Kauf aus Erbengemeinschaft mit Minderjährigen

10. Februar 2017 Thema abonnieren
 Von 
Lambretta1953
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)
Kauf aus Erbengemeinschaft mit Minderjährigen

Ich habe zu einem alten Haus mit Grundstück von einer Erbengemeinschaft mit drei minderjährigen Kindern eine Kauferklärung notariell abgegeben. Alle Elternteile haben auch notariell zugestimmt. Einer von zwei Rechtspflegern des Vormundschaftsgerichtes hat seine Zustimmung abgewiesen (nicht abgelehnt) und um eine umfangreichere Begründung für den Verkauf gebeten. Diese wurde vom Verkäufer auch abgegeben, es dauert aber sehr lange, bis eine Antwort kommt. Es handelt sich um eine gewerblich nutzbare Immobilie in einem Kleingewerbegebiet. Nun meine Frage: Kann für die Zeit bis zum Eigentumsübergang ein sog. Nutzungsvertrag geschlossen werden, der mich als Käufer verpflichtet, alle anfallenden Kosten zu tragen (Grundsteuer, Versicherung, Bewirtschaftung etc) und das Objekt nutzbar zu machen? Vorteil für uns wäre ein Stück Rechtssicherheit, Vorteil für den Verkäufer, dass die Käufer (also wir) weiter interessierte Käufer bleiben.

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5 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(118602 Beiträge, 39602x hilfreich)

Zitat (von Lambretta1953):
Kann für die Zeit bis zum Eigentumsübergang ein sog. Nutzungsvertrag geschlossen werden, der mich als Käufer verpflichtet, alle anfallenden Kosten zu tragen (Grundsteuer, Versicherung, Bewirtschaftung etc) und das Objekt nutzbar zu machen?

Klar.

Da gibt es nur 2 Probleme:
1. Wie lange dauert dieGenhemigung zum Abschluss des Vertrages?
2. Wie viel Kosten sind mit dem "nutzbar zu machen" verbunden und was passieret mit den Inverstititonen wenn es nicht zum Kaufvbertrag kommt?



Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

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#2
 Von 
Lambretta1953
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)

Da gibt es nur 2 Probleme:
1. Wie lange dauert dieGenhemigung zum Abschluss des Vertrages?
2. Wie viel Kosten sind mit dem "nutzbar zu machen" verbunden und was passieret mit den Inverstititonen wenn es nicht zum Kaufvbertrag kommt?

zu 1: Genau diese Unbekannte, also die Größe des Zeitfensters bis zur Auflassungserklärung, soll mit dem Nutzungsvertrag definiert werden, indem die Immobilie nutzbar ist. Ich bin kein Jurist und versuche, einen Gedanken in eine juristisch belastbare Form zu bringen.

zu 2: Mit einer solchen Vereinbarung würde ich versuchen, den Kauf auch zu einem späteren Zeitpunkt abzusichern. Inwieweit das überhaupt möglich ist, weiß ich nicht. Genau deshalb habe ich hier ins Forum geschrieben.

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#3
 Von 
cruncc1
Status:
Schlichter
(7968 Beiträge, 4488x hilfreich)

Zitat:
Wie lange dauert dieGenhemigung zum Abschluss des Vertrages?

So lange wie es dauert. Bis der rechtskräftige Beschluss des Familiengerichts vorliegt, können mehrere Monate vergehen.
Zitat:
Ich habe zu einem alten Haus mit Grundstück von einer Erbengemeinschaft mit drei minderjährigen Kindern eine Kauferklärung notariell abgegeben. Alle Elternteile haben auch notariell zugestimmt.

Kaufvertragsangebot und Annahme des Kaufvertrages?

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#4
 Von 
Lambretta1953
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)

Ja. Aber das Familiengericht hat hier das letzte Wort.

0x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
cruncc1
Status:
Schlichter
(7968 Beiträge, 4488x hilfreich)

Zitat:
Vorteil für uns wäre ein Stück Rechtssicherheit, Vorteil für den Verkäufer, dass die Käufer (also wir) weiter interessierte Käufer bleiben.

Die Vertragsparteien haben doch bereits die "Rechtssicherheit". Der Kaufvertrag wurde bereits geschlossen (Angebot/Annahme).
Zitat:
Kann für die Zeit bis zum Eigentumsübergang ein sog. Nutzungsvertrag geschlossen werden, der mich als Käufer verpflichtet, alle anfallenden Kosten zu tragen (Grundsteuer, Versicherung, Bewirtschaftung etc)

Das wurde bereits im Kaufvertrg (Angebot/Annahme) geregelt.

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