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Streit mit Hausverwaltung bzgl. Schuhschrank

 Von 
Mickey77
Status:
Frischling
(12 Beiträge, 0x hilfreich)
Streit mit Hausverwaltung bzgl. Schuhschrank

Hallo,

ich bin seit 1,5 Jahren Besitzer einer Neubau Dachgeschosswohnung. In unserem Haus wohnen 8 Parteien wobei der Großteil ebenfalls Eigentümer sind. Nun haben wir ein Problem mit unserer Hausverwaltung = Bauträger, welche uns plötzlich per Mail auffordert, den seit Einzug aufgestellten Schuhschrank im Hausflur des Gemeinschaftseigentums zu entfernen. Sollten wir der Aufforderung nicht nachkommen, wird dieser vom Hausmeister entfernt. Ich habe dazu bislang nicht reagiert.
Wir haben ein sehr gutes Verhältnis unter den Hausbewohnern und keinen stört dieser minimale Schuhschrank. Er steht in einer Vertiefung in der Wand, ist gerade einmal 17cm tief und schließt bündig mit der Wand ab. Der Hausflur ist riesig groß und selbst im Brandfall, sollte dieser kleine Schuhschrank 120 x 120 x 17cm (hochglanz weiß) niemanden behindern.
In der Hausordnung ist aufgeführt, dass keine Gegenstände im Hausflur stehen dürfen. Darauf und auf die Brandschutzbestimmungen beruft sich die Hausverwaltung.
Ich möchte diesen Schuhschrank nur ungern entfernen, da es dadurch sehr aufgeräumt sauber ausschaut und die Schuhe nicht mehr vor der Türe stehen, was aber auch untersagt ist.

Fragen: Hat die Hausverwaltung das Recht diesen Schuhschrank inkl. Schuhen (mein Eigentum) entfernen zu lassen?
Wie stehen meine Chancen, mich anwaltlich vertreten zu lassen? Sollte der Schuhschrank tatsächlich entfernt werden, lohnt eine Anzeige bei der Polizei gegen Unbekannt?


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Eigentum Hausverwaltung Hausordnung Recht


41 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(96085 Beiträge, 36386x hilfreich)

Zitat (von Mickey77):
Ich möchte diesen Schuhschrank nur ungern entfernen, da es dadurch sehr aufgeräumt sauber ausschaut

Ohne sie es noch aufgeräumter.



Zitat (von Mickey77):
und die Schuhe nicht mehr vor der Türe stehen,

Was soll eigentlich diese Unart, immer sein Zeug im Flur liegen zu lassen?



Zitat (von Mickey77):
selbst im Brandfall, sollte dieser kleine Schuhschrank 120 x 120 x 17cm (hochglanz weiß) niemanden behindern.

Das ist eine nicht unerhbliche Brandlast in einem Fluchtweg.



Zitat (von Mickey77):
Fragen: Hat die Hausverwaltung das Recht diesen Schuhschrank inkl. Schuhen (mein Eigentum) entfernen zu lassen?

Wenn man eine Gefahrenquelle nicht beseititgt ist die HV sogar in der Pflicht diese Gefahr auf Kosten des Uneinsichtigen beseitigen zu lassen.



Zitat (von Mickey77):
Wie stehen meine Chancen, mich anwaltlich vertreten zu lassen?

Wenn man gut zahlt: hervorragend. Warum sollte ein Anwalt Dich und Dein Geld ablehnen?



Zitat (von Mickey77):
Sollte der Schuhschrank tatsächlich entfernt werden, lohnt eine Anzeige bei der Polizei gegen nbekannt?

Eher nicht. Die sind in der Regel schon mit echten Straftaten genug ausgelastet, deshalb wird sowas meist recht schnell in Ermangelung öffentlichen Interesses eingestellt.



Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB

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#2
 Von 
Heike J
Status:
Student
(2144 Beiträge, 1354x hilfreich)

Die Hausverwaltung ist hier nicht der Buhmann.
Sie führt die Aufgabe aus, zu der sie verpflichtet ist.

