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Verkauf gemeinsamen Eigentums?

18. Juni 2012 Thema abonnieren
 Von 
seri55
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)
Verkauf gemeinsamen Eigentums?

Hallo zusammen,

aus einem bereits auseinandergesetzten Erbe besitzen mein Bruder und ich je hälftig ein Grundstück mit sanierungsbedürftigem, derzeit nicht bewohnbarem EF-Haus. Wir sind beide als Eigentümer im Grundbuch eingetragen. Das Gebäude wurde in Eigenleistung zunächst mal entkernt. Aus verschiedenen Gründen und Uneinigkeiten möchte ich nun aber die ursprünglich gemeinsam geplante Sanierung nicht fortsetzen sondern verkaufen. Mein Bruder lehnt das kategorisch ab. So kann es natürlich weder zu Sanierung noch zum Verkauf kommen. Physisch teilbar in irgendeiner Form ist das Gebäude nicht.

Ich wäre zunächst mal sehr dankbar, wenn mir jemand sagen könnte welche Art Gemeinschaft wir juristisch überhaupt bilden. Bisher war das für mich nicht relevant. Handelt es sich um Gesamthandseigentum oder um ideelles Bruchteilseigentum? Ein besonderer Vertrag (auch nicht mündlich) zwischen meinem Bruder und mir besteht nicht. Mit der notariellen Urkunde nach der Erbauseinandersetzung haben wir nur den Grundbucheintrag veranlasst, worin wir nun beide als Eigentümer stehen.

Meine zweite Frage wäre: Im Rahmen einer Erbengemeinschaft kann eine Teilungsversteigerung beantragt werden. Wie verhält sichg das aber nach der Auseinandersetzung? Gibt es auch hier irgend eine juristische Handhabe Verkauf oder Versteigerung zu erzwingen? Mein Anteil alleine ist realistisch betrachtet nicht veräußerbar und mein Bruder will nicht verkaufen und hat auch kein Einsehen. Und ich will eine gemeinsame sanierung nicht mehr. Im Ergebnis würde die gesamte und sehr wertvolle Immobilie bis zum Sankt Nimmerleinstag vor sich hin rotten.

Ich wäre sehr dankbar für Anregungen!

seri55

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2 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
R.M.
Status:
Bachelor
(3666 Beiträge, 2272x hilfreich)

Es handelt sich um eine Bruchteilsgemeinschaft (zu vmtl. je 1/2). Deshalb gehört es eigentlich nicht in WEG-Recht.

Wenn Ihr Euch nicht einig werden könnt, dann bleibt immer der Weg der Teilungsversteigerung, nicht nur bei der Erbauseinandersetzung.

Lösung 1:
Ihr einigt Euch und verkauft gemeinschaftlich. Hierbei wird meist der höchste Erlös erzielt. Den erlöst teilt Ihr Euch auf.

Lösung 2:
Ihr einigt Euch und Dein Bruder kauft Dir deinen Anteil ab. Du hast Geld, Dein Bruder das Haus.

Lösung 3:
Ihr einigt Euch nicht. Du beantragst die Teilungsversteigerung. Nachteil: meist geht das Haus deutlich unter Wert weg. Beide haben unter dem Strich weniger Geld als bei freiem Verkauf.
Aber: Dein Bruder kann mitbieten und selbst das Haus ersteigern. Vorteil für Ihn: unterm Strich muss er weniger für deinen Anteil bezahlen, als wenn Ihr Euch einig werden würdet. Risiko: ein anderer bietet mehr und das Haus ist weg!


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"lg.
R.M. "

0x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
seri55
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)

Hallo R.M.,

herzlichen Dank für die Antwort. Diese hat mich ein gutes Stück weitergebracht, auch wenn es vielleicht die falsche Rubrik war ;-) Vielen Dank

Freundliche Grüße,
seri55

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