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Strom Hausanschluss (Wiederanschluss) nach Sperre und Eigentümerwechsel

 Von 
jürgen77
Status:
Beginner
(79 Beiträge, 7x hilfreich)
Strom Hausanschluss (Wiederanschluss) nach Sperre und Eigentümerwechsel

Guten Tag,

der Strom-Hausanschluss wurde beim Vorbesitzen (alten Eigentümer des Hauses) vermutlich wegen Schulden gesperrt. Von außen von der Stromversorgung getrennt.

Jetzt habe ich als neuer Eigentümer den Strom-Anschluss bzw. Wiederanschluss beantragt und soll aber 740€ netto zahlen.

Ist das rechtens?

MfG Jürgen

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Nicht genau ihre Frage? Wir haben weitere Antworten zum Thema
Eigentümer zahlen rechtens


18 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Tuta
Status:
Beginner
(114 Beiträge, 23x hilfreich)

Zitat (von jürgen77):
Jetzt habe ich als neuer Eigentümer den Strom-Anschluss bzw. Wiederanschluss beantragt und soll aber 740€ netto zahlen.

Ist das rechtens?


Du wirst erstmal zahlen müssen, ob Du dann den Betrag vom Verkäufer verlangen kannst, ergibt sich aus dem Kaufvertrag. Wenn die Stromsperre Dir bei Vertragsabschluß bereits bekannt war (schon bei Besichtigung?) und nichts im Vertrag dazu steht, wirst Du nichts bekommen. Wenn die Sperre erst nach Vetragsabschluß aber vor Übergabe erfolgt ist, müsste der Verkäufer zahlen, wenn denn noch etwas bei ihm zu holen ist.

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#2
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(84795 Beiträge, 34570x hilfreich)

Zitat (von jürgen77):
soll aber 740€ netto zahlen.

Wofür denn genau?


Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
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#3
 Von 
jürgen77
Status:
Beginner
(79 Beiträge, 7x hilfreich)

Zitat (von Tuta):
Zitat (von jürgen77):
Jetzt habe ich als neuer Eigentümer den Strom-Anschluss bzw. Wiederanschluss beantragt und soll aber 740€ netto zahlen.

Ist das rechtens?


Du wirst erstmal zahlen müssen, ob Du dann den Betrag vom Verkäufer verlangen kannst, ergibt sich aus dem Kaufvertrag. Wenn die Stromsperre Dir bei Vertragsabschluß bereits bekannt war (schon bei Besichtigung?) und nichts im Vertrag dazu steht, wirst Du nichts bekommen. Wenn die Sperre erst nach Vetragsabschluß aber vor Übergabe erfolgt ist, müsste der Verkäufer zahlen, wenn denn noch etwas bei ihm zu holen ist.

das Haus wurde im Rahmen einer Zwangsversteigerung gekauft, es gab keine Vereinbarungen.

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#4
 Von 
jürgen77
Status:
Beginner
(79 Beiträge, 7x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Zitat (von jürgen77):
soll aber 740€ netto zahlen.

Wofür denn genau?

für den Anschluss des Hausanschlusses an das 0,4-kV-Verteilnetz des Versorgers

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#5
 Von 
Tuta
Status:
Beginner
(114 Beiträge, 23x hilfreich)

Zitat (von jürgen77):
das Haus wurde im Rahmen einer Zwangsversteigerung gekauft, es gab keine Vereinbarungen.

dann ist vom ehemaligen Besitzer nichts zu holen. In der Zwangsversteigerung kauft man "die Katze im Sack"

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#6
 Von 
jürgen77
Status:
Beginner
(79 Beiträge, 7x hilfreich)

Zitat (von Tuta):
Zitat (von jürgen77):
das Haus wurde im Rahmen einer Zwangsversteigerung gekauft, es gab keine Vereinbarungen.

dann ist vom ehemaligen Besitzer nichts zu holen. In der Zwangsversteigerung kauft man "die Katze im Sack"

ist am Thema vorbei...danach habe ich gar nicht gefragt...danke

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#7
 Von 
jürgen77
Status:
Beginner
(79 Beiträge, 7x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Zitat (von jürgen77):
soll aber 740€ netto zahlen.

Wofür denn genau?

