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Schimmel durch Kältbrücken - Kosten Sanierung- Wer trägt diese?

4.2.2020 Thema abonnieren
 Von 
go537869-96
Status:
Frischling
(8 Beiträge, 0x hilfreich)
Schimmel durch Kältbrücken - Kosten Sanierung- Wer trägt diese?

In meiner selbstgenutzten Eigentumswohnung entsteht in der letzten Zeit an bestimmten Ecken immer wieder Schimmel, der trotz heizen und Stoßlüften besonders bei Kälte unter 5 Grad AT nicht in den Griff zu bekommen ist. Ein Experte, mit einer Wärmebildkamera, hat diese stellen als Kältebrücke deffiniert. Von aussen isolieren funtkioniert nicht, da dort die Balkonplatte von der drüberliegenden Wohnung angestzt ist. Nun wurde mir gesagt, dass ich die Kosten der Innensanierung mit Calziumsilikatplatten selber zu tragen habe. Auslöser ist aber für mich die bauliche Subastanz des schon älteren Hauses und somit Gemeinschaftseigentum.

Wie ist hier die Rechtslage und wo kann man ensprechende Information nachlesen?

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27 Antworten
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#1
 Von 
charlyt4
Status:
Student
(2481 Beiträge, 645x hilfreich)

Zitat (von go537869-96):
Auslöser ist aber für mich die bauliche Subastanz des schon älteren Hauses

Zitat (von go537869-96):
entsteht in der letzten Zeit an bestimmten Ecken immer wieder Schimmel,


Jetzt stellt sich natürlich die Frage, warum der Schimmel erst in letzter Zeit entsteht obwohl das Haus schon älter ist und die Winter immer milder werden.

Wie ist der Wandaufbau des Hauses? Wurden Veränderungen vorgenommen wie z.B. neue Fenster?

Wenn, wie du glaubst, die bauliche Substanz der Auslöser deiner Probleme ist, müssten ja die übrigen Eigentümer ähnliche Probleme haben. Ist das so?


Zitat (von go537869-96):
Von aussen isolieren funtkioniert nicht, da dort die Balkonplatte von der drüberliegenden Wohnung angestzt ist.


Zitat (von go537869-96):
Ein Experte, mit einer Wärmebildkamera, hat diese stellen als Kältebrücke deffiniert.


Das reicht in meinen Augen nicht mal ansatzweise um eine fundierte Aussage treffen zu können.

Wurde denn der Feuchtigkeitsgehalt des Mauerwerks geprüft? Wurde der Balkon in Augenschein genommen und vor allem die Abdichtung des selben geprüft?


gruß charly

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#2
 Von 
go537869-96
Status:
Frischling
(8 Beiträge, 0x hilfreich)

Wielen Dank für die Antwort

Die Balkone wurden vor 4 Jahren mit einem Bodenbelag gestrichen. Abgedichtet wurde da nichts.
Auf dem Balkon regnet es nicht drauf. Wenn nur minimal. Also Regenwasser kann es nicht sein.

Nach dem Balkonanstrich fing das Problem mit der Feuchtigkeit an. Aber am Anfang nur minimal und oberflächlich. Fenster sind schön älter (1988) und waren schon immer drin. Andere Bewohner hatten auch schon Phasenweise Probleme mit Schimmel aber "angeblich" war das auf einmal weg?!!

Die Feuchtigkeut des Mauerwerks wurde mit einem Handgerät gepüft und als "eindeutig feucht" angezeigt.
Ich selber wohne in der Wohnung seit 18 Jahre und die ersten 15 Jahre hatte ich überhaupt keine Probleme mit Schimmel, da ich akribischr darauf achte. (Heizen und Lüften)

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#3
 Von 
charlyt4
Status:
Student
(2481 Beiträge, 645x hilfreich)

Zitat (von go537869-96):
Auf dem Balkon regnet es nicht drauf. Wenn nur minimal.

Minimal genügt schon wenn das Bauteil anschließend nicht wieder trocknen kann.

Nimm eine Hosen, steck sie in eine Plastiktüte und gibt jede Woche nur 5cl Wasser rein und schau was nach 6 Monaten passiert. ;)


Zitat (von go537869-96):
Die Balkone wurden vor 4 Jahren mit einem Bodenbelag gestrichen.


