Zaun im Garten - Sondernutzungsrecht -WEG besteht auf Rückbau

24. Oktober 2022 Thema abonnieren
 Von 
guest-12320.12.2022 15:05:52
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)
Zaun im Garten - Sondernutzungsrecht -WEG besteht auf Rückbau

Hallo zusammen, wir haben ein Problem mit den Miteigentümern. Wir haben in unserem Garten einen Zaun (Doppelstabmattenzaun, optisch dem Haus angepasst) montiert, allerdings nicht auf der Gemeinschaftsmauer, sondern direkt in der Erde (Rasen)...
wir haben damals damit begründet und auch nicht die Genehmigung geholt wegen Eile, weil unsere kleine Tochter gefährlich war, die Mauer ist über 1 Meter tief und Betonboden, also sie konnte sich ordentlich verletzten beim reinfallen. Im Nachhinein hat die WEG diese zugestimmt und geduldet (so im Protokoll, ich glaube sogar auf 10 Jahren ). Jetzt (mach 5 Jahren) haben wir die Wohnung vermietet, die Mieter haben zwei Hunde. Die WEG verlang die Rückbau des Zaunes. D.h. die Hunde können einfach so freilaufen, im Bereich der gemeinschaftsräume (eher Abstellplatz für Mülltonnen) und auch zum Nachbarsgarten. Dafür möchten wir keine Verantwortung tragen wenn was passiert...
Was können wir machen? Zum ersten ist der Zaun ja nicht auf einem Gemeinschaftseigentum montiert und eigentlich ist das keine bauliche Veränderung oder?

Vielen Dank für die Antworten vorab.

Probleme mit der Immobilie oder Miteigentümern?

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5 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(118615 Beiträge, 39604x hilfreich)

Zitat (von Katharina19):
wir haben damals damit begründet und auch nicht die Genehmigung geholt wegen Eile, weil unsere kleine Tochter gefährlich war

Was für ein Unfug ... und das hat irgendjemand geglaubt?



Zitat (von Katharina19):
eigentlich ist das keine bauliche Veränderung oder?

Genau, oder.



Zitat (von Katharina19):
D.h. die Hunde können einfach so freilaufen,

Nö, die bleiben dann einfach drin oder an der Leine wenn sie keine Erziehung haben. Problem gelöst.



Zitat (von Katharina19):
Dafür möchten wir keine Verantwortung tragen wenn was passiert...

Ist ja auch nicht euer Problem.



Zitat (von Katharina19):
so im Protokoll, ich glaube sogar auf 10 Jahren

Das wäre dann mal interessant, was das für ein Protokoll war, ob das ganze Inhalt eines Beschluss war und wie der genaue Wortlaut ist.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

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#2
 Von 
guest-12320.12.2022 15:05:52
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)

Warum ist das ein Unfug? Ist denn die Sicherheit eines Kindes nicht wichtig?

0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(47291 Beiträge, 16754x hilfreich)

Zitat (von Katharina19):
Warum ist das ein Unfug?


Lies mal genau, was Du geschrieben hast :wink:

Zitat (von Katharina19):
Zum ersten ist der Zaun ja nicht auf einem Gemeinschaftseigentum montiert


Doch, da Ihr nur ein Sondernutzungsrecht habt.

Zitat (von Katharina19):
und eigentlich ist das keine bauliche Veränderung oder?


Doch, das ist eine bauliche Veränderung. Allerdings wurde die nach Deinen Angaben genehmigt. Der Abriss ist erneut eine bauliche Veränderung.

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#4
 Von 
R.M.
Status:
Bachelor
(3873 Beiträge, 2379x hilfreich)

Zitat (von Katharina19):
wir haben damals damit begründet und auch nicht die Genehmigung geholt wegen Eile, weil unsere kleine Tochter gefährlich war, die Mauer ist über 1 Meter tief und Betonboden, also sie konnte sich ordentlich verletzten beim reinfallen.
Deutsche Sprache - schwere Sprache. Ich hoffe mal, dass nicht Deine Tochter gefährlich ist, sondern dass vermutlich die Absturzhöhe einer Stützmauer für Deine damals kleine Tochter gefährlich war.

Zitat (von Katharina19):
wegen Eile
Sorry, das ist Blödsinn! Weder wird die Mauer so ganz urplötzlich da gewesen sein noch wurde Deine Tochter so ganz urplötzlich geboren (und krabbeln und laufen konnte sie mit Sicherheit auch nicht sofort), also hattet Ihr ca. 1 Jahr Zeit, Euch über einen sicheren Garten Gedanken zu machen und rechtzeitig vorher das Aufstellen eines Zaunes zu beantragen und genehmigen zu lassen.

Zitat (von Katharina19):
Zum ersten ist der Zaun ja nicht auf einem Gemeinschaftseigentum montiert und eigentlich ist das keine bauliche Veränderung oder?
Wie bereits von anderen geschrieben: Doch, genau oder!
Die Gartenanteile in einer WEG sind Gemeinschaftseigentum, Ihr habt allerhöchstens ein Sondernutzungsrecht. Und ein Zaun ist eine bauliche Veränderung.

Zitat (von Katharina19):
Im Nachhinein hat die WEG diese zugestimmt und geduldet (so im Protokoll, ich glaube sogar auf 10 Jahren ).
Wie ebenfalls schon geschrieben: auf den genauen Wortlaut kommt es an. "geduldet" und "auf 10 Jahre" deuten jedoch darauf hin, das keine dauerhafte Genehmigung erteilt wurde (eben nur geduldet) und zudem zumindest zeitlich begrenzt wurde, eventuell (deshalb genauer Wortlaut!) aufschiebend bedingt ist - und die Bedingung möglicherweise (deshalb genauer Wortlaut!) an die "Gefahr für Deine Tochter" und "längstens 10 Jahre" (dann sollte ein Kind alt genug sein, eine solche Gefahr zu erkennen) geknüft ist.

Sollte dies so wein, was Deine bisherige Schilderung nahelegt, dann sind die Bedingungen mit Eurem Auszug weggefallen. Und mit dem Wegfall der Bedingungen besteht auch kein Grund mehr für eine Duldung. Die Hinde sind eine neue, andere Situation. Dies vorausgesetzt kann der Rückbau wohl zu Recht gefordert und wahrscheinlich auch durchgesetzt werden.
Alle Aussagen basieren im Moment nur auf Mutmaßungen auf Grund Deiner bisherigen Schilderungen.

Signatur:

lg.
R.M.

0x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(118615 Beiträge, 39604x hilfreich)

Zitat (von Katharina19):
Warum ist das ein Unfug?

Wenn man Dauer der Schwangerschaft und Entwicklung des Kindes berechnet, würde ich mal von mindestens 1,5 Jahren ausgehen die man Zeit hatte.

Noch dazu hätten die Aussichtspflichtigen einfach ihrem Pflichten nachkommen müssen, also noch ein Grund gegen "Eile".


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

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