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Heizöl kaufen ohne Verwalter

1. Oktober 2022 Thema abonnieren
 Von 
lillith17
Status:
Beginner
(53 Beiträge, 2x hilfreich)
Heizöl kaufen ohne Verwalter

Hallo an Alle,
die Heizsaison fängt gerade an und wir haben nicht mehr viel Heizöl im Tank. Reicht noch so 4 bis 6 Wochen. Ich habe mittlerweile als gesichert herausgefunden, dass nur der Verwalter Öl bestellen darf. Wir haben aber keinen, man kann sich auf keinen einigen. Notverwalter gibt es ja nach WEG neu nicht mehr.
Zwei von 10 Wohnungen sind vermietet. An der Heizanlage sind nur 9 Eigentümer angeschlossen, ein Eigentümer hat seine eigene Heizung/Warmwasserversorgung (Strom).
Sollte nun unser Beirat eine Versammlung einberufen (Vorlauf ca. 4 Wochen, falls man keine Dringlichkeit sieht), so wäre ja ein Beschluss für die Ölbeschaffung (Mehrheit oder allstimmig?) nötig. Auch ein Beschluss dahingehend wie die Rechnung bezahlt werden kann? Denn wegen der Verwalterlosigkeit hat die Bank unser Konto gesperrt. Niemand hat Vollmacht. Und nicht jeder hat nebenbei soviel Geld übrig, dass er in Vorkasse geht.
Ich habe gegoogelt und absolut nichts dazu gefunden. Weder WEG alt noch neu.
Vielleicht weiß einer von Euch wie sich das verhält.

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38 Antworten
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#1
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(105987 Beiträge, 37846x hilfreich)

Zitat (von lillith17):
Ich habe mittlerweile als gesichert herausgefunden, dass nur der Verwalter Öl bestellen darf.

Keine Ahnung was man da recherchiert hat, aber das ist schlicht Unfug.



Zitat (von lillith17):
Wir haben aber keinen, man kann sich auf keinen einigen.

Dann wird man überlegen müssen, ob man die WEG nicht verklagt, Beschlussersetzungsklage wäre da wohl angebracht.

Man sollte sich da eines Fachanwaltes bedienen, um die WEG mal "auf Kurs" zu bringen



Zitat (von lillith17):
Denn wegen der Verwalterlosigkeit hat die Bank unser Konto gesperrt.

Dann wird die WEG dagegen klagen müssen, denn Verwalterlosigkeit ist kein Grund für eine Sperre. Es sei denn es wurde vertraglichen so vereinbart. Aber selbst dann müsste die Bank der WEG das Geld herausgeben.


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Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

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#2
 Von 
lillith17
Status:
Beginner
(53 Beiträge, 2x hilfreich)

Abbuchungen als Lastschrift und die Buchungen der monatlichen Hausgeldzahlungen werden ausgeführt. Überweisungen sind ohne Vollmacht nicht möglich.

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#3
 Von 
Roland-S
Status:
Student
(2452 Beiträge, 1173x hilfreich)

Zitat (von lillith17):
dass nur der Verwalter Öl bestellen darf. Wir haben aber keinen,
Klingt schwierig - ist es auch. Obwohl, eine WEG ohne bestellten Verwalter verwaltet sich per Gesetz selbst. Klingt einfach - ist es aber IMO nicht, denn die sich selbst verwaltende WEG kann man sogar bei Am.... nicht kaufen oder beim Bäcker backen lassen.


Zitat (von lillith17):
Sollte nun unser Beirat eine Versammlung einberufen
Na wenigstens den scheint es zu geben. Warum kümmert sich "der Beirat" nicht darum den verwalterlosen Zustand zu beenden - oder die Selbstverwaltung zu organisieren? Oder führt ein Gespräch mit der Bank um die Zahlungsfähigkeit der WEG herzustellen?


Zum Glück ist der Vorsitzende des Beirats IMHO schon mal legitimiert eine ETV einzuberufen. Auf dieser kann (auch IMHO) mit einfacher Mehrheit der Anwesenden ein "Kümmerer" gewählt oder ein Verwalter bestellt werden (hierzu braucht man aber drei Angebote, zumindest wenn ein Paragraphenfuchser dagegen schießen würde).


Zitat (von Harry van Sell):
Man sollte sich da eines Fachanwaltes bedienen, um die WEG mal "auf Kurs" zu bringen
Auf jeden Fall muss man den "Mitgefangenen" mal klar machen was eine WEG ist und wie die Folgen einer Handlungsunfähigkeit aussehen können. Wenn das Öl ausgeht kann man es auch fühlen - und wenn das bei starkem und anhaltenden Frost geschieht kann es richtig teuer werden.

VG
Roland

Signatur:

Das Problem bei Gerichtsbeschlüssen ist, dass regelmäßig nur eine Partei IHR Recht bekommt.