Zitat (von go537869-96):
Nach dem Balkonanstrich fing das Problem mit der Feuchtigkeit an. Aber am Anfang nur minimal und oberflächlich.



Eine Möglichkeit wäre eben ein diffusionsdichter Anstrich der Oberfläche und ein mangelhafter Wandanschluß.

Die eingetragen Feuchtigkeit ist praktisch eingesperrt und such sich seinen Weg.

Zitat (von go537869-96):
Die Feuchtigkeut des Mauerwerks wurde mit einem Handgerät gepüft und als "eindeutig feucht" angezeigt.


Diese wird normalerweise in Prozent angegeben. Aber gut - gehen wir mal von einer durchfeuteten Wand aus.

Die Ursache ist dann aber höchstwahrscheinlich ein Feuchtigkeitseintrag von aussen durch eine fehlerhaften Abdichtung und nicht eine Unterschreitung des Taupunktes mit daraus folgendem Feutigkeitproblem auf der Wohnraumseite.

Dafür sprechen auch deine 15 Jahre in denen du überhaupt keine Probleme hattest.

In diesem Fall wäre eine Innendämmung kontraproduktiv und würde die eventuelle Ursache nicht beheben.

Gibt es Bilder, die den Problembereich zeigen?


gruß charly

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#4
 Von 
charlyt4
Status:
Student
(2481 Beiträge, 645x hilfreich)

Zitat (von go537869-96):
Auslöser ist aber für mich die bauliche Subastanz des schon älteren Hauses

Es gibt zig tausende ältere Häuser, die keinerlei Probleme haben.

Man wusste auch früher schon wie man bauen muß. Meistens sind bauliche Mängel oder (falsche) bauliche Veränderungen die Ursache.


gruß charly

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#5
 Von 
go537869-96
Status:
Frischling
(8 Beiträge, 0x hilfreich)

Foto einer Ecke

https://drive.google.com/file/d/1uzpW1HDILfNWNKaBfC6yQNn0DZSbWur3/view?usp=sharing

Allerding habe ich vor 2 Tagen wieder mit mit Schimelentferner gereinigt.


Unabhängig davon, wo der Schimmel her kommt und wir bei der Diagnose Kältebrücke ohne weitere Einflüsse ausgehen, wer trägt die Kosten für die Sanierung? Der Eigentümer oder die Eigentümergemeinschaft?


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#6
 Von 
Tobias F
Status:
Lehrling
(1415 Beiträge, 837x hilfreich)
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#7
 Von 
charlyt4
Status:
Student
(2481 Beiträge, 645x hilfreich)

Zitat (von go537869-96):
Foto einer Ecke

https://drive.google.com/file/d/1uzpW1HDILfNWNKaBfC6yQNn0DZSbWur3/view?usp=sharing


Ui jui jui! ;) Da fliegt ja schon die Farbe von der Decke.

Ist das die Außenwand unter dem Balkon?


Zitat (von Tobias F):
Auch wenn es weh tut, aber in diesem Fall trägt der Eigentümer die Kosten.
Siehe z.B. hier: https://www.gevestor.de/details/schaeden-am-sondereigentum-das-koennen-sie-tun-722630.html


So pauschal würde ich das jetzt nicht unterschreiben. Das müsste man genau prüfen was da war.

Der Schaden am Sondereigentum dürfte nicht übermäßig groß sein. In meinen Augen müsste erst mal der Mangel am Gemeinschaftseigentum (die eventuelle Ursache) festgestellt und beseitigt werden.

Die Wand und die Decke kann man dann trocknen, abschleifen und streichen.

Der größte Fehler wäre jetzt aber die Feuchtigkeit mit irgendwelchen Dämmplatten noch mehr einzuschließen.


gruß charly


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#8
 Von 
Tobias F
Status:
Lehrling
(1415 Beiträge, 837x hilfreich)

Zitat (von charlyt4):
So pauschal würde ich das jetzt nicht unterschreiben. Das müsste man genau prüfen was da war.

Davon abgesehen das im Streifall sowieso ein Gericht und nicht das Forum entscheiden würde wer welche Kosten trägt, schrieb ich: "in diesem (d.h. geschilderten Fall) Fall" - und hierzu stehe ich.
Denn, siehe Urteil des BGH, so lange die WEG den Schaden nicht durch Unterlassung einer ihr bekannten notwendigen Instandsetzung verursacht hat haftet sie auch nicht.