WEG: "(1) Der Verwalter ist gegenüber den Wohnungseigentümern und gegenüber der Gemeinschaft der Wohnungseigentümer berechtigt und verpflichtet, 1. Beschlüsse der Wohnungseigentümer durchzuführen und für die Durchführung der Hausordnung zu sorgen;"

Eure Hausordnung besagt, dass keine Gegenstände im Flur stehen dürfen. Also auch nicht solche, die nicht den Fluchtweg behindern. Da hat die Hausverwaltung keinen Ermessensspielraum.

Wer ist für den Inhalt der Hausordnung verantwortlich? Nein, nicht die Hausverwaltung, sondern die Eigentümergemeinschaft, die die Hausordnung per Mehrheitsbeschluss beschließt und auch ändern kann.

Zitat:
Wir haben ein sehr gutes Verhältnis unter den Hausbewohnern und keinen stört dieser minimale Schuhschrank.


Das widerspricht der von der Eigentümergemeinschaft beschlossenen Hausordnung, dass jeder Gegenstand im Hausflur stört.

Lösung: Reagiere jetzt auf die Aufforderung der Hausverwaltung und entferne den Schrank, bis ein anderweitiger Beschluss hierzu gefasst wurde. Stelle für die nächste Eigentümerversammlung einen Antrag, die Hausordnung zu ändern bzw. speziell für deinen Schrank eine gesonderte Genehmigung zu erhalten.

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#3
 Von 
Heike J
Status:
Student
(2144 Beiträge, 1354x hilfreich)

Zitat:
Sollte der Schuhschrank tatsächlich entfernt werden, lohnt eine Anzeige bei der Polizei gegen Unbekannt?


Warum unbekannt? Ich würde ja eher damit rechnen, dass dein Eigentum (das bleibt es) kostenpflichtig eingelagert wird und du es da auslösen kannst.

Normalerweise würde ich sagen, dass der Hausverwalter für die tatsächliche Entfernung, Einlagerung oder Beseitigung einen Beschluss benötigt. Ansonsten darf er nur abmahnen. Aber hier geht es um einen Fluchtweg, darauf beruft er sich ja auch in seiner Aufforderung. Da kann er durchaus begründen, warum er nicht auf einen Beschluss der Eigentümer warten konnte, sondern zügig handeln musste.

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#4
 Von 
Mickey77
Status:
Frischling
(12 Beiträge, 0x hilfreich)

Hallo Heike,

vielen Dank für deine ausführlichen Erläuterungen.
Mir geht es hier aber auch um die Tonart, der durch uns beschlossenen und letztlich bezahlten Hausverwaltung. Ich hätte kein Problem damit, wenn ich in einem persönlichen Gespräch auf die möglichen einhergehenden Gefahren hingewiesen wäre. Der Ton macht die Musik und ich bin kein Mieter.
Wie ich bereits erwähnt habe, wurde die Aufforderung ausschließlich per Mail an mich versandt. Ich habe darauf weder reagiert, noch mich auf eine andere Art gemeldet. Der Nachweis der fristgerechten Ankündigung, liegt doch bei der Hausverwaltung. Daher auch meine Überlegung der Anzeige gegen Unbekannt, nach Durchführung der Androhung. Würde ein Einverständnis per Unterschrift der restlichen Hausbewohner einen Erfolg bringen?
Die nächste Eigentümerversammlung wird erst in 10 Monaten stattfinden.

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#5
 Von 
Heike J
Status:
Student
(2144 Beiträge, 1354x hilfreich)

Du willst also so tun, als ob die die Email nicht erhalten hättest?
Was willst du damit erreichen? Der Schuhschrank wird beseitigt.
Auf deine Kosten.

Zitat:
Würde ein Einverständnis per Unterschrift der restlichen Hausbewohner einen Erfolg bringen?


Nein, Hausbewohner haben keine Beschlüsse zu fassen, nur Eigentümer.

Anträge können auch per Umlauf beschlossen werden. Alle Eigentümer müssen schriftlich zustimmen.


-- Editiert von Heike J am 02.11.2016 09:10

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#6
 Von 
Mickey77
Status:
Frischling
(12 Beiträge, 0x hilfreich)

Eine Entfernung meines persönlichen Eigentums ohne schriftliche Ankündigung (per Einschreiben) kann meiner Meinung nach nicht zulässig sein. Daher erfolgt auch meine Anzeige, wenn dies passiert.
Alle (Hausbewohner=Eigentümer) greifen sich an den Kopf, wenn man Ihnen diesen Vorfall erzählt.
Wie bereits erwähnt, geht es mir hier auch um die Art und Weise.