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#4
 Von 
lillith17
Status:
Beginner
(53 Beiträge, 2x hilfreich)

Die Bank verlangt eine schriftliche Zustimmung von jedem einzelnen Eigentümer bezüglich einer Vollmacht. Verständlich, lässt sich aber bei uns nicht umsetzen, weil wir total zerstritten sind. Eine Selbstverwaltung wäre Mord und Totschlag.
Nach Aufforderung von 1/4 der Miteigentümer hat unser Beirat eine Versammlung einberufen und sich ermächtigen lassen, Angebote von Hausverwaltungen einzuholen. Nachdem der Beirat 3 Angebote hatte, hat er fristgerecht zur Versammlung geladen. Die Angebote haben der Mehrheit nicht gepasst und wurden abgelehnt. Es kam zu tumultartigen Szenen, der Beirat wurde niedergebrüllt bis er die Versammlung abgebrochen hat.
Eine Beschlussersatzklage ist nicht so einfach. Das Gericht nimmt eine derartige Klage nur in den seltensten Fällen an. Die gängigste Antwort ist: es wurden noch nicht alle Möglichkeiten zur Einigung ausgeschöpft, einigt euch auf einen Verwalter.
Unser Beirat hat von einem Fachanwalt die Auskunft bekommen, dass es nur dem Verwalter erlaubt ist Heizöl für die Gemeinschaft zu bestellen. Das stimmt und ich hätte es selbst nicht geglaubt. Wir (die Vernünftigen in dieser WEG) suchen nun nach einer einfachen, preiswerten Lösung für das Problem. Aber es gibt anscheinend nur frieren oder Gericht mit einstweiliger Verfügung.

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#5
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(44156 Beiträge, 15745x hilfreich)

Zitat (von lillith17):
Wir (die Vernünftigen in dieser WEG)


Und die Vernünftigen sind in der Minderheit?

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#6
 Von 
lillith17
Status:
Beginner
(53 Beiträge, 2x hilfreich)

Und die Vernünftigen sind in der Minderheit?

Ja, absolut

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#7
 Von 
Roland-S
Status:
Student
(2452 Beiträge, 1173x hilfreich)

Zitat (von lillith17):
Die Bank verlangt eine schriftliche Zustimmung von jedem einzelnen Eigentümer bezüglich einer Vollmacht.
Ob die Bank dass muss/darf, kann ich nicht beurteilen. Was sagt der Anwalt dazu?


Zitat (von lillith17):
Nach Aufforderung von 1/4 der Miteigentümer hat unser Beirat eine Versammlung einberufen und sich ermächtigen lassen, Angebote von Hausverwaltungen einzuholen.
IMO hätte der Beirat, wie auch jeder andere Miteigentümer auch ohne Beschluss Angebote einholen dürfen. Oder sind dadurch der WEG Kosten entstanden?


Zitat (von lillith17):
Die Angebote haben der Mehrheit nicht gepasst und wurden abgelehnt.
Es fand sich also für keinen der möglichen Bewerber eine Mehrheit. Hätten den die "vernünftigen" WEGler einen oder sogar mehrere der Verwalter bestellen wollen? Bestand die ablehnende Mehrheit immer aus der anderen Gruppe?


Zitat (von lillith17):
Wir (die Vernünftigen in dieser WEG) suchen nun nach einer einfachen, preiswerten Lösung für das Problem.
Schwer vorstellbar, dass die andere Gruppe nicht ebenfalls an der Lösung des Ölproblems interessiert ist. So geschlossen deppert können doch 6 von 10 Miteigentümern eigentlich auch nicht sein.


Zitat (von lillith17):
Aber es gibt anscheinend nur frieren oder Gericht mit einstweiliger Verfügung.
Nur frieren wäre nicht das Schlimmste. Bei Gebäudeschäden durch auffrierende Leitungen wird es richtig "nachhaltig" böse.

Das mit der eV muss IMO der Anwalt machen - oder ihr kriegt noch rechtzeitig eine Mediation hin...?

VG
Roland

Signatur:

Das Problem bei Gerichtsbeschlüssen ist, dass regelmäßig nur eine Partei IHR Recht bekommt.

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#8
 Von 
lillith17
Status:
Beginner
(53 Beiträge, 2x hilfreich)

Die Bank muss sich so verhalten. Andernfalls macht sie sich strafbar.
Nach dem WEMoG hat sich der Beirat korrekt verhalten. Es darf nicht mehr jeder einfach Angebote einholen. Er muss von der Gemeinschaft per Beschluss bestimmt werden.
Es gibt in unserer Gegend nur wenige Hausverwaltungen. Entweder nehmen sie keine neuen Objekte an oder sie haben an uns kein Interesse wegen den Streitereien. Also sind die Verwaltungen etwas weiter entfernt, aber wir leben im digitalen Zeitalter und jeder im Haus hat einen Computer. Auch Telefon. Am Geld liegt es nur zum Teil. Wir hätten schon einen Verwalter gewählt aber....
2 Eigentümer, welche nicht im Haus wohnen, interessieren sich für nichts.
Bis jetzt nimmt man die Öl-Problematik entweder einfach nicht zur Kenntnis oder man verlässt sich darauf, dass "wir" schon eine Lösung finden werden.