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#9
 Von 
charlyt4
Status:
Student
(2481 Beiträge, 645x hilfreich)

Zitat (von go537869-96):
Unabhängig davon, wo der Schimmel her kommt und wir bei der Diagnose Kältebrücke ohne weitere Einflüsse ausgehen, wer trägt die Kosten für die Sanierung? Der Eigentümer oder die Eigentümergemeinschaft?


Die Frage ist so nicht zu beantworten. Wenn du dir unbedingt in deinem Wohnzimmer Dämmplatten auf eine feuchte Wand nageln lassen willst, wirst du das selbst bezahlen müssen.

Wenn aber eine Gefahr vom Gemeinschaftseigentum für dein Sondereigentum ausgeht, wird das Ganze anders aussehen.

Wobei konstruktive Bauelemente wie Betonboden, Decke und tragenden Wände in der Regel zum Gemeinschaftseigentum gehören. Da bin ich aber nicht so fit - da können andere vielleicht mehr dazu sagen.


gruß charly

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#10
 Von 
charlyt4
Status:
Student
(2481 Beiträge, 645x hilfreich)

Zitat (von Tobias F):
Davon abgesehen das im Streifall sowieso ein Gericht und nicht das Forum entscheiden würde wer welche Kosten trägt, schrieb ich: "in diesem (d.h. geschilderten Fall) Fall" - und hierzu stehe ich.


??

Hier ist noch nicht mal klar, ob Sondereigentum betroffen ist!

Oder woher weisst du, dass die Außenwand und die Decke im Sondereigentum der TE stehen?

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#11
 Von 
Tobias F
Status:
Lehrling
(1415 Beiträge, 837x hilfreich)

Zitat (von charlyt4):
??Hier ist noch nicht mal klar, ob Sondereigentum betroffen ist!

Na ja, ich lese einfach was der TS schreibt (wichtiges hervorgehoben):
Zitat (von go537869-96):
In meiner selbstgenutzten Eigentumswohnung entsteht in der letzten Zeit an bestimmten Ecken immer wieder Schimmel, der trotz heizen und Stoßlüften besonders bei Kälte unter 5 Grad AT nicht in den Griff zu bekommen ist.


Zitat (von charlyt4):
Oder woher weisst du, dass die Außenwand und die Decke im Sondereigentum der TE stehen?

Wer hat behauptet das Außenwände und Zimmerdecken im Sondereigentum stehen? Ich nicht!
Fakt ist aber das der TS hier IN seiner Wohnung ein Problem hat. Die Instandsetzung diese Problems IN der Wohnung betrifft sein Sondereigentum - und somit (siehe Hinweis auf das BGH-Urteil) ist die WEG augenblicklich nicht zur Tragung der hier entstehenden Kosten verpflichtet.
Etwas anderes wäre wenn:
- der WEG bekannt ist das z.B. ein Balkon undicht ist, sie die Sanierung aber verweigert und hierdurch ein Verschulden an Wasserschäden hätte die durch diese Undichtigkeit entstehen;
- die WEG zur Sanierung von Gemeinschaftseigentum "Schäden" am Sondereigentum verursacht


So lange also die WEG nicht durch Unterlassung schuldhaft einen Schaden herbeiführt ist sie auch nicht haftbar.

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#12
 Von 
Roland-S
Status:
Lehrling
(1574 Beiträge, 898x hilfreich)

Zitat (von go537869-96):
Unabhängig davon, wo der Schimmel her kommt...
Was aber für die Suche nach einem "Zahlungswilligen" schon von Bedeutung wäre.


Zitat (von go537869-96):
..und wir bei der Diagnose Kältebrücke ohne weitere Einflüsse ausgehen,
Ihr solltet die Suche auf eindringende Feuchtigkeit von außen ausdehnen! Nimm Dir die diesbezüglichen Aussagen von charlyt4 zu Herzen! Den Schimmel und die Feuchtigkeit hinter einer Dämmung verschwinden zu lassen, ist gar keine gute Idee - selbst wenn es die Gemeinschaft finanzieren würde.
Zuerst muss geklärt werden, wo die Feuchtigkeit her kommt. Nach allen Schilderungen sehe ich da die Herkunft von innen als recht unwahrscheinlich an.


