Neuer PfÜB?

1. Dezember 2016 Thema abonnieren
 Von 
guest-12325.03.2020 14:55:28
Status:
Gelehrter
(11824 Beiträge, 3193x hilfreich)
Neuer PfÜB?

A hat Titel gegen B
B hat Ansprüche gegen Arbeitgeber C und gewinnt, die Forderung wird auf das Anderkonto des RA von B angewiesen.
A erfährt das, schickt flugs VZV raus und PfÜB hinterher
Anwalt von B teilt mit, dass Forderung vor Zustellung des VZV beretits an Mandanten überwiesen wurde, desweiteren würde es sich um eine Lohnzahlung handeln, die unterhalb der Pfändungsfreigrenze liegen würde.

Frage: Wenn bekannt wird, dass B weitere Forderungen erfolgreich gegen A und einen weiteren Arbeitgeber durchsetzt, muss dann ein neuer PfÜB beantragt werden?

Stimmt die Ausage des Anwalts, dass er hätte nur den Teil anweisen müssen, der oberhalb der Pfändungsfreigrenze liegt? Es ist bekannt, dass B zur Zeit keinerlei Einkünfte hat (auch kein ALG II).

Vielen Dank für das Interesse.

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1 Antwort
Sortierung:
#1
 Von 
mepeisen
Status:
Unsterblich
(24966 Beiträge, 16139x hilfreich)

Zitat:
Wenn bekannt wird, dass B weitere Forderungen erfolgreich gegen A

Du meinst gegen C?

Zitat:
muss dann ein neuer PfÜB beantragt werden?

Nein. Der PfÜB ist nicht aufgehoben worden von A oder? Und A hat sicherlich auch nicht beantragt, dass grundsätzlich nur exakt die eine realisierte Forderung gegen C vollstreckt wird oder?

Zitat:
Stimmt die Ausage des Anwalts, dass er hätte nur den Teil anweisen müssen, der oberhalb der Pfändungsfreigrenze liegt?

Ob das stimmt, weiß ich ad hoc nicht. Schwierig, denn der Arbeitgeber hätte ja genauso nur den pfändungsfreien Teil auskehren müssen. Und wenn das über Anwalt-Anderkonto läuft dürfte man da wenig Chancen haben, meiner Meinung nach. Mir sind diesbezüglich aber keine Urteile bekannt, daher ist das jetzt nur so ein Gefühl von mir.

Lohn-Nachzahlungen werden allerdings erst mal als ein einkommen gewertet, also in Summe, wenn sie beispielsweise auf einem P-Konto landen. Und erst, wenn der Schuldner es beantragt, setzt sich ein Gericht hin und rechnet das ggf. auf die vorherigen Monate zurück und ermittelt, wie hoch der pfändbare Teil pro Monat war.

Das stützt mein Gefühl, dass der Anwalt das gar nicht selbst entscheiden darf, was davon pfändbar ist und was nicht. Zahlungsverbot ist Zahlungsverbot und Pfändung ist Pfändung. Wüsste nicht, dass beim Anwalt als Drittschuldner andere Spielregeln gelten sollten und woraus sich die anderen Spielregeln ergeben würden.

Die Frage, ob man gegen einen Anwalt als Drittschuldner kämpft oder nicht, ist mal eine völlig andere.

Die viel bessere Möglichkeit wäre, den C als Drittschuldner mit einer Pfändung zu belegen, wenn man weitere Forderungen des A gegen den C erwartet. Dann gibt es die Diskussion, was über das Anwaltskonto läuft, gar nicht.

-- Editiert von mepeisen am 02.12.2016 11:49

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