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#7
 Von 
Heike J
Status:
Student
(2144 Beiträge, 1354x hilfreich)

Da du ja nun schon rumerzählst, was die Hausverwaltung getan hat, kannst du nun aber schwerlich so tun, als ob die diese Email nicht erhalten hast. Das wäre übrigens eine Falschaussage gegenüber der Polizei. Würde ich mir doch sehr überlegen.

Wie ist der Hausverwaltung denn nun nach etlichen Monaten auf den Schuhschrank überhaupt aufmerksam geworden?
Besteht die Möglichkeit, dass es dann doch jemanden stört?

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#8
 Von 
Heike J
Status:
Student
(2144 Beiträge, 1354x hilfreich)

Zitat:
Alle (Hausbewohner=Eigentümer)


Zitat:
In unserem Haus wohnen 8 Parteien wobei der Großteil ebenfalls Eigentümer sind.


Was denn nun?

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#9
 Von 
R.M.
Status:
Bachelor
(3532 Beiträge, 2214x hilfreich)

Immer wieder die gleichen Diskussionen mit den Eigentümern:

1. Treppenhäuser sind Flucht und Rettungswege.

Zitat (von Musterbauordnung):
§ 14 Brandschutz
Bauliche Anlagen sind so anzuordnen, zu errichten, zu ändern und instand zu halten, dass der Entstehung eines Brands und der Ausbreitung von Feuer und Rauch (Brandausbreitung) vorgebeugt wird und bei einem Brand die Rettung von Menschen und Tieren sowie wirksame Löscharbeiten möglich sind.
...
§ 35 Notwendige Treppenräume, Ausgänge
(1) Jede notwendige Treppe muss zur Sicherstellung der Rettungswege aus den Geschossen ins Freie in einem eigenen, durchgehenden Treppenraum liegen (notwendiger Treppenraum). Notwendige Treppenräume müssen so angeordnet und ausgebildet sein, dass die Nutzung der notwendigen Treppen im Brandfall ausreichend lang möglich ist. ...

So oder so ähnlich sind die gesetzlichen Vorschriften in allen Landesbauordnungen enthalten (u.U. unter anderen Paragraphen). Diese Vorschriften sind zwingend und nicht verhandelbar.

In Deinem konkreten Fall heißt das: auch dann, wenn Dein Schuhschränkchen den Rettungsweg nicht einschränkt sind das Schränkchen und die Schuhe eine nennenswerte Brandlast, die eine Ausbreitung eines Brands (und bei modernen Schuhen aus diversen Kunststoffen vorallem die Rauchentwicklung!) begünstigen kann und so Lösch- und Rettungsarbeiten behindern oder gar verhindern.

Spätestens nach einer Brandschau gibt es eine (kostenpflichtige) behördliche Anordnung, das Schuhschränkchen zu entfernen.

2. Treppenhäuser sind Gemeinschaftseigentum.
Zitat (von Wohnungseigentumsgesetz):
§ 13 Rechte des Wohnungseigentümers
...
(2) Jeder Wohnungseigentümer ist zum Mitgebrauch des gemeinschaftlichen Eigentums nach Maßgabe der §§ 14, 15 berechtigt.
...
§ 14 Pflichten des Wohnungseigentümers
Jeder Wohnungseigentümer ist verpflichtet:
1. ... von dem gemeinschaftlichen Eigentum nur in solcher Weise Gebrauch zu machen, dass dadurch keinem der anderen Wohnungseigentümer über das bei einem geordneten Zusammenleben unvermeidliche Maß hinaus ein Nachteil erwächst
...

Das bedeutet:
a) durch die Missachtung von zwingenden Brandschutzvorschriften erwachsen den übrigen Miteigentümern über das unvermeidliche Maß hinaus Nachteile (angefangen bei der Rauchgasvergiftung bis hin zum teilweisen Verlust des Versicherungsschutzes)
b) die dauerhafte Nutzung einer gemeinschaftlichen Fläche durch das Aufstellen eines Schrankes entzieht diese Fläche dem Mitgebrauch durch die Miteigentümer. Das mag im Dachgeschoss sicher eher theoretisch sein, spielt aber keine Rolle. Das Gesetz gilt für alle!
Die Gemeinschaft kann auch nicht beschließen, Dir das Aufstellen Deines Schuhschränkchens zu gestatten. Das Treppenhaus ist kein Abstellraum und eine solche Nutzung ist eine faktische Schaffung eines Sondernutzungsrechtes. Hierfür hat die Eigentümergemeinschaft schlicht keine Beschlusskompetenz.