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#9
 Von 
lillith17
Status:
Beginner
(53 Beiträge, 2x hilfreich)

Die Bank muss sich so verhalten. Andernfalls macht sie sich strafbar.
Nach dem WEMoG hat sich der Beirat korrekt verhalten. Es darf nicht mehr jeder einfach Angebote einholen. Er muss von der Gemeinschaft per Beschluss bestimmt werden.
Es gibt in unserer Gegend nur wenige Hausverwaltungen. Entweder nehmen sie keine neuen Objekte an oder sie haben an uns kein Interesse wegen den Streitereien. Also sind die Verwaltungen etwas weiter entfernt, aber wir leben im digitalen Zeitalter und jeder im Haus hat einen Computer. Auch Telefon. Am Geld liegt es nur zum Teil. Wir hätten schon einen Verwalter gewählt aber....
2 Eigentümer, welche nicht im Haus wohnen, interessieren sich für nichts.
Bis jetzt nimmt man die Öl-Problematik entweder einfach nicht zur Kenntnis oder man verlässt sich darauf, dass "wir" schon eine Lösung finden werden.

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#10
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(105987 Beiträge, 37846x hilfreich)

Zitat (von lillith17):
Abbuchungen als Lastschrift und die Buchungen der monatlichen Hausgeldzahlungen werden ausgeführt.

Also doch keine Sperre, sondern nur eine Beschränkung ...

Die Lösung wäre also, Öl bestellen mit Zahlung per Lastschrift ...



Zitat (von lillith17):
Unser Beirat hat von einem Fachanwalt die Auskunft bekommen, dass es nur dem Verwalter erlaubt ist Heizöl für die Gemeinschaft zu bestellen.

Wenn der Anwalt das tatsächlich so gesagt hat, hat er wohl schlicht keine Ahnung von der Materie ...


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Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

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#11
 Von 
Roland-S
Status:
Student
(2452 Beiträge, 1173x hilfreich)

Zitat (von lillith17):
Die Bank muss sich so verhalten. Andernfalls macht sie sich strafbar.
Das ist klar, so ganz ohne Bevollmächtigung wird die Bank die Verfügung über die Gelder nicht erteilen dürfen.
Dazu sollte aber dem Anwalt was einfallen - oder dem ExVerwalter. Wo ist der abgeblieben und seit wann ist er nicht mehr im Amt? Wo geht die WEG-Post hin?


Zitat (von lillith17):
Nach dem WEMoG hat sich der Beirat korrekt verhalten. Es darf nicht mehr jeder einfach Angebote einholen. Er muss von der Gemeinschaft per Beschluss bestimmt werden.
Das ist mir neu.


Zitat (von lillith17):
Es gibt in unserer Gegend nur wenige Hausverwaltungen. Entweder nehmen sie keine neuen Objekte an oder sie haben an uns kein Interesse wegen den Streitereien.
Das ist nachvollziehbar. Ein Verwalter muss schon sehr mutig (oder unterbeschäftigt) sein, sich eine WEG mit den Eckdaten anzulachen. Und die Vergütung (das Schmerzensgeld) für seine Tätigkeit wird auch im gehobenen Bereich liegen müssen.


Zitat (von lillith17):
Wir hätten schon einen Verwalter gewählt aber....
Schon klar. Es fehlt an der erforderlichen Mehrheit. Könnte sich die Mehrheit der unvernünftigen auf einen von ihnen erkorenen Verwalter einigen?


Zitat (von lillith17):
2 Eigentümer, welche nicht im Haus wohnen, interessieren sich für nichts.
Welcher Gruppe sind diese Miteigenümer zuzuordnen? Und das mit dem Desinteresse findet ein schnelles Ende wenn die Wärme ausbleibt...


VG
Roland

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#12
 Von 
lillith17
Status:
Beginner
(53 Beiträge, 2x hilfreich)

Vielleicht habe ich mich mit "Lastschrift" falsch ausgedrückt. Es sind halt laufende Zahlungen für die schon seit Jahren eine Einzugsermächtigung besteht. Ob für die Öllieferung eine Zahlung per Lastschrift möglich ist, das weiß ich nicht. Man muss doch einen Buchungsauftrag geben und dazu ist keiner bevollmächtigt.

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#13
 Von 
lillith17
Status:
Beginner
(53 Beiträge, 2x hilfreich)

Der letzte Verwalter hat am 31.12.2020 aufgehört. Sämtliche Hausunterlagen liegen jetzt auf Halde bei einem angeblich professionellen Verwalter. Er hat ohne Vertrag/Bestellung seit November 2021 einfach vor sich hin gearbeitet. Erst wollte er sich per Umlauf wählen lassen, hat nicht funktioniert. Dann hat er sich auf die Corona-Regelung berufen, die für ihn aber nicht gültig war, weil er ja nie ein gewählter Verwalter war. Beauftragt wurde er von der Miteigentümerin, die jetzt die größte Quertreiberin ist. Was die Frau macht, ist schizophren. Sie hat ihm im Mai 2022 per Anwalt mitgeteilt, dass er kein Verwalter ist oder sein darf aber sie möchte in Zukunft gerne mit ihm zusammen arbeiten.
Die Preise für die Verwaltungsangebote lagen so bei 25 bis 29 EUR.
Ich werde mir wohl Rat bei einem Fachanwalt holen müssen. Ich habe keine Idee mehr.

