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Dilema: Vermietung an Person mit Privatinsolvenz

28.4.2006 Thema abonnieren
 Von 
purpendicular
Status:
Frischling
(1 Beiträge, 0x hilfreich)
Dilema: Vermietung an Person mit Privatinsolvenz

Ich stehe vor folgender Situation:

Mein Mieter ist seit geraumer Zeit in Privatinsolvenz.
Seit über einem Jahr zahlt er kein Wasser, und hat die Miete um die Hälfte gekürzt.

Ich will ihm nun kündigen. Das ist aber nicht so einfach:
Bei der ersten Kündigung, bekam er vor Gericht recht. Er hat einfach behauptet die Kündigung nicht erhalten zu haben… Ihm wurde geglaubt sie nicht erhalten zu haben. Mir wurde nicht geglaubt sie eingeworfen! zu haben.
So: Die Folge: Ich zahlte meinen Rechtsanwalt, seinen Rechtsanwalt und die Gerichtskosten.

Selbst wenn ich aber gewonnen hätte, hätte ich die selben Kosten gehabt.

Nun also wieder gekündigt:
Angekündigte Hausbesichtigungen hat er verweigert.
Beim Kündigungstermin war er auch nicht da…
Also ist er immer noch in der Wohnung.

Nun verlangt er von mir eine horrende Zahlung, dass er auszieht…

Nun habe ich die Wahl. An ihn zahlen, oder wieder vor Gericht. Was auch wieder eine Menge kostet.

Gibt es keine andere Möglichkeit, dass ich auch an mein Recht komme.
Warum wird dieser Verbrecher durch das deutsche Recht nur so geschützt.
Er zahlt unberechtigterweise kaum Miete und ich kann nichts machen!!!!

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11 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
luDa
Status:
Lehrling
(1729 Beiträge, 341x hilfreich)

angriff ist manchmal die beste veteidigung daher sollten sie den spieß ruhig umdrehen.

als druckmittel haben sie die den schuldner lockende restschuldbefreiung in der hand. diese kann verwehrt werden wenn der schuldner während der wohlverhaltensperiode neue schulden macht dabei scheint er ja schon wieder zu sein, soweit der mieter das geld für sich fordert könnte man auch darüber nachdenken ob er versucht beträge am insolvenzverwalter vorbeizuschleusen und anhaltspunkte für eine insolvenzstraftat vorliegen. hielte man dem mieter diese aspekte einmal vor auge würde sich die auszugsbereitschaft evtl. deutlich steigern lassen.

problem ist, dass man gewissermassen droht was auch grundsätzlich möglich ist allerdings winkt irgendwann die feine grenze zur strafbarkeit (nötigung....). daher sollten sie sich überlegen ob sie ein derartiges schreiben mit anwalticher beratung /hilfe aufsetzen die dann zumindest günstiger und weniger schmerzvoll sein könnte als demjenigen noch geld in den rachen zu schmeissen.

ps: bezieht derjenige leistungen nach sgbII (hartz4)?

-- Editiert von luDa am 28.04.2006 17:55:28

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#2
 Von 
Vandal
Status:
Frischling
(17 Beiträge, 4x hilfreich)

lieber purpendicular,

warum der Mieter soviel Recht bekommt?
Ich denke das sie die Sache wahrscheinlich von der falschen Seite angehen!

Zum ersten rate ich Ihnen, sich das Buch vom deutschen Mieterschutzbund zu besorgen und das genau zu lesen in Bezug auf Mietkürzungen ( die müßen begründet sein ) und in Bezug auf Mietschulden. Mann sollte immer wissen was die Gegenseite darf und was nicht. Das ist in dem Buch recht gut beschrieben.

Ich bin selber Mieter, kenne meine Rechte und auch meine PFLICHTEN!!!
Das was da nun bei Ihnen abläuft ist der Oberhammer.

Ein Freund von mir ist zum Vermieter Wiederwillen geworden, sprich er hat ein Haus ehrben müßen. Die Situation war die, das er das Haus seiner Mutter bekommen hatte und das der Ex-Mann der Frau noch immer eine Wohnung in dem Haus hat. Er zahlt keine Miete weil sie ihn, in gutem Glauben keinen Mietvertrag hat unterzeichnen lassen.

Nun ist also mein Freund der Vermieter.

Seine erste Tat war, den Kerl einen Mietvertrag unterschreiben zu lassen. Seine nächste Tat ist nun die gewesen das er sich auf dem Sozialamt kundig gemacht hat und das Sozialamt angewiesen hat, die Miete auf sein Konto zu überweisen. Das geht !!!
Die nächste Reaktion war das derjenige ausgezogen ist.

Gehen sie zum Sozialamt und reden sie mit den Leuten, das sind keine Monster ;-) !
Entweder hat ihr Mietnormade kein Interesse mehr und geht freiwillig aus der Wohnung, weil er ja Geld verdienen möchte, oder er bleibt und sie bekommen ihre Miete direkt. Letztes ist nicht wünschenswert, aber ein Kompromiss.
Es wird Sie vielleicht noch etwas Geld und Nerven kosten, aber lieber ein Schrecken mit Ende, als Schrecken ohne Ende.
Zudem können und SOLLTEN Sie sich den Titel auf die Miet-Schulden holen.

so long

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#3
 Von 
guest123-1062
Status:
Student
(2846 Beiträge, 874x hilfreich)

--- editiert vom Admin

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#4
 Von 
luDa
Status:
Lehrling
(1729 Beiträge, 341x hilfreich)

...... und zumindest hinsichtlich der gegnerischen anwaltskosten objektiv falsch ist .....

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#5
 Von 
guest123-1062
Status:
Student
(2846 Beiträge, 874x hilfreich)

--- editiert vom Admin

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#6
 Von 
träne
Status:
Lehrling
(1979 Beiträge, 109x hilfreich)

ich würde die Frage einfach mal im Mietrecht stellen, denn da gehört sie m. E. hin ;-)

ob der Mieter in der privaten Insolvenz ist oder nicht, spielt gar keine Rolle...und WO steht, das man keine neuen Schulden machen darf?, das darf man sehr wohl, sie fallen nur nicht unter die Restschuldbefreiung...

und auch eine Ausgleichszahlung ist in der WVP völlig problemlos...und geht den Treuhänder nix an...da sie nicht unter die Abtretungserklärung fällt...

purpendic wird also nix anderes als eine erneute Räumungsklage bleiben...


winkserchen

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#7
 Von 
guest123-1400
Status:
Student
(2652 Beiträge, 620x hilfreich)

--- editiert vom Admin

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#8
 Von 
guest123-1400
Status:
Student
(2652 Beiträge, 620x hilfreich)

--- editiert vom Admin

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#9
 Von 
guest123-1062
Status:
Student
(2846 Beiträge, 874x hilfreich)

--- editiert vom Admin

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#10
 Von 
ikarus02
Status:
Master
(4412 Beiträge, 1045x hilfreich)

Pawel: Nur wenn der Mieter die Insolvenz VOR Abschluss des Mietvertrages verschweigt.
Gruß

-----------------
"behandle jeden so, wie du selbst behandelt werden möchtest."

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#11
 Von 
guest123-1062
Status:
Student
(2846 Beiträge, 874x hilfreich)

--- editiert vom Admin

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