Zitat:
Ich hätte kein Problem damit, wenn ich in einem persönlichen Gespräch auf die möglichen einhergehenden Gefahren hingewiesen wäre. Der Ton macht die Musik und ich bin kein Mieter.

Sorry, aber die Hausverwaltung wird nicht dafür bezahlt, die Eigentümer wie im Kindergarten an die Hand zu nehmen. Wer einen solch persönlichen Service wünscht, sollte bereit sein, monatlich mind 50 € zu zahlen ...




-- Editiert von R.M. am 02.11.2016 10:23

Signatur:

lg.
R.M.

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#10
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(96085 Beiträge, 36386x hilfreich)

Zitat (von Mickey77):
Würde ein Einverständnis per Unterschrift der restlichen Hausbewohner einen Erfolg bringen?

Nein, denn der Wille der Bewohner ist da nicht relevant, es müssten schon die Eiigentümer sein.

Sofern Vorgaben an die HV gegen Gesetze oder Vordnungen von Gesetzesrang verstoßen, darf diese Vorgaben von der HV nicht umgesetzt werden bzw. die HV darf sich der Umsetzung verweigern.



Zitat (von Mickey77):
Eine Entfernung meines persönlichen Eigentums ohne schriftliche Ankündigung (per Einschreiben) kann meiner Meinung nach nicht zulässig sein.

Doch, das Konstrukt nennt sich "Gefahr in Verzug". Brandlast im Fluchtweg stellt so etwas durchaus dar.



Zitat (von Mickey77):
Daher erfolgt auch meine Anzeige, wenn dies passiert.

Hier sollte man den § 164 StGB beachten.



Zitat (von Mickey77):
Alle (Hausbewohner=Eigentümer) greifen sich an den Kopf, wenn man Ihnen diesen Vorfall erzählt.

Dann sollte man sich überlegen, ob man den Erhalt der Mitteilung bestreitet.
Eine Falschaussage reduziert nicht nur die eigene Glaubwürdigkeit gegen 0, die Justiz reagiert bei Falschaussagen auch überaus intolerant.



Zitat (von Mickey77):
Wie bereits erwähnt, geht es mir hier auch um die Art und Weise.

Normalerweise sollte ein Eigentümer seine Pflichten kennen. Wenn er sie nicht kennt, werden sie ihm mitgeteitl. HVs schreiben da keine langen Romane, die kommunizieren nüchtern und sachlich. So kenne ich es jedenfalls.



Zitat (von Mickey77):
Ich hätte kein Problem damit, wenn ich in einem persönlichen Gespräch auf die möglichen einhergehenden Gefahren hingewiesen wäre.

Erfahrungsgemäß kommt es da meist zu sinnlosen Diskussionen, reine Zeitverschwendung.



Falls man natürlich entsprechende Formalismen wünscht, dann wird eine gute HV sich auch darauf einstellen. Dann kommen wichtige Schreiben nicht mehr per Einschreiben (da könnte der Eigentümer ja anzweifeln das überhaupt was oder das richtige drin war), sondern per Boten (z.B. Gerichtsvollzieher) denn der bestätigt die Zustellung und den Inhalt.
Die Kosten zahlen ja die Eigentümer, von daher ...





-- Editiert von Harry van Sell am 02.11.2016 11:01

Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB

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#11
 Von 
-Laie-
Status:
Philosoph
(13750 Beiträge, 5370x hilfreich)

Zitat (von Mickey77):
Ich hätte kein Problem damit, wenn ich in einem persönlichen Gespräch auf die möglichen einhergehenden Gefahren hingewiesen wäre. Der Ton macht die Musik und ich bin kein Mieter.
Totaler Quatsch. Diskussionen wie z.B.: "Bitte bitte lieber Eigentümer hab doch ein Einsehen und räum deine Schuhe dort weg" sind i.d.R. völlig fruchtlos. So wäre das auch in deinem fall, denn du vertrittst ja immer noch die Meinung, dass dein Schuhschrank dort nicht hingehört. Jede Diskussion mit dir scheint mir von vornherein zum scheitern verurteilt zu sein. Warum sollte sich eine HV auf unnötige Diskussionen mit uneinsichtigen Eigentümern einlassen? Du hast einen Brief mit Fakten bekommen. Du kannst dementsprechend richtig reagieren (den Schuhschrank entfernen), oder mit den Konsequenzen aus deiner dann falschen Handlung leben. Dann aber bitte nicht mehr jammern wenn es teuer werden sollte.

