WEG - Rechte des Eigentümers auf Formalitäten (Regeln, Fristen, ....) in einer Selbstverwaltung

3. März 2020 Thema abonnieren
 Von 
Roswitha2503
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)
WEG - Rechte des Eigentümers auf Formalitäten (Regeln, Fristen, ....) in einer Selbstverwaltung

Hallo,

wir haben Wohnungseigentum in einer 3 Eigentümer-Gemeinschaft. Die anderen beiden sind Eigentümer sind befreundet.
Es gibt keine Regulären und alle Versuche, die wir - mein Mann und ich - starten, werden ignoriert. Es gibt keine abgesprochene Dokumentation, keine abgesprochenen Verantwortungen von Verwaltungsaufgaben. Wir wollen demnächst den Antrag auf einen Verwalter stellen, der uns lt. Teilungserklärung zusteht. Hat da jemand Erfahrungen mit?

Jetzt steht gerade die Jahresabrechnung an. Die Eigentümerin, die lt. Protokoll dafür verantwortlich ist, hat eine Eigenwillige Auffassung davon. Es ist keinerlei Plausibilitätsprüfung möglich (Anfangsbestand-Endbestand) = Einnahmen (Hausgeld, Sondereinzahlungen) - Ausgaben (Rechnungen u.s.w.).
Ich selber habe dann einen link gesandt, der die WEG-Abrechnung kurz und gut beschreibt. Es wird ohne Kommentar die gleiche Aufstellung wieder zugesandt. Die Zeiträume 1.1. - 31.12. werden nicht eingehalten, kein gültiger Banksaldo wird aufgelistet. Es gibt keine Zeiten und keine Ansage, bis wann und in welcher Form Rückmeldungen erfolgen, es gibt keine Zeiten, keine Fristen ....... es ist anstrengend, weil die Kommunikation nicht stimmt. Jeder Vorschlag wird als Kritik oder Bevormundung aufgefasst. Wir hängen in der Luft, woran wir uns überhaupt halten können.

Worauf kann ich mich beziehen und worauf kann ich bestehen? Kann ich so etwas wie einen schriftlichen Beschluss fordern. Ich habe jetzt einen Jahresabschluss erstellt und will, das er ergänzend mit aufgenommen wird. Der Wirtschaftsplan soll Erhöhungen von Rechnungen für 2020 berücksichtigen. Wie kann ich darauf verweisen und auch bestehen?
Bin dankbar für kurzfristige Tipps. Mit dem Verwalter wird es bestimmt noch dauern, weil die nicht direkt zustimmen werden.
Roswitha

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5 Antworten
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#1
 Von 
guest-12321.10.2020 15:11:31
Status:
Lehrling
(1531 Beiträge, 916x hilfreich)

Zitat (von Roswitha2503):
Wie kann ich darauf verweisen und auch bestehen?

Mit dem selben Recht mit dem die anderen Eigentümer auf ihrer Version bestehen. Sollte eine Einigung nicht möglich sein muss man eben den Rechtsweg beschreiten.
Angesichts der bisherigen "Verwaltung" solltest du evtl. einen Fachanwalt für WEG-Recht hinzuziehen.
Dieser kann dir am besten die passenden Argumente auflisten - inkl. Hinweisen über weitere Schritte sollten die anderen Eigentümer nicht mitziehen.

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#2
 Von 
Roland-S
Status:
Student
(2591 Beiträge, 1199x hilfreich)

Zitat (von Roswitha2503):
wir haben Wohnungseigentum in einer 3 Eigentümer-Gemeinschaft. Die anderen beiden sind Eigentümer sind befreundet.
Auch wenn eine Verwaltung nach WEG (ggfs. mit einem externen Verwalter) statt findet, bei diesen Mehrheitsverhältnissen wirst Du es schwer haben, die anderen Miteigentümer zu Handlungen, die ihnen nicht gefallen, bewegen zu können.

Tatsächlich kannst Du aber die Einsetzung eines Verwalters einfordern.

Ich habe schon lange keinen Verweis mehr auf das Lexikon des Herrn Thumm gegeben. Es ist zwar nicht mehr taufrisch, aber IMO für jeden Teileigentümer eine hoch informative und auch amüsante Lektüre. Es vermittelt ausreichend juristische Grundsätze, aber auch lebensnahe Situationen in einer WEG. Hier sollte es zu finden sein.


VG
Roland

Signatur:

Das Problem bei Gerichtsbeschlüssen ist, dass regelmäßig nur eine Partei IHR Recht bekommt.

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#3
 Von 
aspergius
Status:
Praktikant
(918 Beiträge, 224x hilfreich)

Wir sind in einer ähnlichen Situation. Uns steht ein offizieller Verwalter zu. Nur wir finden keinen, der einer 3er Gemeinschaft verwaltet. Bisher hat jeder abgewinkt. Ich nehme an, es gibt auch kein Hausgeldkonto sondern nur ein privates Konto eines Eigentümers, über das alle Ein - und Ausgaben abgewickelt werden. Das ist dir nicht zumutbar auf ein privates Konto ein zu zahlen. Stelle doch einfach mal deine Zahlungen ein, bis sie reagieren?

Signatur:

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#4
 Von 
Roland-S
Status:
Student
(2591 Beiträge, 1199x hilfreich)

Zitat (von aspergius):
Nur wir finden keinen, der einer 3er Gemeinschaft verwaltet. Bisher hat jeder abgewinkt.
Sehr kleine WEGs (unter 5 MEH) sind für eine Verwaltung schlicht und einfach wirtschaftlich nicht interessant. Selbst bei sportlich anmutenden 50 Euro je Monat und Einheit, rechnet sich das kaum. Handelt es sich dann auch noch um eine WEG mit "Spannungspotenzial" und der Verwalter muss eigentlich auch noch Mediator sein, stehen die Chancen willige (und fähige) Bewerber zu finden mehr als schlecht.


VG
Roland

Signatur:

Das Problem bei Gerichtsbeschlüssen ist, dass regelmäßig nur eine Partei IHR Recht bekommt.

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#5
 Von 
investmentclub
Status:
Schüler
(306 Beiträge, 39x hilfreich)

Ich habe sehr schlechte Erfahrung mit dem Bestehen auf Formalitäten gemacht. Ich war immer der Ansicht eine ordnungsgemäße Rechnungslegung muss nicht erläutert werden. Der Richter hat sich, dann einzelne Abrechnungspositionen vom Verwalter erläutern lassen und ohne jegliche Belege, und dann gemeint die Abrechnung ist nicht zu beanstanden.
Seit dem sehe immer direkt in die Kontoauszügen.

Signatur:

Gruß Investmentclub

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