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GmbH-Erhaltung bei Insolvenz des Gesellschafters

5.11.2007 Thema abonnieren
 Von 
franzm123
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 2x hilfreich)
GmbH-Erhaltung bei Insolvenz des Gesellschafters

Hallo, ich würde mich über eure Impulse zur folgenden Konstellation sehr freuen:
Person A gewährt Person B ein Darlehen in Höhe von 25 TEUR zur Gründung einer GmbH. Person A wird Geschäftsführer, Person B alleiniger Gesellschafter. Person B betreibt zusätzlich ein Einzelunternehmen. Nun wird B mit seinem Einzelunternehmen insolvent.
1. Kann auf das Vermögen der GmbH zugegriffen werden?
2. Ist es möglich die GmbH über einen Vertrag zwischen A und B vor anderen Gläubigern zu sichern?
3. Lassen sich die Gesellschaftsanteile von B auf A übertragen? Wann muss das geschehen?
Ziel ist eine unabhängige Stellung der GmbH gegenüber den Gläubigern von B.
Für Rückfragen stehe ich gern zur Verfügung. Vielen Dank im Voraus.

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6 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Jotrocken
Status:
Junior-Partner
(5923 Beiträge, 1343x hilfreich)

1. Nein.
2. siehe 1.


-----------------
"Juristerei bedeutet, dem Gegner in Zahl und Güte seiner Argumente überlegen zu sein."

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#2
 Von 
franzm123
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 2x hilfreich)

Hallo Jotrocken, vielen Dank für die schnelle Antwort. Ist das irgendwo näher beschrieben?

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#3
 Von 
Jotrocken
Status:
Junior-Partner
(5923 Beiträge, 1343x hilfreich)

Höchstens in Fachliteratur zum Kapitalgesellschaftsrecht (z.B. Eisenhardt, U.: 'Gesellschaftsrecht', 13. Auflage 2007, Beck Verlag).

Eine GmbH haftet jedenfalls nicht für Verbindlichkeiten einer ganz anderen GbR.

-----------------
"Juristerei bedeutet, dem Gegner in Zahl und Güte seiner Argumente überlegen zu sein."

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#4
 Von 
Eidechse
Status:
Senior-Partner
(6949 Beiträge, 3827x hilfreich)

Das Vermögen der GmbH ist zwar nicht durch die Insolvenz des einzigen Gesellschafters betroffen, die Gesellschaftsanteile fallen jedoch sehr wohl in die Insolvenzmasse. Der Insolvenzverwalter wird also versuchen diese Gesellschaftsanteile zu verkaufen.

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#5
 Von 
franzm123
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 2x hilfreich)

Gehe ich der Annahme richtig, dass sich der Verkauf auch durch einen Treuhandvertrag nicht unterbinden lässt? Vielen Dank im Voraus.

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#6
 Von 
Eidechse
Status:
Senior-Partner
(6949 Beiträge, 3827x hilfreich)

Aufgrund eines Treuhandverhältnisses kann für den Treugeber ein Aussonderungsrecht nach § 47 InsO in Betracht kommen. Dabei ist jedoch die Ausgestaltung des Vertrages entscheidend. Die eingangs beschriebene Konstellation passt wegen der Darlehensgewährung jedoch nicht zu einem Treuhandvertrag, der ein solches Aussonderungsrecht geben würde.

Besteht ein Treuhandvertrag wäre in dem Beispielsfall dem A dringend zu raten, anwaltliche Beratung (Fachanwalt Insolvenzrecht) in Anspruch zu nehmen. Die Konstellation ist nicht ganz einfach und es geht ja auch nicht gerade um wenig Geld.

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