Steckdose im Bereich des Doppelparkers genehmigungspflichtig?

3. Februar 2017 Thema abonnieren
 Von 
wms
Status:
Beginner
(92 Beiträge, 32x hilfreich)
Steckdose im Bereich des Doppelparkers genehmigungspflichtig?

Hallo,
in unserer Tiefgarage gibt es Doppelparker die in der Regel von 2 Parteien genutzt werden, einer steht oben der andere unten.

Nut hat ein Eigentümer eine Steckdose installiert die auch über seinen Stromanschluss abgesichert ist. Er will damit die Batterie seines Oldies mit einem Batterieladegerät überwintern, sprich ist dauent angeschlossen.

Wie das immer so ist es stört sich ein anderer Eigentümer daran. Er fordert einen Beschluss da es sich um eine bauliche Veränderung handelt. Hmm.

Meiner Meinung nach müssen die beiden Eigentümer des entsprechenden Doppelparkers sich einig sein. Es ist deren Sondereigentum und optisch stören sollte eine Wandsteckdose, Aufputz, in einem Doppelparker ja nicht.

Möglicherweise gibt es aber ein Sicherheitsrisiko? Wird die Batterie im Keller eines Eigentümers so überwintert wäre das Risiko gleich.

Hat jemand eine Idee?

Gruss wms

Probleme mit der Immobilie oder Miteigentümern?

Probleme mit der Immobilie oder Miteigentümern?

Ein erfahrener Anwalt im WEG und Immobilienrecht gibt Ihnen eine vertrauliche kostenlose Einschätzung!
Ein erfahrener Anwalt im WEG und Immobilienrecht gibt Ihnen eine vertrauliche kostenlose Einschätzung!
Kostenlose Einschätzung starten Kostenlose Einschätzung starten



10 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(118763 Beiträge, 39625x hilfreich)

Zitat (von wms):
Nut hat ein Eigentümer eine Steckdose installiert

Das das nicht jeder darf, sondern durch gesetzliche Regulierung nur ein bestimmter Personenenkreis: gehört der Mieter zu den Kreis? Oder wurde die Montage nahc Fertigstellung von einer entsprechend authorisierten Person abgenommen?
Ansonsten wäre erst mal die gesamte stromführende Anlage unverzüglich stillzulegen.



Zitat (von wms):
Er fordert einen Beschluss da es sich um eine bauliche Veränderung handelt.

Sehe ich genau so.



Zitat (von wms):
Meiner Meinung nach müssen die beiden Eigentümer des entsprechenden Doppelparkers sich einig sein.

Wird oft auch so gehand habt. Wennalle mitspielen ist das ja auch kein Problem.
Nur steht bezüglich "bauliche Veränderung" nun mal was anderes im Gesetz. Wenn dann einer querschießt ...



Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
-Laie-
Status:
Weiser
(16827 Beiträge, 5865x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Das das nicht jeder darf, sondern durch gesetzliche Regulierung nur ein bestimmter Personenenkreis:
Welche gesetzliche Regelung denn?

Signatur:

Folgende Nutzer werden blockiert, ich kann deren Beiträge nicht lesen: AR377, Xipolis, Jule28

0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(118763 Beiträge, 39625x hilfreich)

Zitat (von micbu):
Welche gesetzliche Regelung denn?

NAV, § 13



Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
0815Frager
Status:
Master
(4953 Beiträge, 2375x hilfreich)

Zitat (von micbu):
Welche gesetzliche Regelung denn?

Ergänzend zu der NAV von Harry, das Energiewirtschaftsgesetz verweist auf die NAV, im weiteren diese dann auf die TAB der NB.
Und die Berechtigung geht dann ins Installateurverzeichnis des NB, wer dort eingetragen werden will, benötigt den Meister im Elektrotechnikerhandwerk, und muss nachweise das er ein gültiges VDE Abo und die notwendigen Prüfmittel hat.

