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Wie schnell muss die WEG reagieren?

11.7.2019 Thema abonnieren
 Von 
fb519731-9
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)
Wie schnell muss die WEG reagieren?

Wir haben vor 2,5 Jahren eine Wohnung gekauft. Diese ist eher wie ein kleines (unterstes)Reihenendhaus an einer Hanglage. Seit fast 2 Jahren haben wir Probleme mit Wassereinbrüchen. Aufgrund eines Sanierungsstaus ist die darüberliegende Terrasse kaputt, auf der anderen Seite drang Wasser durch die Fassade ( ist mittlerweile gestoppt) und seit 6 Monaten haben wir auch Wassereinbrüche durch ein kaputtes Flachdach. Das Dach ist jetzt auf immensen Druck neu gemacht ( der Dachdecker war entsetzt und meinte so ein abgesoffenes Dach habe er in seinem Leben noch nie gesehen) aber als wir dann das darunterlegende Wohnzimmer sanieren wollten kam das ganze Elend zutage. Die Wände sind vollkommen durchfeuchtet und müssen jetzt getrocknet werden. ( Als wir innen geöffnet haben kam das Elend erst zu Tage uns war dieses Ausmaß nicht klar, wir haben dann ein Gutachten eingeholt) Jetzt beschweren sich die Miteigentümer, dass man erst Angebote für die Trocknung einholen muss, dass wir die Wände geöffnet haben, dass wir selber Schuld sind, dass wir jetzt auf einer Baustelle leben. Die Frage wäre jetzt: Wie lange müssen wir das aushalten? Die Trocknung wird einige Tausend € kosten und man will erst eine Eigentümerversammlung um einen Beschluss zu fassen. Wie müssen wir reagieren? Müssen wir ausziehen? Muss nicht schnellst möglich was geschehen?

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3 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Roland-S
Status:
Lehrling
(1212 Beiträge, 787x hilfreich)

Da sich noch niemand zu diesem Thema geäußert hat, ein paar Ansätze von meiner Seite dazu.

Zitat (von fb519731-9):
Wie lange müssen wir das aushalten?
Wohl oder übel, bis das ganze ausgestanden ist.


Zitat (von fb519731-9):
Die Trocknung wird einige Tausend € kosten und man will erst eine Eigentümerversammlung um einen Beschluss zu fassen.
Aus Sicht der WEG verständlich. Da es aber um die Übernahme von Kosten zu gehen scheint, gibt es wohl keine Versicherung - oder hat diese schon abgewunken? Das Unangenehme ist nämlich, dass IMHO die Kosten nicht sämtlich und selbstverständlich von der Gemeinschaft (oder einer Versicherung) übernommen werden müssen.


Zitat (von fb519731-9):
Wie müssen wir reagieren?
Aus eurer Sicht - alles daran setzten so viel Versäumnis wie möglich bei der WEG nachzuweisen. Denn nur dafür kann letztlich, neben der Instandsetzung am Gemeinschaftseigentum natürlich, die Gemeinschaft in Anspruch genommen werden.

Zitat (von fb519731-9):
Müssen wir ausziehen?
Wenn es nicht auszuhalten oder zuzumuten ist schon. Nur stellt sich auch hier wieder die Frage, wer am Ende die Kosten übernehmen wird.


Zitat (von fb519731-9):
Muss nicht schnellst möglich was geschehen?
Das sollte im Interesse aller Beteiligten liegen. Leider macht es die derzeitige Situation mit Handwerkern noch schwerer gute und preiswerte Firmen, geschweige denn Angebote, zu bekommen.

VG
Roland

Signatur:Das Problem bei Gerichtsbeschlüssen ist, dass regelmäßig nur eine Partei IHR Recht bekommt.
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#2
 Von 
fb519731-9
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)

Danke für wenigstens eine kleine Antwort. Ich wollte nur kurz erwidern und kurz berichten wie es weiterging:
Also es wird jetzt getrocknet. Dach und Mauerwerk sind Gesamteigentum, also sind das KEINE KOSTEN für uns ( nur im Rahmen der WEG) darüber sind sich Gottseidank alle einig. Versicherung gibt es hierfür nicht, da es auf mangelnde Instandhaltung zurückzuführen ist. Für die Renovierung des Sondereigentums ( neue Dämmung etc etc. werden wir klagen, wenn die WEG nicht bereit ist das zum entsprechenden Anteil zu übernehmen.
VG

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#3
 Von 
Roland-S
Status:
Lehrling
(1212 Beiträge, 787x hilfreich)

Zitat (von fb519731-9):
Für die Renovierung des Sondereigentums ( neue Dämmung etc etc. werden wir klagen, wenn die WEG nicht bereit ist das zum entsprechenden Anteil zu übernehmen.
IMHO ist hier die Gemeinschaft (oder auch der Verwalter?) nur in dem Maße zum Ersatz heranzuziehen, wie es einem Verschulden entspricht. Und das werdet ihr nachweisen müssen.
Lasst euch hier im Vorfeld gut beraten, bevor ihr mit der WEG auf Konfrontation geht. Aber vielleicht mag noch jemand hier (der sich damit wirklich auskennt) äußern?

VG
Roland

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