Seit 2019 keine Eigentümerversammlung und keine Eigentümerbeschlüsse

26. September 2023 Thema abonnieren
 Von 
Charly777
Status:
Beginner
(55 Beiträge, 1x hilfreich)
Seit 2019 keine Eigentümerversammlung und keine Eigentümerbeschlüsse

trotzdem wurde in 2020 der Außenanlage eine Wasserversorgung installiert und seither 720m³ Leitungswasser über den Wasseranschluss des Hausmeisters (für Putzwasser) verbraucht. Mit Abstimmung der Hausverwaltung wird das alles durch eine Miteigentümerin durchgeführt.
Wenn ich (und ich vermute noch weitere 2 bis 3 Eigentümer) bei einer noch stattfindenden Versammlung diesen entstandenen Kosten widerspreche, wie wird dann mit den vom Gemeinschaftsvermögen bezahlten Kosten verfahren.

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17 Antworten
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#1
 Von 
R.M.
Status:
Bachelor
(3873 Beiträge, 2379x hilfreich)

Zitat (von Charly777):
wurde in 2020 der Außenanlage eine Wasserversorgung installiert und seither 720m³ Leitungswasser über den Wasseranschluss des Hausmeisters (für Putzwasser) verbraucht.
Bitte diese Aussage nochmals überprüfen. Das wären in max. 3,5 Jahren (frühestens Anfang 2020 bis Sommer 2023) täglich (!) ca. 560 Liter (!) - das klingt sehr unplausibel.

Signatur:

lg.
R.M.

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#2
 Von 
Charly777
Status:
Beginner
(55 Beiträge, 1x hilfreich)

Zitat (von R.M.):
Bitte diese Aussage nochmals überprüfen


Aus welchem Grunde sollte ich Unsinn notieren, wenn ich eine Antort erhoffe.

An den Wasserhahn an der Hofwand NEU angebrachter Wasserautomat mit Wass wurde erurh (Kosten sind mir unbekannt) wurde ein Berieselungsschlauch (Kosten sind mir unbekannt) angeschlossen, alles ca. Anfang Juli 2019. Durch mich erstmals gesichtet am 09.08.2019 mit 11,677m³ und heute mit 720,111m³.

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#3
 Von 
Roland-S
Status:
Student
(2591 Beiträge, 1199x hilfreich)

Zitat (von Charly777):
bei einer noch stattfindenden Versammlung diesen entstandenen Kosten widerspreche,
Soll es denn jetzt eine Versammlung geben? Wann gab es und wie viele Hausgeldabrechnungen seit 2019? Wurden diese, wenn ja und in welcher Form angenommen? Gab es Entlastungen des Verwalters, gab es aktualisierte Wirtschaftspläne, von wem und wie wurden diese beschlossen?
Denn, die Hausgeldabrechnung ist der Hebel um nicht beschlossene oder ungerechtfertige Kosten anzugreifen. Wird eine solche Abrechnung dennoch mehrheitlich angenommen, gebilligt, kann man diesen Beschluss versuchen anzufechten.

Wie groß (oder klein) ist denn diese WEG und wer ist Verwalter, ein Profi oder ein Miteigentümer?

VG
Roland

Signatur:

Das Problem bei Gerichtsbeschlüssen ist, dass regelmäßig nur eine Partei IHR Recht bekommt.

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#4
 Von 
R.M.
Status:
Bachelor
(3873 Beiträge, 2379x hilfreich)

Zitat (von Charly777):
Aus welchem Grunde sollte ich Unsinn notieren, wenn ich eine Antort erhoffe.
Ganz offensichtlich hast Du zumindest nicht alles und nicht korrekt geschrieben:
Zitat (von Charly777):
wurde in 2020 der Außenanlage eine Wasserversorgung installiert
Zitat (von Charly777):
alles ca. Anfang Juli 2019


und

Zitat (von Charly777):
Wasseranschluss des Hausmeisters (für Putzwasser)
Zitat (von Charly777):
An den Wasserhahn an der Hofwand NEU angebrachter Wasserautomat mit Wass wurde erurh (Kosten sind mir unbekannt) wurde ein Berieselungsschlauch (Kosten sind mir unbekannt) angeschlossen


OK, dann sind es jetzt halt vier Jahre. Im Durchschnitt verbraucht ein Hausmeister ca. 2-3 Eimer Putzwasser pro Treppenhaus pro Woche. Keine Ahnung wie groß Eure WEG ist aber 720m³ dürften damit schwer erreichbar sein.