Hier ist die Antwort vom Betreiber: Vielen Dank für Ihre Mail vom 05.01.2021, in der Sie um die Erklärung der Berechtigungsgrundlage für die Erhebung des Anschlussbeitrages baten.

Die Berechnung erfolgt gemäß den Ergänzenden Bedingungen der WXXXG Netz GmbH zur "Verordnung über Allgemeine Bedingungen für den Netzanschluss und dessen Nutzung für die Elektrizitätsversorgung in der Niederspannung" (Niederspannungsanschlussverordnung - NAV). Diese sind neben dem dazugehörigen Preisblatt auf unserer Homepage WXXXG Netz - (wxxxg-netz.de) veröffentlicht und werden für alle Anschlussnehmer/Anschlussnutzer in unserem Verteilnetz gleichlautend angewendet. Wir haben Ihnen beide Dokumente im Anhang beigefügt.

Wie Herr Bxxx Ihnen bereits mitteilte, ist der Netzanschluss aktuell am Netzkabel „gesperrt". Diese Trennung erfolgte bereits 2017. Grundlage für diese durchgeführte Sperrung ist der §24 der NAV. Hierzu heißt es u.a.:

„Der Netzbetreiber ist berechtigt, den Netzanschluss und die Anschlussnutzung ohne vorherige Androhung zu unterbrechen, wenn der Anschlussnehmer oder -nutzer dieser Verordnung zuwiderhandelt und die Unterbrechung erforderlich ist, um die Anschlussnutzung ohne Messeinrichtung, unter Umgehung, Beeinflussung oder vor Anbringung der Messeinrichtungen zu verhindern". Dieser Sachverhalt war und ist an der Verbrauchsstelle gegeben. Die Eichfrist der installierten Zähler ist abgelaufen. Ein weiterer Betrieb nicht geeichter Zähler ist gesetzlich untersagt. Mangels Zutrittsmöglichkeiten haben wir diese Maßnahmen seiner Zeit ergriffen.

Weiterhin heißt es: „Die Kosten für die Unterbrechung und Wiederherstellung des Anschlusses können für strukturell vergleichbare Fälle pauschal berechnet werden".

Wir bitten Sie, dass Ihnen zugestellte Angebot zur Wiederherstellung der Versorgung am Netzanschlusskabel und den Netzanschlussvertrag zu bestätigen. Für Rückfragen stehen wir Ihnen gern zur Verfügung.

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#8
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(84795 Beiträge, 34570x hilfreich)

Dann wird man die genannten Bedingungen mal studieren und nachrechnen müssen.

In der Regel sind die Berechnungen aber korrekt.


Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
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#9
 Von 
jürgen77
Status:
Beginner
(79 Beiträge, 7x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Dann wird man die genannten Bedingungen mal studieren und nachrechnen müssen.

In der Regel sind die Berechnungen aber korrekt.

Vielen Dank. Es geht mir nicht um die Richtigkeit der Kostenhöhe an sich, vielmehr frage ich mich, ob der Versorger diese Kosten MIR überhaupt auferlegen darf, denn ich habe die Sperre des Anschlusses nicht zu verantworten. Ich habe den Anspruch auf die Grundversorgung. Was für Probleme der Betreiber / Versorger mit dem Ex-Eigentümer hatte geht mich ja gar nichts an.

Hatte denn keiner so einen Fall??

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#10
 Von 
bugman
Status:
Beginner
(130 Beiträge, 22x hilfreich)

Zitat (von jürgen77):
Es geht mir nicht um die Richtigkeit der Kostenhöhe an sich, vielmehr frage ich mich, ob der Versorger diese Kosten MIR überhaupt auferlegen darf, denn ich habe die Sperre des Anschlusses nicht zu verantworten. Ich habe den Anspruch auf die Grundversorgung. Was für Probleme der Betreiber / Versorger mit dem Ex-Eigentümer hatte geht mich ja gar nichts an.

