sehr clever und lernt schnell.
Aber von dem Gesichtspunkt aus, ist ein Anwalt, der Geld dafür bekommt, auch besser als Elternvertreter, die ihre private Zeit investieren würden.
Offiziell wurden die noch nicht eingespannt, aber sie helfen im Hintergrund, indem sie z.B. Einladungen zu Veranstaltungen weiter leiten. Weil die werden zufällig nur ausgeteilt, wenn das Hörgeschädigte Kind gerade nicht da ist.

..vielleicht wäre Politik oder Presse auch hilfreich. Weil wir haben jetzt schon so oft gehört, das es üblich ist, das die Schulen Förderkinder wieder heraus mobben. Leider schaffen sie es auch oft, wenn die Eltern unsicherer sind oder sich nicht so gut auskennen.
Klar, die Überlastungssituation ist ersichtlich. Was aber in dem Fall völlig unverständlich ist, ist warum die Schule im Vorgespräch mit den Eltern VOR Anmeldung Bereitschaft das Kind zu nehmen signalisiert hat. Da die Probleme den Eltern bekannt waren, haben diese viel wert darauf gelegt, eine Schule zu finden, die das Kind freiwillig übernimmt und nicht rein vom Schulamt gezwungen. ...aber vielleicht dürfen Schulen mit dem Status des gemeinsamen Lernens gar nicht schlichtweg nein sagen. .. aber ist ja hier kein Politikforum. Also Verwaltungsanwalt ... Danke für die Antwort.

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#13
 Von 
Garfield73
Status:
Praktikant
(697 Beiträge, 237x hilfreich)

Ich wollte eigentlich nichts mehr schreiben, aber ich kann nicht anders:

Mach Dich bitte einmal schlau, was Mobbing wirklich bedeutet und wann man davon spricht.
Woher hast Du eigentlich Deine ganzen Informationen über das "Mobbing"?
Von Deinem Sohn und den anderen Viertklässlern?

Wie viele Gespräche gab es denn mit der Lehrkraft oder der Schulleitung bevor Du
- das Schulamt
- das Referat für Behinderung
- den Inklusionsbeauftragten
- das Gesundheitsamt
eingeschaltet hast?
Hast Du in diesen Gesprächen auch gleich Mobbing- und Diskriminierungsvorwürfe ins Spiel gebracht?

Jetzt auch noch Politik und Presse?
Glaubst Du ernsthaft so etwas erreichen zu können?

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#14
 Von 
fb367463-2
Status:
Senior-Partner
(6163 Beiträge, 2643x hilfreich)

Die Frage ist meiner Meinung nach, ob man das Kind jetzt da durchprügeln muss, auf Teufel komm raus.

Klar ist, daß in Klasse 1 und 2 noch viel viel mehr Rücksicht auf das Kind genommen werden konnte, da werden auch noch nicht so wahnsinnig schwierige Lerninhalte vermittelt. Jetzt geht es im letzten Halbjahr der Grundschule um die weiterführende Schule und auch da wird es schlimmer und schwieriger sein, das heißt die Schere zwischen den normalen Kindern und einem behinderten Kind wird immer größer und schwieriger abzudecken. Ich würde mir wirklich Gedanken machen, ob es nicht besser wäre, das Kind auf eine spezielle Schule für Hörbehinderte Kinder zu schicken statt das Kind permanent einer Belastungssituation auszusetzen.

Signatur:Wenn mein Beitrag hilfreich ist, freue ich mich über einen Klick auf "hilfreich" unten. Danke :)
0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#15
 Von 
Iliane
Status:
Beginner
(81 Beiträge, 7x hilfreich)

Hallo,

Zu dem ersten Beitrag: wir sind durchaus in der Lage ernsthafte, höfliche Gespräche mit Schulen zu führen. Auch Probleme zu lösen. Eskalation war in diesem Fall notwendig.

Das Kind hat einen ganz normalen IQ. In Mathe durfte er bereits vorher das 4. Schuljahr besuchen, weil er so gut darin ist. Englisch spricht das Kind wegen den großen Brüdern und einem Jahr mit Au-Pair fast fliesend. Zu Hause versteht er auch Lernstoff in sehr kurzer Zeit. ...aber z.B. bei Diktaten, die nur einmal vorgelesen werden, ohne das er seine Hörhilfe tragen darf, fehlen ihm am Ende ganze Satzteile, weil er die nicht gehört hat. Resultat Note 5 .. kein einziger R-Fehler. Nur ein Beispiel von vielen, wo schon gesunder Menschenverstand helfen würde. Soll er deswegen jeden Tag eine Stunde zur Hörgeschädigtenschule fahren ohne die Chance Freunde zu finden, die er Nachmittags auch mal treffen kann? .. solche Kommentare kann ich echt nicht verstehen. Teilhabe ist ein Menschenrecht.

Gut, Anwalt ist gefunden - Verwantungsrecht, viel Erfahrung im Schulrecht und mit Inklusion.


