Wegfall vom Vorkaufsrecht wegen Grundschuld

3. April 2024 Thema abonnieren
 Von 
Footslocker
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)
Wegfall vom Vorkaufsrecht wegen Grundschuld

Hallo, uns wurde ein Vorkauftrecht eingeräumt. Allerdings sagt uns der Verkäufer, dass wir die Wohnung nur kaufen können, wenn wir keine Grundschuld eintragen lassen, da es in dem Kaufvertrag mit dem Interessenten, dem Sie eigentlich das Haus verkaufen wollten, ohne Grundschuld verkaufen wollten. Wir müssten jetzt 1zu1 in den Vertrag einsteigen ohne von der Bank einen Kredit zu nehmen.
Kann er das wirklich machen. Wie soll man denn so sein Vorkauftrecht geltend machen können. Würden uns über eure Erfahrungen und Rückmeldungen freuen.

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11 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Spezi-2
Status:
Senior-Partner
(6436 Beiträge, 2318x hilfreich)

Zitat:
Hallo, uns wurde ein Vorkauftrecht eingeräumt.

Angesicht des weiteren Textes zu dünne Schilderung-

Signatur:

Meine Beiträge sind keine juristischen Ratschläge, sondern sollen dem Erfahrungsaustausch dienen.

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#2
 Von 
cruncc1
Status:
Richter
(8042 Beiträge, 4510x hilfreich)

Zitat (von Footslocker ):
Hallo, uns wurde ein Vorkauftrecht eingeräumt. Allerdings sagt uns der Verkäufer, dass wir die Wohnung nur kaufen können, wenn wir keine Grundschuld eintragen lassen, da es in dem Kaufvertrag mit dem Interessenten, dem Sie eigentlich das Haus verkaufen wollten, ohne Grundschuld verkaufen wollten. Wir müssten jetzt 1zu1 in den Vertrag einsteigen ohne von der Bank einen Kredit zu nehmen.

Wenn es sich um Vorkaufsrecht handelt, dass im Grundbuch eingetragen ist, kann man das Vorkaufsrecht geltend machen, wenn der Kaufvertrag mit dem anderen Käufer beurkundet wurde. Dass der Verkäufer die Immobilie ohne Eintragung einer Grundschuld verkaufen wollte, spielt keine Rolle.
Zitat:
Kann er das wirklich machen.

Nein.



-- Editiert von User am 3. April 2024 19:36

1x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
Footslocker
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von cruncc1):
Wenn es sich um Vorkaufsrecht handelt, dass im Grundbuch eingetragen ist, kann man das Vorkaufsrecht geltend machen, wenn der Kaufvertrag mit dem anderen Käufer beurkundet wurde. Dass der Verkäufer die Immobilie ohne Eintragung einer Grundschuld verkaufen wollte, spielt keine Rolle.

Vielen Dank für eure Rückmeldung. Der Vermieter/Verkäufer hat heute angerufen und gesagt, dass wir die Wohnung nicht bekommen werden, wenn wir den Kredit von der Bank nehmen. Auch die Unterlagen die die Bank angordet, gibt er uns nicht und vereist auf den Vertrag mit dem potentiellen Erstkäufer. Dieser hatte im Kaufvertrag brieflose Grundschuld stehen.

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#4
 Von 
cruncc1
Status:
Richter
(8042 Beiträge, 4510x hilfreich)

Zitat (von Footslocker ):
Vielen Dank für eure Rückmeldung. Der Vermieter/Verkäufer hat heute angerufen und gesagt, dass wir die Wohnung nicht bekommen werden, wenn wir den Kredit von der Bank nehmen.

Das kann doch der Verkäufer gar nicht entscheiden.
Zitat:
Auch die Unterlagen die die Bank angordet, gibt er uns nicht und vereist auf den Vertrag mit dem potentiellen Erstkäufer. Dieser hatte im Kaufvertrag brieflose Grundschuld stehe

Offensichtlich wurde der Kaufvertrag geschlossen, dann wendet man sich einfach an den Notar, der den Kaufvertrag beurkundet hat.

Das Vorkaufsrecht ist im Grundbuch eingetragen? Dann erhält früher oder später Post vom Notar.

-- Editiert von User am 3. April 2024 19:53

1x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
Footslocker
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von cruncc1):
Das Vorkaufsrecht ist im Grundbuch eingetragen? Dann erhält früher oder später Post vom Notar.

Wir haben bereits das Vorkaufsrecht ausgeübt und unseren Kaufvertrag erhalten.Da aber im Kaufvertrag des erst Kaufers brieflose Grundschuld vereinbart wurde,sagt der Verkäufer, dass wir keine Grundschuld eintragen lassen dürfen,fazit keinen Kredit von Bank aufnehmen dürfen.Daher verweigert er die Herausgabe der Unterlagen.

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#6
 Von 
cruncc1
Status:
Richter
(8042 Beiträge, 4510x hilfreich)

Man sollte sich an den Notar wenden.

0x Hilfreiche Antwort

#7
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(120178 Beiträge, 39841x hilfreich)

Zitat (von Footslocker ):
Wir müssten jetzt 1zu1 in den Vertrag einsteigen

Korrekt, exakt das ist üblicherweise die Folge eines Vorkaufsrechtes.
Man übernimmt alle Kondition des Vertrages ohne jedwede Änderung, weil man in den bestehenden Vertrag einsteigt - es wird also nur der Name des Vertragspartners ausgetauscht.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#8
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(47623 Beiträge, 16832x hilfreich)

Zitat (von Footslocker ):
Da aber im Kaufvertrag des erst Kaufers brieflose Grundschuld vereinbart wurde,sagt der Verkäufer, dass wir keine Grundschuld eintragen lassen dürfen,fazit keinen Kredit von Bank aufnehmen dürfen.

Diesen Satz verstehe ich nicht. Wenn der Erstkäufer eine brieflose Grundschuld eintragen dürfte, dann dürfte Ihr das auch. Wo ist dann das Problem?

Zitat (von Footslocker ):
Daher verweigert er die Herausgabe der Unterlagen.

Welche Unterlagen? Der Kaufvertrag müsste Euch doch vorliegen.

0x Hilfreiche Antwort

#9
 Von 
Footslocker
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von hh):
Diesen Satz verstehe ich nicht. Wenn der Erstkäufer eine brieflose Grundschuld eintragen dürfte, dann dürfte Ihr das auch. Wo ist dann das Problem?

Ich kann das Geld nicht bar bezahlen, dann müssen wir einen Kredit bei der Bank aufnehmen. Die Bank verlangt eine Grundriss- und Teilungserklärung, die uns der Vermieter nicht geben kann.

0x Hilfreiche Antwort

#10
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(47623 Beiträge, 16832x hilfreich)

Zitat (von Footslocker ):
Die Bank verlangt eine Grundriss- und Teilungserklärung, die uns der Vermieter nicht geben kann.

Die kann man auch vom Grundbuchamt anfordern. Dazu muss man ein berechtigtes Interesse nachweisen, was hier aber vorliegen dürfte.

0x Hilfreiche Antwort

#11
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(120178 Beiträge, 39841x hilfreich)

Zitat (von Footslocker ):
Die Bank verlangt eine Grundriss- und Teilungserklärung, die uns der Vermieter nicht geben kann.

Was er nicht hat kann er nicht geben.

Insofern ist dem Vorposter zuzustimmen, einfach selber besorgen.



Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

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