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SOLL-Abrechnung

14.5.2022 Thema abonnieren
 Von 
investmentclub
Status:
Schüler
(289 Beiträge, 38x hilfreich)
SOLL-Abrechnung

Verwalter schreibt in der Jahresabrechnung unter Anderen:

Zitat:
Die Abrechnungsspitze stellt den Unterschied zwischen den beschlossenen Vorschüssen und den tatsächlich angefallenen Kosten dar. Ihre tatsächlich gezahlten Vorschüsse werden hierbei nicht berücksichtigt, es handelt sich um eine sogenannte SOLL-Abrechnung.


Ist dies Rechtens?

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7 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
AR377
Status:
Schüler
(253 Beiträge, 64x hilfreich)

Zitat (von investmentclub):
Ist dies Rechtens?
Maybe yes and maybe no.

Hängt ganz von den weiteren Details ab.

0x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
R.M.
Status:
Bachelor
(3592 Beiträge, 2237x hilfreich)

Zitat (von investmentclub):
Ist dies Rechtens?
Ja. Und zwar nur so.

Zitat (von AR377):
Hängt ganz von den weiteren Details ab.
Wovon sollte was abhängen?

Signatur:

lg.
R.M.

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#3
 Von 
investmentclub
Status:
Schüler
(289 Beiträge, 38x hilfreich)

Wer kennt sich aus?

Signatur:

Gruß Investmentclub

0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
R.M.
Status:
Bachelor
(3592 Beiträge, 2237x hilfreich)

Zitat (von investmentclub):
Wer kennt sich aus?

Zitat (von Haufe):
Die Einzelabrechnung kann entsprechend dem Einnahmen-/Ausgaben-Prinzip nachrichtlich die tatsächlich in der Abrechnungsperiode geleisteten Vorauszahlungen jedes Eigentümers ausweisen.

Von wesentlicher Bedeutung ist, dass die Jahresabrechnung die Abrechnungsspitze auszuweisen hat (Kardinalspflicht!). Beschlussgegenstand der Wohnungseigentümer auf Grundlage von § 28 Abs. 2 Satz 1 WEG n. F. ist nämlich allein die Abrechnungsspitze.

Bei der Abrechnungsspitze handelt es sich um den Saldo der nach Wirtschaftsplan zu leistenden Soll-Vorauszahlungen und den tatsächlich in der abgerechneten Wirtschaftsperiode entstandenen und auf das jeweilige Sondereigentum entfallenden Kosten.

Wird hingegen die Differenz zwischen tatsächlichen Zahlungen und Ausgaben dargestellt und entsprechen die tatsächlichen Zahlungen nicht den Soll-Zahlungen, ist der Beschluss über die Festsetzung der Nachschüsse bzw. Beitragsanpassungen nichtig.

Die Jahresabrechnung bildet eine eigenständige Anspruchsgrundlage für Zahlungen der Wohnungseigentümer lediglich im Hinblick auf die darzustellende Abrechnungsspitze.
Hervorhebungen von mir.
Quellenangabe: https://www.haufe.de/recht/deutsches-anwalt-office-premium/jahresabrechnung-wemog-222-darstellung-der-abrechnungsspitze_idesk_PI17574_HI8888991.html

Signatur:

lg.
R.M.

1x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
investmentclub
Status:
Schüler
(289 Beiträge, 38x hilfreich)

Vielen Dank für die Antwort.

Dies bedeutet, dass eine nicht gezahlte Vorauszahlung, neben der Abrechnungsspitze als Forderung bestehen bleibt.

Signatur:

Gruß Investmentclub

0x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
R.M.
Status:
Bachelor
(3592 Beiträge, 2237x hilfreich)

Zitat (von investmentclub):
Dies bedeutet, dass eine nicht gezahlte Vorauszahlung, neben der Abrechnungsspitze als Forderung bestehen bleibt.
Ja.
Das hat zwei Folgen:
1. Die Beschlussfassung über die Abrechnungsspitze ersetzt nicht die Anspruchsgrundlage auf Hausgeldzahlungen. Vorallem lässt sich damit die Verjährungsfrist nicht umgehen.
2. erfolgte zwischenzeitlich ein Eigentümerwechsel besteht vorbehaltlich abweichender Vereinbarungen in der Teilungserklärung u.U. die Forderung auf Hausgeldzahlung gegenüber dem Verkäufer weiter und die Forderung auf Nachzahlung der Abrechnungsspitze gegenüber dem Erwerber.

Achtung bei Abrechnungsguthaben! im WEG n.F. heißt es jetzt:
Zitat (von WEG neu):
Nach Ablauf des Kalenderjahres beschließen die Wohnungseigentümer über die Einforderung von Nachschüssen oder die Anpassung der beschlossenen Vorschüsse.
Damit wollte der Gesetzgeber regeln, dass bei ET-Wechseln eventuelle Guthaben nicht mehr an den Erwerber ausgezahlt werden müssen, während die Hausgeldforderungen bestehen bleiben (und eventuell, z.B. bei Insolvenz, nicht mehr beitreibbar sind), sondern dass Abrechnungsguthaben noch mit offenen Hausgeldforderungen verrechnet werden dürfen.

Signatur:

lg.
R.M.

0x Hilfreiche Antwort

#7
 Von 
R.M.
Status:
Bachelor
(3592 Beiträge, 2237x hilfreich)

PS:
gute Verwaltungen weisen zwei Beträge aus:
- die zu beschließende Abrechnungsspitze
- nachrichtlich der tatsächlich zu zahlende Betrag unter Einbeziehung eventueller Hausgeld-Rückstände oder Überzahlungen

Jetzt muss nur noch der Eigentümer lesen und verstehen können.

Signatur:

lg.
R.M.

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