0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#16
 Von 
Iliane
Status:
Beginner
(81 Beiträge, 7x hilfreich)

..sooo
der Anwalt hat durchgesetzt, dass das Kind mit auf Klassenfahrt fahren durfte. Hat auch gut geklappt, da das Kind ja tatsächlich nur Hörgeschädigt und nicht Verhaltensgestört ist. Allerdings ist auf wundersame Weise der Sender der Höranlage 2 Tage nachdem die Schule das Anwaltschreiben hatte, verlohren gegangen. Schaden 1400€ den keine Versicherung zahlt. Zusammen mit den Anwaltskosten also eine vergoldete Klassenfahrt.
Immerhin eine tolle neue I Kraft hat die tägliche Diskrimnierung weitgehend verhindern können- ein warer Engel..
...und da fängt auch schon das nächste Problem an:

Die Eltern möchten diese tolle I Kraft auch auf der weiterführenden Schule für ihr Kind behalten.
Aber die neue Schule ist eine Ganztagsschule mit drei langen Tagen - die I Kraft kann aber nur Vormittags.
Die neue Schule besteht darauf, das eine neue I Kraft gesucht wird, die ganztags Zeit hat.
Auch eine Idee, das die drei Nachmittage von einem Stundenten über den Trägerverein abgedeckt werden, lehnen die ab.
Darf eine Schule eine I Kraft ablehnen?
Darf die Schule auf 'komplett Begleitung' bestehen? ..oder eine 2-Personen Lösung ablehnen?
Verfällt die Kostenzusage vom Amt irgendwann, wenn in einem bestimmten Zeitraum keine passende I Kraft gefunden wird?

Vielen Dank Vorweg,





0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#17
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(28380 Beiträge, 11764x hilfreich)

Das Einschalten eines Anwalts bedeutet ja nicht, dass er gleich nach außen hin tätig werden muss. Nur, die Gesetze sind dieselben wie vor 4 Monaten, da hat sich nichts geändert. Also nachlesen, dann weiss man, wie es läuft.

wirdwerden

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#18
 Von 
100Blau
Status:
Frischling
(1 Beiträge, 0x hilfreich)

Hallo Iliane,

wäre schön zu erfahren, was es Neues von der „Schullaufbahn" eures Kindes gibt. Unsere Tochter ist bereits 17, sehbehindert ( gilt als blind). Entgegen vielen Unkenrufen nun Ende 9.Klasse Realschule, einen echten SA vor Augen. Wir hätten viel zu erzählen ! LG

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#19
 Von 
Iliane
Status:
Beginner
(81 Beiträge, 7x hilfreich)

Hallo, ja glaube ich. Toll das Eure Tochter es geschafft hat. Wir haben noch einen großen mit selektiven Mutismus. Der geht nach den Ferien in die Oberstufe. Hat G8 locker geschafft - das hat ihm bis zur 6 Klasse niemand außer uns zugetraut.
Bei unserem Kleinen, um den es hier ging, mit seiner Hörschädigung haben wir eine tolle Anwältin hinzu genommen. Die hat durchgesetzt, das er mit auf die Klassenfahrt und auch danach mit auf Ausflüge durfte. Die Schule hat sich ab dem Zeitpunkt auch sehr "bemüht" so zu tun, als wäre das eine überflüssige Maßnahme von uns. Er durfte auf der Abschlußfeier sogar auch mitmachen. Wir hätten das viel früher machen sollen, statt alleine diesen Kräfte zehrenden Kampf gegen Windmühlen zu führen. Sie hat nur ein paar Briefe geschrieben. Das hat ausgereicht.
Zum Glück war es das 4. Schuljahr und jetzt ist unser Sohn auf einer tollen Gesamtschule. Niemand redet mehr davon er wäre Verhaltensauffällig. Alle tragen den Sender von seiner Höranlage und manche Lehrer darf er sogar daran erinnern, wenn sie es vergessen. Er wird von einem Sonderpädagogen der Hörgeschädigtenschule betreut und wir haben den Eindruck, die Schule nimmt die Ratschläge des Experten sehr ernst. Er ist auch bei allen Gesprächen dabei. Nur die Schulbegleiterin mussten wir leider wechseln. Die neue ist aber auch sehr nett.
Es hat etwa ein halbes Jahr gedauert, bis unser Sohn wieder Vertrauen in das System Schule gefasst hat. Am Anfang hat er fast ständig von seiner bösartigen Grundschullehrerin erzählt. Als dann das Halbjahreszeugnis mit guten Noten kam, kam bei ihm auch die Erleichterung, das er jetzt anerkannt wird.
Gegen die Grundschullehrerin und die Direktorin haben wir eine Dienstaufsichtsbeschwerde mit allem gesammeltem Schriftverkehr und Gesprächsprotokollen eingereicht. Dann ist es zumindest Aktenkundig, falls nochmal ein Kind an der Schule solche Probleme hat, glauben die Mitarbeiter aus dem Schulamt den Eltern dann vielleicht.
Mein Fazit ist, das Inkusion mit dem Willen der Schule steht und fällt. Die Gesamtschule hat auch unbesetze Lehrerstellen - aber statt zu jammern, tun die alles, was sie können. Manche Maßnahmen, wie ein geeigneter Sitzpaltz sind ja nun wirklich kein Aufwand. ...ein bisschen Menschlichkeit und es ist alles so viel leichter.