Zitat (von go537869-96):
wer trägt die Kosten für die Sanierung? Der Eigentümer oder die Eigentümergemeinschaft?
Das hängt wieder entscheidend an der tatsächlichen Ursache. Kommt die Feuchtigkeit von außen (schadhafte Abdichtung oder diese Maßnahme von vor 4 Jahren), ist die Gemeinschaft (oder der Verursache) für die Behebung des Schadens und die Sanierung (Trockenlegung) des Mauerwerks zuständig.
Deinen Schaden (Farbe, Tapeten usw.) darfst Du selbst tragen. Außer, der Gemeinschaft wäre eine Schadensmehrung durch schuldhafte Versäumnisse nachzuweisen. Deren Ersatz könnte man von der Gemeinschaft einfordern.

Im Augenblick ist das aber IMO das geringste Problem. Die Ursache muss gefunden und abgestellt werden. Dann gilt es das Ausmaß und den Kostenaufwand des Nässeschadens zu ermitteln. Daraus ergibt sich dann, wer letztlich für was aufzukommen hat. Das was dabei in Deiner Wohnung sichtbar und zu beseitigen ist, kann hier der kleinere Part sein.

VG
Roland

Signatur:Das Problem bei Gerichtsbeschlüssen ist, dass regelmäßig nur eine Partei IHR Recht bekommt.
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#13
 Von 
go537869-96
Status:
Frischling
(8 Beiträge, 0x hilfreich)

Vielen Dank für die ganzen Antworten und hinweise zu Thema

Nochmal kurz zur Info. Das Foto zeigt meine Decke vom Arbeitszimmer.

Der Putz bröckelt von der Decke, da ich seit Monaten mit Schimmelentferner die Decke behandel.

Ich habe wirklich alles probiert. Im Sommer war Ruhe im Winter ging es wieder los. Und tendenziell wird es schlimmer.
Die Ursache zu finden scheint für mich als Laie nicht so einfach. Handwerker Nummer 1, der sich (laut Visitenkarte) auf Bausanierung und Feuchtigkeit im Wohnraum spezialisiert hat, empfiehlt Calziumsilicat Platten im Innenraum. Gestern war Handwerker Nummer 2 da. Selbes Thema selber Lösungsvorschlag. Auf meinen Hinweis, dass es vielleicht vom oberen Balkon kommen könnte, und dass ich ich ja schon 15 Jahre ohne Schimmelprobleme dort wohne, wurden nicht wirklich beachtet. Auch wollte niemand den Balkon ansehen. Beide sagten übereinstimmend: Der Balkon ist in einer Platte durch gegossen, da kann gar nichts undicht werden.
Morgen kommt Handwerker Nummer 3.
Mich verunsichert sehr, dass hier im Forum niemand die Calziumsilikat Dämmung für eine Lösung hält. Ich selber sehe das auch sehr kritisch. Leider sehe ich aktuell keine Alternative.

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#14
 Von 
Roland-S
Status:
Lehrling
(1574 Beiträge, 898x hilfreich)

Zitat (von go537869-96):
Mich verunsichert sehr, dass hier im Forum niemand die Calziumsilikat Dämmung für eine Lösung hält.
Mit dem Themenkreis wäre man in einem Bau- oder Sanierungsforum besser aufgehoben.

Die Innendämmung (gerne mit Calziumsilikatplatten) ist ein probates Mittel, um die Problematik in den Griff zu bekommen, wenn Sie denn auch tatsächlich durch Taupunktprobleme verursacht wird. Hier stellt sich die Frage, warum viele Jahre (mit durchaus kälteren Wintern) alles in Ordnung war. Es wurden keine Fenster getauscht? Man hält den Raum nicht kühler als früher? Gibt es neue Quellen für mehr Feuchtigkeit in der Wohnung?

Wenn das alles nicht zutrifft, liegt der Verdacht nahe, dass die Feuchtigkeit von außen kommt. Das sollte geklärt und ausgeschlossen werden, bevor man eine Innendämmung aufbringt. Sonst versteckt man die Feuchtigkeit und produziert längerfristig einen noch größeren Nässeschaden an der Bausubstanz.

Aber, das werden hoffentlich die Fachleute im Blick haben?? Denn, die Innendämmung ist nur bei Gebäuden möglich, die keine Wärmedämmung von außen haben und bei denen die Feuchtigkeit gut nach außen ab trockenen kann. Vor der Wärmedämmung ist eine sog. Dampfbremse absolut luftdicht anzubringen. Die Dampfbremse ist eine Folie, die verhindert, dass feuchte Luft in die Wärmedämmung und in die Wand gelangen kann.