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#12
 Von 
Mickey77
Status:
Frischling
(12 Beiträge, 0x hilfreich)

Ich habe keinen Brief, sondern eine E-Mail erhalten und darauf bislang nicht reagiert.

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#13
 Von 
Spezi-2
Status:
Junior-Partner
(5379 Beiträge, 2184x hilfreich)

Zitat:
Ich habe keinen Brief, sondern eine E-Mail erhalten und darauf bislang nicht reagiert.


Dadurch ändert sich an den überzeugenden Argumenten von "micbu" aber doch nichts.

Signatur:

Meine Beiträge sind keine juristischen Ratschläge, sondern sollen dem Erfahrungsaustausch dienen.

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#14
 Von 
guest-12321.10.2020 15:11:31
Status:
Lehrling
(1531 Beiträge, 891x hilfreich)

Zitat (von Mickey77):
Ich habe keinen Brief, sondern eine E-Mail erhalten und darauf bislang nicht reagiert.

Wo bitte steht geschrieben das Anschreiben der Verwaltung in Form eines Briefes (also bedruckten Papiers) zu erfolgen haben?
Davon abgesehen gibt es inzwischen, letztlich dank dir, im Haus viele Zeugen dafür das du diese Mail erhalten hast.

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#15
 Von 
R.M.
Status:
Bachelor
(3532 Beiträge, 2214x hilfreich)

Zusammenfassung:

Du hast Dich falsch verhalten.
Du wurdest auf Grund zwingender gesetzlicher Vorschriften, an denen weder die Hausverwaltung noch ein Beschluss der Eigentümergemeinschaft etwas ändern können, aufgefordert dies zu ändern.
Eine solche Aufforderung bedarf zunächst keiner besonderen Anforderungen an die Form der Übermittlung. Es ist schlicht egal, ob dies mündlich, fernmündlich, per Mail oder per Briefpost, per Bote oder per Einschreiben erfolgt.

Soweit Deinen Schilderungen zu entnehmen war diese Aufforderung weder unsachlich noch beleidigend.
Reagiere und räum den Schuhschrank umgehend weg oder lass es bleiben.
Sollte die HV bzw. der Hausmeister den Schuhschrank wegräumen, wirst Du diesen gegen Berechnung der Aufräum- und Lagerungskosten sicher wiederbekommen. Das ist soweit rechtmäßig.

Sollte wider Erwarten die HV den Schuhschrank samt Inhalt unrechtmäßig veräußern oder entsorgen, dann - aber nur dann - hast Du eine reelle Chance, rechtlich etwas gegen die Hausverwaltung unternehmen zu können.

Signatur:

lg.
R.M.

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#16
 Von 
Mickey77
Status:
Frischling
(12 Beiträge, 0x hilfreich)

Ich frage mich gerade, wie das in anderen Häusern dann wohl geduldet wird. Beim Großteil der Wohnungen meines Freundeskreises stehen in den Hausfluren Schuhregale oder unzählige paar Schuhe, was ich im Übrigen wesentlich schlimmer finde, als ein dezenter, geschlossener kleiner Schrank.
Ihr habt mein Anliegen ausführlich beantwortet, dafür bedanke ich mich bei allen Beteiligten.

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#17
 Von 
Heike J
Status:
Student
(2144 Beiträge, 1354x hilfreich)

Es gibt allerdings durchaus Gerichtsurteile, die einen kleinen Schuhschrank, der nicht den Fluchtweg einengt, erlauben.