-- Editiert von User am 2. Oktober 2022 00:47

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#14
 Von 
lillith17
Status:
Beginner
(53 Beiträge, 2x hilfreich)

Ich meinte 25 bis 29 EUR pro Monat und WE

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#15
 Von 
Roland-S
Status:
Student
(2452 Beiträge, 1173x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Die Lösung wäre also, Öl bestellen mit Zahlung per Lastschrift ...
Klingt erstmal nach einem Ausweg - liegt hier aber nicht der Teufel im Detail?

Wer soll die Musik (das Öl) bestellen und letzlich das Risiko auf sich nehmen dafür gerade zu stehen?
Reicht das Guthaben auf dem WEG-Konto um eine Bestellung zu den derzeitigen Preisen zu bezahlen?
Hat man Kenntnis, wer die WEG beliefert hat und eine Lastschriftermächtiung hat? Die Erteilung einer neuen Ermächtigung dürfte ausscheiden. Ergo müsste der Besteller sich als "WEG" ausgeben, was alles andere als hasenrein wäre, um so die Lieferung zu veranlassen. Und, und, und.....


Zitat (von Harry van Sell):
Wenn der Anwalt das tatsächlich so gesagt hat, hat er wohl schlicht keine Ahnung von der Materie
Was in dieser Richtung habe ich mir auch gedacht.


VG
Roland

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Das Problem bei Gerichtsbeschlüssen ist, dass regelmäßig nur eine Partei IHR Recht bekommt.

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#16
 Von 
Loni12
Status:
Student
(2471 Beiträge, 399x hilfreich)

Zitat (von lillith17):
Zwei von 10 Wohnungen sind vermietet

Was meinen die Eigentümer dieser Wohnungen?
Die Mieter werden denen bald Feuer unterm Dach machen, wenn ihre Wohnungen kalt bleiben, weil keiner Heizöl bestellen darf.
Dieses Problem hätte man bereits im Sommer lösen können/müssen.

0x Hilfreiche Antwort

#17
 Von 
lillith17
Status:
Beginner
(53 Beiträge, 2x hilfreich)

Hier redet man nicht miteinander. Wer anderer Meinung ist, der wird niedergebrüllt, beschimpft und beleidigt. Ich kann mir vorstellen, dass einige Eigentümer noch immer nicht an das Ölproblem denken. Vielleicht hilft ein Rundbrief an alle. Irgendwie ist es vielleicht gut, wenn die Mieter den Vermietern auf die Pelle rücken werden.
Öl wird immer beim günstigsten Anbieter bestellt. Geld ist genug auf dem Konto. Ohne Verwalter konnten wir ja nichts ausgeben.
Wir haben es im Sommer versucht. Aber es hat uns keiner zugehört oder gar ernst genommen. Keiner hat gedacht, es könnte deshalb Schwierigkeiten geben. Streiten war ihnen wichtiger.
Wir müssen eine Lösung finden. Und zwar bald. Lieber gestern als heute.


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#18
 Von 
bostonxl
Status:
Bachelor
(3264 Beiträge, 505x hilfreich)

Irgendwie selbst schuld an der Situation:

Zitat (von lillith17):
16. Juli 2020
Eine Miteigentümerin war unsere Verwalterin und musste wegen mir aufhören.


Zitat (von lillith17):
4. September 2021
Zwei übergriffige Miteigentümer haben -ohne Einhaltung des WEG bzw. Ermächtigung- im April eine Versammlung einberufen und einen neuen Verwalter gewählt. Das wurde fristgerecht angefochten (nichtig), die Verhandlung ist im November


Im übrigen ist die Problematik doch schon seit Feb 21 (!) bekannt. Und man hat sich nicht um eine Lösung bemüht?
Zitat (von lillith17):
21. Februar 2021
Bis dahin werden z.B. Ölbestellungen und Rechnungen fällig. Wer darf das Öl überhaupt bestellen?

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#19
 Von 
lillith17
Status:
Beginner
(53 Beiträge, 2x hilfreich)

eigentlich ist es richtig, wenn ich mich raus halte. Dann gibt es eben kein Öl und dafür dicken Pullover und Heizlüfter. Wasserkocher und Waschlappen habe ich auch. Ich muss zu keiner Versammlung, keine Vollmacht geben und auch mit keinem reden. Das schont meine Nerven.

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#20
 Von 
lillith17
Status:
Beginner
(53 Beiträge, 2x hilfreich)

eigentlich ist es richtig, wenn ich mich raus halte. Dann gibt es eben kein Öl und dafür dicken Pullover und Heizlüfter. Wasserkocher und Waschlappen habe ich auch. Ich muss zu keiner Versammlung, keine Vollmacht geben und auch mit keinem reden. Das schont meine Nerven.

0x Hilfreiche Antwort

#21
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(105987 Beiträge, 37846x hilfreich)

Zitat (von Roland-S):
liegt hier aber nicht der Teufel im Detail?