Eine Verpflichtung zur Kostenübernahme durch die Gemeinschaft sehe ich nicht. Allerdings solltest Du Dich absichern, falls es zur Innendämmung kommt. Nicht, dass am Ende das Wasser doch von außen kommt, hinter der Dämmung das Mauerwerk noch mehr in Mitleidenschaft gezogen wird und am Ende die Gemeinschaft Dich dafür zur Kasse bitten möchte...

VG
Roland

Signatur:Das Problem bei Gerichtsbeschlüssen ist, dass regelmäßig nur eine Partei IHR Recht bekommt.
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#15
 Von 
Anami
Status:
Unparteiischer
(9991 Beiträge, 1653x hilfreich)

Zitat (von go537869-96):
Handwerker Nummer 1, der sich (laut Visitenkarte) auf Bausanierung und Feuchtigkeit im Wohnraum spezialisiert hat, empfiehlt Calziumsilicat Platten im Innenraum.
Diese Logik erschließt sich recht schnell. Dir nicht?
Zitat (von go537869-96):
Gestern war Handwerker Nummer 2 da. Selbes Thema selber Lösungsvorschlag.
Auch verständlich. Der denkt das gleiche wie Nr.1.
Zitat (von go537869-96):
Der Balkon ist in einer Platte durch gegossen, da kann gar nichts undicht werden.
Kennen die beiden die Baupläne des Neubaus?

Ein neuerer dichtender Anstrich der Balkonflächen ist als Ursache deiner Probleme aber höchstwahrscheinlich auszuschließen. Zumal dort mit sehr wenig Beaufschlagung zu rechnen ist.

Zitat (von go537869-96):
Mich verunsichert sehr, dass hier im Forum niemand die Calziumsilikat Dämmung für eine Lösung hält.
Ich habe das jetzt erst gelesen. Ich verstehe, warum H 1 und H2 diese Lösung vorschlagen...
Zitat (von go537869-96):
Allerding habe ich vor 2 Tagen wieder mit mit Schimelentferner gereinigt.
Wie machst du das denn? Mit welchem und wie oft?
Nutzt du dein Arbeitszimmer regelmäßig/heizt du regelmäßig ?
Wie machst du Stoßlüften? Und wo ist das Fenster für die Stoßlüftung?
Wie ist denn das Haus von außen/ Außenwände gedämmt?
Hast du auch einen Balkon, der einen solchen Anstrich/Belag hat ? Ein Foto evtl. möglich, mit dem Anschlußpunkt Balkonplatte/Außenwand?

Zitat (von go537869-96):
Ein Experte, mit einer Wärmebildkamera, hat diese stellen als Kältebrücke deffiniert.
Wenn überhaupt, sind das Wärmebrücken. Bitte sags dem Experten bei Gelegenheit. In Wohngebäuden aus ca 1988 gibts immer Wärmebrücken. Aber nicht immer führen die nach 15 Jahren zu Schimmelproblemen, ohne dass *saniert* wurde.
Zitat (von go537869-96):
Die Feuchtigkeut des Mauerwerks wurde mit einem Handgerät gepüft und als "eindeutig feucht" angezeigt.
Ja. Der berüchtigte Schnelltest. Hat dieser Experte ein etwa haselnussgroßes Stück Putz aus der Wand herausgeschlagen? Kann man das auf einem Foto evtl. erkennen? Oder hat er eine (elt) Widerstandsfeuchte-Messung gemacht?
Dann hat er die Silikatplatten vorgeschlagen... richtig?

https://www.ausbaupraxis.de/feuchtigkeitsmessgeraet-in-der-Anwendung
Oder CM- Messung?
https://www.youtube.com/watch?v=350Ba-_zpCg

Zitat (von go537869-96):
Morgen kommt Handwerker Nummer 3.
Erzähl ihm bitte nichts von H1 und H2. Erteile bitte noch keinen Auftrag.

Ganz allgemein: Handwerker wollen keine Sanierungsgutachten und Ursachenforschung machen, sondern möglichst lukrative Aufträge einfahren.

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#16
 Von 
go537869-96
Status:
Frischling
(8 Beiträge, 0x hilfreich)

Kennt jemand ein Bauforum zum Austausch?