Insofern könnte ich mir durchaus vorstellen, dass die Eigentümer einen Beschluss fassen können, die es allen Eigentümern erlaubt, einen solchen kleinen Schuhschrank aufzustellen, sofern der Fluchtweg nicht versperrt ist.

https://www.advocard.de/streitlotse/mieten-und-wohnen/schuhe-im-treppenhaus-was-ist-erlaubt/

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#18
 Von 
Mickey77
Status:
Frischling
(12 Beiträge, 0x hilfreich)

Von diesen Urteilen, habe ich auch gelesen. Deshalb verwundert es mich schon, dass hier alle nur in eine Richtung schießen und mich an den Pranger stellen. In der Praxis schaut es doch in vielen Häusern anders aus. Da der kleine Schrank in einer Nische steht und an der Wand befestigt ist, hält sich die Gefahr im Notfall schon in Grenzen. Im Hause stehen auch Pflanzen, welche laut Hausordnung auch nicht gestattet sind.

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#19
 Von 
-Laie-
Status:
Philosoph
(13750 Beiträge, 5370x hilfreich)

Das ist ganz einfach. Bei dir sind es andere Voraussetzungen. Bei euch ist es per Hausordnung verboten. Solange es verboten ist hast du kein Recht dort Schuhe dauerhaft abzustellen.

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#20
 Von 
Heike J
Status:
Student
(2144 Beiträge, 1354x hilfreich)

Zitat:
Von diesen Urteilen, habe ich auch gelesen. Deshalb verwundert es mich schon, dass hier alle nur in eine Richtung schießen und mich an den Pranger stellen.


Die Urteile besagen nur, dass es eventuell möglich ist, dass die Eigentümergemeinschaft für die Zukunft andere Bedingungen schafft. Derzeit gilt: Der Schrank verstößt gegen die Hausordnung.

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#21
 Von 
guest-12325.03.2020 14:55:28
Status:
Gelehrter
(11827 Beiträge, 3138x hilfreich)

Der Schrank würde auch zukünftig schon aus Gründen des Brandschutzes, und auch im Hinblick auf das Treppenhaus als Flucht- und Rettungsweg, zu entfernen sein. Da ist es irrelvant ob der TE nun "nur" MIeter ist oder Eigentümer.

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#22
 Von 
R.M.
Status:
Bachelor
(3532 Beiträge, 2214x hilfreich)

Zitat:
Es gibt allerdings durchaus Gerichtsurteile
Einzelfallentscheidung eines AG im Mietrecht nach 30 Jahren der Duldung. M.E. hat das Gericht auch nicht ausreichend gewürdigt, dass:
Zitat:
In notwendigen Treppenräumen und in Räumen nach Absatz 5 Satz 2 müssen
1. Bekleidungen, Putze, Dämmstoffe, Unterdecken und Einbauten aus nichtbrennbaren Baustoffen,
2. Bodenbeläge, ausgenommen Gleitschutzprofile, aus mindestens schwerentflammbaren Baustoffen
bestehen.

Klar, ein Schuhschrank sind keine Einbauten. Aber wenn sogar Bodenbeläge schwer entflammbar sein müssen ...

Schade, der Vermieter scheint den Klageweg nicht weiter beschritten zu haben. An seiner Stelle (und vielleicht hat er auch) hätte ich einfach das Baurechtsamt zur Brandschau eingeladen. Das Gericht hat ja geradezu dazu aufgefordert, eine schriftliche Verfügung der Bauaufsichtsbehörde vorzulegen. Ich kenne sowas, habe schon mehrere solcher kostenpflichtigen Anordnungen in der Hand gehabt und musste diese gegenüber teils uneinsichtigen Bewohnern durchsetzen.

Übrigens (Wiederholung): für die Zuweisung einer konkreten Gemeinschaftsfläche zur alleinigen Nutzung durch einen einzelnen Miteigentümer unter Ausschluss der übrigen Miteigentümer hat die Gemeinschaft keine Beschlusskompetenz!

Signatur:

lg.
R.M.

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#23
 Von 
Heike J
Status:
Student
(2144 Beiträge, 1354x hilfreich)

Deshalb ja auch "alle" Eigentümer und allgemein gehalten.

Zumindest den Passus zu streichen (dann gelten ausschließlich die gesetzliche Regelung) ginge per Mehrheitsbeschluss.

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#24
 Von 
manneier
Status:
Schüler
(252 Beiträge, 35x hilfreich)

Aber auch hier erlauben Gerichte zuweilen Ausnahmen, zum Beispiel, wenn ein Mieter im obersten Stockwerk wohnt und sein Möbelstück niemandem den Weg versperrt. Dazu hat das Amtsgericht Köln ein entsprechendes Urteil gefällt (Az: 222 C 426/00 ).

