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Mahnbescheid - Ursprungsforderung vom 01.08.2015 auf 01.01.2016 geändert um Verjährung zu verhindern

15.4.2019 Thema abonnieren
 Von 
fb506422-42
Status:
Frischling
(7 Beiträge, 0x hilfreich)
Mahnbescheid - Ursprungsforderung vom 01.08.2015 auf 01.01.2016 geändert um Verjährung zu verhindern

Sehr geehrte Damen und Herren,

folgender Sachverhalt:

Es geht um eine Forderung, welche eigentlich schon verjährt wäre zum 31.12.2018.
Nun bekomme ich plötzlich einen Mahnbescheid von einem Rechtsanwalt, wo die ursprüngliche Forderung (01.08.2015) plötzlich auf den Zeitraum vom 01.08.2015 bis 01.01.2016 ausgeweitet wurde, um offensichtlich eine Verjährung zu verhindern.

Wie gehe ich nun vor (denke bereits an einen Widerspruch)!?!?!

Es kann doch nicht sein, dass man damit so einfach durchkommt.

Freue mich über hilfreiche Antworten! - Vielen Dank im Voraus.

LG




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10 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(66015 Beiträge, 31361x hilfreich)

Zitat (von fb506422-42):
die ursprüngliche Forderung (01.08.2015)

Und das verjährungsrelevante Datum könnte man wie genau beweisen?



Zitat (von fb506422-42):
Wie gehe ich nun vor (denke bereits an einen Widerspruch)!?!?!

Naja, entweder zahlen oder Widerspruch - mehr realistischen Alternativen gibt es nicht.


Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
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#2
 Von 
LottiRatlos
Status:
Frischling
(16 Beiträge, 1x hilfreich)

Zitat (von fb506422-42):
Es geht um eine Forderung, welche eigentlich schon verjährt wäre zum 31.12.2018.

Aus reiner Neugierde:
Darf ich fragen, ob Ihnen die Forderung bekannt bzw. ob sie berechtigt war?

LG
Lotti

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#3
 Von 
fb506422-42
Status:
Frischling
(7 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Zitat (von fb506422-42):
die ursprüngliche Forderung (01.08.2015)

Und das verjährungsrelevante Datum könnte man wie genau beweisen?


Es handelt sich um einen Dienstleistungsvertrag mit einer Bildungseinrichtung (Weiterbildung), der am 01.08.2015 abgeschlossen wurde.

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#4
 Von 
fb506422-42
Status:
Frischling
(7 Beiträge, 0x hilfreich)


Zitat:
Aus reiner Neugierde:
Darf ich fragen, ob Ihnen die Forderung bekannt bzw. ob sie berechtigt war?


Die Forderung war ursprünglich berechtigt.

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#5
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(66015 Beiträge, 31361x hilfreich)

Zitat (von fb506422-42):
Es handelt sich um einen Dienstleistungsvertrag mit einer Bildungseinrichtung (Weiterbildung), der am 01.08.2015 abgeschlossen wurde.

Und der Vertrag / die Weiterbildung sollte von wann bis wann gehen?


Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
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#6
 Von 
fb506422-42
Status:
Frischling
(7 Beiträge, 0x hilfreich)

Ich muss dazu sagen, dass der Mahnbescheid bereits am 08.11.2018 beantragt wurde, mir aber nicht zugestellt werden konnte. Der Anspruchssteller hatte offensichtlich nur die alte Adresse... Dabei bin ich ganz ordnungsgemäß an meinem Wohnort gemeldet (seit 2017). Ich stand mit ihm bis dato in keinerlei Verhandlungen.

Ich habe folgendes im Netz gefunden:

"Nach Ansicht des BGH tritt die (...) Verjährung u. a. dann ein, wenn folgende Voraussetzungen gegeben sind:

Der Anspruchsinhaber hat für die wirksame Zustellung nicht alles aus seiner Sicht Erforderliche (in dem Fall eine einfache Adressanfrage starten) getan."

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#7
 Von 
mepeisen
Status:
Heiliger
(21912 Beiträge, 14662x hilfreich)

Zitat:
Wie gehe ich nun vor (denke bereits an einen Widerspruch)!?!?!

Davon ausgehend, dass der Fall eindeutig ist. Natürlich vollständig widersprechen. Zeitgleich würde ich Strafanzeige erstatten wegen Verdacht des Prozessbetruges gegen den Anwalt und seinen Mandanten.

Aber bevor man das tut, noch einmal die Frage von Harry. Bis wann sollte der Vertrag gehen? Sprich: War das eine einmalige Aktion oder war das eine längere Ausbildung? Wenn die länger war: Wie lange war der Ausbildungszeitraum?
Bei solchen Dauerverträgen bzw. welchen, die sich auf einen Zeitraum beziehen, ist es mitunter völlig OK, wenn der letzte Ausbildungstag angegeben wird. War der 1.1. der letzte Ausbildungstag?

Signatur:Mitglied im AK Inkassowatch. Anfragen per PM. Meine Beiträge stellen keine Rechtsberatung dar. Siche
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#8
 Von 
AltesHaus
Status:
Gelehrter
(10143 Beiträge, 2715x hilfreich)

Kommt drauf an, wie lange der Vertrag lief, meisens laufen die ja mindestens 6 Monate, dann wäre es nicht verjährt ...

-- Editiert von AltesHaus am 16.04.2019 09:27

Signatur:Ich erteile keine Ratschläge, ich schreibe nur wie ich die Dinge handhaben würde.
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#9
 Von 
guyfromhamburg
Status:
Praktikant
(593 Beiträge, 169x hilfreich)

Dienstleistungsvertrag mit einer Bildungseinrichtung? Also liegt der Zeitpunkt der Leistung wahrscheinlich nach dem 1.8.15. Und bestimmt bis in das Jahr 2016 hinein. Dann ist da nichts verjährt.

Zitat (von fb506422-42):
Es kann doch nicht sein, dass man damit so einfach durchkommt.

Genau, es kann doch nicht sein, dass Sie Ihre Schulden einfach nicht bezahlen.

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#10
 Von 
Sir Berry
Status:
Senior-Partner
(6297 Beiträge, 2344x hilfreich)

Aus den bisherigen Texten ist nicht erkennbar was per Mahnbescheid eingefordert wird.

Und ebensowenig ist erkennbar, wann die Forderung fällig war.

Der Tag an dem der Vertrag geschlossen wurde besagt ja nichts zur Fälligkeit.

Berry

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