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Abrechnung für Arbeiten eines Miteigentümers

6.4.2021 Thema abonnieren
 Von 
Nemorecht123
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)
Abrechnung für Arbeiten eines Miteigentümers

Hallo zusammen,
von 5 Miteigentümern hat sich einer bereit erklärt für einen minimalen Std-Lohn Außenarbeiten zu erledigen und bekommt dafür aus der Gemeinschaftskasse z.B 135 €, soll aber davon 27 € gem. Jahresabrechnung in die Kasse zurück fließen lassen, also 135 € : 5 Miteigentümer, oder anders ausgedrückt derjenige der die Arbeiten ausführt bekommt real keine 135 €, sondern 108 € (135 ./. 27 € ;) . Ist das gängige Praxis, wer kann darüber Auskunft geben?

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23 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Heike J
Status:
Student
(2133 Beiträge, 1337x hilfreich)

Er bekommt schon die 135 Euro. Aber als Miteigentümer hat er sich an diesen Kosten natürlich auch zu beteiligen.

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#2
 Von 
Nemorecht123
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)

Wie ist das denn zu erklären, immerhin wird der reale Arbeitslohn um 20 % verringert, mithin auch die Arbeitsleistung.

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#3
 Von 
Spezi-2
Status:
Master
(4892 Beiträge, 2115x hilfreich)

Na und ? Wieso muss der Miteigentümer die Vergütung für seine Arbeitsleistung nach irgend welchen Tarifen bemessen und kann sie nicht frei aushandeln ??
Und wieso führt dies zu einer Verringerung der Arbeitsleistung ?

Signatur:Meine Beiträge sind keine juristischen Ratschläge, sondern sollen dem Erfahrungsaustausch dienen.
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#4
 Von 
3113
Status:
Schüler
(469 Beiträge, 101x hilfreich)

Als Eigentümer hat er auch für die Eigenleistung zu zahlen. Irgendwie logisch.

Signatur:3113
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#5
 Von 
Nemorecht123
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)

Mal ganz im ernst, was soll daran logisch sein. Wenn jemand seine Arbeitsleistung für geringes Entgelt zur Verfügung stellt damit die Anlage in Ordnung gehalten wird, soll dafür auch noch noch zahlen. Das steht wo genau?

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#6
 Von 
Heike J
Status:
Student
(2133 Beiträge, 1337x hilfreich)

WEG Paragraph 16 Abs. 2

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#7
 Von 
Tuta
Status:
Schüler
(151 Beiträge, 31x hilfreich)

Zitat (von Nemorecht123):
Ist das gängige Praxis, wer kann darüber Auskunft geben?

Vorgang 1: Die WEG zahlt für die Arbeiten EUR 135 aus der Gemeinschaftskasse
Vorgang 2: Die 5 Miteigentümer der WEG zahlen Ihren Anteil an den Arbeiten je EUR 27 (Teil der Jahresabrechnung)
Nur daduch dass der Ausführende ein Miteigentümer ist, ändert sich daran gar nichts.
Er erhält EUR 135 für seine Arbeiten (as Ausführender) und zahlt EUR 27 als Miteigentümer.
Das beschriebene Vorgehen ist also völlig in Ordnung.

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#8
 Von 
Nachgehakt 1
Status:
Beginner
(74 Beiträge, 30x hilfreich)


Zitat (von Nemorecht123):
Hallo zusammen,
von 5 Miteigentümern hat sich einer bereit erklärt für einen minimalen Std-Lohn Außenarbeiten zu erledigen und bekommt dafür aus der Gemeinschaftskasse z.B 135 €, soll aber davon 27 € gem. Jahresabrechnung in die Kasse zurück fließen lassen, also 135 € : 5 Miteigentümer, oder anders ausgedrückt derjenige der die Arbeiten ausführt bekommt real keine 135 €, sondern 108 € (135 ./. 27 € ;) . Ist das gängige Praxis, wer kann darüber Auskunft geben?