Ja, die Details müsste man noch prüfen.



Zitat (von Roland-S):
Ergo müsste der Besteller sich als "WEG" ausgeben, was alles andere als hasenrein wäre, um so die Lieferung zu veranlassen. Und, und, und.....

Auch das müsste man prüfen, als Eigentümer darf ich durchaus "eigenmächtig" handeln, wenn es darum geht, hohen Schaden von der WEG abzuwenden.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

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#22
 Von 
lillith17
Status:
Beginner
(53 Beiträge, 2x hilfreich)

Die von bostonxl erwähnte Verhandlung im November 2021 haben "wir" mit Glanz und Gloria gewonnen. Die Richterin sagte zu der betreffenden Miteigentümerin, sie soll endlich begreifen, dass sie sich an das Gesetz halten muss und nicht machen kann was sie will. Ihr Begleiter hat dann im Gerichtssaal gepöbelt und die Richterin hat ihm den Rauswurf angedroht. Und die unverschämten Hetzbriefe gegen mich, welche man an das Gericht geschrieben hat waren auch nicht hilfreich.
Wenn man gegen den Willen des anderen etwas durchsetzen möchte, dann muss man sich entweder an das Gesetz halten oder um Einverständnis fragen.

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#23
 Von 
Roland-S
Status:
Student
(2452 Beiträge, 1173x hilfreich)

Zitat (von lillith17):
Die von bostonxl erwähnte Verhandlung im November 2021 haben "wir" mit Glanz und Gloria gewonnen.
Wer ist "wir"? Was wurde eingeklagt - und vom Gericht abgelehnt? Gab es eine Entscheidung oder einen Vergleich?


Zitat (von lillith17):
Wenn man gegen den Willen des anderen etwas durchsetzen möchte, dann muss man sich entweder an das Gesetz halten oder um Einverständnis fragen.
Interessanter Ansatz. IMO lässt sich gegen den Willen anderer nur mit Gewalt (da wird es mit dem Gesetz schwierig) oder im Vorfeld Drohungen und/oder Gebrüll was erreichen - oder halt auch nicht.

Wählt man die (einzig) legale Variante und beschreitet den Rechtsweg, wird man im Idealfall mit seiner Auffassung oder seinen Ansprüchen bestätigt. Blöd nur, wenn die Kontrahenten trotzem nicht tun, oder lassen, was das Gericht für Recht entschieden hat.

In einer WEG (und nicht nur dort) stehen Einverständnis, Einsicht und Kompromissbereitschaft für mich an erster Stelle. Geht man erstmal mit Gebrüll und Anwälten aufeinander los ist es schon bedenklich weit gekommen.

Was ihr braucht (IMO natürlich) ist eine sozialpsychologische Betreuung, eine Mediation, einen Domteur - und eine Verwaltung die weiß was zu tun ist und wie man es erreicht. Solche Leute, wenn es sie gibt und man sie findet, sind rar, reichlich beschäftigt und kaum mit Geld zu bezahlen.


VG
Roland

PS: man möge mir bitte meine unjuristischen Ausschweifungen verzeihen.

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#24
 Von 
lillith17
Status:
Beginner
(53 Beiträge, 2x hilfreich)

Hallo Ronald-S,
"wir" sind drei Eigentümer, hinter der betreffenden Miteigentümerin stehen vier Eigentümer. Sie selbst, ihre beiden Neffen (jeder hat eine eigene Wohnung) und ihre besten Freunde. Die anderen 3 spielen keine Rolle. Wir waren eine Selbstverwaltung und es hat gut funktioniert bis der Verwalter weggezogen ist. Besagte Miteigentümerin wurde zur neuen Verwalterin gewählt und damit begann das Drama. Sie war plötzlich die Herrscherin des Hauses. und wir ihre Untertanen. Deshalb habe ich, dafür gesorgt, dass sie gehen musste. Und jetzt trifft mich und die anderen beiden Eigentümer ihre Rache. Sie kann es nicht ertragen, dass sie nichts mehr zu sagen hat. Also werde vorallem ich gequält. Die Anzeigen bei der Polizei wurden zwar immer nach §170 Abs.2 StPO eingestellt, waren aber doch lästig. Einmal hat sie mich beim Gesundheitsamt als geisteskrank gemeldet. Die Schlösser meiner Wohnung bzw. Garage wurden mit Sekundenkleber zugeklebt, mein Keller unter Wasser gesetzt usw., usw. Trotzdem schaffte man es nicht mich einzuschüchtern. Ich selbst bin kein Engel und natürlich gebe ich auch zurück, allerdings nicht mit Beschimpfungen oder Drohungen, bei mir geht es immer ums Geld.
Im November ging es um Unterlassung. "Wir" waren die Kläger, Beklagte die anderen Eigentümer. Um Kosten zu sparen hat sie dann um ein Anerkenntnisurteil gebeten. Bedeutet, die Beklagten anerkennen unsere Ansprüche. Allerdings wurden die Gerichts- und Anwaltskosten bis heute noch nicht bezahlt. Wir haben jetzt mit Zwangsvollstreckung gedroht.
Die Situation ist bei uns so verfahren, da kann selbst ein Mediator nichts mehr ausrichten. Momentan wäre es sogar fast unmöglich die Wohnung zu verkaufen. Seit 2018 gibt es keine Jahresabrechnungen mehr, vom Wirtschaftsplan etc. ganz zu schweigen. Der Verwalter müsste dem Verkauf auch zustimmen, nur wir haben ja keinen.


