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Eigentümer stört gesamte WEG

 Von 
ibhv
Status:
Frischling
(45 Beiträge, 0x hilfreich)
Eigentümer stört gesamte WEG

Hallo,

wir haben aktuell den Fall, dass ein Eigentümer (insgesamt 20) die gesamte Gemeinschaft stört. Wir haben von Anfang an interne Hausverwalter (selbst immer Eigentümer), das war auch das Ziel alles Eigentümer. Der Eigentümer der nun völlig dagegen schiesst, ist einer der psychische Probleme hat, 10 Jahre lang sich in seinem Haus eingeschlossen hatte und nun langsam wieder da ist und nun Probleme macht. Er sagt, alles was wir bisher gemacht haben, sei anfechtbar, nicht rechtlich etc....
Nun war es so, dass es eine außerordentliche EV gab. Diese eskalierte, da der Hausverwalter aus den oben genannten Gründen fristlos gekündigt hat. Die Eigentümer verstehen ihn auch, hätten es nicht anders gemacht - jedoch versucht nun die WEG einen Weg zu finden, den einen Eigentümer "auszuschliessen" - gibt es hier denn Möglichkeiten?

Danke

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Eigentümer Hausverwalter


7 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Heike J
Status:
Student
(2037 Beiträge, 1255x hilfreich)

Ausschließen geht nicht. Aber ihr braucht euch nur schlicht an die rechtlichen Regeln halten. Das allermeiste wird mit Mehrheitsbeschluss entschieden. Wenn der eine Eigentümer meint, alles wäre anfechtbar, aber es letztlich nicht anfechtet, solltet ihr gelassen damit umgehen. Haltet euch selbst so weit wie möglich an die Vorgaben. Umso gelassener könnt ihr bzw. ein Verwalter damit umgehen. Das muss ein Verwalter und eine gute Nachbarschaft abkönnen, irgendjemanden gibt es da immer.

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#2
 Von 
Heike J
Status:
Student
(2037 Beiträge, 1255x hilfreich)

Und die anfechtbaren zurückliegenden Beschlüsse sind einen Monat nach Beschluss nicht mehr anfechtbar.

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#3
 Von 
ibhv
Status:
Frischling
(45 Beiträge, 0x hilfreich)

Es geht auch bspw. darum, dass die WEG einen „Buchhalter" aus der WEG sucht. Diesen auch gefunden hätte. Denn der Hausverwalter macht die Abrechnung nicht, das war so vereinbart. Der eine Eigentümer meinte, dass sei nicht rechtlich. Wir dürften das gar nicht. Es sei eine Sache des Hausverwalters, wenn er die Abrechnung nicht macht, dann könne er jemanden beauftragen, damit hat die WEG selbst nichts zu tun.
Wie bereits gesagt, h aber wir keinen Profi der das gewerblich macht.
Wäre sowas wirklich nicht erlaubt und anfechtbar?

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#4
 Von 
Heike J
Status:
Student
(2037 Beiträge, 1255x hilfreich)

Die Frage hast du hier schon vor einiger Zeit klären lassen. Bei einer selbst verwalteten WEG spricht nichts dagegen, Aufgaben zu verteilen. Und auch ein gewerblicher Verwalter macht nicht alles selbst.

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#5
 Von 
ibhv
Status:
Frischling
(45 Beiträge, 0x hilfreich)

Ja aber er sagt, dass es die Aufgabe des Hausverwalters wäre und nicht die der WEG. D.h. Der Hausverwalter kann das zwar weitergeben, aber bezahlen muss das der Hausverwalter.
Die WEG hätte nichts damit zu tun.

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#6
 Von 
Heike J
Status:
Student
(2037 Beiträge, 1255x hilfreich)

Ihr habt als WEG durchaus die Kompetenz, so etwas zu beschließen.

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#7
 Von 
Roland-S
Status:
Lehrling
(1264 Beiträge, 799x hilfreich)

Zitat (von ibhv):
jedoch versucht nun die WEG einen Weg zu finden, den einen Eigentümer "auszuschliessen" - gibt es hier denn Möglichkeiten?
Ja die gibt es. Es nennt sich Entziehung des Wohnungseigentums und ist in §18 des WEG geregelt. So ganz einfach geht das aber, aus gutem Grund, nicht.
Aber euer Verwalter hat ja eh hingeschmissen. Jetzt braucht ihr einen der professionell mit solchen Miteigentümern umgehen kann und die Verwaltung anfechtungssicher ausführt. So jemand macht dann in aller Regel auch die Buchhaltung und kann eine Berufszulassung für Hausverwalter vorlegen. Ein solcher Verwalter sollte dann auch in der Lage sein schwierige Miteigentümer im Rahmen des WEG in Schach zu halten, oder nötigenfalls aus der Gemeinschaft zu bekommen.

VG
Roland

Signatur:Das Problem bei Gerichtsbeschlüssen ist, dass regelmäßig nur eine Partei IHR Recht bekommt.
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