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#25
 Von 
Mickey77
Status:
Frischling
(12 Beiträge, 0x hilfreich)

Wohne in einem neugebauten Haus in der obersten Etage. Der Schuhschrank (17cm tief) behindert niemanden, da er in einer Nische steht. Fahrstuhl und Treppenhaus sind ohne Beeinträchtigungen begehbar! Der Hausflur ist sehr großzügig dimensioniert.

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#26
 Von 
guest-12321.10.2020 15:11:31
Status:
Lehrling
(1531 Beiträge, 891x hilfreich)

Zitat (von manneier):
Aber auch hier erlauben Gerichte zuweilen Ausnahmen, zum Beispiel, wenn ein Mieter im obersten Stockwerk wohnt und sein Möbelstück niemandem den Weg versperrt. Dazu hat das Amtsgericht Köln ein entsprechendes Urteil gefällt (Az: 222 C 426/00 ).

Zum einen interessiert das Urteil eines AG nicht wirklich, weil andere AG's durchaus anders urteilen.
Und zum Anderen, was eigentlich viel wichtiger ist: Es geht hier nicht um Mietrecht sondern um WEG-Recht.

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#27
 Von 
R.M.
Status:
Bachelor
(3532 Beiträge, 2214x hilfreich)

Zitat:
Übrigens (Wiederholung): für die Zuweisung einer konkreten Gemeinschaftsfläche zur alleinigen Nutzung durch einen einzelnen Miteigentümer unter Ausschluss der übrigen Miteigentümer hat die Gemeinschaft keine Beschlusskompetenz!

Signatur:

lg.
R.M.

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#28
 Von 
Mickey77
Status:
Frischling
(12 Beiträge, 0x hilfreich)

Habe vergangene Woche den Schuhschrank in die Wohnung geräumt. Nun kommt die nächste schriftliche Aufforderung, auch unsere abgestellten Schuhe (2-3 Paar) an selbiger Stelle stehend, zu entfernen. Komme mir wirklich langsam vor wie im Kindergarten. Die Schuhe stehen weder im Weg, noch behindern sie den Nachbarn. Wie ist eure Meinung dazu? Dieser Aufforderung werde ich nun jedoch vorerst nicht nachkommen.

-- Editiert von Mickey77 am 20.11.2016 02:31

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#29
 Von 
Yogi1
Status:
Student
(2030 Beiträge, 908x hilfreich)

Ausnahmsweise, bei Regen oder Schnee, find ich ok, wenn Leute auf ihrer Fußmatte die Schuhe stehen lassen. Aber Schuhe immer im Hausflur finde ich eine Unsitte. Genauso wie Schuhschränke, Schirmständer etc. Ich nehm auch immer alles mit in meine Wohnung, auch wenn es vielleicht was Dreck macht und ich putzen muss. Dasselbe erwarte ich von meinen Nachbarn.
Und ehrlich: da wär mir der Schuhschrank lieber. Einfach nur so Schuhe....ich weißja nicht, was die Leute für Käsemauken haben, nur Schuhe find ich auch ekelig. Daher haben Schuhe für mich im Hausflur nichts zu suchen außer vielleicht bei miesem Wetter kurz zum Abtropfen auf der Fußmatte.
Und wenn die Hausordnung doch eh so ist, dann versteh ich nicht, was der "Kleinkrieg" soll. Ich finde vernünftig, in der Hausordnung zu beschließen, dass keiner seine "Stinkeschuhe" im Hausflur rumstehen lassen darf. Wie sieht das denn aus?
Und wenn der Schuhschrank jetzt in der Wohnung steht, ist doch auch in der Wohnung Platz für die Schuhe?!

-- Editiert von Yogi1 am 20.11.2016 06:31

-- Editiert von Yogi1 am 20.11.2016 06:35

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#30
 Von 
Mickey77
Status:
Frischling
(12 Beiträge, 0x hilfreich)

In der Hausordnung ist speziell kein Verbot von Schuhen aufgeführt. Es wurde darauf verwiesen, keine Gegenstände im Hausflur zu platzieren. Auslegungssache nach meiner Meinung.

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