-- Editiert von User am 2. Oktober 2022 19:10

0x Hilfreiche Antwort

#25
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(105987 Beiträge, 37846x hilfreich)

Also wenn eure toxische WEG nicht für eine Beschlussersetzungsklage geschaffen ist, dann weis ich auch nicht mehr ...


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Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

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#26
 Von 
Roland-S
Status:
Student
(2452 Beiträge, 1173x hilfreich)

Zitat (von lillith17):
Die anderen 3 spielen keine Rolle.
Wissen diese drei Miteigentümer, dass sie auch ohne eine Rolle bei diesem Theaterstück zu haben, davon sehr wohl betroffen sind?



Zitat (von lillith17):
Wir waren eine Selbstverwaltung und es hat gut funktioniert bis der Verwalter weggezogen ist.
War dieser "Verwalter" Miteigentümer der den Laden am Laufen hielt (also der akzeptierte "Kümmerer") - oder war er bestellter Verwalter?


Zitat (von lillith17):
Besagte Miteigentümerin wurde zur neuen Verwalterin gewählt und damit begann das Drama.
Wenn sich von den möglichen zehn drei um nichts scheren, war der Dame die Mehrheit des eigenen Clans sicher. Hat die Dame denn irgendwelche Eigenschaften, die sie für die Tätigkeit des Verwaltens einer WEG
qalifizieren?


Zitat (von lillith17):
Sie war plötzlich die Herrscherin des Hauses. und wir ihre Untertanen.
Das spricht nicht gerade für ihre Eignung.


Zitat (von lillith17):
Deshalb habe ich, dafür gesorgt, dass sie gehen musste.
Wie genau muss man sich das vorstellen?
Und, bist Du sicher, dass "euer" Anwalt eine Hilfe Ist? Wer beauftragt ihn eigentlich und wer zahlt den Mann?

Fragen über Fragen...


VG
Roland

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Das Problem bei Gerichtsbeschlüssen ist, dass regelmäßig nur eine Partei IHR Recht bekommt.

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#27
 Von 
lillith17
Status:
Beginner
(53 Beiträge, 2x hilfreich)

Der ehemalige Verwalter war auch nur Miteigentümer, aber ein sehr anständiger, grundehrlicher Mensch. Vom WEG hatte er nicht viel Ahnung, aber wenn es sonst gut funktioniert, kann man über vieles hinwegsehen. Anfangs dachte ich, die Herrschsucht der neuen Verwalterin ist Unsicherheit und das wird sich bald legen. Aber es wurde immer unerträglicher. Von "Beruf" ist sie ungelernte Kellnerin und hat nebenher noch diverse Putzstellen. Sie kann gut reden, sie erklärt dir solange, dass ein lahmer Ackergaul ein Rennpferd ist bis du es glaubst.
Auch die anderen 2 Eigentümer fanden das Verhalten von ihr nicht in Ordnung und mit ihr reden konnte man nicht. Also sind wir zum Anwalt und haben ihr einen Brief schreiben lassen in dem sie auf ihre fehlerhafte Arbeit hingewiesen wurde und aufgefordert, dass sie gehen soll. Was sie natürlich abgelehnt hat, denn nach ihrer Meinung hat das WEG für sie als Hobby-Verwalterin keine Gültigkeit. Daraufhin kam es zur ersten Anfechtungsklage. Wir haben gewonnen. Sie wollte aber nicht gehen und hat sich erneut wählen lassen. Das war die 2. Anfechtungsklage und wieder von uns gewonnen.
Die 3 "stillen" Miteigentümer wissen seit Anfang Bescheid, denn es geht nicht, dass man nur einzelne Eigentümer verklagt. Also immer wir drei gegen die anderen 7.
Bei den Gebühren für Gericht und unseren Anwalt mussten wir in Vorleistung gehen und haben nach Ende von den 7 Beklagten das Geld wieder bekommen.
Sie hat dann einen "professionellen" Verwalter angebracht und wählen lassen, der hatte aber noch nie Eigentumswohnungen verwaltet. Seine Arbeit war grottenschlecht und seine Jahresabrechnung unmöglich. Wir haben auf die Fehler hingewiesen, hat ihn aber nicht interessiert. Das war dann die 3. Anfechtung, wieder von uns gewonnen und wieder mussten die sieben bezahlen. Dieser Verwalter hat dann zum 31.12.2020 von sich aus aufgehört.
Sie hat dann gedacht, jetzt kann sie durch die Hintertür wieder Macht bekommen und hat versucht den nächsten unfähigen Verwalter durchzusetzen. Das war die vorerst letzte Anfechtung und wieder von uns gewonnen.
Unsere Anwältin ist leider in Rente gegangen, jetzt sind wir auf der Suche. Die Auskunft, dass nur der Verwalter Öl bestellen kann (wegen den finanziellen Risiken) haben wir von einem sehr renommierten Fachanwalt in Hamburg bekommen. Für ihn sind wir aber zu weit weg und wahrscheinlich auch zu "klein". Leider habe ich vergessen zu fragen, wie es auch ohne Verwalter und vor allem rechtssicher geht.