Beim googlen treffe ich nur auf Handwerkseiten aber nicht auf einem Forum zum Fachinfo Austausch.

Hier noch Antworten auf die Fragen die mir gestellt wurden:

Zuerstmal ist das Baujahr der Immobilie von 1968. Es ist äusserlich nicht gedämmt. Die Balkone sind angeblich mit dem Rest vom Haus in einer Einheit gegossen. (Beton)

Schimmelentfernung: Wie machst du das denn? Mit welchem und wie oft?
Nach Bedarf mit einem Spray aus dem Baumarkt und einem Schwamm.

Nutzt du dein Arbeitszimmer regelmäßig/heizt du regelmäßig ?

Nein, es wird nicht genutzt. Es verfügt über eine elektronisches Heizventil welches nachheizt wenn die Raumtemperatur unter 18 Grad abfällt. Ich arbeite in der Mess und Regeltechnik und habe diese Ventile in allen Räumen.

Wie machst du Stoßlüften? Und wo ist das Fenster für die Stoßlüftung?

Das Fenster ist schräg versetzt zur Hauptschimmelbildung im Arbeitszimmer.
Gelüfter wird morgen, Nachmittags und spät abends ungefähr 2 Minuten. Fenster komplett auf.


Wie ist denn das Haus von außen/ Außenwände gedämmt?
Gar nicht. Verbaut sind hauptsöchlich rote Ziegelsteine und Beton.

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#17
 Von 
Roland-S
Status:
Lehrling
(1574 Beiträge, 898x hilfreich)

Zitat (von go537869-96):
Zuerstmal ist das Baujahr der Immobilie von 1968. Es ist äusserlich nicht gedämmt. Die Balkone sind angeblich mit dem Rest vom Haus in einer Einheit gegossen. (Beton)
Das war Stand der Technik und funktionierte ja auch bei Dir Jahrzehnte ohne Auffälligkeiten.


Zitat (von go537869-96):
Nein, es wird nicht genutzt. Es verfügt über eine elektronisches Heizventil welches nachheizt wenn die Raumtemperatur unter 18 Grad abfällt.
Seit wann wird der Raum nicht mehr regelmäßig genutzt. kann das, und das sparsamere Heizen, mit der Schimmelbildung in Zusammenhang gebracht werden?


Zitat (von go537869-96):
Das Fenster ist schräg versetzt zur Hauptschimmelbildung im Arbeitszimmer.
Gelüfter wird morgen, Nachmittags und spät abends ungefähr 2 Minuten. Fenster komplett auf.
Das ist für einen Raum mit dieser (Nicht)nutzung voll ausreichend. Ist die Türe zu diesem Raum geschlossen?


Zitat (von go537869-96):
Wie ist denn das Haus von außen/ Außenwände gedämmt?
Gar nicht. Verbaut sind hauptsöchlich rote Ziegelsteine und Beton.
Somit scheint das Mauerwerk nach außen hin ausreichend diffusionsoffen und die Voraussetzungen für die Innendämmung mit Calziumsilikatplatten + Dampfsperre gegeben.

Bleibt das ungute Gefühl (bzw. die Frage), woher kommt die Durchfeuchtung der Wand - nach so langer Zeit, ohne diese Probleme. Käme die Feuchte - und damit noch schlechtere Dämmung mit der Folge erhöhter Schimmelbildung - doch von außen, wäre das bitter. Du hättest zwar eine saubere, schimmelfreie Wand und auch weniger Wärmeverlust, aber dahinter gammelt es halt vor sich hin.

Kommt es vom geänderten Nutzungsverhalten, ist anschließend alles Im Lack.

Da der Winter(?) sich dem Ende neigt, würde ich das noch über die warme Jahreszeit beobachten. Die Wand sollte im Frühjahr und Sommer komplett durchtrocknen. Es ist auch besser, die Dämmung dann im Herbst auf eine trockene Wand zu machen.

Zum Zweiten würde ich mir ein Infratot Thermometer zulegen. Damit dann die Temperatur dieser feuchten Schimmelecke messen. So kannst Du gut ermitteln, wie dort die Temperatur und der damit verbundene Taupunkt liegt. Gut mögllich, dass bei ökonomischen 18 Grad im Raum, die Temperatur dort im "schimmligen" Bereicht liegt. Die Ursche ist dann tatsächlich die nach außen, als Kragplatte, geführte Betonplatte für den Balkon. Einen (Bau)mangel, für den die Gemeinschaft aufkommen müsste, stellt das nicht dar.