Zitat (von Tuta):
Nur daduch dass der Ausführende ein Miteigentümer ist, ändert sich daran gar nichts.
Er erhält EUR 135 für seine Arbeiten (as Ausführender) und zahlt EUR 27 als Miteigentümer.
Das beschriebene Vorgehen ist also völlig in Ordnung.

Nach meiner Rechnung ein Denkfehler?
108 € sind falsch. Es müssten 129,60 € von den vier ET gezahlt werden u. der Eigenanteil des Arbeitenden beträgt nur 5,40 €. Die 21,60 € erbringt er in Arbeitsleistung die er für die vier ET anderen erledig.

Rechnet man 27 € in Arbeitsleistung um, die jeder Eigentümern erbringen müsste wäre 1/5 Arbeitsleistung anteilig 5,40 €.
Vier Eigentümer arbeiten nicht, müssten also ihre Arbeitsleistung in Geld erbringen: 27 € + 5,40 € Arbeitsanteil ergibt für jeden 32,40 €.
4 x 32,40 € = 129,60 €
Arbeitender Eigentümer müsste Zahlen 27 €- minus 4 x 5,40 € = 21,60 € Arbeitsanteil der vier Miteigentümer. Verbleibt sein Arbeitsanteil von 27 € - 21,60 € = 5,40 €. Sein Anteil den er nicht bezahlt bekommt. Entweder bekommt er 129,60 € oder 135 €, wobei er bei letzteren 5,40 € Eigenanteil Arbeitsleistung zurück zu zahlen hätte.
135 € - 5,40 € = 129,60 €
PS. Was ich noch sagen möchte, es ist lächerlich dass eine WEG so um Pfennigbeträge debattiert, sollen froh sein das einer die Drecksarbeit so günstig macht.!!!!!


-- Editiert von Nachgehakt 1 am 07.04.2021 10:42

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#9
 Von 
Heike J
Status:
Student
(2133 Beiträge, 1337x hilfreich)

Offenbar gibt es ja einen Beschluss, dass die entstandenen Kosten gleichmäßig an alle Eigentümer verteilt werden.

(Seltsame Rechnung...)

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#10
 Von 
Nachgehakt 1
Status:
Beginner
(74 Beiträge, 30x hilfreich)

Zitat (von Heike J):
Offenbar gibt es ja einen Beschluss, dass die entstandenen Kosten gleichmäßig an alle Eigentümer verteilt werden.

(Seltsame Rechnung...)


Hier zahlt jeder den gleichen Anteil. Keine seltsame Rechnung.

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#11
 Von 
Heinrich111
Status:
Frischling
(10 Beiträge, 5x hilfreich)

@ Nachgehackt 1

FAlls Du es noch immer nicht verstanden hast, die Abrechnung einer WEG erfolgt nach dem Zu- und Abflussprinzip.
D.h. wenn 135.- EUR vom Konto geflossen sind müssen diese auch in der Abrechnung auf die Eigentümer umgelegt werden.
Wie dies zu geschehen hat regelt das WEG im § 16 Abs. 2


Deine "Rechnung" .......... :banana:

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#12
 Von 
aspergius
Status:
Praktikant
(667 Beiträge, 176x hilfreich)

Nemorecht betrachte es doch einfach mal so:

Mal angenommen, eine Fremdfirma erledigt diese arbeiten für 135 Euro.
Wer bezahlt diese Firma letztlich? Richtig, die 5 Eigentümer.
Und wie viel muß jeder Eigentümer bei der Jahresrechnung bezahlen? Richtig 27,00 Euro.

Du sieht, jeder zahlt das gleiche und dabei ist es völlíg unerheblich wer die arbeiten übernimmt.

Diese Rechnung ist übrigens gängige Praxis.