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#28
 Von 
Roland-S
Status:
Student
(2452 Beiträge, 1173x hilfreich)

@lillith17
Danke für Deine Ausführungen. Sie machen die Situation für mich nachvollziehbarer.

Zitat (von lillith17):
Der ehemalige Verwalter war auch nur Miteigentümer, aber ein sehr anständiger, grundehrlicher Mensch. Vom WEG hatte er nicht viel Ahnung, aber wenn es sonst gut funktioniert, kann man über vieles hinwegsehen.
Ja. das sehe ich ähnlich. Zugleich ist es auch eine Antwort auf Deine am Schluss gestellte Frage...
Zitat (von lillith17):
Leider habe ich vergessen zu fragen, wie es auch ohne Verwalter und vor allem rechtssicher geht.
...um "rechtssicher" mache ich mal eine Klammer. Das wird erst relevant wenn jemand die Tätigkeit oder Entscheidungen anwaltlich oder gerichtlich überprüfen lässt. Bis dahin gilt, wo kein Kläger da kein Richter.


Zitat (von lillith17):
Sie kann gut reden, sie erklärt dir solange, dass ein lahmer Ackergaul ein Rennpferd ist bis du es glaubst.
Diese Befähigung kenne ich von nicht wenigen Verwaltern. Blöd, wenn es die einzige ist.


Zitat (von lillith17):
und aufgefordert, dass sie gehen soll. Was sie natürlich abgelehnt hat,
Das ist sogar rechtens. Ein bestellter WEG-Verwalter muss der Aufforderung des Anwalts, das Amt nieder zu legen, nicht nachkommen.


Zitat (von lillith17):
Daraufhin kam es zur ersten Anfechtungsklage. Wir haben gewonnen.
Was hatte diese Klage zum Inhalt und was habt ihr damit gewonnen?


Zitat (von lillith17):
Sie wollte aber nicht gehen und hat sich erneut wählen lassen.
Wenn ihr gerichtlich nicht die weitere Verwaltertätigkeit untersagt wurde bzw. eine erneute Bestellung, war dies bei den geschilderten Mehrheitsverhältnissen zu erwarten.


Zitat (von lillith17):
Das war die 2. Anfechtungsklage und wieder von uns gewonnen.
Also wurde diesmal die Verwalterbestellung erfolgreich angefochten. Wegen Ladungsmängeln, wegen Beschlussmängeln - oder wurde der Verwalterin sogar die Eignung per Gerichtsbeschluss abgesprochen?


Zitat (von lillith17):
Die 3 "stillen" Miteigentümer wissen seit Anfang Bescheid,
Das ist schon mal gut.


Zitat (von lillith17):
denn es geht nicht, dass man nur einzelne Eigentümer verklagt.
Seit der Novellierung des WEG Ende 2020 müssen nicht mehr alle Miteigentümer benannt werden (angeschrieben wurden sie, zumindest in unserer WEG vom Gericht eh nicht). Es "genügt" die WEG zu verklagen. Dann wäre es die Aufgabe der verwaltenden Person (Genderalarm) die Miteigentümer davon in Kenntnis zu setzen.


Zitat (von lillith17):
Bei den Gebühren für Gericht und unseren Anwalt mussten wir in Vorleistung gehen und haben nach Ende von den 7 Beklagten das Geld wieder bekommen.
Wird das den drei Teilnahmslosen nicht irgendwann zu blöd und ihr könnt sie in euren Club integrieren?


Zitat (von lillith17):
Dieser Verwalter hat dann zum 31.12.2020 von sich aus aufgehört.
[...] Und dieser Verwalter hat jetzt noch die Unterlagen und die Kontovollmacht(en)?


Zitat (von lillith17):
Das war die vorerst letzte Anfechtung und wieder von uns gewonnen.
So langam sollte den teilnahmslosen 3 - aber wenigstens dem Gericht klar werden, dass das so nicht weitergehen darf.


Zitat (von lillith17):
Unsere Anwältin ist leider in Rente gegangen, jetzt sind wir auf der Suche.
Läuft - :sad:


Zitat (von lillith17):
Die Auskunft, dass nur der Verwalter Öl bestellen kann (wegen den finanziellen Risiken) haben wir von einem sehr renommierten Fachanwalt in Hamburg bekommen.
Du hattest im vorhergehenden Beitrag dazu nicht geschrieben,
Zitat (von lillith):
...dass es nur dem Verwalter erlaubt ist Heizöl für die Gemeinschaft zu bestellen.
Das warf ein sehr zweifelhaftes Licht auf die Befähigung des Anwalts. Lautete die Auskunft sinngemäß wie jetzt dargestellt, relativiert sich das für mich.