0x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
R.M.
Status:
Bachelor
(3874 Beiträge, 2379x hilfreich)

Wir müssen unterscheiden zwischen der
- elektrotechnischen Zulässigkeit und der
- WEG-rechtlichen Zulässigkeit

Ersteres, wenn nicht eh schon die Installation durch einen zugelassenen Elektriker erfolgt ist, kann durch nachträgliche Abnahme eines Elektromeisters geheilt werden.

Letzteres:

[Quote=WEG § 22 Besondere Aufwendungen, Wiederaufbau](1) Bauliche Veränderungen und Aufwendungen, die über die ordnungsmäßige Instandhaltung oder Instandsetzung des gemeinschaftlichen Eigentums hinausgehen, können beschlossen oder verlangt werden, wenn jeder Wohnungseigentümer zustimmt, dessen Rechte durch die Maßnahmen über das in § 14 Nr. 1 bestimmte Maß hinaus beeinträchtigt werden. Die Zustimmung ist nicht erforderlich, soweit die Rechte eines Wohnungseigentümers nicht in der in Satz 1 bezeichneten Weise beeinträchtigt werden.
i.V.m.

Zitat (von § 14 Pflichten des Wohnungseigentümers):
Jeder Wohnungseigentümer ist verpflichtet:
1. die im Sondereigentum stehenden Gebäudeteile so instand zu halten und von diesen sowie von dem gemeinschaftlichen Eigentum nur in solcher Weise Gebrauch zu machen, daß dadurch keinem der anderen Wohnungseigentümer über das bei einem geordneten Zusammenleben unvermeidliche Maß hinaus ein Nachteil erwächst;

Ernsthafte Frage: erwächst irgend einem anderen Miteigentümer ein über das unvermeidliche Maß hinaus ein Nachteil?

Etwas anderes wäre jedoch die Fragestellung bezüglich einer Ladestation für das E-Auto. Hier stößt irgendwann mal der Hausanschluss an seine Leistungsgrenze und muss verstärkt werden - was einen erheblichen finanziellen Nachteil bedeuten würde.

Signatur:

lg.
R.M.

0x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
Osmos
Status:
Lehrling
(1745 Beiträge, 618x hilfreich)

Das LG München I hat hierzu eine klare Ansicht und verneint einen Anspruch bezüglich Ladestation für E-KFZ, siehe Urteil vom 21.1.2016, 36 S 2041/15 WEG. Die Ausführungen der Gerichts drehen sich aber teilweise sehr generell um die Beeinträchtigung durch die Installation von Kabeln und Steckdosen zu/an den Stellplätzen. Wen es interessiert kann ja gerne selbst mal reinschauen.

Signatur:

Meine persönliche Meinung

0x Hilfreiche Antwort

#7
 Von 
R.M.
Status:
Bachelor
(3874 Beiträge, 2379x hilfreich)

Hat jemand die Urteilsbegründung im Original/Langtext? Mich würde die Begründung des Gerichst en detail interessieren, inwieweit über das bei einem geordneten Zusammenleben unvermeidliche Maß beeinträchtigt wird.

Signatur:

lg.
R.M.

0x Hilfreiche Antwort

#8
 Von 
Sir Berry
Status:
Unparteiischer
(9326 Beiträge, 2998x hilfreich)

Hallo,

hier soll ein Batterieladegerät mit Erhaltungsladefunktion angeschlossen werden, kein E-Auto geladen.

Berry

0x Hilfreiche Antwort

#9
 Von 
wms
Status:
Beginner
(92 Beiträge, 32x hilfreich)

Erst mal vielen Dank für die Beiträge.

Die Installation wurde von einem Elektromeister sowie einem Ing. der auch Elektrotechnik studiert hat durchgeführt. Sind aber beides Rentner und haben nur einen Freundschaftsdienst geleistet. Mir würde das als Sicherheit genügen aber offiziell genügt das vielleicht nicht. Zur Not müsste man eine Abnahme veranlassen.

