Haus gekauft, nun Wasserschaden hinter Paneele

12. November 2015 Thema abonnieren
 Von 
Nine80
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 1x hilfreich)
Haus gekauft, nun Wasserschaden hinter Paneele

Hallo!
Wir haben uns vor 11 Monaten ein Haus gekauft, welches wir uns vorher angesehen hatten. Aus vorherigen Erfahrungen, wussten wir in wonach wir sehen mussten. Wir fasten die Außenwände an, um auf Feuchtigkeit zu testen. Es roch auch nichts muffig. Der Verkäufer ist jenseits der 80 Jahre und versicherte uns, dass das Haus von einem ehemaligem Mieter (einem Malermeister) fachgerecht renoviert wurde. Da das Haus einen wirklich gepflegten Eindruck machte, glaubten wir dem Herren. Nach Kauf und Einzug, begannen wir das Haus von Dach bis Keller in unseren Wünschen zu renovieren. Alles war im besten Zustand. Zwar haben wir kleinere Mängel entdeckt, die wir leicht selbst beheben konnten (eine defekte Dichtung des Überlaufs in der Dusche im 1.OG, so wie eine defekte Dichtung im Abluftrohr der Toilette). Aber bei einem 30 Jahre altem Haus macht man sich bei so Kleinigkeiten keine Gedanken. Wir sind nicht davon ausgegangen, dass wir uns ein Haus in dem Alter in einem perfekten Zustand kaufen und noch ein bisschen was machen müssen. So weit so gut.

Nun sind wir mit der Renovierung im Keller angekommen. Dieser war sehr schön und hat uns zugesagt. Mein Sohn hat dort ein Zimer bezogen, welches wir gleich zu Begin renovierten und keine Mängel feststellten. Aber nun haben wir die anderen Zimmer in Angriff genommen. Mir gefiel die dunkle Paneele nicht und ich wollte sie gegen hellere austauschen. Da traf uns der Schlag. Die komplette Wand, von einer Hausseite zur anderen, ist ab einer Höhe von 1m bis zum Boden voll mit Salpeter. Eine Sanierungsfirma hatte die Wandfeuchtigkeit für uns gemessen und meinte nur "klitschnass, das muss alles abgetragen werde. Und wir müssen rausfinden, wo das Wasser her kommt"

Hierbei wird es sich vermutlich um die Regenrinnen handeln, die zu beiden Seiten an jener Wand befestigt sind. Der Vorbesitzer hat uns nun erzählt, dass er selbst die Regenrinnen nicht an das Kanalsystem angeschlssen habe. Er habe stattdessen Regentonnen eingegraben, wo sich das Wasser sammle. In diese Tonnen habe er Löcher gemacht, damit die Tonnen nicht überlaufen können. Uns traf der Schlag. Der Verkäufer zeigt sich hier absolut uneinsichtig jeglicher Argumentation gegenüber.

Da die betroffene Wand verkleidet war und es auch nicht muffig roch, wollen wir nun den Verkäufer wegen "versteckter Mängel" verklagen.

Hat da jemand Erfahrung und kann mich diesbezüglich beraten, ob das noch Sinn macht, oder ob wir auf dem Schaden sitzen bleiben?
Ich würde mich über jeden Rat/Hilfe freuen

Nine80




3 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
-Laie-
Status:
Legende
(18137 Beiträge, 6066x hilfreich)

Zitat:
Da die betroffene Wand verkleidet war und es auch nicht muffig roch, wollen wir nun den Verkäufer wegen "versteckter Mängel" verklagen.

Dem VK waren die nassen Wände also wohl nicht bekannt ==> vergesst es
Solange ihr dem VK keine Arglist nachweisen könnt ist alles weitere nur rausgeworfenes Geld und verschwendete Zeit.

1x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
Nine80
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 1x hilfreich)

Ja, aber er hat den Schaden selbst verursacht. Weil er die Regenrinnen in eingegrabene Tonnen gesteckt hat, in denen er Löcher gebohrt hat, läuft das Regenwasser an die Hauswand.
Kann man sich nicht darauf berufen?

1x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
-Laie-
Status:
Legende
(18137 Beiträge, 6066x hilfreich)

Nö, wieso denn? Sickergruben sind durchaus nicht unüblich. Die Grube war evtl.falsch ausgeführt, o.k., aber selbst wenn würde das nicht automatisch dazu führen, dass man Schadenersatzansprüche geltend machen kann.
Lest euch mal euren Notarvertrag durch. Wenn ihr dem Verkäufer keine Arglist nachweisen könnt, dann vergesst es einfach.

0x Hilfreiche Antwort

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