Zitat (von lillith17):
Für ihn sind wir aber zu weit weg und wahrscheinlich auch zu "klein".
Die wenigsten Anwälte sind am WEG-Recht wirklich interessiert und fitt. Zumindest nicht an solchen Streiterein, die viel Arbeit bei geringem Streitwert bedeuten. Das lässt sich ändern, wenn man eine Honorarvereinbarung auf Stundenbasis bereit ist zu treffen. Allerdings muss die Gegenseite nur die normalen Kosten, nach Gebührenordnung, erstatten wenn sie unterliegt.

IMO ist in eurem Fall guter Rat teuer. Leider ist aber auch teurer Rat nicht unbedingt gut (*)
Seht zu, dass ihr eine auskömmiche Mehrheit zusammen bekommt. Damit steigen die Chancen aus dem Streithaufen vielleicht eine WEG zu basteln deutlich. (IMHO natürlich)



VG
Roland

(*)eigene Erfahrung.

Signatur:

Das Problem bei Gerichtsbeschlüssen ist, dass regelmäßig nur eine Partei IHR Recht bekommt.

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#29
 Von 
lillith17
Status:
Beginner
(53 Beiträge, 2x hilfreich)

Hallo, hatte heute nachmittag ein Vorgespräch mit einem Fachanwalt von Haus und Grund. Es ist noch komplizierter als ich gedacht habe. Die Auskunft, dass nur der Verwalter Heizöl bestellen darf ist richtig. Kein Verwalter - kein Öl.
In Frage käme ein Umlaufbeschluss mit der Bevollmächtigung für einen Eigentümer das Öl zu bestellen. Damit ist die Bezahlung aber noch nicht geregelt, das geht extra. Alle 10 Eigentümer müssen zustimmen, auch der Eigentümer welcher nicht an der Heizanlage angeschlossen ist. Alle müssten sich vorher auf einen Kandidaten einigen und das kann ich mir bei uns wirklich nicht vorstellen.
Es gibt noch einen Ausweg, der ist aber etwas komplizierter und dauert auch länger. Auch die Beschlussersatzklage könnten wir uns überlegen. Dauert aber auch und viel Zeit haben wir nicht. Die Mieter können vom Vermieter zwar verlangen, dass geheizt wird und die Mietzahlung kürzen oder einstellen oder ausziehen, aber auch kein Öl bestellen. "Wir" werden uns jetzt zusammensetzen und beraten.
An Roland-S.
Bei der ersten Anfechtung (noch nach dem Alten WEG) wurden ganz, ganz viele Sachen beanstandet. Alles fällt mir jetzt nicht ein, aber z.B. keine Jahresabrechnung beschlossen, kein Wirtschaftsplan, keine Einsicht in die Unterlagen, keine Beschlusssammlung, nur ein Beirat und der war kein Eigentümer. Damals hätten es 3 sein müssen. Weigerung den Energieausweis zu besorgen, der Eigentümer konnte nicht verkaufen, keine Eigentümerliste, Rechnungen wurden ausserhalb der Jahresabrechnung gestellt und vieles, vieles mehr. Sie sollte die Verwaltung wegen Unfähigkeit aufgeben. Während diese Anfechtung lief, also noch vor der Verhandlung, hat sie sich erneut wählen lassen und es stand deshalb in der 2. Anfechtung das Selbe wie in der Klageschrift vorher. Die Richterin sagte nur, sie soll die Verwaltung aufgeben.
Anwaltshonorar auf Stundenbasis käme uns sehr viel teurer und bedeutet nicht, dass der Anwalt besser wäre.
Vom Gericht werden die einzelnen Beklagten einer WEG nicht angeschrieben, es wird ein "Verteiler" benannt, meistens der Verwalter.
Die letzte Anfechtung wurde bereits nach dem neuen WEG eingereicht und verhandelt. Ich dachte, dass die Kosten auf uns alle 10 verteilt wird, aber es wurden nur die 7 zur Zahlung verpflichtet, wir drei nicht. Kann ich nicht erklären.
Den "stillen" Miteigentümern wird es bestimmt auch auf die Nerven gehen. Bei einem putzt sie und auch bei uns am Land ist es schwer eine Putzfrau zu finden. Eine Wohnung gehört einer Genossenschaft und denen ist alles egal. Die letzte Wohnung steht leer, der Eigentümer will weder verkaufen noch vermieten und die "Herrscherin" lüftet und leert den Briefkasten.

0x Hilfreiche Antwort

#30
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(105987 Beiträge, 37846x hilfreich)

Zitat (von lillith17):
Die Auskunft, dass nur der Verwalter Heizöl bestellen darf ist richtig. Kein Verwalter - kein Öl.

Das würde mich doch mal die Rechtsgrundlage interessieren aus der man so einen Unfug ableiten will ...

Ich würde den Fachanwalt auch mal fragen, was gegen die Anwendung der Notgeschäftsführung des § 18 WEG spricht.

Weiterhin würde mich auch interessieren, warum hier keine "Geschäftsführung ohne Auftrag (GoA)" in Frage käme.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

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