Signatur:
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#13
 Von 
Nachgehakt 1
Status:
Beginner
(74 Beiträge, 30x hilfreich)

Zitat (von Heinrich111):
@ Nachgehackt 1

FAlls Du es noch immer nicht verstanden hast, die Abrechnung einer WEG erfolgt nach dem Zu- und Abflussprinzip.
D.h. wenn 135.- EUR vom Konto geflossen sind müssen diese auch in der Abrechnung auf die Eigentümer umgelegt werden.
Wie dies zu geschehen hat regelt das WEG im § 16 Abs. 2


Deine "Rechnung" ..........


Klar habe ich die Rechnung verstanden. Ob du sie verstanden hast, sei dahingestellt. Abfluss 135 €, Zufluss 135 €.
4 x 32,40 € + 1 x 5,40 € = 135 € Zufluss. Würde jeder der fünf 27 € bezahlen müssen, kämen die Faulen gut weg. Vier ET ohne Arbeitsleistung zahlen je 27 €, der mit Arbeitsleistung zahlt auch 27 €. Also wären es keine gleichen Anteile und eine solche Verteilung der Kosten falsch. Schöne verrückte WEG-Welt . ;)
Bei der nächsten Rechnung arbeitet kein ET sondern eine Fremdfirma.
Die müssten natürlich alle zu gleichen Teilen bezahlen.

-- Editiert von Nachgehakt 1 am 07.04.2021 12:49

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#14
 Von 
Tuta
Status:
Schüler
(151 Beiträge, 31x hilfreich)

Zitat (von Nachgehakt 1):
Nach meiner Rechnung ein Denkfehler?
108 € sind falsch. Es müssten 129,60 € von den vier ET gezahlt werden u. der Eigenanteil des Arbeitenden beträgt nur 5,40 €. Die 21,60 € erbringt er in Arbeitsleistung die er für die vier ET anderen erledig.

Das ist eine abwegige Interpretation.
Wenn EUR 135 vereinbart sind, werden diese ausgezahlt und von den WEG Miteigentümern anteilig mit der Jahresabrechnung gezahlt.
Wenn man erreichen will, dass der Ausführende Netto EUR 135 erhält, da er ja einen geringen Lohn berechnet, muss man EUR 168,75 vereinbaren dann erhält er 168,75, zahlt als Miteigentümer 33,75 und hat Netto die gewünschten EUR 135.

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#15
 Von 
Nachgehakt 1
Status:
Beginner
(74 Beiträge, 30x hilfreich)

Zitat (von Tuta):
Das ist eine abwegige Interpretation.
Wenn EUR 135 vereinbart sind, werden diese ausgezahlt und von den WEG Miteigentümern anteilig mit der Jahresabrechnung gezahlt.
Wenn man erreichen will, dass der Ausführende Netto EUR 135 erhält, da er ja einen geringen Lohn berechnet, muss man EUR 168,75 vereinbaren dann erhält er 168,75, zahlt als Miteigentümer 33,75 und hat Netto die gewünschten EUR 135.

Wer rechnen kann ist im Vorteil. :grins:
4 zahlen je 32,40 € er zahlt nur noch 5,40 € weil er er die Arbeitsstunden der anderen leistet. Zufluss 135 €. Wird ihm das Geld ausgezahlt sind es 135 € Abfluss.

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#16
 Von 
Heinrich111
Status:
Frischling
(10 Beiträge, 5x hilfreich)

Zitat:
Klar habe ich die Rechnung verstanden. Ob du sie verstanden hast, sei dahingestellt.

Abgesehen davon das deine Rechnung keinen Sinn macht, geht es nicht darum wie man über 114 Ecken und mit 4x etwas fallenlassen auf den Betrag von 135.- EUR, sondern wie die rechtliche Situation ist.


Zitat:
Schöne verrückte WEG-Welt

Verrückt ist sie für dich - weil du davon keine Ahnung hast.


Zitat:
Wer rechnen kann ist im Vorteil. :grins:

Echt?
Wieso werden dann nicht 135.- EUR durch 4 geteilt - was 33,75 EUR für die anderen Eigentümer ergäbe?
Oder durch 3, weil ein MIteigentümer zu alt ist, oder nicht mehr gut sieht, oder .......?


