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Vergütungsanpruch "Verwalter ohne Vertrag" (Scheinverwalter)

11.1.2021 Thema abonnieren
 Von 
manneier
Status:
Schüler
(249 Beiträge, 35x hilfreich)
Vergütungsanpruch "Verwalter ohne Vertrag" (Scheinverwalter)

Ein Verwalter war zu dumm, seinen Vertrag rechtzeitig zu verlängern bzw verlängern zu lassen.
Erst 8 Monate nach Ablauf der Bestellung/Vertrag wurde auf einer aoETV der Verwalter neu bestellt.

Folglich ist seine Tätigkeit als die eines Scheinverwalters zu betrachten, für die er auch keine Vergütung verlangen kann, sondern lediglich einen Anspruch auf Aufwendungsersatz gemäß § 684 S. 1 BGB hat. Dies entspricht dem all-gemeinen Grundsatz, dass ein ohne Auftrag Handelnder nur Ersatz seiner Aufwendungen, aber keine Vergütung für seine Tätigkeit verlangen kann (LG Hamburg, Ur-teil vom 30.01.13, Az. 318 S 127/11).

Andererseits gibt es noch den "Geschäftsführer ohne Auftrag im Sinne der §§ 677"

Was trifft zu und welchen Anspruch kann der Verwalter für dieser Zeit geltend machen?

Danke

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7 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Roland-S
Status:
Student
(2114 Beiträge, 1119x hilfreich)

Zitat (von manneier):
Erst 8 Monate nach Ablauf der Bestellung/Vertrag wurde auf einer aoETV der Verwalter neu bestellt.
So etwas kommt öfter vor.


Zitat (von manneier):
Folglich ist seine Tätigkeit als die eines Scheinverwalters zu betrachten
Das kann man so sehen wollen.


Zitat (von manneier):
für die er auch keine Vergütung verlangen kann, sondern lediglich einen Anspruch auf Aufwendungsersatz gemäß § 684 S. 1 BGB hat.
...das auch. Wurde bei der erneuten verspäteten Bestellung darüber gesprochen/beschlossen?


Zitat (von manneier):
Was trifft zu und welchen Anspruch kann der Verwalter für dieser Zeit geltend machen?
Naheliegend wäre die Vergütung, die im Verwaltervertrag vereinbart ist.


VG
Roland





Signatur:Das Problem bei Gerichtsbeschlüssen ist, dass regelmäßig nur eine Partei IHR Recht bekommt.
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#2
 Von 
manneier
Status:
Schüler
(249 Beiträge, 35x hilfreich)

natürlich wurde das Thema Vergütung nicht zugelassen

Wieso soll er die gleiche Vergütung bekommen wie vorher, hat ja das Schlammassel selbst schuldhaft zugelassen, trotz Hinweise. Hat ihn nicht interessiert, da seine Neubauten wichtiger waren.

Zumindest der Risiko- und Gewinnanteil müssten entfallen

Gruß

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#3
 Von 
aspergius
Status:
Praktikant
(638 Beiträge, 173x hilfreich)

Das riecht nach Strafen und Erziehung. Es sollte so viel Anstand und Vertrauen da sein, dass die Bezahlung erfolgt , wie bisher. Oder du solltest dir einen anderen Verwalter suchen..wenn sich denn einer findet.

Signatur:
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#4
 Von 
Roland-S
Status:
Student
(2114 Beiträge, 1119x hilfreich)

Zitat (von manneier):
natürlich wurde das Thema Vergütung nicht zugelassen
Wer hat die Thematisierung beantragt, wer hat sie abgeblockt (nicht zugelassen?)


Zitat (von manneier):
Wieso soll er die gleiche Vergütung bekommen wie vorher,
Zum Einen, weil der Verwaltervertrag mit ziemlicher Sicherheit noch Bestand hat(te) - und weil er die gleiche Tätigkeit fortgeführt hat.


Zitat (von manneier):
hat ja das Schlammassel selbst schuldhaft zugelassen, trotz Hinweise.
Magst Du ausführen, welches Schlamassel Du meinst und welche Hinweise?


Zitat (von manneier):
Zumindest der Risiko- und Gewinnanteil müssten entfallen
Welche Risiko- und Gewinnanteile sind neben der Vergütung vereinbart, und woran sind sie geknüpft?


VG
Roland

Signatur:Das Problem bei Gerichtsbeschlüssen ist, dass regelmäßig nur eine Partei IHR Recht bekommt.
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#5
 Von 
manneier
Status:
Schüler
(249 Beiträge, 35x hilfreich)

- auf der aoETV wurde es abgelehnt, da nicht auf Tagesordnung

- wenn der Vertrag abgelaufen ist, kann er KEINEN Bestand mehr haben

- die Verwaltung und der Beirat wurden von mehrfach von uns auf das Ende der Vertragslaufzeit angesprochen, allerdings mit dem Zusatz, ihn nicht zu verlängern, weil die HV unfähig ist/war, z.B. keine Abrechnungen, falsche Verteilerschlüssel, letztendlich wurde keine der 3 Abrechnungen - auch durch Gerichtsentscheidungen - entlastet

- JEDE Vergütung enthält einen Gewinn- und Risikoanteil

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#6
 Von 
Roland-S
Status:
Student
(2114 Beiträge, 1119x hilfreich)

Zitat (von manneier):
- auf der aoETV wurde es abgelehnt, da nicht auf Tagesordnung
Auf der aoETV wurde der Verwalter neu bestellt. Über die Vergütung für die bestellungslose Zeit wurde nicht beschlossen, da es nicht auf der TO stand. Es wurde aber auch nichtmal gesprächsweise thematisiert?


Zitat (von manneier):
- wenn der Vertrag abgelaufen ist, kann er KEINEN Bestand mehr haben
Wann ist der Vertrag abgelaufen? Wurde für die neue Bestellung ein neuer Vertrag geschlossen?


Zitat (von manneier):
- die Verwaltung und der Beirat wurden von mehrfach von uns auf das Ende der Vertragslaufzeit angesprochen, allerdings mit dem Zusatz, ihn nicht zu verlängern, weil die HV unfähig ist/war,
Trotzdem wurde dieser Verwalter jetzt mehrheitlich wieder bestellt??


Zitat (von manneier):
keine Abrechnungen, falsche Verteilerschlüssel, letztendlich wurde keine der 3 Abrechnungen - auch durch Gerichtsentscheidungen - entlastet
Auch das führte nicht zur Bestellung eines anderen Verwalters - was ist da los?

Du wirst Dein Ärgernis (diesen Verwalter) nur los, wenn er nicht immer wieder neu bestellt wird / oder Du gegen diese Bestellungen erfolgreich klagst. IMO


VG
Roland

Signatur:Das Problem bei Gerichtsbeschlüssen ist, dass regelmäßig nur eine Partei IHR Recht bekommt.
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#7
 Von 
manneier
Status:
Schüler
(249 Beiträge, 35x hilfreich)

Den Verwalter gibt es ja nicht mehr. Es dreht sich um Schadensersatzansprüche aus den falschen Abrechnungen. eine andere Klage macht ja keinen Sinn, und da soll auch die widerrechtliche Vergütung mit rein

Gruß

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