Die Doppelparkerbox wird und kann nur von 2 Parteien genutzt werden. Ich hoffe mal das nur diese beide Parteien der Steckdose zustimmen müssen und nicht alle Eigentümer deren Doppelparkerbox in der Tiefgarage sind.
Die Steckdose ist ausserdem in einem nicht ensehbaren Bereich installiert und ist somit keine optische Störung.

Im öffentlichen Bereich, genau gegenüber von der betreffenden Doppelparkerbox, ist eine Steckdose installiert. Da es sich hier um eine Steckdose handelt die über den Allgemeinstromzähler angeschlossen ist hat der Eigentümer es vorgezogen eine eigene Steckdose zu installieren um nicht die Allgemeinheit mit seinem Stromverbrauch zu belasten.

Der Stromverbrauch ist kleiner 1€/Monat!!! Dient zur Info, ein Ausbau des Stromanschlusses ist daher nicht notwendig.

0x Hilfreiche Antwort

#10
 Von 
0815Frager
Status:
Master
(4953 Beiträge, 2375x hilfreich)

Zitat (von wms):
Die Installation wurde von einem Elektromeister sowie einem Ing. der auch Elektrotechnik studiert hat durchgeführt. Sind aber beides Rentner und haben nur einen Freundschaftsdienst geleistet.

Nützt nichts, der Ing darf ohne Zusatzqualifikation rein gar nichts an einen Niederspannungsnetz herum basteln, der Meister ohne Eintrag ins Installateursverzeichnis des NB genau so wenig, und ein Meister müsste das wissen, und lässt die Finger von der Sache.
Zitat (von wms):
Mir würde das als Sicherheit genügen aber offiziell genügt das vielleicht nicht. Zur Not müsste man eine Abnahme veranlassen.

Nicht zur Not, es muss eine Fachfirma nach solch einen durch Laien (ja die beiden zählen dazu) Eingriff in die Installation alle Stromkreise nach VDE 0100-600 überprüft werden, und ein entsprechende Prüf / Messprotokoll muss angefertigt werden.
Die Kosten hierfür dürften sich um einiges an Mehr belaufen, als wenn ein Elekrofachbetrieb die Steckdose verlegt hätte.
Zitat (von wms):
Der Stromverbrauch ist kleiner 1€/Monat!!! Dient zur Info, ein Ausbau des Stromanschlusses ist daher nicht notwendig.

Bei einem 16 A Anschluss im Aussetzbetrieb ist das kein Problem. Allerdings abgesehen vom WEG Recht, in Zukunft sollte für solche Dinge den Fachbetrieb ins Boot nehmen. Und bis jetzt die Steckdosen und die elektrische Sicherheit nicht bestätigt sind, die Steckdosen außer Betrieb lassen, im Falle eines Unfall oder gar Brand hat man die alleinige Haftung, dafür kommt keine Versicherung auf.

1x Hilfreiche Antwort

Und jetzt?

Für jeden die richtige Beratung, immer gleich gut.
Schon 265.312 Beratungen
Anwalt online fragen
Ab 30
Rechtssichere Antwort in durchschnittlich 2 Stunden
107.350 Bewertungen
  • Keine Terminabsprache
  • Antwort vom Anwalt
  • Rückfragen möglich
  • Serviceorientierter Support
Anwalt vor Ort
Persönlichen Anwalt kontaktieren. In der Nähe oder bundesweit.
  • Kompetenz und serviceoriente Anwaltsuche
  • mit Empfehlung
  • Direkt beauftragen oder unverbindlich anfragen
Alle Preise inkl. MwSt. zzgl. 5€ Einstellgebühr pro Frage.

Jetzt Anwalt dazuholen.

Für 60€ beurteilt einer unserer Partneranwälte diese Sache.

  • Antwort vom Anwalt
  • Innerhalb 24 Stunden
  • Nicht zufrieden? Geld zurück!
  • Top Bewertungen
Ja, jetzt Anwalt dazuholen