1x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#20
 Von 
eh1960
Status:
Student
(2069 Beiträge, 724x hilfreich)

Zitat (von Iliane):

Es mehren sich immer mehr Vorfälle, in denen das Kind von seiner Klassenlehrerin aufgrund seiner Hörbehinderung gemobbt wird. Diese weigert sich auch durchgängig mit immer neuen Gründen den Sender der FM Anlage zu tragen, wodurch das Kind dem Unterricht nicht folgen kann.

Die Lehrerin braucht eigentlich gar keinen Grund dafür, da sie nicht verpflichtet ist, mit einem umgehängten Sender im Unterricht herumzulaufen.
Zitat:
Die Fragestellungen sind nun u.a.:
Wie kann man das Kind rechtlich vor der Lehrperson noch schützen?

Schule wechseln - wobei man damit rechnen sollte, daß andere Lehrer sich genauso weigern werden.
Zitat:
Was braucht man, um gegen Diskriminierung/Mobbing durch die Lehrerin vorzugehen?

Ich sehe da weder Diskriminierung noch Mobbing.

Signatur:Eine "UG" gibt es nicht. Es gibt nur die "UG haftungsbeschränkt".
0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#21
 Von 
hiphappy
Status:
Bachelor
(3961 Beiträge, 2065x hilfreich)

Na, eh1960, mal wieder nur schnell eine Antwort hingerotzt, anstatt den Thread auch zu lesen und zeitlich einzuordnen?

Zitat (von eh1960):
Die Lehrerin braucht eigentlich gar keinen Grund dafür, da sie nicht verpflichtet ist, mit einem umgehängten Sender im Unterricht herumzulaufen.

Rechtsgrundlage? Wenn der Direktor sagt "wir machen das und verwenden den Sender", dürfte das vom Direktionsrechts des Arbeitgeber locker gedeckt sein.

Zitat (von eh1960):
Schule wechseln - wobei man damit rechnen sollte, daß andere Lehrer sich genauso weigern werden.

Ist längst passiert. Und die anderen Lehrer haben kein Problem mit der Inklusion.

Zitat (von eh1960):
Ich sehe da weder Diskriminierung noch Mobbing.

Dann bist du auf allen Augen blind.

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#22
 Von 
BigiBigiBigi
Status:
Bachelor
(3628 Beiträge, 1408x hilfreich)

Zitat (von hiphappy):
Dann bist du auf allen Augen blind.

Nur mal der Form halber, "Mobbing" kommt von "mob", d.h. das ist eine Gruppenaktion. Bei Lehrern könnte man ggfs. noch von "Bossing" sprechen.

Zitat:
Allerdings ist auf wundersame Weise der Sender der Höranlage 2 Tage nachdem die Schule das Anwaltschreiben hatte, verlohren gegangen. Schaden 1400€ den keine Versicherung zahlt.

Warum nicht? Wenn der Sender in der Schule aufbewahrt wurde, müßte die Schule haften (die Aufbewahrung erfolgte ja wohl nicht gegen deren Willen).

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#23
 Von 
eh1960
Status:
Student
(2069 Beiträge, 724x hilfreich)

Zitat (von hiphappy):
Na, eh1960, mal wieder nur schnell eine Antwort hingerotzt, anstatt den Thread auch zu lesen und zeitlich einzuordnen?

Zitat (von eh1960):
Die Lehrerin braucht eigentlich gar keinen Grund dafür, da sie nicht verpflichtet ist, mit einem umgehängten Sender im Unterricht herumzulaufen.

Rechtsgrundlage? Wenn der Direktor sagt "wir machen das und verwenden den Sender", dürfte das vom Direktionsrechts des Arbeitgeber locker gedeckt sein.


Ganz sicher nicht.

Signatur:Eine "UG" gibt es nicht. Es gibt nur die "UG haftungsbeschränkt".
0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

Jetzt Anwalt dazuholen.

Für 60€ beurteilt einer unserer Partneranwälte diese Sache.

Jannis Geike Nicolas Reiser Felix Hoffmeyer
  • Antwort vom Anwalt
  • Innerhalb 24 Stunden
  • Nicht zufrieden? Geld zurück!
  • Top Bewertungen
Ja, jetzt Anwalt dazuholen

Und jetzt?

Für jeden die richtige Beratung, immer gleich gut.
Schon 180.593 Beratungen
Anwalt online fragen
Ab 25
Rechtssichere Antwort in durchschnittlich 2 Stunden
76.544 Bewertungen
  • Keine Terminabsprache
  • Antwort vom Anwalt
  • Rückfragen möglich
  • Serviceorientierter Support
Anwalt vor Ort
Persönlichen Anwalt kontaktieren. In der Nähe oder bundesweit.
  • Kompetenz und serviceoriente Anwaltsuche
  • mit Empfehlung
  • Direkt beauftragen oder unverbindlich anfragen
Alle Preise inkl. MwSt. Zzgl. 2€ Einstellgebühr pro Frage.