Richtig. Welche Probleme der Versorger dem Voreigentümer hatte spielt für dich erst einmal keine Rolle. Nur die Auswirkung. Du hast ein Haus mit getrennter Stromversorgung gekauft (bzw. zwangsersteigert). Du übernimmst das Haus in dem Zustand, den es zu diesem Zeitpunkt hatte. In diesem Fall geht es jetzt ja auch nicht darum, dass du für irgendwelche Bußgelder oder noch ausstehende Stromkosten herangezogen wirst. Du willst, dass das Haus wieder mit Strom versorgt wird. Somit wirst du die Kosten für die Widerherstellung tragen müssen. Wenn das Haus aus irgendwelchen Gründen gar nicht an der öffentlichen Stromversorgung angeschlossen wäre, dann müsstest du auch für die Kosten für die Herstellung eines entsprechenden Hausanschlusses aufkommen.

Ach so, vielleicht noch als Ergänzung. Hättest du das Haus normal erworben und wäre der Umstand der Trennung vom Stromnetz nicht bekannt gewesen hättest du eventuell die Kosten vom Voreigentümer einfordern können. Der Stromnetzbetreiber wird hier aber ohne deinen kostenpflichtigen Auftrag nicht handeln.


-- Editiert von bugman am 06.01.2021 12:08

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#11
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(84795 Beiträge, 34570x hilfreich)

Zitat (von jürgen77):
Ich habe den Anspruch auf die Grundversorgung.

Ja und, den verweigert man doch gar nicht? Der ist halt nicht kostenfrei.



Zitat (von jürgen77):
Was für Probleme der Betreiber / Versorger mit dem Ex-Eigentümer hatte geht mich ja gar nichts an.

Stimmt, deshalb hat der Versorger auch nicht die Zahlung der Schulden des Ex-Eigentümers verlangt.


Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
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#12
 Von 
jürgen77
Status:
Beginner
(79 Beiträge, 7x hilfreich)

Zitat (von bugman):
Zitat (von jürgen77):
Es geht mir nicht um die Richtigkeit der Kostenhöhe an sich, vielmehr frage ich mich, ob der Versorger diese Kosten MIR überhaupt auferlegen darf, denn ich habe die Sperre des Anschlusses nicht zu verantworten. Ich habe den Anspruch auf die Grundversorgung. Was für Probleme der Betreiber / Versorger mit dem Ex-Eigentümer hatte geht mich ja gar nichts an.

Richtig. Welche Probleme der Versorger dem Voreigentümer hatte spielt für dich erst einmal keine Rolle. Nur die Auswirkung. Du hast ein Haus mit getrennter Stromversorgung gekauft (bzw. zwangsersteigert). Du übernimmst das Haus in dem Zustand, den es zu diesem Zeitpunkt hatte. In diesem Fall geht es jetzt ja auch nicht darum, dass du für irgendwelche Bußgelder oder noch ausstehende Stromkosten herangezogen wirst. Du willst, dass das Haus wieder mit Strom versorgt wird. Somit wirst du die Kosten für die Widerherstellung tragen müssen. Wenn das Haus aus irgendwelchen Gründen gar nicht an der öffentlichen Stromversorgung angeschlossen wäre, dann müsstest du auch für die Kosten für die Herstellung eines entsprechenden Hausanschlusses aufkommen.

Ach so, vielleicht noch als Ergänzung. Hättest du das Haus normal erworben und wäre der Umstand der Trennung vom Stromnetz nicht bekannt gewesen hättest du eventuell die Kosten vom Voreigentümer einfordern können. Der Stromnetzbetreiber wird hier aber ohne deinen kostenpflichtigen Auftrag nicht handeln.


-- Editiert von bugman am 06.01.2021 12:08


vielen Dank, das mit Gebühren und Schulden des Ex-Eigentümers war mir klar, natürlich hafte ich nicht dafür, ich war schließlich auch nicht der Vertragspartner des Versorgers... Wenn gar kein Anschluss vorhanden wäre, müsste ich für den Anschluss zahlen, ist auch logisch.

Nur hier haben wir, wie ich glaube, etwas andere Konstellation:

Es ist nicht so, dass ich keine oder fehlerhafte Leitung / Anschluss habe, sondern beim Versorgung steht ein umgelegter Schalter auf der Seite des Versorgers! entgegen. Und weil der Versorger mich beliefern MUSS, und diesen Schalter auch nicht meines wegen damals umgelegt hat, muss er auch die technischen Voraussetzungen für die Belieferung auf eigene! Seite erfüllen.