VG
Roland

Signatur:Das Problem bei Gerichtsbeschlüssen ist, dass regelmäßig nur eine Partei IHR Recht bekommt.
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#18
 Von 
charlyt4
Status:
Student
(2481 Beiträge, 645x hilfreich)
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#19
 Von 
Anami
Status:
Unparteiischer
(9991 Beiträge, 1653x hilfreich)

Zitat (von Roland-S):
Die Ursche ist dann tatsächlich die nach außen, als Kragplatte, geführte Betonplatte für den Balkon.
Die kragt schon seit 1968 aus.

Ich fürchte, es liegt eher an der Wenig- bis Nichtnutzung dieses Raumes.
Dass man selbst ein Messtechniker ist, bedeutet nichts.

Was hat der 3. Handwerker gesagt?

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#20
 Von 
Roland-S
Status:
Lehrling
(1574 Beiträge, 898x hilfreich)

Zitat (von Anami):
Zitat (von Roland-S):
Die Ursche ist dann tatsächlich die nach außen, als Kragplatte, geführte Betonplatte für den Balkon.
Die kragt schon seit 1968 aus.
Ja natürlich! Ich hoffe im Kontext wird deutlich, dass ich hierin keinen Mangel sehe. Diese Bauweise war lange Zeit üblich und unauffällig. Zu Problemen kommt es erst, wenn neue zu dichte Fenster eingebaut, oder/und durch geändertes Nutzungsverhalten die kritischen Ecken auffällig werden.


Zitat (von Anami):
Was hat der 3. Handwerker gesagt?
Das interessiert mich auch.


VG
Roland

Signatur:Das Problem bei Gerichtsbeschlüssen ist, dass regelmäßig nur eine Partei IHR Recht bekommt.
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#21
 Von 
go537869-96
Status:
Frischling
(8 Beiträge, 0x hilfreich)

Handwerker 3 möchte die gesamte Aussenwand und bis in den Raum rein Dämmen also auf den Innenwänden. Das ist mit Sicherheit die bisher teuerste Lösung. Und irgendwie denke ich es ist ein Bisschen viel des Guten?
Dazu kam noch die Aussage, dass die Platten nicht tapeziert werden dürfen, was mir zwar einleuchtet aber was dann wohl optisch später vollkommen doof aussieht. Ich möchte ja alle Zimmer neu Tapezieren und haätte dann 40-50 cm vor der Aussenwand dann eine Kannte (die man aber wohl auch mit einem Keil verdecken kann) wo dann nur noch gestrichen werden kann?

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#22
 Von 
go537869-96
Status:
Frischling
(8 Beiträge, 0x hilfreich)

Und nein, ich hatte es schon geschrieben , wir haben keine Fenster eingebaut. Die Fenster sind von 1988.
Und zum Thema Nutzung: Im Arbeitszimmer ist der Meiste Schimmel in der Ecke. Aber selbst im gut geheizten Wohnsimmer hat sich in der Fuge zwischen Decke und Aussenwand Schimmel gebildet. Das Wohnzimmer wird abends immer von Tagsüber 18 auf 21 Grad aufegeheizt.

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#23
 Von 
Anami
Status:
Unparteiischer
(9991 Beiträge, 1653x hilfreich)

Dann bin ich mal der 4. Angucker deiner Schimmel-Problematik. ;)
Meine Empfehlung:
-Das mit den CS-Platten vergessen.
-Das mit dem Runter-und Raufheizen unterlassen.
- Das mit dem häufig-und regelmäßigen Reinigen mit Schimmelentferner unterlassen.
Stattdessen:
- Eine durchgängige Heizung auch bei Nichtbenutzung des Raumes gewährleisten.
- Die gesamte Wohnung täglich lüften. Türen und Fenster auf--- vor allem im Winter. Im Sommer deswegen nicht wichtig.

Nein, ich bin kein Handwerker, der auf Umsatz und Gewinn schaut.
Nein, ich bin kein Baumarkt, der Umsatz mit Schimmelentfernern macht.

Ich würde zur Sicherheit den oberen Nachbarn fragen, ob er in den letzten 4 Jahren in seiner Wohnung +Balkon irgendwas saniert/renoviert/umgebaut hat.
Ich würde meine Wäsche auf keinen Fall mehr in dem *Arbeitszimmer*trocknen, auch nicht mit bisschen Heizung und Tür/Fenster auf.

