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Kosten der Zwangsversteigerung und Löschung

 Von 
icecycle
Status:
Junior-Partner
(5342 Beiträge, 1754x hilfreich)
Kosten der Zwangsversteigerung und Löschung

Gläubiger X läßt aufgrund seiner Grundbuchpfändung das Anwesen des Schuldners Y zwangsversteigern.
Die Zwangsversteigerung kommt wegen des zu niedrigen Gebots nicht zustande. Daraufhin findet der Schuldner einen Käufer für das Anwesen.

Wie bekommt der Gläubiger X die ihm entstandenen Zwangsversteigerungskosten, sowie die Notarkosten für die
Löschungsbewilligung, erstattet ?
Diese Kosten sind ja in dem Grundpfandtitel nicht enthalten.

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Schuldner Zwangsversteigerung


4 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
guest-12321.01.2018 10:47:44
Status:
Student
(2205 Beiträge, 582x hilfreich)

Stell die Frage andersrum:
Wie bekommt Schuldner Y ein sauberes Grundbuch ?
Eine Auflassungsvormerkung hinter dem Zwangsversteigerungsvermerk ist doch völlig sinnlos, spätestens wenn die Bank des Käufers an die erste Rangstelle will, klärt sich das von alleine.

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#2
 Von 
icecycle
Status:
Junior-Partner
(5342 Beiträge, 1754x hilfreich)

Vielleicht findet der Schuldner Y einen Käufer mit Bargeld !

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#3
 Von 
guest-12321.01.2018 10:47:44
Status:
Student
(2205 Beiträge, 582x hilfreich)

Dann bleibt die Grundschuld trotzdem an der 1. Rangstelle, und der Käufer Y darf sie zurückzahlen.
Das ändert nichts.

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#4
 Von 
ZV
Status:
Beginner
(91 Beiträge, 80x hilfreich)

Gläubiger kann die Kosten des vergeblichen Zwangsversteigerungsverfahrens durch den Rechtspfleger am Amtsgericht, wo die Zwangsversteigerung anhängig war, festsetzen lassen und gegen den Schuldner (Eigentümer) eine vollstreckbare Ausfertigung des Kostenfestsetzungsbeschlussen beantragen. Diese ist dem Schuldner zuzustellen und fungiert dann als ganz normaler Vollstreckungstitel, d.h. möglich ist dann Mobi, eV, Forderungspfändung, aber auch neue zusätzliche Zwangssicherungshypothek.
Gläubiger hat dann zwei nachrangige Sicherungshypotheken, die in einer künftigen Zwangsversteigerung wahrscheinlich nichts Wert sind. Aber bei einem freihändigen Verkauf hat der Gläuiger den Fuß in der Tür, weil er die Abgabe der Löschungsbewilligungen von der Bezahlung seiner Forderungen abhängig machen kann.

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