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Verwalter behält Hausgeld ein

31. Januar 2011 Thema abonnieren
 Von 
van Mouten
Status:
Frischling
(34 Beiträge, 6x hilfreich)
Verwalter behält Hausgeld ein

Hallo,

folgendes Problem:

ETW wurde zum 15.01.2011 in einem notariellen Kaufvertrag veräußert bzw. sollte die Übergabe erfolgen. Ist bis dato nicht erfolgt!

GRUND
Der neuen Hausverwaltung, die die Hausverwaltung bereits am 01.07.2010 übernommen hatte, war dieser Umstand bereits Ende Oktober 2010 bekannt. War aber bis zum Übergabetermin nicht im Grundbuch eingetragen, um dem Verkauf zuzustimmen.

Also m.E. ein Versäumnis/Verschulden der HV!

HV verweigert nun die Rückgabe des zu viel gezahlten Hausgeldes für Januar und fordert noch dazu das Hausgeld für Februar.

Nach meinem Rechtsverständnis muss die HV dafür in Haftung treten und mir alle Kosten, die durch die verzögerte Eintragung erfolgt sind, tragen.

Bei der Beauftragung eines Anwalts muss doch dann die HV die Kosten tragen, da dies eindeutig ein Verschulden der HV ist?


Gruß

van Mouten


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5 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Heike J
Status:
Student
(2145 Beiträge, 1374x hilfreich)

Ob Verwalter oder evtl. fehlende beglaubigte Unterschriften auf dem Protokoll von Eigentümern/Beirat für die Verzögerung gesorgt haben, lässt sich von außen schlecht beurteilen.

Die Hausgelder sind auf jeden Fall noch so lange zu zahlen, wie du im Grundbuch stehst. Die Gelder gehören der Gemeinschaft.



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"Heike aus Bochum"

0x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
van Mouten
Status:
Frischling
(34 Beiträge, 6x hilfreich)

Im Hinblick auf die Bestellung der HV zum 01.07. hatte diese genügend Zeit, fast vier Monate, sich ins Grundbuch einzutragen.

Es ist die alleinige Aufgabe der HV sich um die Eintragung ins GB zu kümmern. Wenn die HV meint dies sei nicht so dringend ist dies grobe Nachlässigkeit!

Es geht hierbei um die Schuldfrage, die liegt m.E. bei der HV.

Ich muss für das Verschulden der HV weiter Zahlungen leisten, etwaige Bankbürgschaften herbeiholen, um mein neues Eigentum zu zahlen, aufgrund verspäteter Übergabe!

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4x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
Heike J
Status:
Student
(2145 Beiträge, 1374x hilfreich)

Um sich ins Grundbuch eintragen lassen zu können, benötigt der Verwalter einen Verwalternachweis. Das ist ein Auszug aus dem Bestellungsprotokoll. Wenn nun der Eigentümer, der dort unterschrieben hat, noch nicht beim Notar den Nachweis hat beglaubigen lassen, wäre es nicht die Schuld des Verwalters.

Es gibt also zumindest zwei Möglichkeiten.



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"Heike aus Bochum"

-- Editiert am 01.02.2011 15:09

3x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
RMHV
Status:
Lehrling
(1175 Beiträge, 471x hilfreich)

quote:
Es gibt also zumindest zwei Möglichkeiten.

von Heike J am 01.02.2011 15:08


Richtig... im übrigen hat der TE keinen Gedanken daran verschwendet, warum der Verwalter überhaupt zur Eintragung seiner Bestellung ins Grundbuch verpflichtet sein sollte. Damit fängt es aber nun mal an, wenn irgendeine Kausalitätskette zu einem Schadenersatzanspruch führen soll.

Die Argumentation, die hier vorgetragen wird, ist wie üblich sehr schlicht: es läuft nicht wunschgemäß, also muss irgendjemand (am besten der unfähige, faule, geldgierige, ... Verwalter) dafür haften.

Dass derjenige, der Schadenersatz verlangt, den Anspruch nach Grund und Höhe darzulegen hat, sei nur am Rande noch erwähnt.

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0x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
Thorsten D.
Status:
Student
(2189 Beiträge, 1370x hilfreich)

um nicht zu vergessen :

eine Schadenerstzforderung gegen den Verwalter, ob stichhaltig oder nicht, entbindet leider nicht von der Hausgeldzahlung.

solange man im Grundbuch steht ist man gegenüber der gemeinschaft zur zahlung verpflichtet, ob man sich woanders schadlos halten kann - also das eingangspost - hat damit leider nichts zutun.

es sind schlicht zwei getrennte sachen

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"Wer nicht bereit ist für sein Recht als Eigentümer einzutreten , sollte besser zur Miete wohnen"

0x Hilfreiche Antwort

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