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Baumrecht

31.7.2020 Thema abonnieren
 Von 
Schwester111
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)
Baumrecht

1. Fall: 1960 erteilt Stadt Baugenehmigung. Eine 5 m breite Stadtfläche vor dem Haus darf kostenlos mitgenutzt werden bis zum Bau der Straße. Der Hauseigentuemer setzt in "seinem" Garten Tannen. Diese sind nun in den Himmel gewachsen und müssten geschnitten werden. Dazu braucht man einen Kran. Stadt antwortet nicht auf Schreiben.

2. Fall: Zwischen diesem Grundstück und dem Nachbargrundstück befindet sich eine 3 m breite städtische Fuhr, welche aber von keinem Bauern mehr genutzt wird. An der Grenze sind wilde Bäume in den Himmel gewachsen. Die meisten stehen auf Stadtgrund. Dann gibt es noch eine Tanne, die halb auf Stadtgrund steht.

3. Es gibt dann noch hohe Bäume, in denen eine Telefonleitung hängt. Ist Telekom zum Schneiden verpflichtet?

Welche Paragraphen koennte man der Stadt schreiben z.B. Verkehrssicherungspflicht, Haftung...damit sie das Schreiben nicht länger ignorieren kann?

Was der Telekom schreiben?








-- Editiert von Moderator am 31.07.2020 19:14

-- Thema wurde verschoben am 31.07.2020 19:14

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7 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(80035 Beiträge, 33787x hilfreich)

Zitat (von Schwester111):
Welche Paragraphen koennte man der Stadt schreiben z.B. Verkehrssicherungspflicht, Haftung...damit sie das Schreiben nicht länger ignorieren kann?

Gar keine.
Kranunternehmen kann man sich bei Google doch selber raussuchen?



Zitat (von Schwester111):
Ist Telekom zum Schneiden verpflichtet?

Kommt auf die vertraglichen Vereinbarungen an. Aber wenn, dann wird nur die Leitung freigeschnitten, mehr nicht.


Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
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#2
 Von 
Schwester111
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)

Wieso soll ich zahlen, wenn es doch gar nicht meine Bäume sind?

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#3
 Von 
Sir Berry
Status:
Richter
(8717 Beiträge, 2825x hilfreich)

Zitat (von Schwester111):
Wieso soll ich zahlen, wenn es doch gar nicht meine Bäume sind?

Du sollst nicht. Aber es klang durch, dass Du die fremden Bäume beschnitten haben möchtest.

Letztlich entscheidet doch der Eigentümer des Grundes was passiert.

Berry

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#4
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(80035 Beiträge, 33787x hilfreich)

Zitat (von Schwester111):
Wieso soll ich zahlen, wenn es doch gar nicht meine Bäume sind?

Warum sollten es nicht "Deine" Bäume sein?
Zitat (von Schwester111):
Eine 5 m breite Stadtfläche vor dem Haus darf kostenlos mitgenutzt werden bis zum Bau der Straße.

Auch wenn man eventuell nicht mehr Eigentümer ist, ist man als Nutzer des Grundstückes der Besitzer - damit dann auch derjenige der in der Regel verpflichtet wäre den Beschnitt durchzuführen.


Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
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#5
 Von 
Schwester111
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)

Muesste ein Nutzer nicht einen Pachtvertrag haben? Es gibt keinen.

Der Eigentuemer des Grundstuecks entscheidet also. Das ist doch die Stadt und die hat Verkehrssicherungspflicht. Die wilden Bäume stehen auf Stadtgrund und sind schon ganz an meiner Hauswand.

Kennt sich hier keiner mit Baumrecht aus und kann Rechtsgrundlagen nennen?

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#6
 Von 
Schwester111
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)

Liebe Buben vom 1. Semester, leider waren eure Antworten falsch. Habe ohne eure Hilfe das Problem geloest. Trotzdem Danke.

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#7
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(80035 Beiträge, 33787x hilfreich)

Zitat (von Schwester111):
Muesste ein Nutzer nicht einen Pachtvertrag haben?

Nein.



Zitat (von Sir Berry):
Letztlich entscheidet doch der Eigentümer des Grundes was passiert.

Falsch.



Zitat (von Schwester111):
Der Eigentuemer des Grundstuecks entscheidet also.

Nein.



Zitat (von Schwester111):
Kennt sich hier keiner mit Baumrecht aus

Nö - was daran liegt, das es kein "Baumrecht" gibt.



Zitat (von Schwester111):
Liebe Buben vom 1. Semester

Lesen hilft ...
Zitat:
Das 123recht.de Forum ist ein reines Laien-Forum und stellt keinerlei Rechtsberatung dar.




Zitat (von Schwester111):
leider waren eure Antworten falsch

Angesichts der dürren Sachverhaltsschilderung und unbeantworteter Rückfragen: Nö


Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
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