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Wettbewerbsverbot nach Ausbildungsende

1.11.2007 Thema abonnieren
 Von 
Daniel Schneiders
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 3x hilfreich)
Wettbewerbsverbot nach Ausbildungsende

Hallo zusammen,

mich würde interessieren, ob unser Azubi nach seiner Ausbildung zur direkten Konkurrenz gehen kann. Wir sind eine drei Personen Firma, ich meine Frau und unser Azubi.

Wir richten kleine Firmenevents aus und befürchten nun, dass unser Azubi nach seiner Ausbildung zu einem benachbarten Cateringunternehmen wechseln will.

Sollen wir irgendetwas unterschreiben lassen? Eine Weiterbeschäftigung ist uns aus finanziellen Gründen nicht möglich.

MfG

Daniel

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9 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
venotis
Status:
Unparteiischer
(9555 Beiträge, 2256x hilfreich)

Hallo,

quote:
Sollen wir irgendetwas unterschreiben lassen?

Euch ist aber schon klar, dass ein nachvertragliches Wettbewerbsverbot nur wirksam vereinbart werden kann, wenn ihr dem Azubi ne Entschädigung zahlt?

Siehe HGB (http://www.gesetze-im-internet.de/hgb/index.html) § 74 und folgende. Oder einfach mal nach 'nachvertragliches Wettbewerbsverbot' googlen.

MfG

-- Editiert von venotis am 01.11.2007 16:13:52

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#2
 Von 
dittmann
Status:
Schüler
(249 Beiträge, 36x hilfreich)

Was soll denn der Azubi machen? Ihr wollt ihn nicht übernehmen und irgendwo muß er ja arbeiten, oder?

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#3
 Von 
Daniel Schneiders
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 3x hilfreich)

wie können wir uns dann sonst davor schützen, dass er mit unseren Kunden nicht zu einer anderen Firma geht?

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#4
 Von 
venotis
Status:
Unparteiischer
(9555 Beiträge, 2256x hilfreich)

quote:
wie können wir uns dann sonst davor schützen, dass er mit unseren Kunden nicht zu einer anderen Firma geht?

Dass er bei anderen Firmen arbeitet, könnt ihr ihm nicht verbieten bzw. ihn daran hindern. Hat er wenigstens eine Schweigepflichterklärung unterschreiben müssen?

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#5
 Von 
Daniel Schneiders
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 3x hilfreich)

Nein hat er nicht. Aber das kann ihm ja keiner nachweisen wenn er immer wieder mal auf die Idee kommt unseren Kunden angebote zu erteilen.

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#6
 Von 
venotis
Status:
Unparteiischer
(9555 Beiträge, 2256x hilfreich)

Eine Schweigepflichterklärung hättet ihr dann aber schwarz auf weiß.

Nachweisen, dass euer Ex-Azubi dahinter steckt, wenn Kunden abwandern ist sicher schwieriger und steht auch auf nem anderen Blatt.

Er darf nicht Kundendaten direkt 'klauen' (z.b. ne Liste der Namen ausdrucken oder sichs auf USB-Stick speichern und mitnehmen), aber was er im Kopf hat, das kann man ihm ja schlecht mit Abschluss der Ausbildung da raus löschen.

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#7
 Von 
Daniel Schneiders
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 3x hilfreich)

Wie ist das mit Kalkulationen, Einkauspreisen, unserer finanziellen Lage etc.

Da wir ein sehr kleiner Betrieb sind weiss er so ziemlich alles was man wissen kann.

Darf er das dann auch weitergeben? So alla: Mein alter Betrieb hat um die Weihnachtszeit Betrag xy auf dem Konto und kann Aufträge bis zu Beträgen von xy aufnehmen?

Oder darf er sogar ausplaudern, was wir von Lieranten für Konditionen bekommen und diese dann für die andere Firma nutzen?

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#8
 Von 
venotis
Status:
Unparteiischer
(9555 Beiträge, 2256x hilfreich)
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#9
 Von 
guest123-1700
Status:
Praktikant
(969 Beiträge, 153x hilfreich)

Da Ihr den Azubi aus finanziellen Gründen bereits nicht weiter beschäftigen könnt und wohl erst recht keine Entschädigung für ein Wettbewerbsverbot zahlen könnt, wird Euch auch kein Anwalt weiter helfen können. Da seid Ihr m.E. allein auf das Wohlverhalten des Azubi angewiesen, wobei das Hemd schon näher als die Jacke sitzt.

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