Ein Berieselungsschlauch kann dann je nach Größe der Wohnanlage und angesichts der extrem trockenen letzten Jahre die Sachlage schon erheblich ändern. Für eine realistische Einschätzung müsste man aber die Fläche der berieselten Grünanlage kennen.

Und dann wären da noch die Fragen von Roland-S zu beantworten.

Signatur:

lg.
R.M.

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#5
 Von 
Charly777
Status:
Beginner
(55 Beiträge, 1x hilfreich)

Zitat (von Roland-S):
Soll es denn jetzt eine Versammlung geben?


Nein, noch keine in Sicht.
Ich dachte, die Überschrift sagt alles, habe mich wohl geirrt.
Die letzte Versammlung war nach Vorlage für die Hausabrechnung des Kalenderjahres 2018 einschließlich der notwendigen Absstimmungen und danach das erforderliche Protokoll. Für 2019 wurden die monatlichen Abschlagzahlungen des Jahres 2018 weitergeführt. Diesen monatlichen Hausgeldbetrag erhebt der Hausverwalter bis heute unverändert. Unsere angesparten Rücklagen hat er mit sicherheit bis heute längst ohne Zustimmung ausgegeben.
Für 2019 hat er in 2020 die Abrechnung (mit einigen Ausgaben bin ich nicht einverstanden) mit Begleitbrief zugestellt und den Hinweis gemacht, dass es eine Eigentümerversammlung gibt, sobald die Corona-Pandemie dies zulasse. Unsere WEG umfasst 7 Wohnungseigentümer und eine Gewerbeeinheit. Die Coronaverordnungen des Bundes und des Landes NRW haben für 2020 und 2021 für diese kleinen Versammlungen eine Zulassung erteilt. Der Hausverwalter reagiert aber auf keine Versammlungsanforderung.

Er wird sicherlich bald eine Versammlung einberufen. Für diesen Fall war und ist meine Anfrage.



-- Editiert von User am 30. September 2023 12:32

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#6
 Von 
Roland-S
Status:
Student
(2591 Beiträge, 1199x hilfreich)

Zitat (von Charly777):
Die letzte Versammlung war nach Vorlage für die Hausabrechnung des Kalenderjahres 2018 einschließlich der notwendigen Absstimmungen und danach das erforderliche Protokoll. Für 2019 wurden die monatlichen Abschlagzahlungen des Jahres 2018 weitergeführt.
Das verstehe ich nicht. Mit Vorlage der Abrechnung für 2018 und Annahme dieser durch die ETV hätte der Wirtschaftsplan des Folgejahres (2019) vorliegen müssen und dieser beschlossen werden können (müssen).


Zitat (von Charly777):
Diesen monatlichen Hausgeldbetrag erhebt der Hausverwalter bis heute unverändert.
Was nach meinem Dafürhalten nicht mehr rechtens ist, da diese Coronaausnahmeregelung ausgelaufen ist.


Zitat (von Charly777):
Unsere angesparten Rücklagen hat er mit sicherheit bis heute längst ohne Zustimmung ausgegeben.
Was sagen die Abrechnungen für 2019 und 2020 über den Stand der Rücklagen aus?


Zitat (von Charly777):
den Hinweis gemacht, dass es eine Eigentümerversammlung gibt, sobald die Corona-Pandemie dies zulasse.
Das wäre IMO Ende 2022 aber spätestens Anfang 2023 der Fall gewesen.


Zitat (von Charly777):
Unsere WEG umfasst 7 Wohnungseigentümer und eine Gewerbeeinheit.
Gibt es unter den anderen Mitgliedern dieser recht überschaubaren WEG Kontakt, wie sehen und stehen diesse zur Vorgehensweise des Verwalters? Ist es ein gewerblicher Verwalter?


Zitat (von Charly777):
Der Hausverwalter reagiert aber auf keine Versammlungsanforderung.
Durch wen und in welcher Form erfolgte diese Aufforderung?