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#24
 Von 
Roland-S
Status:
Lehrling
(1574 Beiträge, 898x hilfreich)

Zitat (von go537869-96):
Und nein, ich hatte es schon geschrieben , wir haben keine Fenster eingebaut. Die Fenster sind von 1988.
Und zum Thema Nutzung: Im Arbeitszimmer ist der Meiste Schimmel in der Ecke. Aber selbst im gut geheizten Wohnsimmer hat sich in der Fuge zwischen Decke und Aussenwand Schimmel gebildet. Das Wohnzimmer wird abends immer von Tagsüber 18 auf 21 Grad aufegeheizt.
Miss die Oberflächentemperatur in diesen Bereichen. Ferner sollte geklärt werden, warum nach vielen Jahrzehnten das Problem vor 4 Jahren aufgetaucht ist.

Um die Ausgangsfrage zu beantworten, für Deine Renovierung und evtl. Dämmversuche wirst Du selbst aufkommen müssen.


VG
Roland

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#25
 Von 
go537869-96
Status:
Frischling
(8 Beiträge, 0x hilfreich)

Hallo nochmal

Hoch und runter heizen mache ich ja nun nicht. Ich senke in der Zeit wo niemand da ist 3 Grad ab. Das mache ich schon immer so auch in den 15 Jahren wo es kein Schimmel gab.

Wäsche trockne ich auch nicht in der Wohnung.

Mein Nachbar, in der Wohnung über mir, hat baulich keine Änderungen vorgenommen. Ich war dort auf dem Balkon und optisch gibt es keine Risse oder Undichtigkeiten an den Stellen wo durch Regen eventuell Wasser rein kommt. Was aber generell sehr selten ist.
Es ist lediglich dieser Farbanstrich der Balkon Platte sich vor ca 3 Jahren gemacht wurde.

Ich habe mir nun ein Laser Thermometer gekauft und habe folgendes gemessen:

Außen Temperatur 10 Grad
Raumtemperatur 20 Grad
Innenwände Temperaturen 18,5 Grad
Temperaturen dort wo der Schimmel ist 17 Grad

Das sind doch keine Abweichungen wodurch sich Feuchtigkeit bildet?

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#26
 Von 
Roland-S
Status:
Lehrling
(1574 Beiträge, 898x hilfreich)

Zitat (von go537869-96):
Das sind doch keine Abweichungen wodurch sich Feuchtigkeit bildet?
Eigentlich nicht.... - wobei noch die Komponente der Luftfeuchtigkeit eine Rolle spielt klick

Und, eine Ursache muss die Feuchtigkeit und der damit verbundene Schimmel haben. Du hast (weitgehend) ausgeschlossen, dass die Nässe von außen kommt. Du hast (weitgehend) ausgeschlossen, dass die Nässe von innen kommt. Die Wohn- und Nutzungsbedingungen haben sich nicht (wesentlich?) geändert.

Bleibt die Doppelfrage:
- warum taucht das Problem nach vielen Jahren jetzt auf?
- wo kommt die Feuchtgkeit tatsächlich her?

Ergänzend würde ich klären, ob es in diesem Haus vergleichbare Wohnungen gibt und ob diese ähnliche Probleme aufweisen. Das ist IMO interessant, um eine möglichst sinnvolle Abhilfe zu schaffen. Die Verpflichtung zur Kostenübernahme hierfür sähe ich bei der Gemeinschaft trotzdem nicht.


VG
Roland

Signatur:Das Problem bei Gerichtsbeschlüssen ist, dass regelmäßig nur eine Partei IHR Recht bekommt.
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#27
 Von 
Tobias F
Status:
Lehrling
(1415 Beiträge, 837x hilfreich)

Zitat (von go537869-96):
Ich habe mir nun ein Laser Thermometer gekauft und habe folgendes gemessen:
...........
Das sind doch keine Abweichungen wodurch sich Feuchtigkeit bildet?

Ist ja alles gut und schön, aber niemand hier im Forum wird dir erklären können warum es so ist wie es ist. Das können höchstens Fachleute VOR ORT.

Und nochmal, so lange die WEG den Schimmel nicht verschuldet hat zahlt sie auch nicht.

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