....ich habe den Antrag mit dem Vermerk "unter Vorbehalt" eingereicht

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#13
 Von 
Roland-S
Status:
Student
(2125 Beiträge, 1124x hilfreich)

Zitat (von jürgen77):
Es ist nicht so, dass ich keine oder fehlerhafte Leitung / Anschluss habe, sondern beim Versorgung steht ein umgelegter Schalter auf der Seite des Versorgers! entgegen.
Das sieht der Versorger, wahrscheinlich zu Recht, anders. Die Versorgung mit Wasser fand für einen sehr langen Zeitraum nicht statt. Das führt dazu, dass es für den Versorger einen Art Neuanschluss darstellt. Beim Strom stand zu lesen, dass die Sicherheit der nachfolgenden Anlage abgenommen werden muss.


Zitat (von jürgen77):
Und weil der Versorger mich beliefern MUSS, und diesen Schalter auch nicht meines wegen damals umgelegt hat, muss er auch die technischen Voraussetzungen für die Belieferung auf eigene! Seite erfüllen.
Und Du musst die Voraussetzungen erfüllen, dass der Versorger das tun kann/darf. Da ist es regelmäßig mit dem Aufdrehen eines Schiebers oder dem Umlegen eines Schalters nicht getan. Die Gebühren hierfür sind in der Regel in den Satzungen bzw. AGB festgelegt.


Zitat (von jürgen77):
....ich habe den Antrag mit dem Vermerk "unter Vorbehalt" eingereicht
Nun beibt abzuwarten, wie der Versorger mit diesem Vorbehalt umgeht.


VG
Roland

Signatur:Das Problem bei Gerichtsbeschlüssen ist, dass regelmäßig nur eine Partei IHR Recht bekommt.
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#14
 Von 
bugman
Status:
Beginner
(130 Beiträge, 22x hilfreich)

Zitat (von jürgen77):
Es ist nicht so, dass ich keine oder fehlerhafte Leitung / Anschluss habe, sondern beim Versorgung steht ein umgelegter Schalter auf der Seite des Versorgers! entgegen. Und weil der Versorger mich beliefern MUSS, und diesen Schalter auch nicht meines wegen damals umgelegt hat, muss er auch die technischen Voraussetzungen für die Belieferung auf eigene! Seite erfüllen.

Ich glaube du siehst hier tatsächlich etwas noch immer falsch. Es handelt sich bei den 740 EUR nicht um eine Gebühr, die für "Schalterumlegen" gezahlt wird. Es steckt hier eine erhöhter Aufwand hinter. Das heißt eine Elektrofachkraft muss hier vor Ort prüfen und ggf. den Hausanschluss im Verteilerkasten wieder anklemmen. Ob jetzt 740 EUR für den Aufwand viel oder wenig ist kann hier wohl niemand bewerten. Das ist eine ganz andere Sache.

Zitat (von jürgen77):
....ich habe den Antrag mit dem Vermerk "unter Vorbehalt" eingereicht

Was soll das bringen? Wenn du den Versorger beauftragst wirst du auch eine Rechnung erhalten, die du zahlen musst. Ansonsten kann natürlich der Netzbetreiber auch unter Vorbehalt wieder anklemmen. Das heißt wenn du nicht zahlst, wird eben wieder abgeklemmt. Dann kommen noch einmal einige Euro auf die 740 EUR drauf.

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#15
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(84795 Beiträge, 34570x hilfreich)

Zitat (von jürgen77):
Es ist nicht so, dass ich keine oder fehlerhafte Leitung / Anschluss habe, sondern beim Versorgung steht ein umgelegter Schalter auf der Seite des Versorgers! entgegen.

Was bei einer Pauschale völlig egal ist.



Zitat (von jürgen77):
....ich habe den Antrag mit dem Vermerk "unter Vorbehalt" eingereicht

Ich könnte mir vorstellen, das der Versorger eine verbindliche Bestellung möchte - aber warten wir mal ab.



Zitat (von jürgen77):
Und weil der Versorger mich beliefern MUSS, und diesen Schalter auch nicht meines wegen damals umgelegt hat, muss er auch die technischen Voraussetzungen für die Belieferung auf eigene! Seite erfüllen.

Warum erwähnt man das eigentlich dauernd?


Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
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#16
 Von 
jürgen77
Status:
Beginner
(79 Beiträge, 7x hilfreich)

Zitat (von bugman):
Zitat (von jürgen77):
Es ist nicht so, dass ich keine oder fehlerhafte Leitung / Anschluss habe, sondern beim Versorgung steht ein umgelegter Schalter auf der Seite des Versorgers! entgegen. Und weil der Versorger mich beliefern MUSS, und diesen Schalter auch nicht meines wegen damals umgelegt hat, muss er auch die technischen Voraussetzungen für die Belieferung auf eigene! Seite erfüllen.

Ich glaube du siehst hier tatsächlich etwas noch immer falsch. Es handelt sich bei den 740 EUR nicht um eine Gebühr, die für "Schalterumlegen" gezahlt wird. Es steckt hier eine erhöhter Aufwand hinter. Das heißt eine Elektrofachkraft muss hier vor Ort prüfen und ggf. den Hausanschluss im Verteilerkasten wieder anklemmen. Ob jetzt 740 EUR für den Aufwand viel oder wenig ist kann hier wohl niemand bewerten. Das ist eine ganz andere Sache.

Zitat (von jürgen77):
....ich habe den Antrag mit dem Vermerk "unter Vorbehalt" eingereicht

Was soll das bringen? Wenn du den Versorger beauftragst wirst du auch eine Rechnung erhalten, die du zahlen musst. Ansonsten kann natürlich der Netzbetreiber auch unter Vorbehalt wieder anklemmen. Das heißt wenn du nicht zahlst, wird eben wieder abgeklemmt. Dann kommen noch einmal einige Euro auf die 740 EUR drauf.

...gezahlt wird schon, nur "unter Vorbehalt" gibt mir die Möglichkeit die Rechnung evtl. später zu reklamieren.

andere Netzbetreiber berechnen für diesen enorm "erhöhten" Aufwand laut Preisliste plötzlich nur noch 100-150€
und so einfach ist das mit der Pauschalle lange nicht:

§ 19 Unterbrechung der Versorgung
(4)
"Die Kosten können für strukturell vergleichbare Fälle pauschal berechnet werden; die pauschale Berechnung muss einfach nachvollziehbar sein. Die Pauschale darf die nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge zu erwartenden Kosten nicht übersteigen. Auf Verlangen des Kunden ist die Berechnungsgrundlage nachzuweisen. Der Nachweis geringerer Kosten ist dem Kunden zu gestatten. "

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#17
 Von 
bertram-der-bärtige
Status:
Beginner
(112 Beiträge, 12x hilfreich)

Na denn. Ist jetzt der beste Zeitpunkt es zu sagen. Das Verlangen. Das man da hat.

Signatur:Ich weis das ich nicht alles weis. Manchmal ist es schön nicht alles zu wissen.
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#18
 Von 
bugman
Status:
Beginner
(130 Beiträge, 22x hilfreich)

Zitat (von jürgen77):
§ 19 Unterbrechung der Versorgung
(4)

Hier geht es dem Wortlaut nach um die Unterbrechung der Stromversorgung. Nicht um die Wiederherstellung.


Zitat (von jürgen77):
Die Pauschale darf die nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge zu erwartenden Kosten nicht übersteigen. Auf Verlangen des Kunden ist die Berechnungsgrundlage nachzuweisen.

Ein Versuch ist es vielleicht wert. Stell es dir aber nicht so einfach vor.

Zitat (von jürgen77):
andere Netzbetreiber berechnen für diesen enorm "erhöhten" Aufwand laut Preisliste plötzlich nur noch 100-150€

Bist du dir sicher, dass es hier dann um den gleichen Fall handelt? Die schnellste Methode ist nämlich, dass der Zähler ausgebaut wird. Das schafft eine entsprechende Fachkraft in 10 Minuten. Wenn dieses aber damals nicht möglich war, erfolgte die Trennung vermutlich im nächsten Verteilerkasten in der Straße. Das Anklemmen dauert dort ggf. genauso lange, aber wenn weitere Überprüfungsarbeiten durchzuführen sind (z. B. aufgrund lang andauernder Trennung), dann wird man mit 150 EUR nicht mehr auskommen. Lass mal einen ausgebildeten Elektriker eine einfache Lampe anbringen und wundere dich dort über die Kosten...

Trotzdem viel Erfolg bei deinem Unterfangen. Unmöglich ist es sicherlich nicht.

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