Kam man schon mal auf den Gedanken Einsichtnahme in die Verwaltungsunterlagen der WEG zu nehmen?


Zitat (von Charly777):
Er wird sicherlich bald eine Versammlung einberufen. Für diesen Fall war und ist meine Anfrage.
Das war aus meiner Sicht eine gute Idee....


VG
Roland

Signatur:

Das Problem bei Gerichtsbeschlüssen ist, dass regelmäßig nur eine Partei IHR Recht bekommt.

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#7
 Von 
Charly777
Status:
Beginner
(55 Beiträge, 1x hilfreich)

Zitat (von Roland-S):
Das war aus meiner Sicht eine gute Idee....


Und.......wie ist die Antwort auf diese gute Idee.

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#8
 Von 
Roland-S
Status:
Student
(2591 Beiträge, 1199x hilfreich)

Zitat (von Charly777):
Und.......wie ist die Antwort auf diese gute Idee.
Antworten gibt es in der Regel auf Fragen. Und für eine Antwort, oder besser Einschätzung, bedarf es möglichst vieler (aller) hierfür zielführender Informationen. Du kannst auch gerne auf Antworten anderer Teilnehmer hier warten, die sich hierzu berufen sehen auf Grundlage Deiner bisherigen Informationen.

VG
Roland

Signatur:

Das Problem bei Gerichtsbeschlüssen ist, dass regelmäßig nur eine Partei IHR Recht bekommt.

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#9
 Von 
aspergius
Status:
Praktikant
(917 Beiträge, 224x hilfreich)

Nur mal als Gedanke.. Wie wäre es, wenn Charly einfach keine Hausgeldzahlingen leiset, bis eine Abrechnung vorliegt? Es gibt ja keinen geltenden Wirtschaftsplan, also kann dieser Verwalter auch nichts einfordern. Oder liege ich da falsch? Vielleicht kann man auf diese Weise eine Abrechnung erzwingen.

-- Editiert von User am 30. September 2023 22:11

Signatur:

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#10
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(118651 Beiträge, 39613x hilfreich)

Zitat (von aspergius):
Oder liege ich da falsch?

Nicht unbedingt.
Es könnte jedoch nach so langer Zeit des Nichtstuns die Verwirkung eingetreten sein.



Zitat (von Charly777):
Wenn ich (und ich vermute noch weitere 2 bis 3 Eigentümer) bei einer noch stattfindenden Versammlung diesen entstandenen Kosten widerspreche, wie wird dann mit den vom Gemeinschaftsvermögen bezahlten Kosten verfahren.

Das ist ganz einfach beantwortet: so wie die Mehrheit es entscheidet.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

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#11
 Von 
R.M.
Status:
Bachelor
(3873 Beiträge, 2379x hilfreich)

Zitat (von aspergius):
Nur mal als Gedanke.. Wie wäre es, wenn Charly einfach keine Hausgeldzahlingen leiset, bis eine Abrechnung vorliegt? Es gibt ja keinen geltenden Wirtschaftsplan, also kann dieser Verwalter auch nichts einfordern. Oder liege ich da falsch?
Gewagte Aussage wenn man den Beschlusstext des letzten beschossenen Wirtschaftsplans nicht kennt. Oftmals beschließen Eigentümergemeinschaften, dass die beschlossenen Hausgelder über das Wirtschaftsjahr hinaus fortgelten bis zur Beschlussfassung über einen neuen Wirtschaftsplan. Das soll genau das verhindern, dass die Anspruchsgrundlage auf Zahlung des monatlichen Hausgeldes entfällt.

Signatur:

lg.
R.M.

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#12
 Von 
Charly777
Status:
Beginner
(55 Beiträge, 1x hilfreich)

Zitat (von R.M.):
Oftmals beschließen Eigentümergemeinschaften, dass die beschlossenen Hausgelder über das Wirtschaftsjahr hinaus fortgelten bis zur Beschlussfassung über einen neuen Wirtschaftsplan.


Im Protokoll steht der Satz: Bericht der Verwaltung über den Wirtschftsplan 2019. Der Wirtschaftsplan wurde an der Abrechnung 2018 orientiert mit den zu erwartenden Erhöhungen der Kosten und Gebühren.
Nach kurzer Diskussion wird der Wirtschaftsplan 2019 einstimmig genehmigt.