Zitat:
Wer rechnen kann ist im Vorteil. :grins:

Nein, wer Gesetze versteht ist im Vorteil

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#17
 Von 
Heike J
Status:
Student
(2133 Beiträge, 1337x hilfreich)

Die Differenz zu den anderen sind übrigens immer noch die 135.

Eigentümer ohne Leistung = -27 im Portemonaie.

Eigentümer mit Arbeitsleistung = -27 + 135 im Portemonaie.

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#18
 Von 
Tuta
Status:
Schüler
(151 Beiträge, 31x hilfreich)

Zitat (von Nachgehakt 1):
Wer rechnen kann ist im Vorteil. :grins:
4 zahlen je 32,40 € er zahlt nur noch 5,40 € weil er er die Arbeitsstunden der anderen leistet. Zufluss 135 €. Wird ihm das Geld ausgezahlt sind es 135 € Abfluss.

Das ist leider nicht rechtskonform!
Wenn man eine abweichende Kostentragung vereinbaren will, kann man das tun., muss dann aber einen entsprechenden Beschluss fassen.
Man kommt dann aber leicht in den Bereich der "Steuervermeidung" oder "Verschleierung von Einnahmen" bzw. "Sozialbetrug", wenn Bezahlungen für Arbeitsleistungen nicht offen gelegt werden.
Daher besser so abwickeln wie man es mit Dritten tun würde. Betrag auszahlen, jeder Miteigentümer zahlt seinen Anteil. Den Betrag kann man so kalkulieren, dass das gewünschte Ergebnis herauskommt. (siehe mein Beitrag oben)

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#19
 Von 
RMHV
Status:
Lehrling
(1118 Beiträge, 445x hilfreich)

Zitat (von Tuta):
Das ist leider nicht rechtskonform!
Wenn man eine abweichende Kostentragung vereinbaren will, kann man das tun., muss dann aber einen entsprechenden Beschluss fassen.

Es ist allerdings auch keinesfalls rechtskonform, wenn eine Vereinbarung beschlossen werden soll.

Anders formuliert: hier fehlt es offenbar schon an der Kenntnis der Basics.

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#20
 Von 
Tuta
Status:
Schüler
(151 Beiträge, 31x hilfreich)

Zitat (von RMHV):
Es ist allerdings auch keinesfalls rechtskonform, wenn eine Vereinbarung beschlossen werden soll

Damit wäre dem WEG genüge getan. Hinsichtlich anderer Bereiche wie Steuer- und Sozialrecht befindet man sich auf dünnem Eis.
Bei einer so kleinen WEG ist eine andere Lösung denkbar. Die WEG beschließt, dass alle Eigentümer gleichmäßig die Arbeiten übernehmen. Der "willige" Eigentümer führt die Arbeiten aus, die anderen Miteigentümer geben ihm jeweils (aber getrennt) eine Aufmerksamkeit für seine Hilfe. Das ist dann allerdings nicht auf Mieter umlegbar.

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#21
 Von 
Heike J
Status:
Student
(2133 Beiträge, 1337x hilfreich)

Verpflichtende Arbeitsleistung von allen kann nicht beschlossen werden.

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#22
 Von 
Tuta
Status:
Schüler
(151 Beiträge, 31x hilfreich)

Zitat (von Heike J):
Verpflichtende Arbeitsleistung von allen kann nicht beschlossen werden.

Das ist richtig, dann beschließt man einfach gar nichts und führt das ganze trotzdem so durch.

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#23
 Von 
Heinrich111
Status:
Frischling
(10 Beiträge, 5x hilfreich)

Zitat (von Tuta):
Das ist richtig, dann beschließt man einfach gar nichts und führt das ganze trotzdem so durch.

Und was hat das jetzt mit der gestellten Frage zu tun?

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