Seither gab es keine Versammlung mehr und keine Veränderung der monatlichen Hauskostenzahlungen, die vom Verwalter (gewerblicher Unternehmer) per Banklastschrift eingezogen werden.




-- Editiert von User am 2. Oktober 2023 09:56

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#13
 Von 
aspergius
Status:
Praktikant
(917 Beiträge, 224x hilfreich)

Ich würde als erstes mal die Einzugsermächtigung zurück ziehen und dann nicht mehr einzahlen bis eine Abrechnung erfolgt ist. Alternativ kann man nur auf Vorlage einer Rechbung seinen Anteil zahlen. Durch nichts tun, ändert sich nichts.

Signatur:

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#14
 Von 
aspergius
Status:
Praktikant
(917 Beiträge, 224x hilfreich)

Ich würde als erstes mal die Einzugsermächtigung zurück ziehen und dann nicht mehr einzahlen bis eine Abrechnung erfolgt ist. Alternativ kann man nur auf Vorlage einer Rechnung seinen Anteil zahlen. Durch nichts tun, ändert sich nichts.

Signatur:

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#15
 Von 
Spezi-2
Status:
Senior-Partner
(6385 Beiträge, 2310x hilfreich)

Zitat:
Im Protokoll steht der Satz: Bericht der Verwaltung über den Wirtschftsplan 2019. Der Wirtschaftsplan wurde an der Abrechnung 2018 orientiert mit den zu erwartenden Erhöhungen der Kosten und Gebühren.
Nach kurzer Diskussion wird der Wirtschaftsplan 2019 einstimmig genehmigt.


Ich vermute mal, in dem Protokoll (oder einem weiteren) steht dann, daß auch beschlossen wurde
"auch für die weiteren Jahre so zu verfahren" !!
Wurde dies auch geprüft ?

Signatur:

Meine Beiträge sind keine juristischen Ratschläge, sondern sollen dem Erfahrungsaustausch dienen.

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#16
 Von 
Roland-S
Status:
Student
(2591 Beiträge, 1199x hilfreich)

Zitat (von Charly777):
Bericht der Verwaltung über den Wirtschftsplan 2019. Der Wirtschaftsplan wurde an der Abrechnung 2018 orientiert mit den zu erwartenden Erhöhungen der Kosten und Gebühren.
Nach kurzer Diskussion wird der Wirtschaftsplan 2019 einstimmig genehmigt.
Also gab es einen beschlossenen WiPl für das Jahr 2019. Der galt dann wegen der Coronaausnahmeregelung IMO bis zum Jahr 2022.
2022 hätte dann eine ETV stattfinden können (müssen?). Mit Beschluss über die Abrechnungen 2019, 2020 und 2021. Der WiPl 2023 hätte dann auch beschlossen werden können (müssen?)

Wenn obige Annahmen meinerseits zutreffen, wird das Hausgeld ab 2023 tatsächlich ohne bestehende rechtliche Grundlage eingezogen. (?) Ob es zielführend oder klug wäre deshalb dann die Zahlungen einzustellen wage ich anzuzweifeln.

IMO ist es höchste Zeit in Erfahrung zu bringen, warum der Verwalter seiner ges. Verpflichtung, einmal im Jahr eine ETV abzuhalten, nicht nachkommt und ihn nachdrücklich dazu zu motivieren. Sollte es jedoch es den anderen WEGlern am Gesäß vorbei geht, wird man nicht umhin kommen das zu ändern oder letztlich selbst die Initiative zu ergreifen.


VG
Roland

Signatur:

Das Problem bei Gerichtsbeschlüssen ist, dass regelmäßig nur eine Partei IHR Recht bekommt.

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#17
 Von 
Roland-S
Status:
Student
(2591 Beiträge, 1199x hilfreich)

Zitat (von Spezi-2):
Ich vermute mal, in dem Protokoll (oder einem weiteren) steht[...]
Dafür gab es keine Hinweise. Und weitere ETVs und somit Protokolle gab es auch nicht.


VG
Roland

Signatur:

Das Problem bei Gerichtsbeschlüssen ist, dass regelmäßig nur eine Partei IHR Recht bekommt.

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